Monat: September 2017

Gesicht des Tages: Autorin Cornelia Lotter

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365 Tage hat eine neue Rubrik, gelegentlich werde ich Menschen, die ich besonders spannend finde, in Form eines Interviews vorstellen.

Das erste Gesicht ist die Autorin Cornelia Lotter, deren Roman „Absturz ins Leben“, ich kürzlich vorgestellt habe.  Noch mehr über sie und ihre Geschichten gibt es hier.

E: Es ist noch nicht lange her, da war ich Testleserin für dein Buch „Absturz ins Leben“ und mir hat es richtig gut gefallen, inzwischen hast du es veröffentlicht. Wie läuft es denn?

C: Ehrlich? Ich hatte mir mehr erhofft. Zum Beispiel läuft gerade eine Leserunde bei Lovelybooks. Das mache ich meistens, wenn ein neues Buch von mir erscheint, vor allem, um Rezensionen zu generieren. Nun ist es aber so, dass manche Lobeshymnen singen und trotzdem nicht die höchstmögliche Sternenzahl vergeben und anderen das Ende nicht ausgebaut genug ist bzw. zu schnell kommt. Das gibt dann auch Punktabzug. Natürlich kann man nicht immer 5 Sterne bekommen, das wäre völlig unrealistisch. Aber es schmerzt eben doch irgendwie. Und die Wertungen sind ein wichtiges Verkaufsargument.

E: Wie bist du eigentlich auf den Norden von Teneriffa gekommen, der bei deutschen Touristen ja nicht so sehr beliebt, weil ihnen der weiße Sandstrand fehlt? Warum hat dir die Gegend so gut gefallen?

C: Nachdem ich die Strände von verschiedenen Kanaren-Inseln schon kannte – die natürlich auch toll sind – wollte ich einfach mal was anderes sehen. Und meine Schwester, die zuvor schon in diesem Hotel war, hat so davon geschwärmt, dass ich es einfach ausprobieren wollte.

E:Gibt es das tolle Hotel aus dem Buch eigentlich wirklich und ist es tatsächlich so gut?

C: Damit ist die Frage schon beantwortet. Ja, das Hotel gibt es, und es ist noch toller, als ich es beschrieben habe (bei meinen 3 Aufenthalten dort ist es z.B. erst einmal vorgekommen, dass das Tauchbecken während der ganzen 2 Wochen leer war). Wer einmal wirklich einen sehr ruhigen, umsorgten Urlaub in schöner Umgebung genießen will, ist dort genau richtig. Das Hotel (es heißt Oceano) ist unter deutscher Leitung, das Personal spricht fast ausnahmslos unsere Sprache.

E: Du schreibst ja nicht nur unter dem Pseudonym „Natascha Schwarz“ sondern auch erfolgreiche Kriminalromane um die Detektivin Kirsten genannt Ki und den Kriminalkommissar Martin Bender unter deinem eigenen Namen und dafür hast du sogar schon den renommierten Leipziger Krimipreis gewonnen. Was kannst du uns über diese Reihe erzählen?

C: Als „renommiert“ würde ich den Preis nicht bezeichnen. Es gab ihn nur dieses eine Mal, und der kleine Leipziger Verlag, bei dem damals mein 1. Leipzig-Krimi rauskam, ist inzwischen insolvent. Aber ich liebe meine Figur Ki, weil sie so herrlich spröde und zerrissen ist, und deshalb habe ich die folgenden 5 Bände – den letzten erst vor wenigen Monaten – gern geschrieben und sie im Selfpublishing herausgebracht. Jeder Band ist für sich zu lesen und behandelt ein anderes Thema, aber wer die Entwicklung der beiden Charaktere verfolgen möchte, sollte tatsächlich mit dem 1. Teil, der jetzt „Blutangst“ heißt, beginnen.

E: Überhaupt schreibst du über viele unterschiedliche Themen, wie findest du die Themen?

