Tag 63 – Was wäre das Leben ohne Träume?

Träum mal wieder, einfach so. Hier seht ihr mein Traum- Zauberland

LaOrotava-Aussicht-Mausoleum
La Orotava/Teneriffa

Bis morgen
eure

Ela

 

 

Tag 62 – Tage wie dieser

Jetzt sitz ich hier, ich arme Närrin und habe keine Ahnung, was ich schreiben  soll. 

  • Heute war einer dieser Tage, die mehr Arbeitsstunden haben sollten. Umsere Software wurde „geupdatet“ und natürlich sind noch Fehler aufgetreten. Ich war das Sorgentelefon und habe zudem die Personalplanung für die nächsten zwei Monate gemacht. Nin habe ich Kopf- und Rückenschmerzen, bin alle. Daher nun genug für heute 🙂

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Wo ist mein Bett oder wenigstens ein winziges Mauseloch?

Moment des Tages:

Feierabend!!!!!

Tag 61 – Mein liebes Handy …

Heute früh habe ich bei einem Blick auf meinen Handy-Vertrag festgestellt, Handy und ich feiern Geburtstag und noch dazu einen runden. 20 Jahre bin ich nun schon mobil erreichbar und dachte, es wird mal Zeit meinem Handy ein paar Worte zu sagen, auch wenn es inzwischen eigentlich ein Smartphone ist.

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Mein liebes Handy,

du begleitest mich jetzt seit 20 Jahren, wir hatten gute, weniger gute und schlechte Tage, wie es in einer Beziehung eben so ist. Für ein Handy habe ich mich damals entschieden, weil ich beruflich viel unterwegs und meine Tochter noch so klein war. Ich wollte einfach erreichbar sein, sollte etwas sein. Außerdem warst du, zu der Zeit auch noch eine richtig coole Sache, allein ein Handy zu haben, verschaffte Punkte. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich damals im Laden stand und meinen allerersten Vertrag schloss und es toll fand. Entschieden hatte ich mich für ein Mobiltelefon von Siemens, vielmehr als telefonieren konnte man auch noch nicht. Doch simsen, nur hatte leider niemand den ich gut kannte ein Handy, daher entfielen die SMS. Aber ich bekam regelmäßig Textnachrichten mit den aktuellen News. Das war sowas von toll.

In den 20 vergangenen Jahren hast du mir meistens gute Dienste geleistet und mich fast immer begleitet. Bist du mal nicht dabei, fühle ich mich erstmal irgendwie nackt. Trotzdem ist es inzwischen so, dass ich dich am Wochenende und im Urlaub immer öfter in den Offline-Modus versetzte oder gar ausschalte. Sei nicht traurig, aber nach all den Jahren, gibt es nun wieder Zeiten, da möchte ich gar nicht erreichbar sein und ich will auch einfach nicht abhängig von dir werden. Darum stelle ich dich auch jedes Jahr zweimal für mindestens eine Woche ganz aus. Und ehrlich, eine Pause so ab und an tut gut und entspannt mich sehr. Außerdem nehme ich in diesen Zeiten meine Umgebung und meine Mitmenschen viel intensiver wahr als mit dir.

Die traurigste Nachricht, die ich über dich erhalten habe, war die, dass mein bester Freund gestorben ist. Ich konnte es lange nicht fassen und habe noch oft seine Nummer gewählt, in der Hoffnung, alles war ein Irrtum. Die schönste dagegen war ein geflüstertes „Ich liebe dich“. Es gab auch eine äußerst peinliche, als eine – ähhhhm – ziemlich leidenschaftliche Liebesmail beim falschen Adressaten landete.

Ulkig finde ich, dass ich, seitdem ich dich habe, immer weniger telefoniere. Früher habe ich, doch manche Stunde am Telefon verquatscht, manchmal haben mir Ohr und Arm danach weh getan. Inzwischen schreibe ich statt dessen mal schnell eine Whats App-Nachricht oder auch gerne einige mehr (gibt es schon ein Verb?)

