Monat: Juli 2016

Tag 53 – Kochen, Lachen, Cillen

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Die liebste Tochter hat kommende Woche wieder mal Prüfungen an der Uni, findet die Themen oberdoof und hat, wie sie sagt, keine Ahnung davon. Dementsprechend viel lernt sie. Wenn man das tut,  kommt irgendwann der Moment, wo das Hirn streikt. Gestern war es bei ihr so weit, zur Unterstützung beschlossen wir einen gemeinsamen Chill- und Futtertag einzulegen. Was bin ich traurig, dass meine Fenster nun noch länger warten müssen …

Wir hatten noch ein paar Rezepte auf Lager, die wir schon lange testen wollten und das lief gestern echt gut. Gemeinsames Kochen macht einfach Spaß. Unserer Bömi ging es nicht ganz so gut, also machten Tochter und ich uns an die Arbeit.Wir sind da ein gutes Team, jede bringt seine Ideen und bei Zweifeln wird unsere Guruine Bömi gefragt. Diesen Worstcase hatten wir gestern aber nur bei der Konsistenz des Waffelteigs, dessen Rezept ihr nicht bekomkt. Es stammt von meiner Urgroßmutter und es ist ein Großangriff auf die Figur. Ich mag ja meine Leser, aber lecker war es schon …

Es gab dann viel frische Luft im Park, Spinat-Semmelnknödel und ostpreussische Schmandwaffeln s.o., gute Gespräche  und (zuviel) Fernsehen. 

Bei Netflix gibt es die fünfte Staffel Modern Family. Ich mag dieses leicht schräge sehr und Leute, die auch nicht perfekt sind. Wie immer, war es saukomisch. Was haben wir wieder gelacht.

Ich weiß nicht, ob es mit den äußeren Ereignissen zusammenhängt, aber zur Zeit, igle ich mich gerne mit meinen Lieblingsmenschen ein.

Das Rezept für die Spinatsemmelknödel  reiche ich noch nach, die sind ja sowas von lecker … jammy

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Manchmal wäre eine einsame Insel, ohne Bedrohungen schon schön.

Moment des Tages:

Der erste Bissen 😀

Zitat des Tages:

Wer nicht richtig faulenzen kann, der kann auch nicht richtig arbeiten. (Sizilien)
Foto des Tages

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Tag 52 – Nur ein Tag

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Was soll ich nur über gestern schreiben? Es war ein typischer Freitag, der zwar eigentlich frei ist. In Wirklichkeit aber Haushalt und Einkauf gehörte. 

Tatsächlich gab es weder aus dem tatsächlichen Leben, noch aus meinem Kopf aufregendes zu berichten. Wieso sind die Supermärkte nun eigentlich schon freitags Vormittags so voll und warum ist der Bäcker quasi leer?

Ich wohne weit von der Innenstadt in einer touristisch uninteressanten Gegend?

Bis morgen
eure

Ela
Moment des Tages:

Mit dem Kochbuch, ich will was Neues ausprobieren 

Zitat des Tages:

Das bisschen Haushalt …

Foto des Tages

Ein süßes Wochenende  wünsche ich 🙂


Tag 51- „Meine“ Gilmore Girls sind bald wieder da

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Darauf warte ich seit Jahren und habe tatsächlich immer darn geglaubt. Warum? Vielleicht weil diese Serie etwas ganz besonderes ist undüber eine ganz eigene Magie verfügt?

Achtung Spoileralarm für Newbies:

Fast jede Frau konnte sich wohl mit Loreley oder Rory in irgendeiner Form identifizieren. Keine von Ihnen hat den typischen, glatten Serien-Charakter, nein, die zwei haben Ecken und Kanten,  Fehler und Macken, manchmal gehen Dinge auch gründlichst in die Hose. Es menschelt sehr, sei es nun Lorelais schwierige Beziehung zu ihrer Mum Emely oder Rory s  Traum von Harvard der in Yale endet. Ihre Beziehungen zum anderen Geschlecht sind nicht einfach, sondern manchmal ganz schön chaotisch. Hat nicht jede von uns sofort erkannt, dass Lorelai und Luke füreinander bestimmt sind? Bis auf die Beiden nicht, sie tun sich schwer und eiern sichtlich alle Staffeln um diese Erkenntnis. Rory entscheidet sich irgendwann statt für den netten Dean für Badboy Jess und na klar,  irgendwann tut es ihr leid.

