Tag 345: Ein ganzes halbes Jahr ist schon wieder rum

Gepostet am Aktualisiert am

Das Jahr feiert Bergfest, wo ist die Zeit geblieben, wer hat sie mir geklaut? Zeit für einen kleinen Rückblick.

Das fängt ja gut an

Silvester und Neujahr habe ich eigentlich im Krankenhaus verbracht, weil ich Weihnachten plötzlich nicht mehr laufen konnte. Tatsächlich durfte ich aber zwei Tage nach Hause, ich wurde beurlaubt. Zum Glück ging es mir ein bisschen besser, ich hatte wenigstens nicht mehr das Bedürfnis bei jedem Schritt laut zu schreien. Das nenne ich mal Fortschritt. Trotzdem war es nichts mit Feiern, aber da ich Silvester eh nicht mag, war mir das recht egal und so verbrachte ich den Abend mit meinen Lieben bei einer Serie vor dem Fernseher! Ich grüble welche, war es die letzte Staffel Downton Abbey? Ich war so mit Medis zugedröhnt …

Am 2. Januar dann die 1. OP, die schon eine deutliche Besserung brachte. Im Anschluss dann vier Wochen REHA auf Sylt, die zwar die Schmerzen nicht  vertreiben konnte, aber mir ganz viel gebracht hat. Achtung Kitsch! Meine Seele ist zur Ruhe gekommen und ich habe mich unbeschwert gefühlt. Außerdem habe ich alte, neue Seiten an mir entdeckt, so zum Beispiel, dass ich immer noch gerne kreativ bin, ohne eine große Künstlerin zu sein.

Nicht alles wird immer gut

Leider musste ich mich nach der REHA der Tatsache stellen, dass leider noch immer nicht viel gut istt und so entschloss ich mich nach Neustadt zum „Gottvater der Skloliosen“ zu fahren um mir seine Meinung anzuhören. Er schlug mir eine riesen Geschichte vor, meine gesamte Brustwirbel- und ein Teil meiner Halswirbelsäule sind bereits versteift. Nun wollte er einen Teil der alten Stange entfernen und auch meine komplette Lendwirbelsäule sollte versteift werden. Anfangs war ich auch überzeugt, doch umso mehr ich mit Betroffenen sprach, geriet mein Entschluss ins Wanken und ich sah mich mich nach Alternativen um und fand schließlich auch eine.

Die Gärtnerin in mir

Ungefähr im März fing unsere Terrasse so richtig an, mir Spaß zu machen, ich war als Kind immer mit meinem Opa gartentechnisch unterwegs gewesen. Da haben wir echt Glück gehabt und nennen ein kleines Stück Großstadtparadies unser eigen.

Reisen ein Grundbedürfnis?

Ende März/Anfang April ließ ich mich trotz Krankheit zu einer kurzen Reise nach England überreden (mit Wissen meines Dienstherren) und das war gut so.  Zum einen waren London und Cardiff einfach großartig (#London #cardiff) und mir hat die Begegnung mit Doctor Who echt Spaß gebracht hat, aber auch zum anderen, weil mir klar wurde, dass ich Bewegung und unterwegs zu sein brauche, wie die Luft zum Atmen.

Wieder Daheim sprach ich mit meiner Ärztin, holte mir eine weitere Meinung ein und ganz langsam entstand ein Plan. Irgendwann hatte ich mich auch daran gewöhnt nicht ins Büro zu gehen und es fehlt mir immer weniger. Freie Zeiteinteilung ist schon was sehr tolles. Ich habe Bilder gemalt, Blumentöpfe gestaltet, viel geschrieben, aber ich wollte auch endlich runter von den Medis.

Alles auf Anfang

Ende Mai wurde ich wieder operiert und es geht mir deutlich besser als nach der ersten OP, die Schmerzen sind nicht ganz weg, aber sehr viel besser. Jetzt hoffe ich einmal mehr, dass die REHA den Rest schafft.

Wenn ich ganz ehrlich bin, denke ich das Schicksal war weise und ich brauchte diese Zeit der Besinnung, des Infragestellens. Jetzt möchte ich ein paar Sachen ändern, aber das wird im zweiten Halbjahr passieren.

Liebste Grüße

Ela

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