Heutzutage bin ich meistens im Internet mit dir, checke Facebook, lese meine Mails, irgendwelche News und natürlich benutze ich verschiedene Messenger. Meinem Fotoapparat und meiner Video-Camera hast du inzwischen eindeutig den Rang abgelaufen, einfach weil du eh immer da  und so herrlich unkompliziert bist.

Trotzdem würde ich dich manchmal gerne zum Fenster raus werfen, sogar, wenn du gar nicht mir gehörst, z.B., wenn ich mich mit jemandem unterhalte und der ständig auf sein Handy guckt oder das Telefon interessanter zu sein scheint, als der gemeinsam geschaute Film. Toll, auch die Leute in Bussen und Bahnen, die sich frontal vor den Ausgang stellen, einen dicken Rucksack aufhaben und via Stöpsel im Ohr „Was auch immer“ hören und ich komme nicht raus.

Manchmal nervst du auch gehörig, weil irgendwelche lästigten, traurigen oder doofen Nachrichten kommen, aber trotzdem Danke, dass es dich gibt. Du hast mir viele Stunden voller Angst erspart, wenn meine Lieben angerufen oder gesimst haben, wenn sie sich verspäten oder nicht kommen können und mir manches Lächeln ins Gesicht gezaubert, ob einer lieben oder lustigen Mitteilung.

Alles Liebe und auf die nächsten 20

deine

Ela

Gedanke des Tages:

Könnte ich ohne Mobiltelefon noch existieren? Ich glaube ja, nicht gerne, aber ja. Ich habe das Glück noch ohne großgeworden zu sein und könnte mich vermutlich recht schnell wieder umstellen. Im „Urlaub ohne“ klappt das jedenfalls ganz wunderbar.

Moment des Tages:

Aufwachen, gut geschlafen zu haben und bester Dinge zu sein. Anscheinend ist das kleine schwarze Loch überwunden.

Zitat des Tages:

Ist es nicht merkwürdig, dass eine lange Leitung auch bei Ferngesprächen selten etwas nützt? (Kalenderspruch)

Foto des Tages

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Tag 59 und 60 – Europas größter Landschafts-Tierpark ist in Berlin

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Alle kennen den Zoologischen Garten, aber nur weniger Nicht-Berliner kennen den Tierpark Berlin (Link) und das ist schade.  Dabei kann er sogar mit einem Superlativ aufwarten, er ist der größte Landschaftstiergarten Europas. Er befindet sich im ehemaligen Ostteil der Stadt und wurde 1954 auf dem  Gelände des um 1820 von Peter Joseph Lenné angelegten Schlossparks Friedrichsfelde mit seinem historischen Schloss gegründet, sozusagen als Gegengewicht zum Zoologischen garten im Westen.  Ich bin eigentlich keine große Zoogängerin, aber im Tierpark habe ich gestern einen wunderschönen Tag verbracht. Mir gefällt besonders die Großzügigkeit und die Abwesenheit des typischen Zoo-Feeling, wo ich immer zwischen Begeisterung und Mitleid schwanke. Die weitaus meisten Tiere 20160807_131024im Tierpark sind in großen Landschaftsgehegen

unterbracht und haben tatsächliche jede Menge Platz und wirken, als ob sie sich wohlfühlen. Natürlich gibt es auch große Tierhäuser, die noch ein wenig vom DDR-Charme umweht werden, aber selbst um die herum gibt es große Außengehege. Die Artenvielfalt ist enorm, so weiß ich erst seit gestern, dass es eine Tierart namens Katta (Primatenart aus der Gruppe der Lemuren) gibt. Alles war gestern nicht zu schaffen, dazu ist ein Sonntag einfach zu kurz und das Gelände zu groß. Besonderer Anziehungspunkt ist er natürlich für Familien mit Kindern, jetzt glaube ich an den kleinen Baby-Boom in Berlin.

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Toll finde ich grade an einem warmen Tag, die vielen uralten schattenspendenden Bäume, die sattgrünen Alleen und die Familien von Wildtieren , die fast zufällig am Rand der Wege ihre Siesta mitsamt sehr süßer Kitze abhalten. Dazwischen dann das Affenhaus, wo es lustig zugeht und besonders ein kleiner Kerl sich einen Spaß daraus machte Kontakt mit den Besuchern aufzunehmen und durchaus High Five durch die Glasscheibe gab.

