Monat: Januar 2017

Tag 221 – Pickepacke …

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Teil 6 meines REHA-Tagebuchs

… voll war dieser Tag. Wahrscheinlich werden, wenn ich wieder in Berlin bin meine Freunde an mir vorbeilaufen und sich fragen, wer diese Frau mit den toll definierten Muskeln ist 😉 Wie gut, dass ich die Nacht davor sage und schreibe 12 Stunden geschlafen hatte!

Aber erst mal ging es ganz sachte los. Am Tisch saß nur der Sportler , manchmal frage ich mich, wann er wohl den ganzenen Sport macht. Ich habe den Eindruck, er sitzt immer am Tisch und vertilgt das halbe Buffett allein. Okay, die Muskeln brauchen Nahrung und außerdem ist er ein Turm, mit meinen 169 stolzen Zentimetern komme ich mir daneben immer vor, wie ein zartes Elflein, wovon ich (leider) in Wirklichkeit sehr weit entfernt bin.  Es saß als ich kam und als ich ging immer noch. 

Ich eilte dann zu meinem ersten Vortrag, zum Glück ist es hier überall ziemlich kalt, sonst hätte Lummerland vermutlich sehr laut gerufen. Denn es ging um Rentenversicherung, Krankenkasse u.s.w. alles für mich von null Interesse, für Beamte gilt das ja alles nicht. Auf meine Frage, wie es denn damit bei Beamten stehe, erntete ich einen mißbilligenden Blick und die Antwort: „Na, Sie müssen sich da doch keine Sorgen machen“. „Schön“, sagte ich, „dass Sie keine Vorurteile haben“. „Ich bin seit über 30 Jahren Beamtin und dies ist meine allererste bezahlte REHA und meine tolle Wirbelsäule habe ich seit meinem zehnten Lebensjahr“ Gedacht habe ich dann noch, dass due meisten Leute hier hingegen ganz regelmäßig ihre REHA bekommen. 

Aber egal, meine Ärger konnte ich dann umgehend im Fitnessstudio loswerden, obwohl schon seit heute früh wurmt mich, dass der Sportler gesagt hat, die eine Stunde bringe doch nichts, ich müsste nicht nur die Übungen dreimal machen, sondern jedes Gerät dreimal (also insgesamt jede Übung neunmal). Aber auch egal, gegen meine Verstimmung half es.

Anschließend hatte ich eine Teilmassage bei einer sehr großen und starken Frau, aber mit erstaunlich sanften Händen. Nach dem Mittag (der Sportler saß als ich kam und ging), dass ziemlich schrecklich schmeckte, trotzdem ich Königsberger Klopse eigentlich liebe. Aber sie sind derzeit wohl verflucht, meine Selbstgemachten neulich waren, glaube ich, noch scheußlicher. Nun folgte ein weiterer Vortrag „Stress und Stressbewältigung“, bitte denkt dran, wenn ihr vor einer wichtigen Prüfung aufgeregt seid, stellt euch 5 Klänge vor, dann wird alles gut, ganz bestimmt.

Bewegungsbad mag ich und ich hatte sogar Einzeltherapie, die war echt toll. Das einzige Problem, ich konnte nicht, wie ich mir fest vorgenommen hatte, meine Haare vor Nässe  schützen, sondern musste Rückenschwimmen. Prima, nur ein Problem, bis zur nächsten Therapie in einem anderen Haus hatte ich ganze 30 Minuten. Ich also in den Bademantel und die Schlappen gesprungen und mit einem Turban auf dem Kopf -so gut das mit einem halb lahmen Bein geht – in mein Zimmer gespurtet, sämtliche Kleidung von mir geworfen und unter die Dusche „Mein Gott ist das kaaaaalt“  Dann zu war sie zu heiß, aber egal, Zähne zusammengebissen und Haare gewaschen (da sage nochmal einer die Curly Girl Methode daure lange). Genau 10 Minuten habe ich gebraucht vom Becken bis zum wieder ankleiden. Nun wurde es schwierig, ich habe starke und lange Locken, wenn ich damit nicht aussehen will, wie ein umgedrehter Wischmop muss ich an der Luft trocknen lassen. Also schnell 5 Minuten andiffust, Tasche umgepackt und mit nassen Haaren und Todesverachtung durch den kalten Wind zum Hydrojet. Aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt, sowas will ich haben. Ein Wassebett, dass einen sanft massiert. Es war echt zum Eierlegen.

