Monat: August 2017

Ein Jahr, ein Ort (August)

Gepostet am

Groß ist die Veränderung zum Juli nicht, aber ein Hauch von Herbst ist schon spürbar. Die Rosen haben im August nochmal geblüht, das war schön, ein paar Pflanzen haben sich verabschiedet und ein paar neue sind zu uns gekommen. Am eifrigsten genutzt wird die Terrasse derueit vom Töchterchen, deren liebster Lernort sie ist.





Zeilenende hat das spannende Projekt „12 Monate“ gestartet, wir betrachten ein Jahr lang einen von uns gewählten Ort und jeweils am letzten Sonntag des Monats zeigen wir ihn und wie er sich verändert hat.
Ich habe mir meine Terrasse ausgeguckt, sie und ich, wir sind noch im Honneymoon und werden unser erstes gemeinsames Jahr erleben. So ganz glaube ich immer noch nicht, dass ich sie (mit der dazugehörigen Wohnung) mitten in Berlin gefunden habe. Das Februar Foto habe ich leider verpasst, aber wenn ihr euch nix Buntes und leichte Tristesse vorstellt, passt es.

Liebste Grüße

Ela

 

Advertisements

Opa, Ersatzpapa und Held meiner Kindheit

Gepostet am Aktualisiert am

Ursprünglich veröffentlicht im Mitmach-Blog zum Thema der Woche (KW34): Oma und Opa

Fast mein Leben lang, mit nur kurzen Unterbrechungen, lebe ich in einer  Mehr-Generationen-WG, früher einfach Familie genannt. Als ich klein war, also schon vor einiger Zeit, lebten meine Mama und ich bei Oma und Opa.

Damals war es noch nicht alltäglich, wenn eine Frau unverheiratet ein Kind hatte und es ohne Partner groß ziehen musste oder – wie im Falle meiner Mutter – wollte. Aber ganz allein war sie nicht, denn wir wohnten ja bei meinen Großeltern. Ich glaube, kein Kind, dass so einen großartigen Opa wie ich hatte, vermisst seinen Vater. Ich jedenfalls habe meinen Opa Erich heiß und innig geliebt und diese Liebe wurde genauso erwidert. Auch meine Oma war wohl toll, aber mein Gehirn hat alle Erinnerungen an sie gestrichen, als sie starb, damals war ich erst sieben. Aber noch heute sehe ich Opa und mich in unseren Schrebergarten radeln, ich glaube, ich konnte eher radfahren als laufen, er vorweg und ich als kleines Küken hinterher. Er zeigte mir alle Pflanzen und ich durfte helfen, auch wenn diese Hilfe hauptsächlich darin bestand in den Obstbäumen zu sitzen und zu naschen. Trotzdem weiß ich bis heute, wie man Kartoffeln erntet und Erdbeeren pflanzt, irgendwann bekam ich dann mein ganz eigenes Beet. Darin durfte ich alles pflanzen und keiner redete mir rein. Nur der Plan Marienkäfer in Streichholzschachteln zu züchten scheiterte kläglich. Aber es gab ja auch noch unsere Tiere, mein Opa war Kaninchenzüchter und mein Onkel hatte Tauben. Die Tauben mochte ich am liebsten auf dem Teller, aber die Kaninchen waren so weich und kuschelig, es war ein ziemlicher Schock, als ich entdeckte, wo die possierlichen Tiere am Ende landeten. Ab und zu durfte ich auch mit Opa an die Ocker, dort hatte wir eine Wiese, wo er Kaninchenfutter mit der Sense schlug (?). Das war aufregend, die Sense war so herrlich gefährlich und in der Wiese konnte man so schön träumen. Ich war ein ausgesprochen lebhaftes Kind und konnte einfach nicht stillsitzen und weil ich immer am Hüpfen war, gab mir meine Familie den Spitznamen „Froschi“, der mir als ich ein wenig älter war, furchtbar peinlich war. Ich erinnere mich, ich war mit Opa eine neue Jacke shoppen und hatte ein wunderbares hellblaues Exemplar entdeckt und mich  irgendwie – ohne es zu merken – wohl recht weit vom Ausgangspunkt entfernt, da schallte laut und vernehmlich ein deutliches: Froschi, wo bist du? durch den ganzen Laden.  Man habe ich mich geschämt, ich wollte nie wieder in dieses Geschäft und auf die tolle Jacke verzichtete ich auch. Meiner Liebe tat auch das allerdings keinen Abbruch, mit Opa konnte ich einfach über alles reden, er verriet mich nie. Er war ein kleiner und drahtiger Mann, kaum 1,65 m, in seiner Jugend hatte er geboxt und es bis zum Deutschen Meister im Fliegengewicht gebracht, dabei gab es keinen sanfteren Menschen als ihn. Aber trotzdem konnte er wütend werden und fluchen, wie kein zweiter, vor allem wenn jemand seiner Froschi etwas tun wollte, so wie er ist nie wieder jemand für mich eingetreten. Als ich dreizehn war, paktierte er mit mir gegen meine Mutter und schenkte mir auf meinen Wunsch ein froschgrünes Jugendzimmer und tapezierte mein Zimmer klammheimlich in knallrot, komplett machten es dann die Scherenschnitte aus der Bravo von David Cassidy und Piere Brice als Winnetou. Es waren die bunten 70iger und ich war sehr stolz auf mein Zimmer bei dieser Gelegenheit lernte ich auch malern und tapezieren. Aber meine Mutter war furchtbar sauer, eines ihrer Hobbies ist Inneneinrichtung.