Ich mag Elefanten sehr und es war schön lange vor dem Gehege zu stehen und die Herde zu beobachten, die sich schützend um das kleine Elefantenbaby „Edgar“ formierte. Gleich gegenüber ist das Gehege der so eleganten Giraffen.

Aber auch das Schloss Friedrichsfelde (Link) war für mich ein echtes Highlight, ich liebe Schlösser und irgendwie strahlt dieses Schloss eine positive Grundstimmung aus. In ihm waren schon viele Größen der Geschichte zu Gast, wie Napoleon Bonaparte, Zar Alexander I und König Friedrich August von Sachsen.

Nicht gefallen hat mir das gastronomische Angebot, das nächste Mal nehme ich mir etwas zu Essen mit. Mittags waren wir im Restaurant Padagona (Möwenpick Marché), das Restaurant ist riesig, unübersichtlich, es hallt darin wie in einer Kirche und demzufolge  ist es unglaublich laut. Alle Leute laufen durcheinander, bereits zur Mittagszeit, war z.B die Sour Creme zur Backkartoffel aus und das Personal war ganz schön unfreundlich. Bis man mal durch die Kasse und auf der Terrasse angelangt war, waren die Speisen kalt und ganz preiswert ist es auch nicht. Auch das Terrassencafe hat mir nicht wirklich gefallen, drinnen riecht es muffig und der Kuchen war auch höchstens solala.

Anfahrt: U 5 bis  Tierpark, Tram M17, 27 und 37, Bus 296 und 396 (Link)

Öffnungszeiten: Sommer von 9:00 bis 18:30 Uhr (Link)

Eintritt: Tageskate 13 € (ermäßigt 9 €), Kinder 6,50 €, Jahreskarte 49 € (Link)

Und falls euch Tag 59 doch noch interessiert: Ich habe endlich einen Sodastream 🙂

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Im Schloss Friedrichsfelde würde ich gerne mal auf Zeitreise gehen und eines der Feste der Fürstin von Holstein-Beck miterleben

Moment des Tages:

Das klingt jetzt komisch, aber es hatte sowas entspannendes vor dem Elefantengehege zu stehen und auf die Hinterteile der Dickhäuter zu schauen.

Zitat des Tages:

Laßt uns den Umgang mit Tieren pflegen, Freunde, damit wir unsere unsterbliche Seele nicht verlieren. Zu den Tieren dürfen wir freundlich und menschlich sein, ohne uns unserer bürgerlichen Würde zu begeben. Vor dem Tier können wir uns nur schämen; denn das Tier ist besser als wir, wozu ja allerdings meistens nicht viel gehört.

(Victor Auburtin, 1870 – 1928)

Foto des Tages

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Tag 58 -Sie mag Musik, nur wenn sie laut ist

Weil ja aller guten Dinge bekanntlich drei sind, habe ich noch eine Blogparade gefunden, die ich spannend finde, darin fordert Corly unter der Überschrift „Sie mag Musik, nur wenn sie laut ist“ auf 10 Titel zu nennen, bei denen man die, obwohl die Titel nicht neu sind, sofort die Musik laut dreht, wenn man sie irgendwo hört. Urheberin der Blogparade ist aber die singende Lehrerin!

Da ich nicht so die Musik-Queen bin, dachte ich erst, die Parade ist nichts für mich, aber umso länger ich darüber nachdachte, um so mehr Lieder klangen durch meinen Kopf.