C: Die Themen finden mich. Und zwar schneller, als ich über sie schreiben kann. Zwei Beispiele

Ein Beispiel ist mein Roman „Durch die Hölle“, wo es um therapie-induzierte Erinnerungen an (nicht stattgefundenen) sexuellen Missbrauch in der Kindheit geht. Da habe ich wieder über einen Betroffenen Zugang zu sieben weiteren Betroffenen bekommen, deren Geschichten in den Roman eingeflossen sind.

Und als zweites Beispiel will ich den ganz aktuellen Roman nennen, an dem ich gerade schreibe. Das Thema habe ich mir ausgesucht, nachdem ich vor einem Jahr die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein besichtigt habe, eine von sechs Euthanasie-Vernichtungsanstalten während der Nazizeit. Das, was ich dort gesehen habe, hat mich so bewegt und erschüttert, dass ich wusste: darüber musst du schreiben.

E: Inzwischen schreibst du hauptberuflich, wie hast du es geschafft von deinen Büchern leben zu können und das als Self-Publisher, d.h. ohne Verlag?

C: Leider ist das nur zur Hälfte wahr. Es ist richtig, dass ich mich 2015 entschlossen habe, im Zusammenhang mit meinem Umzug nach Leipzig keiner anderen Tätigkeit mehr nachzugehen, d.h. auf ein gesichertes Einkommen zu verzichten und nur noch zu schreiben. Nicht richtig ist, dass ich bereits von meinen Einkünften durch das Schreiben leben kann. Und außerdem beziehe ich auch noch Tantiemen von Verlagen, d.h. ich bin ein sogenannter Hybrid-Autor.

E: Hast du einen bestimmten Schreib Rhythmus, wieviel schreibst du, hast du dir ein Tagesziel gesetzt?

C: Ich bin ein Mensch, der sich keine Ziele setzt, was Schreibhäufigkeit oder Ausstoß anbelangt. Ich schreibe, wenn ich Lust dazu habe. Das können manchmal, wenn ich in einem „Flow“ bin, 10 Seiten sein, manchmal nur 5 und manchmal keine einzige. Ich glaube nicht, dass es für mich funktionieren würde, wenn ich mich mit dem Ziel: jetzt schreibe ich mal was, an mein Laptop setzen würde. Bevor ich loslege, muss ich wissen, was ich schreiben will. Wenn mir mal nichts einfällt, überarbeite oder recherchiere ich. Das gehört ja auch dazu. Aber auch das mache ich nicht jeden Tag. Das ist übrigens der Vorteil am Selfpublishing: Da kein Verlag mit einem Abgabedatum im Nacken sitzt, kann man das Ganze gemütlich angehen lassen.

E:Wie schaffst du es am Thema dranzubleiben, ein Buch zu Ende zu bringen? Wie motivierst du dich zum Weitermachen?

C: Das war noch nie ein Problem Das Problem ist eher, sich nicht zu verzetteln. Zum Beispiel, wenn schon das nächste Thema anklopft und man eigentlich viel mehr Lust hätte, jetzt damit anzufangen, weil es vielleicht beim aktuellen Projekt nicht so läuft. Aber das habe ich bis jetzt immer geschafft.

E:Gibt es ein besonderes Buch, das du unbedingt noch schreiben möchtest und wenn ja, warum?

C: Ich würde gern mal ein richtig literarisches Buch schreiben. Eins, was auch das Feuilleton mal bespricht. Das Thema wäre mir dann egal.

Würdest du zum Schluss bitte noch die vier Sätze vollenden?

Schreiben ist meine große Leidenschaft seit ich den Stift halten und Buchstaben malen kann.

Mein großes schriftstellerisches Vorbild ist xxx, weil …   Sorry, ich lese zwar viel, aber ein spezielles Vorbild habe ich nicht.

Neben dem Schreiben liebe ich es zu lesen, zu singen, zu wandern und mit netten Menschen zusammenzusitzen.

Wenn ich nicht Autorin geworden wäre, würde ich heute am liebsten auf einer Bühne stehen. Als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin oder Ähnliches. 