27764_1410810226226_6680202_n
Mein „rotes Zimmer“, da war ich so ca. 17 (1978), da lebte Opa schon nicht mehr und David Cassidy wurde von Reiseträumen angelöst. Ich fand mich aber sowas von cool 😉

Als ich von 14 bis 15 im Krankenhaus lag, besuchte mich mein Opa, dem es nicht gut ging, ein letztes Mal vor meiner OP und brachte mir einen ganzen Becher Sahne zum Trinken mit . Mir war danach furchtbar schlecht, aber um mir diesen Wunsch zu erfüllen, hatte er ein Taxi genommen und ich glaube, er wusste, es war ein Abschied für immer. Zehn Tage nach meiner OP, als feststand, ich hatte alles gut überstanden, ging er für immer von uns. Noch heute höre ich manchmal seinen Schlüssel im Schloß …

Hat der Terror Macht über mich?

Gepostet am Aktualisiert am

Die Rambla in Barcelona, im Dezember 2015 war ich eine knappe Woche in dieser wunderschönen Stadt. Gerade die Rambla gefiel mir mit ihrer bunten und fröhlichen Atmosphäre ganz besonders gut. Die Promenade des Anglais in Nizza, mein Besuch ist schon etwas länger her, aber auch sie bin ich häufig auf und ab gelaufen, weil unser Hotel direkt an ihr und etwas weiter draußen lag. Man kann herrlich vetweilen und mamchmal hat es einen halben Tag gedauert anzukommen. Paris, London und natürlich unser Breitscheidplatz in Berlin. Einer meiner liebsten Weihnachtsmärkte, ich wohne nur zwei U-Bahn-Stationen entfernt. Jedes Jahr besuche ich ihn und liebe es die Stimmen in allen Sprachen palavern zu hören, den Duft nach Glühwein und Waffeln.

Das alles und besonders die positiven Gefühle wollen Terroristen nun kaputt machen, wollen isolieren, Angst machen, uns zwingen, das Leben zu verändern oder zumindest immer ein mulmiges Gefühl zu haben. Letztes Jahr in Dresden war die Absicherung des Festes zum Tag der Deutschen Einheit so gewaltig, dass man nicht mal mit dem Taxi zum Hotel bzw. zum Bahnhof kam. Darum musste ich mit Gepäck und, um mit meinen Kollegen mithalten zu können, im Trimm-Trab zum Bahnhof laufen. Damit fing das Elend mit meinem Rücken so richtig an, da begannen die Schmerzen und die Ausfälle am Bein.

Aber schaffen die Terroristen es, mir meine Lebensfreude zu nehmen, hindern sie mich daran die Dinge zu tun, die ich liebe oder lebe ich in ständiger Angst? Entschieden NEIN! Mich macht das alles sau wütend und ich bin traurig ob all der Opfer, aber mich hindern ja auch keine Flugzeuge, die abstürzen, keine Fußgänger, die im ganz normalen Verkehr ihr Leben lassen. Denn das Leben an sich, ist nun mal leider immer tödlich.

Vor vielen Jahren mit Anfang 20 litt ich für eine Zeit unter Panikattaken, jeden Nachmittag überfiel mich die Angst, in den nächsten Minuten tot umzufallen, abends lag ich im Bett und lauschte auf Unregelmäßigkeiten bei meinem Herzschlag, ich schlief – wenn überhaupt – mit der Überzeugung ein, nie wieder aufzuwachen. Es war eine furchtbare Zeit. Morgens war alles gut, doch dann ging es wieder los. Hand in Hand damit ging eine riesen Flugangst einher, ich hatte Panik ohne Ende, schluckte Pillen, aber flog trotzdem in die USA. 

