Tag 14 – Abschied von meinem Baby

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Kennt ihr Tage, an den die Gedanken durch den Kopf purzeln wie Konfetti bei einer Hochzeit, man sieht all die kleinen bunten Schnipsel und bekommt keinen einzigen davon zu fassen? So sieht es heut in meinem Hin aus, es herrscht das große Durcheinander.

Angefangen hat es nach einem freundlichen Tag gestern, wahrscheinlich hätte ich mich doch mehr bewegen sollen. Nun ja, aus völlig nichtigem Anlass flippte ich leicht aus. Dazu muss ich erzählen, ich habe schon seit fünf Jahren ein anderes Blog, bei einem anderen Anbieter. Dort geht es um Sport und ich habe dort viele Stunden voller Herzblut investiert und ihn auch in der Szene recht bekannt gemacht. Mein Ziel war nie, damit Geld zu verdienen, weil es eine Randsportart ist, die eh kaum jemand kennt. Gerade in der vergangenen Saison bin ich noch einmal richtig durchgestartet und habe neue Leser gewonnen. Dann hat mich das Gefühl „Es ist Zeit aufzuhören“ irgendwie überfallen, obwohl ich weiß, es wäre der richtige Zeitpunkt. Warum ich das denke? Meine Begeisterung und meine Leidenschaft sind nicht mehr die, die sie mal waren. Oft ist ein neuer Post mehr eine Pflichtübung, denn ein Vergnügen oder ein Bedürfnis. Vielleicht sehe ich zwischenzeitlich auch zu viele der Schattenseiten und bin einfach nicht mehr mit ganzem Herzen dabei. Trotzdem ist es verdammt schwer, denn dieses Blog war mein Baby, gestartet mit durchschnittlich drei Lesern und über fünf Jahre entwickelt zu einer passablen Größe, manche Nacht gesessen und Artikel zum vergangenen Wettkampftag verfasst, bei Fotografen um Bilder gebettelt, mich weit aus dem Fenster gehangen um authentisch zu bleiben und sicherlich auch den einen oder anderen Feind hinzugewonnen. Trotzdem allem, es ist Zeit, aber ich fühle mich wie eine Verräterin.

Nun habe ich mich vor einer Stunde dazu durch gerungen, zu schreiben, dass ich eine Auszeit auf unbestimmte Zeit nehme und nun bin ich traurig, es ist doch mein Baby.

Wenigstens hatte ich heute Mittag eine Verabredung mit einer lieben Freundin zu einem leckeren Essen und Kinder, endlich scheint wieder die Sonne. Aber jetzt gehe ich nach Hause, um die liebste Tochter, die heute ihre Zahn-OP hatte, zu pflegen.

Foto des Tages:

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… weil ich gerade einen Rettungsring suche

Gedanke des Tages:

Ich hasse Abschiede! Warum kann nicht alles Gute einfach weitergehen?

Mein Moment: 

Heute Mittag, als ich beim Essen in der Sonne saß und in das verständnisvolle Gesicht meiner Freundin sah.

Zitat des Tages:

Wird man gebraucht, erfüllt man seine Pflicht. Wird man nicht mehr gebraucht, so zieht man sich zurück.

Konfuzius (551-479 v.Chr.)

Bis morgen
eure

Ela

 

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2 Kommentare zu „Tag 14 – Abschied von meinem Baby

    barbarabosshard sagte:
    20. Juni 2016 um 19:24

    ein konfetti weniger, das durch das hirn wirbelt. da hätte ich noch einen anderen satz, kreiert in der autoherstell-branche: reduce to the max.

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