Tag 14 – Abschied von meinem Baby

Kennt ihr Tage, an den die Gedanken durch den Kopf purzeln wie Konfetti bei einer Hochzeit, man sieht all die kleinen bunten Schnipsel und bekommt keinen einzigen davon zu fassen? So sieht es heut in meinem Hin aus, es herrscht das große Durcheinander.

Angefangen hat es nach einem freundlichen Tag gestern, wahrscheinlich hätte ich mich doch mehr bewegen sollen. Nun ja, aus völlig nichtigem Anlass flippte ich leicht aus. Dazu muss ich erzählen, ich habe schon seit fünf Jahren ein anderes Blog, „Tag 14 – Abschied von meinem Baby“ weiterlesen

Tag 13 – Die verlorenen Kinder und der Gammeltag

Wie passt denn das zusammen fragt ihr euch? Ihr habt recht eigentlich passt es gar nicht, aber ist auf der anderen Seite nicht das ganze Leben ein Widerspruch?

Ich lege gerne mal solch einen Gammeltag ein, das ist ein Tag, wo frau, wenn sie Lust hat, den ganzen Tag im Schlafanzug durch die Wohnung schlurrt, nachdem sie solange schlafen darf, wie sie will. Was bei mir in der Regel so zwischen 6 und 7 bedeutet, weil mein Langschläfergen komischerweise nur vom Wecker angestachelt, richtig zum Leben erwacht.  Natürlich gehört ein gemütliches Frühstück mit den Liebsten oder aber mit interssanter Lektüre unbedingt dazu. Dann darf sie lauter Quatsch im TV schauen,  ein Sonntags-Favorit ist ja „Goodbye Deurschland“, Lesen, Surfen oder einfach die Wölkchen im Himmel zählen. Ein kleines Schönheitsprogramm ist auch ganz nett, wie auch im Liegestuhl ein nettes Getränk zu schlürfen.

Okay, die Fragezeichen in euren Augen werden immer größer … Auf die verlorenen Kinder kam ich, als ich gelesen habe, dass eine Schule in einem kleinen Ort in Niedersachsen zur besten in Deutschland gekürt wurde. Was diese Schule anders macht? Sie geht auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Als Kontrast fiel mir die Schulklasse ein, die wir für wenige Stationen (zum Glück!) auf dem Weg nach Binz „genießen“ durften. Die Schüler beschmissen sich mit reifen Bananen, stiegen über die Sitze, ein Mädchen rutschte auf dem Schoß eines Mitschülern hin und her und Gleichheit aus zwei Quellen wurden wir von unterschiedlicher, sehr lauter Musik  beschallt, von all den neuen Kraftausdrücken, die ich lernte, mal ganz abgesehen. Die Lehrer sagten nichts und griffen schon mal gar nicht ein. Wäre da nicht doch vielleicht ein kleiner Hinweis auf die Bedürfnisse der Mitreisenden angemessen gewesen.

Die nächste Überschrift, die ich las: „Goethe statt Google“, die Zeitung beklagte, dass immer noch die klassischen Lerninhalte vermittelt werden,  statt die Schüler aufs digitale Zeitalter vorzubereiten. Ich finde das nicht, weil ich  als gelernt habe, in erster Linie soll man in der Schule lernen zu lernen, weil dieser Prozess ja nie aufhört und ein paar Grundlagen sind sogar notwendig um Google zu füttern. Auch in unserer Zeit ist es wichtig, zu wissen, warum wir sind, was wir sind und das wusste Goethe ganz gut, als Beispiel dafür seien „Die Leiden des jungen Werther “ genannt. Und mir kann doch keiner erzählen, dass sich nicht sowieso schon 90% der Sechsjährigen besser mit Computern auskennen, als ihre Lehrer

Viel mehr Sorge bereiten mir die „verlorenen Kinder“, Kinder aus kaputten Familien, in denen Alkohohl und Drogen eine Rolle spielen, aus Problembezirken, oft  aus einem sozialschwachen Umfeld.  Oft haben bereits die Eltern keine oder keine vernünftige (Schul-)Ausbildung und leben von Harz IV. Viele dieser Kinder werden morgens nicht geweckt, bekommen weder ein ordentliches Frühstück noch ein Schulbrot. Nach der Schule streunen die Kids durch die  Straßen, Schulaufgaben sind Glücksache. Auf den Gymnasien findet man diese Mädchen und Jungen kaum und an den Universitäten noch weniger. Meine Tochter kennt in  ihrem gesamten Studiengang ein einziges Arbeiterkind!