Irgendwann hielt ich die Angst nicht mehr aus, ich konnte einfach nicht mehr. Ich ging zu einem Arzt, auch bereit nun auch im Alltag Pillen zu schlucken. Mein großes Glück an diesem Punkt war es, auf einen wirklich fähigen Arzt gestoßen zu sein. Er untersuchte mich von Kof bis Fuß gründlichst, machte alle Test und erklärte mich danach für kerngesund. An dieser Stelle brach ich zusammen und bettelte um Psychopillen. Die verweigerte er mir (Gott-sei-Dank), empfahl mir stattdessen Magnesium. Völlig fertig bat ich ihn schließlich, mir doch wenigstens die Versicherung  zu geben, in nächster Zeit nicht zu sterben.

Dann folgte einer der Schlüsselmomente meines Lebens, der Arzt sah mich an und sagte:

Das kann ich leider nicht, das Leben verteilt keine Garantiekarten und wie lange es dauert, weiß niemand. 

Dieser Satz veränderte mein Leben, wie keiner sonst.  Ich kaufte mir ein Buch über Angst, wie man mit ihr fertig wird, lernte Entspannungstechniken und arbeitete -immer den Satz im Kopf – an mir und auch wenn es dauerte, besiegte ich meine Angst, die Panikattaken verschwanden und ich kann auch wieder angstfrei (außer es schaukelt sehr) fliegen. Ich gebe zu hin und wieder gab es nochmal kleine Rückfälle, aber mit meinen erworbenen Techniken bekam ich auch sie schnell in den Griff.

Aus diesem Grund lasse ich mir auch nicht von diesen Scheiß-Fanatikern mein Leben versauen, ich werde einfach weitermachen -und lachen, meine Wege gehen und auf Garantien pfeifen. Es dauert eben, so lange es dauert.

Liebste Grüße 

Ela

Huch, wo ist sie denn?

Gepostet am Aktualisiert am

Es ist schon komisch, wie zwei Stunden Büro die eigene Zeiteinteilung und das Leben verändern. Ich hätte auch nie gedacht, dass mich das anstrengt, denn eigentlich ist es doch kaum mehr als nichts.

Aber da hängt  ja mehr dran, der Wecker klingelt wieder, ich muss mich anders kleiden, der Weg dauert auch seine Zeit. Am stressigsten empfinde ich allerdings die Reizüberflutung und das mich begleitende Gefühl im falschen Film zu sein. Jeder erzählt mir was, täglich spreche ich mit vielen Leuten und oft denke ich (noch): Und was interessiert mich das? Irgendwie ist in mir immer noch die Lässigkeit der Zeit zu Hause und auch der Gedanke: Bleibt doch mal ruhig, davon geht die Welt nicht unter, es gibt wichtigeres! Vermutlich bin ich immer noch im falschen Modus.

Ganz lustig finde ich, dass mir das Gefühl für Hirachien wohl abhanden gekommen ist, na ja bei uns Daheim gibt es die auch nicht. Vielleicht sehe ich gerade dabei aber auch manche Absurdität klarer. So wurde es als Meldung empfunden, dass ich mich mit einer neuen Mitarbeiterin duze (ich kenne sie seit fast 20 Jahren), weil sich nun zwei andere durch das Duzen mit mir nicht mehr privilegiert fühlen können Habe die Ehre ;). Am liebsten hätte ich gesagt: Hey, ruhig bleiben, ich bin NICHT die Queen. Aber auch andersrum habe ich noch eine Fehlfunktion, mir fehlt es an Respekt. Wenn mein Kollege sagt: Der Chef erwartet, … erzittere ich nicht. Oder sehe ich vielleicht nur klarer?

Gestern hatte ich nun die Gelegenheit mit einem Kollegen zu sprechen, der im Hamburger Modell ganz ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir versichert hat, dass ich irgendwann wieder wirklich ankomme. Aber will ich das?
Auf jeden Fall genieße ich das späte Anfangen, dass es mir schon morgens ermöglicht, ein Stück durch den Tiergarten zu laufen. Ich habe ja Zeit. 

Nun kennt  ihr auch den Grund, warum ich hier zur Zeit eine kleine Pause eingelegt hatte. Das musste mal sein …

Liebste Grüße 

Ela

Verunsichert …

Gepostet am

Gestern habe ich mein neues Layout gepostet, ich war ganz schön stolz drauf und fand es gar nicht mal so schlecht.