Hier also meine Mitsing-Hitparade (Nur singen kann ich nicht ;)) in wertender Reihenfolge:

  1. We are the Champions (Queen)
    Eine Erklärung für 1-3, ich bin absoluter Queen Fan, wenn ich die Band höre, hält mich nichts auf meinem Platz. Ich hätte kein Problem, nur mit ihren Songs die Liste zu füllen.
  2. Bohemian Rhapsodie (Queen)
  3. Who want´s to live forever (Queen)
  4. Thank you for the Music (Abba)
    Eine Hymne, die ich sogar singe, wenn ich dir Musik nicht höre
  5. Ballroom Blitz (The Sweet)
    Mein erstes Rockkonzert, da war ich 14 und es wurde nach 30 Minuten abgebrochen, weil es eine Bombendrohung gab
  6. Major Tom, völlig losgelöst (Peter Schilling)
    Das erinnert mich an einen Theaterfasching und an einen sehr netten Clown
  7. Dancing Queen (Abba)
    Der Name sagt alles
  8. Seasons in the Sun (Terry Jacks)
    So hinreißend traurig, zum Heulen schön
  9. Sonderzug nach Pankow? (Udo Lindenberg)
    Ein Traum wurde wahr …
  10. Über sieben Brücken musst du gehen (Karat)
    Einfach nur großartig

Das war am Ende gar nicht schwer, ganz im Gegenteil, mindestens bis 30 hätte ich locker weiter machen können, im Laufe der Jahre sammelt sich da doch so einiges. Liebe Corly, danke für die Ohrwürmer, die ich nun nicht mehr loswerde 😉

Warum kann man bei Videos bei wordpress eigentlich nur nach einem Upgrad posten? Das finde ich bei Blogger deutlich besser!

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Was wäre das leben ohne Musik?

Moment des Tages:

Das Wiederhören all dieser tollen Lieder und die damit verbundenen Erinnerungen

Zitat des Tages:

Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen. (Franz von Assisi, 1182 – 1226)

 

Tag 57 – Die 5 Besten am Donnerstag #5

Da habe ich was angerichtet, natürlich habe ich nun Blut geleckt und finde Blogparaden ganz toll. jetzt muss mich erstmal so richtig austoben, darum auch heute wieder ein Beitrag zu einer.

Das ich Filme und Serien mag, habe ich ja schon häufiger erzählt und da liegt natürlich ein Thema auf diesem Gebiet nahe, auch wenn es wahrscheinlich ein bisschen peinlich für mich wird, weil mein Geschmack etwas … ähhhm … oberflächlich ist. Aber nun gut, ich habe mich entschieden, bei die „5 BESTEN am Donnerstag“ mitzumachen. Thema ist heute, die fünf Filme zu nennen, die man am häufigsten gesehen hat. Nun bin ich keine große Wiederholungs-Täterin, aber so ein paar Leckerlis, die ich öfter als 2x gesehen habe, gibt es dann doch.

Meine Hitliste in wertender Reihenfolge

  1. Mama Mia (2008)
    Ich glaube, man kann diesen Film einfach nicht sehen, ohne  gute Laune zu bekommen und mitzusingen.
  2.  Der Club der toten Dichter (1989)
    Ab und zu muss ich mich daran erinnern, mal auf einen stuhl zu steigen und das Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen
  3. Sissi Teil I (1955)
    Er ist so kitschig, dass es fast schon wieder Kunst ist und berührt direkt das Herz
  4. Vom Winde verweht (1939)
    Auch nach über 70 Jahren immer noch eine der größten Filmromanzen und einer der besten Filme für mich.
  5. Nothing Hill (1999)
    Traurig, fröhlich, tolle Szenen, perfekt besetzte Darsteller und einfach Entspannung pur
  6. außer Konkurrenz: Sie nannten ihn Mücke (1978)
    Diesen Film habe ich bestimmt sieben mal gesehen, aber nicht weil ich ihn sehen wollte, sondern nur weil meine beste Freundin total in Bud Spencer verknallt war und er erst kürzlich verstorben ist.

 

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Ich mag Blogparaden

 

Zitat des Tages:

Ganz wie Ihr wollt, das ist vollkommen egal, es gibt keinen Plan, Gott hat auch keinen Plan (Mama Mia, Donna)

Tag 56 -Mit 60 in den Ruhestand, „Freiheit oder Langeweile“

Meine allererste Blogparade, dabei blogge ich nun schon seit über fünf Jahren (nein, nicht hier) und habe noch nie an einer teilgenommen. Also wird es Zeit und mir gefällt das Thema. Der „Privatier“ stellt das Thema „Freiheit oder Langeweile“ und fragt, warum finanzielle Freiheit erstrebenswert und wie sie zu erreichen ist.

Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann es bei mir anfing, dass ich meinen Job  irgendwie als Freiheitsberaubung gesehen habe? Obwohl, als solche habe ich eigentlich schon die Schule gesehen und habe sie dann  doch 13 Jahre besucht und auch noch ein Studium drangehängt. Mein Job ist gewiss kein schlechter, er ist abwechslungsreich, er ist meistens gut zu schaffen, meine Chefs, meine Kollegen und die Mitarbeiter sind toll und ich verdiene ganz ordentlich. Für diesen Job habe ich mich damals in erster Linie aus Sicherheitsdenken entschieden, in meiner Familie war das Geld immer knapp, meine Mutter musste für jeden kleinen Luxus hart schufften. Ich war als Kind lange krank und es war nie so ganz klar, inwieweit ich dem Berufsleben standhalten könnte und so ging ich halt auf Nummer sicher anstatt meinem Träumen zu folgen und wuppe den Arbeitsalltag inzwischen mehr als 30 Jahre.

Ich bin  ein kreativer und fantasievoller Mensch, beides ist in meinem Job eher nicht gefragt. Trotzdem mache ich ihn ziemlich gut und bin mit ihm auch nicht unglücklich. Ich habe aber ein Alter erreicht, wo man sich schon den einen oder anderen Gedanken macht, was da noch kommt/kommen soll.  Als meine Tochter klein war, habe ich mich für vier Jahre beurlauben lassen und nur auf Honorarbasis gearbeitet. Meine Zeit konnte ich mir selbst einteilen. Das war  ideal, ich musste niemanden fragen, nur ein Ergebnis abliefern. Selten erlebte ich so ein Maß an Zufriedenheit. Heute denke ich manchmal, an dem Punkt hätte ich den Mut haben sollen, die Sicherheit sausen zu lassen und dabei zu bleiben. Ich habe nämlich auch ein Problem mit Autoritäten, das mit zunehmendem Alter ausgeprägter wird, ich höre mir gerne die Meinung anderer an und auch mit Ratschlägen habe ich kein Problem, aber entscheiden möchte ich eigenverantwortlich und diese Entscheidung dann auch verantworten. Leider arbeite ich aber in einem sehr hierarchisch orientierten Umfeld.

Langweilen würde ich mich sicherlich nicht, ich habe viel mehr Interessen als Zeit, schon jetzt schreibe ich nebenbei für eine kleine Fachzeitschrift und natürlich möchte auch meine „Reisesucht“ befriedigt werden. Langeweile kenne ich eigentlich gar nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit 60 aus dem Arbeitsleben ausscheiden werde, dann ist meine Tochter mit ihrem Studium fertig und ich nur noch für meinen eigenen Unterhalt verantwortlich. Zum einen habe ich durch die unter diesem Aspekt richtige Berufswahl vorgesorgt, habe ein wenig gespart und zum anderen möchte ich bis dahin mein zweites Standbein festigen. Dieses Mal werde ich klüger sein und zu guter Letzt doch noch meinem eigenen Stern folgen.

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Meine erste Blogparade, yeah, ich habe mich getraut

 

Zitat des Tages:

Man lebt nicht um zu arbeiten, man arbeitet um zu leben

 

Foto des Tages

Tag 55 -Meine Drogen sind …

Wie ich schon das eine oder andere Mal erwähnt habe, stehe ich auf Fernsehserien, aber nicht nur auf die, ich bin nämlich auch eine Leseratte vor dem Herren und liebe – es ist leicht zu erraten – Buchreihen. Das sind meine Ersatzdrogen im Alltagstrott, wenn ich nicht unterwegs sein kann und auch sonst nicht viel los ist. Ich finde es selbst etwas merkwürdig, aber auf Reisen stelle ich den Fernseher nicht mal an und auch auch mein Kindle brauche ich eigentlich höchstens noch für die Anreise. Mehr noch, ich habe auch kein Problem mein Handy direkt nach der Ankunft für den Rest des Urlaubs maximal als Fotoapparat zu benutzen.