Fast wie im richtigen Leben, oder? Aber eben nicht ganz, denn die Zwei können futtern wie Scheunendrescher, keinen Sport machen und haben doch Traumbodies haben, bauen den größten Mist und bekommen doch eine neue Chance, zoffen sich und finden doch immer wieder zusammen, sind ewig pleite, aber am Ende sind da ja Emely und Richard da. Leben tun sie mit lauter liebenswerten, aber skurrilen Mitbürgern in der Kleinstadt Stars Hollow, wo jeder jedem hilft und jeder mit all seinen Macken geliebt und respektiert wird.

Genau da liegt, glaube ich der Zauber, unsere Traumwelt, alles ist wie bei uns, denn steckt nicht in jeder von uns irgendwo eine Lorelai, eine Rory, eine Emely oder eine ..?  Nur wird bei unseren Freundinnen in Stars Hollow am Ende immer alles gut.

Übrigens habe ich gestern gelesen, dass die Chancen einer Fortsetzung der Fortsetzung gar nicht mal schlecht stehen sollen 😊. Aber jetzt freuen wir uns erstmal auf die vier neuen Filme, die es auf Netflix ab 25. November 2016 zu sehen geben wird. Bis dahin schaue ich  (wieder mal) alle alten Staffeln.

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Perfektion ist nicht alles und lieben wir Menschen und Charaktere nicht gerade ob ihrer Schwächen?

Moment des Tages:

Die Möglichkeit der Fortsetzung der Fortsetzung 

Foto des Tages:

Tag 50 – Ist Liebe unendlich?

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Ich meine nicht die Liebe zum Kind, die zu den Eltern, Großeltern, der Familie sondern die zwischen Mann und Frau oder auch zwischen Frau und Frau, Mann und Mann. Mir ist heute Früh etwas Seltsames passiert, meine älteste Freundin schickte mir ein Foto von meiner ersten großen Liebe (sie ist mit ihm verwandt) von ihm und seinen Kindern, anlässlich eines Schulabschlusses und irgendwie hat dieses Foto meine Seele berührt und das nicht nur, weil er immer noch toll aussieht.

In meinem (bisherigen) Leben gab es wenige Lieben und ein paar Liebeleien, die nicht auf Dauer angelegt waren. Wenn ich liebe, dann sehr und mit ganzem Herzen. Meine Lieben haben nicht gehalten und ich habe sehr gelitten. Auch damals … darum habe ich vor einiger Zeit beschlossen: „Nun ist Schluss, ich will nie wieder so leiden“,  irgendwie scheine ich wohl nicht für eine dauerhafte Beziehung gemacht zu sein. Sonst wäre es ja mal gut gegangen und hätte gehalten. Aber ich bereue nichts, haben sie mir unendlich schöne Momente und  den größten Schatz meines Lebens geschenkt, meine Tochter.

Diese erste große Liebe, der erste Mann ist wohl immer besonders und unvergesslich. Jung und naiv glaubt man, soviel Gefühl könne nur für die Ewigkeit sein, unendliches Vertrauen und der Glauben an die Güte des Schicksals begleiten sie. So auch bei mir, aber es sollte anders kommen, unsere Liebe hatte in der Schule begonnen. Ein paar Monate nach dem Abitur zogen wir beide in unterschiedliche Städte zum Studieren. Dort fand er erst eine andere und dann war ich zu stolz ihn zurückzunehmen.Wirklich zusammengepasst haben wir wohl nie, er der totale Kopf- und ich der absolute Bauchmensch. Ich erinnere mich an unsere erste gemeinsame Reise, zusammen schauten wir der untergehenden Sonne und dem aufsteigenden Mond und den Sternen zu. Ich fand das unendlich romantisch und sagte ihm das auch, woraufhin er mir erklärte, wie ein Stern zusammengesetzt ist.

Mehr als 30 Jahre vergingen, jeder von uns lebte sein Leben, er heiratete, bekam zwei Kinder, ließ sich scheiden, zog mit einer neuen Frau zusammen und trennte sich wieder. Bei mir hat es lange gedauert, Jahre, bis ich meine Trauer überwunden hatte, aber dann war ich auch wieder offen für die Liebe, lernte den Vater meiner Tochter kennen, wir gingen eine Teil unseres Weges zusammen, trennten uns, weil uns mehr trennte, als verband. Jahre später begegnete mir die Liebe dann noch einmal, aber auch diesmal war ihr keine Dauer vergönnt. In all diesen Jahren hörte ich nur über meine Freundin sporadisch von O. (nennen wir ihn so), immer wieder gab es die Momente: „Was wäre wenn?“ Aber die waren nie mehr als ein flüchtiger Atemhauch.