Inzwischen weiß ich aber gar nichts mehr, die Reaktionen darauf und meine diesbezüglicher Frage liegen bei ganz genau NULL. jetzt frage ich mich, sieht man es vielleicht gar nicht, habe ich bei den Einstellungen etwas falsch gemacht oder seid ihr alle so nett, dass niemand sagen mag, dass es doof ist.

Jetzt sitze ich am Sonntag Morgen seit sechs vor dem PC und finde den Fehler nicht, aber nun reicht es, ich gehe wieder in mein Bett, ziehe mir meine Decke über den Kopf und vergessen den WP-Mist.

Es ist (erstmal) vollbracht, was sagst du?

Gepostet am Aktualisiert am

So ganz langsam fummele ich mich durch den Urwald WordPress und habe es tatsächlich geschafft meinem Blog ein neues Layout zu verpassen. Echt schade, dass ich alles nicht eindach aus meinem Testblog übernehmen konntecropped-cropped-cropped-cropped-20170623_190943-14. Da war es nämlich schon fix und fertig. Aber das wäre wohl zu einfach.

Neulich habe ich gerade mit meinen Blog bei Blogspot das gleiche gemacht und ehrlich gesagt Bauklötze gestaunt, wie einfach es da funktioniert.

Natürlich würde es mich jetzt sehr interessieren, wie euch das neue Layout gefällt? Habt ihr Anregungen oder Kritik? Was könnte ich besser machen?

Liebste Grüße

Ela

 

 

 

Wocheneinkauf mal anders

Gepostet am Aktualisiert am

Neuen Ideen gegenüber bin ich ja meistens aufgeschlossen und den wöchentlichen Großeinkauf mag ich gar nicht leiden, volle Läden, Gedränge an der Kasse und Schlepperei. Alles was frisch ist (Obst, Eier, Gemüse, …) kaufe ich eh im Bio-Markt im Nebenhaus.

Daher lag es nah, einen der viel umworbenen Lieferdienst auszuprobieren, außerdem hatte ich noch einen Gutschein über 20 % und kostenlose Lieferung.

Also frisch ans Werk und erstmal die App heruntergeladen. Die Gestaltung ist übersichtlich und selbsterklärend, die Lebensmittel und Haushaltsartikel sind in Gruppen eingeteilt und eine Suchfunktion gibt es auch. Dinge, die man regelmäßig kauft, kann man als Favorit markieren. Wenn man alles im Einkaufswagen hat, geht man wie im richtigen Leben zur Kasse, kann die passende Bezahlmethode und einen Liefertermin – frühestens am Nachmittag des Folgetages – wählen. Das Entgelt für die Lieferung beträgt je nach Zeitfenster 2,99 – 4,99 €, in meinem Fall entfiel es beim ersten Mal ja. Auch die Payback-Card und der Gutschein ließen sich problemlos eingeben. Soweit so gut, was mir nicht so gut gefällt ist, dass man erst auf dem Weg zur Kasse darüber informiert wird, dass der eine oder andere Artikel nicht lieferbar ist und, dass die alternativ angebotenen Artikel  oft keine wirklichen Alternativen sind. So wurde mir statt des ausgewählten Brie ein junger Gouda empfohlen.

Einmal (von drei) ging die Lieferung ziemlich schief, die Lieferung kam viel zu spät und Infos gab es keine.. Beim ersten Mal war es noch okay, ich hatte die Ware für den Zeitraum 17.00 bis 18.00 Uhr bestellt, kurz vor Ende bekam ich eine SMS, die Lieferung würde sich um 10-15 Minuten verspäten. Beim zweiten Mal sollten die Sachen zwischen 17.00 und 19.00 Uhr geliefert werden. Bis 19.30 Uhr hatte ich jedoch nichts gehört und keine Lieferung. Beim Anruf der Hotline erfuhr ich, es wäre ein neuer Fahrer, der durch die Stadt irrt und sich mit dem Funk nicht auskennt. Nach einer weiteren Stunde kam dann die Lieferung, der Fahrer entschuldigte sich, nicht aber REWE und den versprochenen Gutschein habe ich bis heute nicht erhalten. Heute (der 3. Versuch) hat am Nachmittag, wo die Lieferung auch noch günstiger war, alles wieder prima geklappt.

Die Ware war durchweg frisch, die Tiefkühlsachen  waren gefroren, Wurst, Fleisch und Joghurt gekühlt. Verpackt war alles in Papiertüten. Die Preise sind die gleichen, wie im Laden.

Da ich auch für die Lieferdienste von Edeka und Amazon Gutscheine habe, werde ich auch diese noch testen und berichten.

Insgesamt habe ich darauf wohl  – ohne es zu wissen – schon lange gewartet.

Liebste Grüße 

Ela