Nach einer ganzen Stunde Freizeit und halb trocknen Haaren ging es dann zum Abendbrot (der Sportler …) und anschließend hatten die Bekannte und ich uns vorgenommen, noch zu einer Autorenlesung zu gehen. Als wir ankamen (bei uns im Haus) fanden wir einen Zettel vor, es fängt mit einer halben Stunde Verspätung an. Nur wenige Gäste interessierten sich außer uns dafür. Schließlich kam die Autorin, die in einer Parallelwelt mit 50 Stunden-Tagen leben muss. Sie schreibt für fünf Zeitungen und auch noch Bücher, arbeitet in einer Apotheke und vermietet Ferienwohnungen. Tatsächlich waren die Kurzgeschichten sehr lustig, der Krimi sprach mich nicht so sehr an., aber nur, weil ich die Kombination Krimi und Drama nicht mag. Die sehr amüsante Dame heißt Bettina Dethloff und wer Kurzgeschichten von der Insel Sylt mag, ich kann sie empfehlen.

Liebste Grüße 

Ela

Tag 219 – Am siebten Tag sollst du ruhen …

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5. Teil meines REHA-Tagebuches 

Gestern war kein guter Tag, mir gings nicht so dolle und das Wetter war scheußlich.

Morgens ging es noch, da habe ich mich – trotzdem mein Bein schon motzte – mit einer meiner Tischgefährtinnen am Strand aufgemacht in Richtung Wenningstedt. Das war  auch wirklich schön, das Licht war so besonders, ein bisschen diesig und verhangen. Fast schon poetisch, leider hatte ich weder Kamera noch Handy mit. Stattdessen haben wir ein paar hübsche Muscheln gesammelt. Das bisschen Niesel störrte nicht weiter.

Irgendwann fing der Weg an sich zu ziehen, aber dann hatten wir es geschafft. M. zuliebe hatte ich eingewilligt, etwas bei Gosch (ich mag es einfach nicht!) zu trinken, man stsnk es da, mein Glück, es hatte trotz offener Tür noch zu. Wir hatten die winzige Schrift an der Tür übersehen und  wurden von einem sehr unangenehmen Menschen äußerst rüde darauf hingewiesen.

Anscheinend hatte alles noch zu und so saßen wir dann bei diesem Schietwetter (nix mehr mit poetisch, nur noch nass und kalt) auf einer Bank … brrr bis uns dann das Hotel Lindner (sehr schön!!!) Asyl und einen Kakao bot.

Aber irgendwann mussten wir zurück, inzwischen goss es und eine Bushaltestelle war nicht in Sicht. Quietschenass und durchgefroren kamen wir zurück in die Klinik. Das Mittagessen war auch nichts, danach muffelte ich so vor mich hin, schlief, schaute auf dem Tablet Scorpion, schlief, telefonierte, ass zu Abend, schaute Scorpion, wollte Tatort schauen, schlief aber wieder ein und dann die ganze Nacht durch.

Guten Morgen, Freunde!

Liebste Grüße 

Ela

Tag 220 – Foto der Woche „La Mer“

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Fast immer wenn ich auf das Meer schaue, muss ich dieses Chanson (Charles Trenet, 1943) denken, dass ich sehr liebe. Das Meer hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, Ewigkeit und die Nichtigkeit meiner kleinen Probleme, die von der nächsten Welle davon gespült werden.

Die Schlösser, auch sie eigentlich als Symbol ewiger Liebe gedacht, in Wirklichkeit auch nur ein Staubkorn im Universum.

Unwichtig für den Lauf der Welt, aber unsere Ewigkeit.

Liebste Grüße 

Ela

Tag 218 – Meine Tisch-Nachbarn vom Planeten REHA-Dings oder jedem Tierchen sein Plesierchen

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Ursprünglich  habe ich diesen Beitrag im Mitmach-Blog veröffentlicht.