Vor ein paar Jahren sollte es dann einen Jahrgangstreffen meiner Abi-Klasse geben, Adressen wurden ausgetauscht und dabei flatterte mir auch die Freundschaftsanfrage von O. ins Haus. Natürlich nahm ich sie an, wir tauschten Neuigkeiten aus und über die Zeit entstand ein freundschaftlicher Austausch, mehr nicht. Das geplante Treffen fand nie statt, aber wir, O. und ich trafen uns, als ich nicht weit von seiner neuen Heimat zu tun hatte. Ich war ganz schön aufgeregt, aber irgendwie war O. mir gar nicht fremd. Trotzdem  stellte ich fest, wir haben nicht viel gemeinsam. Dabei ist er ohne Frage sehr nett, sehr lieb, aber über seinen Rosenkrieg war er noch lange nicht weg. Den ganzen Abend redete er über Sicherheitsgurte und seine gescheiterte Ehe, aber vielleicht war er ja auch aufgeregt? Trotzdem gab es an diesem Abend so einen kleinen magischen Moment, ganz am Ende als er mich zum Abschied in den Arm nahm, da war etwas …

Hat er ihn auch gespürt? Ich weiß es nicht, vermutlich eher nicht, nach und nach wurde der Kontakt weniger. Dann passierte im letzten Jahr etwas merkwürdiges, an einem Tag im August rief mich meine Freundin an und erzählte O. und sein Sohn wären da und O. wolle mich unbedingt besuchen. Schon am nächsten Tag trafen wir alle uns, ich nahm meine Tochter mit, meine Freundin, ihr Mann, O. und sein Sohn. Es waren wunderschöne Stunden, leicht und unbeschwert. Da war etwas zwischen uns, zweifellos. Danach schrieb O. mir für eine Zeit jeden Tag, es wurde intensiver und dann plötzlich nichts mehr, von heute auf Morgen . Warum habe ich nie erfahren. Ich war etwas verwundert und klein wenig traurig, obwohl das Kapitel ja eigentlich für mich abgeschlossen war und auch nie mehr die Rede von Liebe war. Dlangsam senkte sich langsam gnädiges Vergessen über die Geschichte. Außerdem und eigentlich hätte eine neue, alte Liebe eh nicht in mein Leben gepasst.

Nach einiger Zeit habe ich kaum noch dran gedacht, bis zu diesem Foto heute Früh. Es hat mich nachdenken lassen, über die Liebe, die Männer in meinem Leben. Vielleicht ist es ja wirklich so, dass Liebe niemals stirbt, dass irgendetwas für immer bleibt? Oder ist es so, dass mich die verpassten Möglichkeiten traurig machen oder ist es die Wehmut über eine Zeit die vergangen ist?

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Was wäre wenn?

 

Zitat des Tages:

Denn die Liebe ist ein Chamäleon. Immer wieder zeigt sie eine andere Farbe. Und manchmal sagt sie: Ich gehe!, aber sie geht nicht. [Ahmad Ghazzali (1058-1111)]

Foto des Tages

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@365tageimleben, 2016

Tag 49 – Ab 50 musst du IMMER Strümpfe tragen!

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Das war meine Überschrift in einem früheren Blog. Dazu kam es durch ein Treffen mit zwei Bekannten zum Mittagessen. Damals war ich noch nicht lange 50 und auch nicht so richtig glücklich mit dieser Zahl. B. eine der Frauen, die so zwei bis drei Jahre älter ist als ich, eine sehr elegante und gut aussehende Frau, sagte ganz gelassen diesen Satz. Mich bestätigte er in sämtlichen Vorurteilen und nun fühlte ich mich erst recht alt. Aber B. sagte noch mehr, wie: „Ärmel sind Pflicht“ und „Kniebedeckt muss sein“ oder „Gedeckte Farben sind obligatorisch“. Ich erinnere mich noch ganz genau, ich trug, weil es ähnlich warm, wie heute war, ein luftiges kniefreies und fast ärmelloses Sommerkleidchen und natürlich keine Strümpfe. Ich war richtiggehend geschockt und nicht nur, weil ich Perlonstrümpfe aus tiefster Seele verabscheue. Ich finde, sie berauben meine Füße jeglicher Freiheit, drücken und quälen mich. Im Winter trage ich darum eigentlich immer Stiefel und Stiefeletten, da sieht man keine Strümpfe. Aber schlimmer noch, sollte ich jetzt meine Persönlichkeit ändern, nur weil ich 50 war? Ich bin eher der bunte,  lässige Typ, ich mag nichts, was beengt und will meine Stimmung auch durch farbige Kleidung ausdrücken. Daher beschloss ich erstmal auf das Gerede zu quatschen und irgendwann schlief der Kontakt zu B. auch ein. Vielleicht war ich ihr ja nicht damenhaft genug?