Warum also im Alltag Serien und Reihen und beides reichlich? Ich denke, in ihnen führe ich ein Stellvertreterleben, kann trotz des manchmal drögen Alltags jede menge Abenteuer erleben, denn man identifiziert sich ja mit den Protagonisten. Manchmal ist es richtig schwierig aus dieser Scheinwelt aufzutauchen, ich weiß gar nicht wie viele Haltestellen ich schon wegen eines spannenden Buches überfahren habe oder was ich deshalb noch alles verpasste.

Am allerliebsten lesen ich historischen Stoff und es wäre auch toll, wenn es mehr Serien wie Downton Abbey gäbe. Allerdings sehe ich auch gerne moderne Serien, wie „The Mentalist“ (Jane hat so wunderbar traurige Augen und ich könnte auch gerne Menschen lesen), „Castle“ (warmherzig, verspielt und manchmal total verplant), „Scorpions“ (Genie beeindruckt mich), „The Good Wife“ (tolle Frau, super Geschichten), „Suits“ (Nervenkitzel ohne Mord, umwerfende Darsteller und dann diese Klamotten), „Bones“ (Ein unschlagbares Team) und immer wieder meine „Gilmore Girls“ (siehe diesen Post). Neu dazu gekommen sind „Death in Paradise“ (Das sehen Menschen aus wie Menschen und dann diese Karibik-Kulisse) und „Candice Renoir“ (tolle Hauptdarstellerin, die auch noch einen Alltag mit vier Kids wuppt).  Die Reihen um Hercule Poirot und Miss Marple von Agatha Christie sind bei den Büchern meine Allzeit-Favoriten, aber mein Herz ist groß , erwähnen kann ich hier nur wenige, sonst würde es den Rahmen sprengen. Gerade habe ich von Michaela Jary, die ersten beiden Bände ihrer Hamburg Trilogie  „Das Haus am Alsterufer“ und „Sterne am Alsterufer“ gelesen, beide haben mir ausnehmend gut gefallen, weil es nicht nur um Liebe und große Gefühle, sondern auch um Geschichte geht, die ich streckenweise auch noch nicht kannte. Derzeit warte ich dringlich auf den dritten Band der „Nightingale Schwestern“, eine Romanreihe um Schwestern und -schülerinnen des Nightingale Hospitals in London in den 20iger und 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Reihe von Donna Douglas ist spannend wie ein Krimi und man mag die Bücher gar nicht mehr aus den Händen legen. Aber auch die Reihen von P.D. James liebe ich sehr und bin traurig, dass diese tolle Schrifstellerin im vorletzten Jahr im Alter von gesegneten 94 Jahren starb und auch die Bücher von Anne Perry um Inspektor Pitt und William Monk hatten mich lange in ihren Bann gezogen, wobei mir die letzten Bände nicht mehr wirklich gefallen.

Angefangen hat diese Leidenschaft schon früh, nur wegen Nesthäkchen habe ich mich irgendwann doch entschlossen lesen zu lernen. Ich bestreikte Anfangs nämlich die Schule, weil ich sie als Angriff auf meine persönliche Freiheit betrachtete. Leider bekam meine Mutter das mit, weil meine (doofe) Lehrerin petzte. Tja, und dann streikte meine Mutter und hörte mitten im zweiten Band auf, mir abends von Annemarie Braun, dem Nesthäkchen, vorzulesen. Aber ich wollte doch so sein wie Lotte, so Annemaries Kosename und unbedingt erleben wie es mit ihr weitergeht, darum entschloss ich mich zu Beginn der zweiten Klasse doch noch Lesen zu lernen, was mir dann auch innerhalb von nur drei Wochen gelang. Ich weiß nicht, wie oft ich Else Urys Nesthäkchen insgesamt gelesen habe, aber sie wurde zu einer engen Freundin.  Auch mein Herz verlor ich das erste Mal an eine Romanfigur, an Winnetou. Ich bin mir nicht sicher, ob ich je wieder so um einen Mann geweint habe, wie um ihn im dritten Band. Die Karl May-Bände hatte ich von meinem geliebten Opa, der sie sich irgendwann in der 20iger Jahren gekauft hatte. Ich habe sie alle immer wieder gelesen, bis ich erwachsen war und mich anderen Interessen zugewendet habe.