Teil 4 meines REHA-Tagebuchs

Die meisten von euch wissen es wahrscheinlich und vielleicht lesen ja auch ein paar mein REHA-Tagebuch, lange Rede kurzer Sinn: Ich bin auf Kur. Allerdings schimpft sich das heute und bei mir Anschluss Rehabilitation.

Hier wird einem gleich am ersten Abend ein Platz an einem 6er-Tisch verordnet, an dem man dann die ganze Kur über sitzt, ob man will oder nicht, dreimal am Tag morgens, mittags und abends. So lernt man seine Tischgenossen ziemlich schnell kennen. Meine neue Nachbarn im Haus kenne ich noch nicht und darum werde ich euch heute von unserem Tisch berichten.

Da ist zunächst ganz links an der Wand, die Wirtin. Sie ist nicht wirklich eine, sondern Krankenschwester, aber am ersten Abend dachte ich es, wegen ihrer sonoren Stimme und der herzhaften Lache. Sie tut sehr taff, ist aber in Wirklichkeit eine ganz sensible, glaube ich. Auf dem Kopf hat sie meistens eine Mütze mit Eistüten und Cup Cakes, die echt schön ist und mir auch gefallen würde. Ihr gegenüber sitzt der schöne I., ich denke, er ist hier, weil er seine Arme nicht mehr hoch bekommt, er, so vermute ich, ist den ganzen Tag mit Haare gelen beschäftigt und wenn er das nicht tut, joggt er oder sitzt beim Gosch.  Ich starre immer ganz fasziniert auf seinen Kopf, die Haare stehen wirklich immer wie eine Eins. Direkt neben ihm sitzt der Sportler, der in knapp vier Wochen noch nicht ein einziges Essen versäumt hat und noch keinen Abend außerhalb seines Zimmers verbracht hat. Darauf scheint er sehr stolz zu sein. Er ist Trainer und außer seinem Sport ist wohl nicht für viel anderes Platz. Gestern Abend hat er fast geweint, weil die Muckibude morgen (am Sonntag) dicht ist, weil er dann ja nur den ganzen Tag am Strand laufen muss. Ihm gegenüber saß der schüchterne  Schwabe, der leider schon abgereist ist, weil er fertisch war. Aber vorher habe ich noch seinen Busfahrplan geerbt. Neben ihm (beziehungsweise seinem Platz) meine neue Freundin M. Sie ist eine ganz Liebe mit vielen doofen Krankheiten und wirkt suf den ersten Blick etwas hilflos, in Wirklichkeit weis sie aber genau, wo der Hase läuft. Ich habe ich, als ich ihre Krankengeschichten gehört hsbe, gedacht: „Was ein Glück, ich habe (fast) nur Rücken“. Ihr gegenüber sitzt das olle Lästermaul Ela, sie kann einfach nie die Klappe halten und nervt vermutlich alle zu Tode mit ihren vielen Fragen und eventuell auch, weil sie so ein Kleckerferkel ist.

Mittwoch reisen die Wirtin und der schöne I. ab und Donnerstag der Sportler, ich bin jetzt schon auf den Nachschub gespannt …

Tag 217 –  Muckibude und gesunde Ernährung 

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Teil 3 meines REHA-Tagebuches

Heute wird nicht geschwafelt, mir fallen nämlich schon jetzt, kurz vor neun, die Augen zu. Ihr denkt es euch bestimmt schon, heute ist es richtig losgegangen mit den Anwendungen. Gestartet bin ich mit einer Stunde in der Muckibude (feiner: Medizinische Trainings Therapie), was aber aufs gleiche rauskommt. Ihr habe ich den gepflegten Muskelkater zu verdanken, ich hab seit Weihnachten rein gar nichts gemacht. Es folgte Schwimmen und Inhalation. Interessant fand ich die Sandliege, wie es der Name sagt, eine Liege mit warmen Sand, sehr angenehm.

