Tag 216 -Viele Begrüßungen, ein bisschen Sport und ich

Gepostet am Aktualisiert am

Teil 2 meines REHA-Tagebuches

So oft wurde ich noch nie begrüsst, erst von der Physiotherapie, später von der Geschäftsleitung und zwischendurch von … ist ja auch egal. Vermutlich sollen wir uns willkommen gühlen, tun wor auch,  vor allem aber weil wirklich jeder freundlich ist. Ein bisschen Therapie gab es auch schon, sehr zu meinem Schrecken sollte ich zum Psychosozialen Dienst und fragte mich, ob ich schon was falsch gemacht habe. Ich meine das bisschen Kleckern mit der Roten Beete heute Mittag kann es doch nicht schuld sein? Obwohl der Kellner schien wenig begeistert. Aber zu meiner Erleichterung war es doch nur Physiotherapie in den Räumen des … Dort wurden mit direkt ein paar einfach Übungen für meine schmerzende Hüfte gezeigt.

Mittags durfte ich dann den Doc kennenlernen, obwohl er (wie die meisten Ärzte) eher scharf darauf war meinen Rücken zu treffen, ich bin nämlich auch bekannt als DER Rücken. Nachdem das erledigt war und er uns beide kannte,  konnten wir uns dann aber schnell über meine Therapien einigen. Ganz schön viele übrigens. Auch Hydrojet, ich weiß zwar nicht, was das ist, aber alle schwärmen davon. Bevor es noch zur Einführung in das Gerätetraining ging – *schwitz*, die Wochen der Schonung merke ich jetzt – war ich noch am Meer und es war  fast noch schöner, denn die Sonne schien und der Himmel war blau.

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Dann gab es Futter, die salate abends sind besonders lecker. An unserem Tisch haben wir einen netten Neuzugang, eine Frau aus Karlsruhe, die sage und schreibe 12 Stunden angereist ist. Die meisten Patienten hier sind in den Abteilungen Dermatologie und Atemwegs-Erkrankungen, dafür gibt es wohl nichts besseres als die Nordseeluft und so kommen sie teilweise von weit her.

Aber Lust mit ihr nochmal an den Strand zu gehen hatte ich doch nicht, ich bin einfach platt und eigentlich auch ganz gerne mal allein. Dafür wurde ich dann allerdings am Telefon (liebevoll) geschimpft, nach dem Motto: „Dann beschwere dich aber nicht, dass du immer allein rumläufst“. Das tue ich nie. Ist es eigentlich so ungewöhnlich auch gerne mal für sich zu sein zu wollen. Zuhause habe ich so selten Gelegenheit dazu und hier kann ich mir meine Freizeit wirklich mal nach meinen Wünschen gestalten. Stimmt was nicht mit mir?

Tagsüber ist es eh so, dass wenn man sich nur irgendwo außerhalb seines  Zimmers niederlässt, ist man schon mit irgendwem im Gespräch. Nun hoffe ich auf ein Wochenende für mich, ich will ganz viel ans Meer, ein bisschen shoppen (meine Sportschuhe liegen in Berlin), vielleicht ins Kino (La la Land) und wenn es klappt am Sonntag zum Frühstücken ins Cafe Wien (absolut köstlich).

Also ich freue mich darauf …

Liebste Grüße

Ela

 

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2 Kommentare zu „Tag 216 -Viele Begrüßungen, ein bisschen Sport und ich

    koriandermadame sagte:
    27. Januar 2017 um 16:53

    Am Meer bin ich auch gern allein!

    Gefällt 1 Person

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