Wäre das zu  meiner Zeit ähnlich gewesen, würde ich sicher heute nicht hier sitzen und schreiben. Ich bin in den 60igern als uneheliches Kind einer tollen, liebevollen und sehr fleißigen Mutter aufgewachsen, die erst als Kellnerin und später bei VW arbeitete. Zum Glück gab es auch noch
meine Großeltern, die auch nicht viel hatten, mich aber ebenfalls sehr liebten. In den 70igern war Chancengleichheit ein großes Thema und so schaffte ich mit der Unterstützung meiner Familie und gegen einige Widerstände – wenn auch erst in der 11. Klasse – den Weg aufs Gymnasium und später zum Studium.

Ich bekam meine Chance und ich finde, die hat jedes Kind  verdient!

Nach der ausführlichen Lektüre habe ich für meine Mutter und mich eine absolut leckere Hirtensuppe gekocht und  mit ihr gegessen und nun ist ein bisserl Trash-TV, aber auch Genuss der Sonnenstrahlen, angesagt.

Foto des Tages:
Ich  mit 5

image

Gedanke des Tages: sieheText

Mein Moment: war eigentlich der Gedanke

Zitat des Tages:
Johann Wolfgang von Goethe:
„Zwei Dinge sollten Kinder
von ihren Eltern bekommen:
Wurzeln und Flügel“
Johann Wolfgang v. Goethe

TAG 12 – Mein neues Spielzeug

Begonnen hat dieser Tag schon mal richtig gut, mit einem gemütlichen Familienfrühstück. Themen, wie immer Gott und die Welt. Angefangen damit, ob sich Oma ihre neuen Zähne nun in Ungarn oder  hier machen lässt. Sie tendiert zu Ungarn, weil es einfach viel schneller geht (10 Werktage und gut ist). In Deutschland ist das ja  eine unendliche Geschichte,  wenn ich mir überlege, wie lange ich nun schon an einer simplen Brücke sitze. Als nächstes Thema widmeten wir uns unser aller Lieblingssportart Eiskunstlauf und den Neuerungen, die der letzte ISU-Kongress beschlossen hat. Es folgten noch, wie immer, Reisen im Allgemeinen und im Speziellen und natürlich die Politik.  Leider Zt. Kein wirklich erfreuliches Thema, „TAG 12 – Mein neues Spielzeug“ weiterlesen

Blog Inside: Nur ein paar Kleinigkeiten …

… Ihr wisst ja, ich habe dieses Blog begonnen, um herauszufinden, wie bzw. ob mein Leben spannend ist. Und so soll er auch bleiben.

Aber im nicht in Belanglosigkeiten festzustecken habe ich mir was überlegt.

Ab sofort wird jeder Tag mit drei Themen enden, diese sind: „Blog Inside: Nur ein paar Kleinigkeiten …“ weiterlesen

Tag 11 – Pflicht oder Kür?

Heute war ein Arzttermin mit meiner Mutter angesagt. Das klingt nach Pflichtübung, ich weiß. Aber auch aus Pflichten kann man ja durchaus was schönes machen. Und so stand die Planung, erst wollte ich während meine Mutter wartet, ein wenig durch den Prenzelberg (Prenzlauer Berg) bummeln, schauen was sich rund um den Senefelder Platz getan hat und dann zusammen mit ihr ins nette Straßencafe.

Petrus jedoch war nicht auf meiner Seite und so fielen all meine Pläne buchstäblich ins Wasser, schon morgens im Bett hörte ich es draußen schütten. Und womit tröstet sich Frau, wenn nichts so klappt wie gewünscht? Richtig, sie geht shoppen und der Alex war ja auch gar nicht weit. „Tag 11 – Pflicht oder Kür?“ weiterlesen

Tag 10 – Der Anfang vom Wochenende mit König Fußball

Ja, ich arbeite nur 4 Tage bzw. 35 Stunden pro Woche in meinem Beruf. Dafür muss ich natürlich auf ein paar Euros verzichten. Für mich ist das ein viel lohnendere Investition als noch ein paar neue Schuhe oder eine kleine Boutique statt Kleiderschrank daheim. Der Freitag ist das Vor-Wochenende für mich, ich erledige meine Einkäufe, absolviere meine Arztbesuche und die mit meiner Mutter, außerdem spiele ich den Putzteufel daheim. Das gibt mir dann am „richtigen“ Wochenende die Zeit für mich,
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Tag 9 – Ist Sport Mord?