Natürlich gab es auch wieder Vorträge, erst einen über die Ernährungsberatung, dem sogleich ein seeeerhr langer über gesunde Ernährung folgte. Als eifrige Leserin diverser Medien konnte er mir nicht viel Neues erzählen. Aber reden konnte der junge Mann, da wäre Dieter-Thomas Heck seiner Zeit echt neidisch geworden. Das war Stakkato (Danke Zeilenende :)), faszinierend!

Natürlich konnte ich mir den Weg zum Meer wieder nicht verkneifen und wurde mit einem Sonnenbad belohnt. Dafür konnte ich dann die Fahrt nach Westerland knicken, ich habe nicht mal mehr den Weg zum Bus geschafft.

Gute Nacht Freunde …

Liebste Grüße 

Ela

Tag 216 -Viele Begrüßungen, ein bisschen Sport und ich

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Teil 2 meines REHA-Tagebuches

So oft wurde ich noch nie begrüsst, erst von der Physiotherapie, später von der Geschäftsleitung und zwischendurch von … ist ja auch egal. Vermutlich sollen wir uns willkommen gühlen, tun wor auch,  vor allem aber weil wirklich jeder freundlich ist. Ein bisschen Therapie gab es auch schon, sehr zu meinem Schrecken sollte ich zum Psychosozialen Dienst und fragte mich, ob ich schon was falsch gemacht habe. Ich meine das bisschen Kleckern mit der Roten Beete heute Mittag kann es doch nicht schuld sein? Obwohl der Kellner schien wenig begeistert. Aber zu meiner Erleichterung war es doch nur Physiotherapie in den Räumen des … Dort wurden mit direkt ein paar einfach Übungen für meine schmerzende Hüfte gezeigt.

Mittags durfte ich dann den Doc kennenlernen, obwohl er (wie die meisten Ärzte) eher scharf darauf war meinen Rücken zu treffen, ich bin nämlich auch bekannt als DER Rücken. Nachdem das erledigt war und er uns beide kannte,  konnten wir uns dann aber schnell über meine Therapien einigen. Ganz schön viele übrigens. Auch Hydrojet, ich weiß zwar nicht, was das ist, aber alle schwärmen davon. Bevor es noch zur Einführung in das Gerätetraining ging – *schwitz*, die Wochen der Schonung merke ich jetzt – war ich noch am Meer und es war  fast noch schöner, denn die Sonne schien und der Himmel war blau.

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Dann gab es Futter, die salate abends sind besonders lecker. An unserem Tisch haben wir einen netten Neuzugang, eine Frau aus Karlsruhe, die sage und schreibe 12 Stunden angereist ist. Die meisten Patienten hier sind in den Abteilungen Dermatologie und Atemwegs-Erkrankungen, dafür gibt es wohl nichts besseres als die Nordseeluft und so kommen sie teilweise von weit her.

Aber Lust mit ihr nochmal an den Strand zu gehen hatte ich doch nicht, ich bin einfach platt und eigentlich auch ganz gerne mal allein. Dafür wurde ich dann allerdings am Telefon (liebevoll) geschimpft, nach dem Motto: „Dann beschwere dich aber nicht, dass du immer allein rumläufst“. Das tue ich nie. Ist es eigentlich so ungewöhnlich auch gerne mal für sich zu sein zu wollen. Zuhause habe ich so selten Gelegenheit dazu und hier kann ich mir meine Freizeit wirklich mal nach meinen Wünschen gestalten. Stimmt was nicht mit mir?

Tagsüber ist es eh so, dass wenn man sich nur irgendwo außerhalb seines  Zimmers niederlässt, ist man schon mit irgendwem im Gespräch. Nun hoffe ich auf ein Wochenende für mich, ich will ganz viel ans Meer, ein bisschen shoppen (meine Sportschuhe liegen in Berlin), vielleicht ins Kino (La la Land) und wenn es klappt am Sonntag zum Frühstücken ins Cafe Wien (absolut köstlich).