Vielen Dank Cornelia und allzeit eine gute Schreibe!

Liebste Grüße

Ela

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Meine kleinen Freuden (Mitmach-Blog 39.17)

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Irsprünglich habe ich den Beitrag im (auf dem?) Mitmach-Blog zum Thema der Woche: Kleine Freuden, in der KW 39/17 veröffentlicht.

Kleine Freuden gibt es doch unendlich viele, man muss sie nur sehen (wollen/können). Schon ein Lächeln des Gegenübers, ein Duft, ein Lied, ein Kuss, eine hübschbe Blume, ein Sonnenstrahl und … können einen Tag schöner machen und Freude bringen.

Aber daneben gibt es auch die schon ein kleines bisschen größeren kleinen Freuden, an die man sich schon bewusst erinnern kann. Mir fallen spontan zwei Gegebenheiten der letzten Tage dazu ein.

Vorgestern bekam ich völlig unverhofft äußerst charmanten Besuch, der mit einem Hilferuf von der besten Tochter aus der Küche begann: „Mama!!! Hier ist eine Katze“ Darauf Mama, ähhm ich: „Wie, wo ist eine Katze?“ Darauf die verzagte Antwort: „Na hier, in der Küche.“ Töchting hatte das Kochen übernommen. Etwas verblüfft und hoffend, dass das die Panik vor dem nahenden Staatsexamen sie nun nicht statt kleiner schwarzer Tiere, sie große Katzen halluzinieren lässt, ließ ich von meiner leichten Shoppingqueen-Sucht ab und eilte zu ihr. Als ich die drei uns trennenden Meter überwunden hatte, war weit und breit keine Katze zu sehen.“Wo denn?“, frage ich mein um die Nase leicht blasses 25-jähriges Kind, „Jetzt ist sie bei dir“, war die Antwort.  Nach weiteren drei Metern und einmal um die Ecke, erblicke ich das gefährliche Monster in Form einer sehr hübschen getigerten Katze mit blauem Halsband und leuchtend blauen Augen. Sie mauzte etwas kläglich und da ich Katzen gerne mag, falle ich sofort in die Tier-/Baby-Sprache und erkläre ihr, sie müsse gar keine Angst haben und ich wüsste schon, sie wolle raus. Schon etwas selbstbewusster mauzt sie zurück und streicht schon mal ganz vorsichtig um meine Beine. Vorsichtig öffne ich meine Terrassentür und erkläre ihr, nun könne sie wieder zu ihrem Frauchen (oder Herrchen). Ehe sie den Fluchtweg nutzt, muss Katze aber dringend noch erkunden, was sich hinter meiner Gardine verbirgt. Mit Samtpfötchen streicht sie sie zurück und umwandert einmal Häuptlingskopf und Heilige, ehe sie dann den Weg nach draußen findet. Noch einmal mauzt sie „Tschüss und danke“ (bilde ich mir ein), dreht sich nochmal um und wenn sie könnte, würde sie bestimmt winken. Insgeheim hoffe ich, sie kommt bald wieder zu Besuch.

Und auch gestern hatte ich eine kleine Freude. nein, ganz bestimmt nicht das Wahlergebnis, das ein ganz großer Ärger ist!

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Aber ich durfte gestern das erste Mal vom Wohnzimmerfenster aus dem Berlin Marathon zusehen, das war ziemlich interessant. Sogar den Sieger habe ich gesehen, aber viel spannender waren die Massen am Ende, wo einige nur noch hinkten, fast vorwärts krochen, eine junge Frau direkt unter uns zusammenbrach und viele bestimmt nicht mehr ins Ziel kamen, meine Mutter war hin und weg, dass es Teilnehmer gab, die wohl fast in ihrem Alter waren.

