Tag 21 – Was tut Mode für mich?

Gepostet am Aktualisiert am

Heute Morgen stand ich mal wieder  vor meinem gut gefüllten Kleiderschrank und stellte fest: „Ich habe einfach nichts anzuziehen“. Kennt ihr das? Bestimmt!

Ich bin bekennender Shopping Queen-Fan und ich mag Herrn Kretschmer, uns Guido Maria. Aber mitmachen würde ich da nie im Leben, schon allein weil bestimmt alle vor Lachen zusammenbrechen würden, wenn sie meinen Schrank sehen würden. Nein, nicht weil er so unaufgeräumt ist, na ja, jedenfalls nicht immer und bestimmt nicht, wenn das Fernsehen käme. Er ist nur relativ übersichtlich, ich habe weder einen begehbaren Schrank noch ein extra Zimmer. Vielmehr war es einfach noch nie mein Ziel eine Boutique bei mir zuhause zu haben, ich stelle es mir total anstrengend vor, da den Überblick zu behalten. Das letzte Mal, dass ich den Wunsch verspürte in einem Laden zu nächtigen, war mit ca. 10 und es handelte sich um die Spielzeugabteilung eines Kaufhauses mit unglaublich vielen Barbie-Sachen. Manchmal hätte ich eher lieber weniger, weil es ja doch immer diese Schrankleichen gibt, die man gekauft hat, weil sie irgendwann mal passen werden, weil die Farbe so toll ist und einem bestimmt steht, wenn man braun ist oder einfach weil es solch ein Schnäppchen war.  Dabei kann ich mich recht gut trennen, aber wenn ich was noch nie anhatte?

Die eigentliche Frage ist aber, was soll Kleidung  (für mich) tun? Renne ich den Trends, den Fashion Victims hinterher oder darf ich erwarten, dass sie mich, richtig gewählt,  schöner, eindrucksvoller und anziehender macht. Und da sagt Guido etwas sehr kluges, nämlich, dass wir uns immer fragen sollten, was tut ein Kleidungsstück für mich? Dafür sind sie ja schließlich neben den praktischen Aspekten da, ein Kleidungsstück soll meine besten Seiten in den Vordergrund schieben. Was hilft mir das hippeste Teil, das teuerste Designerkleid, wenn es meinen runden Popo betont oder die etwas kurzen Beine? Nix, ich hechle einem Trend hinterher, den ich doch nie einholen kann. Ist es nicht vielmehr wichtig, sich selbst auch kleidertechnisch zu finden, seinen eigenen Look zu bauen. Das heißt ja nicht, sich von der Mode abzuwenden, vielmehr bedeutet es, sie sich untertan zu machen. Wenn beispielsweise in diesem Jahr Metallic angesagt ist, muss ich den oben erwähnten Podex doch in keine Glltzerhose zwängen, sondern betone liebe meine hübschen Füße mit ein wenig Glimmer und Glamour. Denn Mode ist, davon bin ich überzeugt, dafür da alles was toll an dir und mir ist, ins rechte Licht zu setzen. Ich finde z.B. Ringel-Pullis oder Shirts total süß, musste aber von der Idee Abschied nehmen, weil sie meinen etwas schiefen Rücken nur betonen würden, so ist es eben, das muss man akzeptieren und ich kaufe mir stattdessen nun einen Ringelschal. Heute morgen stand in der S-Bahn vor mir eine Frau, die ihre geschätzten 90 Kilo in knappe Shorts gezwängt hat und damit trefflich die Cellulitis betont hat Ich frage mich dann immer, „Warum macht jemand das?“Man wird dadurch weder jünger, noch schlanker und schon gar nicht schöner, im Gegenteil im schlimmsten Fall, wird man zur Lachnummer. Hätte die Frau ihre tollen Kurven mit einem schönen (passenden) Kleid betont hätte sie umwerfend aussehen können.

Wie findet man nun einen eigenen Look? Am Anfang steht immer die Selbsterkenntnis, die manchmal schon ein wenig schmerzt. Man muss sich anschauen, wie ein Fremder und möglichst cool Bilanz ziehen.

Finde ich gut an mir:

z.B. Gesicht, Hals, Haare, Hände, Busen, Unterschenkel, Füße, …

Nicht so gut finde ich:

z.B. Bauch, fehlende Taille,  Oberschenkel, Oberarme, …

Der nächste Schritt ist dann zu überlegen, was betont die guten Seiten? Im oben genannten Beispiel vielleicht ein schöner Ausschnitt an einem figurumspielten, knielangem Kleid.

Erst dann sollte man eigentlich gucken, wie kann aktuelle Mode dabei helfen?

So nun haben es alle gemerkt, meine Gedanken drehen sich heute um Klamotten, ist das nicht herrlich oberflächlich und es macht Spaß, in diesem Sinne wünsche ich euch  ebenfalls zauberhafte Gedanken.

Bis morgen
eure

Ela

Zitat des Tages:

Mode ist, was man selber trägt. Was unmodern ist, tragen die anderen. (Oskar Wilde)

Gedanke des Tages:

Kann ich das noch tragen?

Foto des Tages:

 

Mode-1 (1)

Modemarkt am Meer in Caorle

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2 Kommentare zu „Tag 21 – Was tut Mode für mich?

    Deine Christine! sagte:
    28. Juni 2016 um 22:45

    Trends hinterjagen tue ich auch nicht… ich ziehe das an, was mir gefällt, was bequem ist … aber auch ich stehe oft vor dem Schrank und sage: ich habe nichts anzuziehen… typisch Frau?!?

    Gefällt 1 Person

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