Also ich freue mich darauf …

Liebste Grüße

Ela

 

Tag 215 – „Projekt 52 Wochen“, Teil 10: Angekomme

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Ein Jahr jede Woche ein Selfie und ein paar Worte/Gedanken dazu , das ist das Projekt von Zeilenende. Ich finde es spannend, was (m)ein Gesicht so übers Jahr erzählt. Nicht nur ich mache außer Zeilenende mit sonern auch:

Die Anderen:

Gertrud Trenkelbach

Marinsche

Multicolorina

solera1847

trienchen2607

Wili

REHA-Tagebuch, Teil 1

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Wie könnte man drei Wochen auf Sylt besser starten als mit einen Selfie „Das Meer und ich“. Das war heute tatsächlich das ganz große Highlight, ich liebe Meere, ob im Winter oder im Sommer, einfach IMMER.

Eigentlich ging heute wirklich alles glatt, ich war schon vor dem Wecker wach und die Fahrt mit der Deutschen Bahn war bestens, ich hatte mir ja für sehr kleines Geld ein Ticket 1. Klasse geholt (der Koffer Transport war teurer, okay, wahrscheinlich war er auch schwerer ;)), der Zug fuhr von Berlin bis Wsterland durch, fuhr pünktlich ab und kam ebenso an. Noch dazu hatte ich ein ganzes Abteil für mich. Es war echt gut.

Eine kleie Verwirrung gab es dann aber doch, hatte ich gestern eine SMS bekommen, mein Gepäck sei zugestellt, kam heute eine weitere, es käme erst am nächsten Werktag. Ich bekam einen Mordsschreck und hatte schon eine Notfall-Einkaufsliste im Kopf. Aber durch einen Anruf klärte sich dann alles, mein Koffer war angekommen … zum Glück!

Die Klinik macht eine recht chicken Eidruck, eher wie ein Hotel mit großer Rezeption und schönen Sitzgruppen. Mein (winziges) Zimmer liegt im Erdgeschoss und damit nur eine Steinwurf (also nicht meinen) vom Strand entfernt. Als erstes bekam ich einen vorläufigen Therapieplan für diese Woche, ich soll zu seeeehr vielen Vorträgen. Ob denen klar ist, dass meie Medis seeehr müde machen? Allein zweimal Ernährungtherapie, so fett bin ich doch gar nicht. Na ja, egal. Zweimal in der Woche muss ich an so einem Automaten meinen Blutdruck messen, heute wurde es mir erstmal von einer Schwester gezeigt. Natürlich funktionierte das Teil nicht und behauptete ich hätte keine messbaren Parameter. Vielleicht bin ich ja schon tot und habe es verpasst? Nachdem ich dann an einem weiteren Automaten, den Ticket fürs Fernsehen und fürs WLan gelöst hatte, durfte ich auf mein Zimmerchen, wo ich aber nur mein Zeugs abstellte, meine nagelneue Selfiestange auspackte, um mich dann sofort auf den Weg zum Strand zu machen.

Es war kalt, sehr kalt sogar und dabei hatte ich schon meine Bettdecke zum Anziehen, mein dicksten (selbstgestrickten) Schal, Mütze und Handschuhe an. Aber es war auch und vor allem wunderschön, die Atmosphäre war eine ganz andere als im Sommer, kaum Menschen am Strand, es war diesig und fast ein bisschen geheimnisvoll. Am liebsten wäre ich trotz Schmerzen sofort losmaschiert.

Aber ich musste direkt wieder zu einer Begrüßung, diesmal durch das Serviceteam, mit einem Oberkellner, der jede Frau „Bella“ nannte. Dort bekam man eine silberne Marke, die man immer brav hochhalten muss, da steht nämlich die Tischnummer drauf, wo man nun bis zum bitteren Ende sitzen muss. Man sitzt tatsächlich – wie vermutet – zu sechst am Tisch. Mein Tischgenossen scheinen ganz nett zu sein und man duzt sich, aber dazu ein anderes Mal mehr. Das Essen war okay, würde ich sagen, der Speisesaal erinnert schwer an eine Kantine.

Nacdem Essen bin ich direkt auf mein Zimmer gegangen und habe mich meinem Koffer gewidemt und den Inhalt verstaut. natürlich habe ich auch schon mit meine Lieben telefoniert und nun sitzte ich hier und schreibe für euch.

Liebste Grüße und Moin Moin

Ela