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 so sehen Sieger aus

 

 

abc Etüden, Woche 39.17: Alles auf Anfang

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Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet von Christiane. Gestalterisch wird sie unterstützt von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und die abc Etüden ins Leben gerufen hat. Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story. Die Wortspenden kommen in dieser Woche von Wortsonate, es sind die Begriffe:

  • ergebnisoffen
  • postfaktisch
  • Quadratscheißer

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Alles auf Anfang

Elke streifte die viel zu unbequemen Pumps von den Füßen und ließ sich voller Frustration auf ihr Bett plumpsen und fragte sich, warum sie es so lange ausgehalten hatte auf der Wahl(trauer)feier, manche der Typen waren so ätzend, alles schoben sie auf die postfaktisch denkenden Wähler.

„ich weiß es besser“, dachte Elke, „schuld sind die Quadratscheißer von der Alternative für Doofe“, mit ihrem blöden Gerede bringen sie die Menschen völlig durcheinander, schaffen Gefahrszenarien, wo gar keine sind.

Sie persönlich kannte niemanden, der schon mal von Flüchtlingen angegriffen oder auch nur angemacht wurde, aber sie selbst war schon vom rechten Gesocks bedroht worden und hatte unser land nicht schon erlebt, wohin das alles führt.

Aber auch ihre Partei hatte Fehler gemacht und auf niemanden gehört, selbst als sich lange abzeichnete, dass sie keine Chance haben würden, die Regierung zu übernehmen wollten sie noch die Kanzlerschaft und bezeichneten die Wahl bis zur letzten Minute als ergebnisoffen.

Elke war nicht nur traurig, sie war auch sauwütend und würde wohl lange brauchen, um es wirklich begreifen zu können, aber natürlich würde sie alle Kraft zusammen nehmen und weiter kämpfen für alles, an was sie glaubte.

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn man fällt, steht man auf, richtet die Krone und macht einfach weiter, denn vier Jahre sind ja gar nicht so lang.

Ein Jahr ein Ort (September)

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Heute hätte ich den Termin wirklich fast verpasst, schon wieder der letzte Sonntag im September, wo bleibt denn nur die Zeit?

Langsam wird es richtig herbstlich, nach und nach verblühen die Sommerblumen und herbstliche Gewächse ziehen ein. Zum Glück war das Wetter bis auf dieses Wochenende wirklich schön und so wurde die Terrasse noch eifrig genutzt, vor allem zum Pauken von Töchting.

Zeilenende hat das spannende Projekt „12 Monate“ gestartet, wir betrachten ein Jahr lang einen von uns gewählten Ort und jeweils am letzten Sonntag des Monats zeigen wir ihn und wie er sich verändert hat.
Ich habe mir meine Terrasse ausgeguckt, sie und ich, wir sind noch im Honneymoon und werden unser erstes gemeinsames Jahr erleben. So ganz glaube ich immer noch nicht, dass ich sie (mit der dazugehörigen Wohnung) mitten in Berlin gefunden habe. Das Februar Foto habe ich leider verpasst, aber wenn ihr euch nix Buntes und leichte Tristesse vorstellt, passt es.

Liebste Grüße

Ela

Wenn die Herbstblätter rascheln

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Ursprünglich habe ich diesen Beitrag im Mitmach-Blog zum  Thema Herbstblätter in der KW 39/17 beröffentlicht.

Ich liebe den Herbst, endlich muss ich keine Hitzeperioden mehr fürchten und ich kann wieder gut schlafen. Das Licht und die Farben sind warm und erzählen irgendwie schon leise von Abschied.  Dss Rascheln der gefallenen Blätter und der kühle Wind, der einen Hauch des Meeres mit sich trägr und mich einlädt zu langen Spaziergängen, geben mir ein Gefühl von  Heimat. Ich freue mich aber auch ganz prosaisch, weil ich wieder andere Klamotten tragen kann und sie mit dem einen oder anderen Herbsttauglichen Teil ergänzen kann. 