Auch der achte von 365 Tagen in meinem Leben war nicht wirklich aufregend und sollte ich nicht vielleicht schreiben, zum Glück? Gerade passiert Soviel , dass mich beunruhigt und mir Angst macht. Sollte  man besser dankbar sein , wenn es und solange es ruhig ist.?

Ich habe eine neue Physiotherapeutin für meinen REHA-Sport und hatte ein bisschen Sorge, wie das wohl laufen würde, weil die bisherige einfach toll war/ist und mir sehr geholfen hat. Doch nun sie hat die Praxis gewechselt, die ist für mich schwierig zu erreichen ist. Warum ich REHA-Sport mache? Ich habe Rücken, ich bin die Skoliose und das schon seit 45 Jahren. „Tag 9 – Ist Sport Mord?“ weiterlesen

Tag 8 oder der vergesse Tag

Wie kann denn das sein, ich vergesse doch glatt mal eben so einen ganzen Tag meines Lebens. Wahrscheinlich hatte ich ihn geistig einfach als unwichtig und langweilig abgehakt.

Der Alltag hatte mich wieder, ich hatte schlecht und zu kurz geschlafen, der Wecker war gemein und klingelte zur Unzeit. Im Büro war es, wie es immer im Büro ist und ich weiß noch mehr Dinge über meinen kleinen Chef (es gibt noch einen großen, der eigentlich kleiner ist), die ich nie wissen wollte. Und ich weiß jetzt, wie ein guter Katholik es umschreibt, wenn er die Frau seines guten Freundes vögelt und sie diesem abnimmt.

„Tag 8 oder der vergesse Tag“ weiterlesen

Exkurs: Mehr Meer in Binz/Rügen (Reisebericht)

Das Rügen eine wunderschöne Insel ist, brauche ich euch sicherlich nicht zu erzählen, auch nicht, dass es der touristische Hauptort der Insel ist?

Ich selbst war im Sommer 2000 das erste Mal hier und danach immer wieder. Schon damals war ich total begeistert, was nicht nur daran lag, dass auf Rügen die Sonne mehr scheint als an irgendeinem anderen Ort in Deutschland. Nein auch 2000 hat mich schon das Zusammenspiel der zauberhaften Natur und der weißen Bäderarchitektur begeistert. Zugegeben damals war sie noch gar nicht so weiß, dazu warn noch zu viele Eigentumsfragen offen.

Aber inzwischen hat sich der Ort auf schönste geputzt, „Exkurs: Mehr Meer in Binz/Rügen (Reisebericht)“ weiterlesen

Tag 7 -Leider kein Meer mehr

… doch ein bisschen schon noch, aber nur für einen letzten Blick. Heue geht es nach Hause und meine Freude darüber hält sich in Grenzen.

Ein kleiner Trost alles klappt reibungslos und die Henkersmahlzeit (Frühstück) war lecker. Bemerkenswert ist in erster Linie, dass eben alles so gut funktioniert. Sogar die Deutsche Bahn ist pünktlich, wie haben uns für die Rückreise den durchgehenden IC ausgesucht, der Zug ist neu, sauber, nicht sehr voll und absolut pünktlich (!!!).. Die Entscheidung doch nicht mit dem Bus zu fahren, war gut. Ich bekam nämlich sowohl am Anreisetag als auch heute ständig SMS über Verspätungen. Nicht mal der Taxifahrer war grummelig. Erstaunlich!

Zuhause ist der Alltag dann auch gleich wieder gegenwärtig. Es ist nichts im Kühlschrank, also los zum Supermarkt.Welcher Idiot hat nur vergessen, ihn auszuräumen? Ein wenig hilft das Planen der nächsten Reise (Italien oder doch wieder die Ostsee?) gegen den Frust. Zum Glück ist auch die liebste Tochter am Abend wieder da, auch bei ihr war es schön.

Es wird noch einen kleinen Exkurs (Bericht) zur Reise geben, denn Rügen und Binz sind einfach zu schön 🙂

Natürlich habe ich die Nacht wieder wenig geschlafen, lauern doch schon wieder die Probleme und Herausforderungen …

Tasächlich ist schon wieder die erste von 52 Wochen rum, irgendwie macht es mir Angst in welchem Tempo mein Leben dahinfließt.