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Sie erklärte mir, ab nun ginge es bergab, die körperlichen Wehwehchen würden vermehrt einsetzten, ich würde schon sehen. Vorstellen konnte ich mir das nicht, ich hatte gerade einen super Lauf, ich war sehr verliebt, hatte große berufliche Pläne, fühlte mich fit und jung. Was soll ich sagen, ich weiß nicht, ob es so eine sich selbst bestätigende Prophezeiung war oder Zufall, aber kurz danach, fing mein Rücken nach Jahren der Beschwerdefreiheit wieder an mächtig Probleme zu machen, etwas später zerbrach meine Beziehung und die beruflichen Pläne musste ich wegen meines Rückens zurückstellen.

Heute sind fast genau fünf Jahre seitdem vergangen und wenn ich zurückschaue, hatte ich tatsächlich eine nicht ganz einfache Zeit zu wuppen, aber trotzdem sehe ich heute auch, dass vieles davon gut war und mich stärker gemacht hat. Ich habe gelernt mehr auf mich und meinen Rücken zu achten, ich weiß heute, dass bestimmte Übungen einfach eine tägliche Pflicht wie Zähneputzen sind, wenn ich nicht wieder, wie vor zwei Jahren auf dem OP-Tisch landen will. Wahrscheinlich war es auch gut, dass nicht mehr aus dieser Liebe wurde, weil wir vermutlich eh nie zusammengepasst hätten und hätte ich meine beruflichen Ziele verwirklichen können, würde ich nun im Ausland sitzen und mir riesige Sorgen um meine Mutter machen.

Aber Perlon-Stümpfe oder -Strumpfhosen trage ich bis heute nicht, dafür aber  kurze und ärmellose Kleider, die noch dazu bunt sind. Auch gegen meine wilden Locken (das war auch ein Punkt) habe ich nichts unternommen. Ich bin ich und wer mich nicht will, wie ich bin, bekommt mich anders auch nicht!

Bis morgen
eure

Ela

 

Gedanke des Tages:

Hilfe, die Welt geht unter!

Zitat des Tages:

Man ist immer so jung, wie man sich anfühlt (meine Oma)

Foto des Tages

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Tag 48 – Meine Sucht: Unterwegs sein

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Gestern war meine innere Unruhe mal wieder sehr aktiv, ich bin schon viel zu lange an diesem Ort. Ich weiß nicht, warum und woher es kommt, aber ich bin wohl eigentlich als Nomadin gedacht.Es ist nicht so, dass ich meinen Alltag nicht mag, ganz im Gegenteil, ich habe eine wunderbare Familie, nette Freunde, mein Zuhause und sogar mein Job ist sehr okay. Es gibt also  eigentlich nicht viel zu meckern, aber in mir wohnt eine unbestimmte Sehnsucht. Schon als junge Frau habe ich mir vorgestellt, ich würde irgendwann meine ganze Habe in zwei Koffern haben und damit um die Welt ziehen. Davon habe ich geträumt, es aber leider aus Bedenken und/oder Ängsten niemals in die Tat umgesetzt.

Ich liebe es Neues zu sehen, zum Denken angeregt werden, einfach unterwegs zu sein. Zuhause sitze ich gerne vor dem Fernseher, unterwegs schaue ich ihn mir nicht mal an.

Nun bin ich eben so oft wie möglich unterwegs, reise und verstehe selbst nicht so ganz, warum ich kaum Zuhause, am liebsten direkt wieder aufbrechen würde.

Bis morgen
eure

Ela

 

 

Zitat des Tages:

Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen (J. W. von Goethe)

Foto des Tages

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