In dieser Zeit wohnt so eine kleine unterschwellige Wehmut, die um die eigene Endlichkeit und die von jedem von uns weiß und so auch die Kostbarkeit des Moments kennt. Gerade der September in dem noch die Fröhlichkeit des Sommers, aber auch schon die Melancholie des Herbstes wohnt, weckt viele Erinnerungen, was auch damit zusammenhängen mag, dass Menschen, die mir wichtig waren und schon gegangen sind, in diesen Tagen Geburtstag hätten. So tragen die bunten Herbstblätter ihre Gesichter, schicken mir Grüße und die Freude, dass es sie, diese besonderem Menschen, in meinem Leben gegeben hat.

Viel besser als  ich kann es Theodor Fontane ausdrücken:

Herbst 
(Theodor Fontane)
 

O du wunderschöner Herbst,
Wie du die Blätter golden färbst,
Deiner reinen Luft so klar und still,
Noch einmal ich mich freuen will.

Ich geh den Wald, den Weiher entlang;
Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang,
Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf 
Erinnerungen ziehen herauf.

Erinnerungen sehen mich an,
Haben es wohl auch sonst getan.
Nur eins hält nicht mehr damit Schritt.
Lachende Zukunft geht nicht mehr mit.

Vergangenheit hält mich in ihrem Bann,
Vergangenheit hat mir’s angetan;
Den Blick in den Herbst, den hab ich frei,
Den Blick in den Herbst. Aber der Mai?

Liebste Grüße

Ela

abc Etüden 38.17: Um die Ecke gedacht

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Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet von ChristianeGestalterisch wird sie unterstützt von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und die abc Etüden ins Leben gerufen hat. Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story. Die Wortspenden kommen in dieser Woche von Herbert  und es sind die Begriffe:

  • Achtsamkeit
  • verwurschteln
  • rosa-grün.

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Um die Ecke gedacht

Sina war schon immer leicht verpeilt und lebte in einer eigenen Welt – sagten jedenfalls die anderen -. Morgens kam sie zwei Stunden zu spät zur Schule, weil sie erst noch schnell alle Nacktschnecken vom Gehweg retten musste oder ähnliches. Mit zehn spielte Sina noch immer vorzugsweise mit ihren erfundenen Freunden und mache Lehrer hätten sie in den ersten Klassen gerne in eine Förderschule abgeschoben, weil der Unterricht sie so gar nicht zu interessieren schien. Trotzdem ihre Eltern immer besorgter und damit achtsamer wurden, verpasste Sina den Bus, weil auf einer Blüte dieser zauberhafte Schmetterling mit dem rosa-grünen Muster saß. Manchmal zog sie auch verschieden farbige Söckchen an und ihre Haare waren einfach immer – sogar direkt nach dem Kämen – irgendwie verwurschtelt.

Zum großen Erstaunen aller lieferte Sina aber ein 1a-Abitur ab und ihr schweres Studium schien sie im Vorbeigehen zu absolvieren. Die Doktorarbeit war das kleinste Problem und gerade wurde sie für einen der renommiertesten Wissenschaftspreise vorgeschlagen und als Gastdozentin an die Harvard Universität eingeladen. Begründet wird beides damit, dass Sina um die Ecke denkt und bei ihren Forschungen nie von vermeintlichen Gegebenheiten ausgeht.

Liebste Grüße

Ela

Die Farben der Seele

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Ich habe mal gelesen, dass beim Malen die verwendeten Farben ganz viel über den Seelenzustand des Künstlers erzählen.

Ich will mir ja nicht anmaßen, mich als Künstlerin zu bezeichnen, aber Malen und Gestalten gefällt mir trotzdem sehr. Nun ja, wenn das auch auf mich zutrifft, habe ich wohl eine ziemlich laute, sehr bunte und äußerst kitschige Seele. Was ja eigentlich schön, aber auch leicht peinlich ist. Meine Mädels jedenfalls, lieben mein neuestes Werk. Vielleicht sollte ich mich damit abfinden zur Fraktion derer, die trotzdem einen Apfelbaum pflanzen, zu gehören.

Der Ehrenplatz, den es schmücken wird, ist übrigens unsere Gästetoilette 😉

Hier der Fotobeweis:

Liebste Grüße

Ela