Ich könnte endlos so weitermachen, aber so langsam muss ich mich mal wieder dem Alltag widmen. Was seht und lest ihr denn gerne?

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Flüchte ich aus dem grauen Alltag?

 

Zitat des Tages:

Lesen heißt mit einem fremden Kopfe, statt des eigenen, denken (Arthur Schopenhauer, 1788 – 1860, deutscher Philosoph)

 

Tag 54 – Schöne neue Arbeitswelt?

Wenn ich mich durchs Internet klicke, lese ich immer wieder von der schönen, neuen Welt des Arbeitsalltags. Freie Einteilung der Arbeitszeit, aufgabenorientierte Zeiteinteilung, Selbstbestimmung, …

Im Alltag scheint das noch nicht angekommen zu sein, weder irgendeiner meiner Bekannten (außer er ist sein eigener Chef) kann so arbeiten und ich schon gar nicht. Noch immer gilt der Acht-Stunden-Tag, die 30 Minuten Mittagspause sowie 30 Tage Urlaub (manchmal auch weniger). Merkwürdig nur, die Flexibilität zu Gunsten der Arbeitgeber ist selten ein Problem. Mein Boss jedenfalls hat sich noch nie beschwert, wenn ich statt meiner bezahlten 35, 50 Stunden gearbeitet habe und ich durfte sie ja auch „abbummeln“.  Wobei dabei ist die Flexibilität dann schon wieder so eine Sache und funktioniert nur, wenn es (ihm) passt.

Wäre eine Öffnung in beide Richtungen nicht sehr viel sinnvoller? Manchmal frage ich mich schon, warum ich mir an Tagen, wo rein gar nichts los ist, den Popo platt sitzen soll und an anderen, wo die Hütte dampft, bloß nicht die erlaubten 40 Stunden Mehrarbeit überschreiten darf? Da gibt es doch genügend Ideen, wie das Jahresarbeitszeitkonto oder aber auch die Aufgabenorientierung, das Home-Office, im Grunde ist es doch nur wichtig, dass der Job erledigt wird. Manche Dinge könnte ich auch genauso gut oder besser (weil mehr Ruhe) von Zuhause erledigen. Darf ich aber nicht, sagt die Vorschrift, wenn ich das denn wollte, müsste ich erstmal einen langen und ermüdenden Antragsweg bewschreiten, müsste meine besonderen Gründe darlegen, mit „Popo plattsitzen“ käme ich da vermutlich nicht weit.

So ähnlich ist es auch mit der Verantwortung, warum gibt man den Mitarbeitern nicht einfach mehr Verantwortung für ihr Handeln, fördert Talente und lässt sie eigenverantwortlich(er) arbeiten. Ich bin sicherlich ein Fan des Vier-Augen-Prinzips, aber nicht der endlosen Kontrollen, die in erster Linie demotivierend wirkt, zumal dabei eigentlich gute Ideen ganz schnell verpuffen.

Ich bin selbst eine ganz kleine Chefin, aber ohne  Angst vor Machtverlust, weil ich Teamplay wirklich toll finde und nicht das Gefühl habe schlechter zu sein, weil (auch) andere gut sind. Ich habe es schon erlebt ,dass Menschen, die Verantwortung für ihr Handeln tragen, wesentlich besser und effektiver arbeiten. In meiner Chefin-Funktion „darf“ ich gerade an einem Konflikt teilhaben, den es vermutlich nicht gäbe, könnte man den Betroffenen mehr Handlungsspielraum geben.

Realistisch betrachtet, werde ich wohl nicht mehr an der schönen, neuen Arbeitswelt partizipieren, denn bis sie mal im Alltag angekommen ist, werde ich hoffentlich ganz eigenverantwortlich meinen Ruhestand genießen können.

Bis morgen
eure

Ela

 

Zitat des Tages:

Verantwortliche Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter!

Foto des Tages

Man darf ja mal träumen …

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