Monat: Januar 2017

Tag 219 – Am siebten Tag sollst du ruhen …

5. Teil meines REHA-Tagebuches 

Gestern war kein guter Tag, mir gings nicht so dolle und das Wetter war scheußlich.

Morgens ging es noch, da habe ich mich – trotzdem mein Bein schon motzte – mit einer meiner Tischgefährtinnen am Strand aufgemacht in Richtung Wenningstedt. Das war  auch wirklich schön, das Licht war so besonders, ein bisschen diesig und verhangen. Fast schon poetisch, leider hatte ich weder Kamera noch Handy mit. Stattdessen haben wir ein paar hübsche Muscheln gesammelt. Das bisschen Niesel störrte nicht weiter.

Irgendwann fing der Weg an sich zu ziehen, aber dann hatten wir es geschafft. M. zuliebe hatte ich eingewilligt, etwas bei Gosch (ich mag es einfach nicht!) zu trinken, man stsnk es da, mein Glück, es hatte trotz offener Tür noch zu. Wir hatten die winzige Schrift an der Tür übersehen und  wurden von einem sehr unangenehmen Menschen äußerst rüde darauf hingewiesen.

Anscheinend hatte alles noch zu und so saßen wir dann bei diesem Schietwetter (nix mehr mit poetisch, nur noch nass und kalt) auf einer Bank … brrr bis uns dann das Hotel Lindner (sehr schön!!!) Asyl und einen Kakao bot.

Aber irgendwann mussten wir zurück, inzwischen goss es und eine Bushaltestelle war nicht in Sicht. Quietschenass und durchgefroren kamen wir zurück in die Klinik. Das Mittagessen war auch nichts, danach muffelte ich so vor mich hin, schlief, schaute auf dem Tablet Scorpion, schlief, telefonierte, ass zu Abend, schaute Scorpion, wollte Tatort schauen, schlief aber wieder ein und dann die ganze Nacht durch.

Guten Morgen, Freunde!

Liebste Grüße 

Ela

Tag 220 – Foto der Woche „La Mer“

Fast immer wenn ich auf das Meer schaue, muss ich dieses Chanson (Charles Trenet, 1943) denken, dass ich sehr liebe. Das Meer hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, Ewigkeit und die Nichtigkeit meiner kleinen Probleme, die von der nächsten Welle davon gespült werden.

Die Schlösser, auch sie eigentlich als Symbol ewiger Liebe gedacht, in Wirklichkeit auch nur ein Staubkorn im Universum.

Unwichtig für den Lauf der Welt, aber unsere Ewigkeit.

Liebste Grüße 

Ela

Tag 217 –  Muckibude und gesunde Ernährung 

Teil 3 meines REHA-Tagebuches

Heute wird nicht geschwafelt, mir fallen nämlich schon jetzt, kurz vor neun, die Augen zu. Ihr denkt es euch bestimmt schon, heute ist es richtig losgegangen mit den Anwendungen. Gestartet bin ich mit einer Stunde in der Muckibude (feiner: Medizinische Trainings Therapie), was aber aufs gleiche rauskommt. Ihr habe ich den gepflegten Muskelkater zu verdanken, ich hab seit Weihnachten rein gar nichts gemacht. Es folgte Schwimmen und Inhalation. Interessant fand ich die Sandliege, wie es der Name sagt, eine Liege mit warmen Sand, sehr angenehm.

Natürlich gab es auch wieder Vorträge, erst einen über die Ernährungsberatung, dem sogleich ein seeeerhr langer über gesunde Ernährung folgte. Als eifrige Leserin diverser Medien konnte er mir nicht viel Neues erzählen. Aber reden konnte der junge Mann, da wäre Dieter-Thomas Heck seiner Zeit echt neidisch geworden. Das war Stakkato (Danke Zeilenende :)), faszinierend!

Natürlich konnte ich mir den Weg zum Meer wieder nicht verkneifen und wurde mit einem Sonnenbad belohnt. Dafür konnte ich dann die Fahrt nach Westerland knicken, ich habe nicht mal mehr den Weg zum Bus geschafft.

Gute Nacht Freunde …

Liebste Grüße 

Ela