Tag 59 und 60 – Europas größter Landschafts-Tierpark ist in Berlin

Gepostet am Aktualisiert am

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Alle kennen den Zoologischen Garten, aber nur weniger Nicht-Berliner kennen den Tierpark Berlin (Link) und das ist schade.  Dabei kann er sogar mit einem Superlativ aufwarten, er ist der größte Landschaftstiergarten Europas. Er befindet sich im ehemaligen Ostteil der Stadt und wurde 1954 auf dem  Gelände des um 1820 von Peter Joseph Lenné angelegten Schlossparks Friedrichsfelde mit seinem historischen Schloss gegründet, sozusagen als Gegengewicht zum Zoologischen garten im Westen.  Ich bin eigentlich keine große Zoogängerin, aber im Tierpark habe ich gestern einen wunderschönen Tag verbracht. Mir gefällt besonders die Großzügigkeit und die Abwesenheit des typischen Zoo-Feeling, wo ich immer zwischen Begeisterung und Mitleid schwanke. Die weitaus meisten Tiere 20160807_131024im Tierpark sind in großen Landschaftsgehegen

unterbracht und haben tatsächliche jede Menge Platz und wirken, als ob sie sich wohlfühlen. Natürlich gibt es auch große Tierhäuser, die noch ein wenig vom DDR-Charme umweht werden, aber selbst um die herum gibt es große Außengehege. Die Artenvielfalt ist enorm, so weiß ich erst seit gestern, dass es eine Tierart namens Katta (Primatenart aus der Gruppe der Lemuren) gibt. Alles war gestern nicht zu schaffen, dazu ist ein Sonntag einfach zu kurz und das Gelände zu groß. Besonderer Anziehungspunkt ist er natürlich für Familien mit Kindern, jetzt glaube ich an den kleinen Baby-Boom in Berlin.

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Toll finde ich grade an einem warmen Tag, die vielen uralten schattenspendenden Bäume, die sattgrünen Alleen und die Familien von Wildtieren , die fast zufällig am Rand der Wege ihre Siesta mitsamt sehr süßer Kitze abhalten. Dazwischen dann das Affenhaus, wo es lustig zugeht und besonders ein kleiner Kerl sich einen Spaß daraus machte Kontakt mit den Besuchern aufzunehmen und durchaus High Five durch die Glasscheibe gab.

Ich mag Elefanten sehr und es war schön lange vor dem Gehege zu stehen und die Herde zu beobachten, die sich schützend um das kleine Elefantenbaby „Edgar“ formierte. Gleich gegenüber ist das Gehege der so eleganten Giraffen.

Aber auch das Schloss Friedrichsfelde (Link) war für mich ein echtes Highlight, ich liebe Schlösser und irgendwie strahlt dieses Schloss eine positive Grundstimmung aus. In ihm waren schon viele Größen der Geschichte zu Gast, wie Napoleon Bonaparte, Zar Alexander I und König Friedrich August von Sachsen.

Nicht gefallen hat mir das gastronomische Angebot, das nächste Mal nehme ich mir etwas zu Essen mit. Mittags waren wir im Restaurant Padagona (Möwenpick Marché), das Restaurant ist riesig, unübersichtlich, es hallt darin wie in einer Kirche und demzufolge  ist es unglaublich laut. Alle Leute laufen durcheinander, bereits zur Mittagszeit, war z.B die Sour Creme zur Backkartoffel aus und das Personal war ganz schön unfreundlich. Bis man mal durch die Kasse und auf der Terrasse angelangt war, waren die Speisen kalt und ganz preiswert ist es auch nicht. Auch das Terrassencafe hat mir nicht wirklich gefallen, drinnen riecht es muffig und der Kuchen war auch höchstens solala.

Anfahrt: U 5 bis  Tierpark, Tram M17, 27 und 37, Bus 296 und 396 (Link)

Öffnungszeiten: Sommer von 9:00 bis 18:30 Uhr (Link)

Eintritt: Tageskate 13 € (ermäßigt 9 €), Kinder 6,50 €, Jahreskarte 49 € (Link)

Und falls euch Tag 59 doch noch interessiert: Ich habe endlich einen Sodastream 🙂

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Im Schloss Friedrichsfelde würde ich gerne mal auf Zeitreise gehen und eines der Feste der Fürstin von Holstein-Beck miterleben

Moment des Tages:

Das klingt jetzt komisch, aber es hatte sowas entspannendes vor dem Elefantengehege zu stehen und auf die Hinterteile der Dickhäuter zu schauen.

Zitat des Tages:

Laßt uns den Umgang mit Tieren pflegen, Freunde, damit wir unsere unsterbliche Seele nicht verlieren. Zu den Tieren dürfen wir freundlich und menschlich sein, ohne uns unserer bürgerlichen Würde zu begeben. Vor dem Tier können wir uns nur schämen; denn das Tier ist besser als wir, wozu ja allerdings meistens nicht viel gehört.

(Victor Auburtin, 1870 – 1928)

Foto des Tages

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