Monat: September 2017

abc Etüden, Woche 39.17: Alles auf Anfang

Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet von Christiane. Gestalterisch wird sie unterstützt von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und die abc Etüden ins Leben gerufen hat. Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story. Die Wortspenden kommen in dieser Woche von Wortsonate, es sind die Begriffe:

  • ergebnisoffen
  • postfaktisch
  • Quadratscheißer

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Alles auf Anfang

Elke streifte die viel zu unbequemen Pumps von den Füßen und ließ sich voller Frustration auf ihr Bett plumpsen und fragte sich, warum sie es so lange ausgehalten hatte auf der Wahl(trauer)feier, manche der Typen waren so ätzend, alles schoben sie auf die postfaktisch denkenden Wähler.

„ich weiß es besser“, dachte Elke, „schuld sind die Quadratscheißer von der Alternative für Doofe“, mit ihrem blöden Gerede bringen sie die Menschen völlig durcheinander, schaffen Gefahrszenarien, wo gar keine sind.

Sie persönlich kannte niemanden, der schon mal von Flüchtlingen angegriffen oder auch nur angemacht wurde, aber sie selbst war schon vom rechten Gesocks bedroht worden und hatte unser land nicht schon erlebt, wohin das alles führt.

Aber auch ihre Partei hatte Fehler gemacht und auf niemanden gehört, selbst als sich lange abzeichnete, dass sie keine Chance haben würden, die Regierung zu übernehmen wollten sie noch die Kanzlerschaft und bezeichneten die Wahl bis zur letzten Minute als ergebnisoffen.

Elke war nicht nur traurig, sie war auch sauwütend und würde wohl lange brauchen, um es wirklich begreifen zu können, aber natürlich würde sie alle Kraft zusammen nehmen und weiter kämpfen für alles, an was sie glaubte.

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn man fällt, steht man auf, richtet die Krone und macht einfach weiter, denn vier Jahre sind ja gar nicht so lang.

abc Etüden 38.17: Um die Ecke gedacht

Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet von ChristianeGestalterisch wird sie unterstützt von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und die abc Etüden ins Leben gerufen hat. Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story. Die Wortspenden kommen in dieser Woche von Herbert  und es sind die Begriffe:

  • Achtsamkeit
  • verwurschteln
  • rosa-grün.

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Um die Ecke gedacht

Sina war schon immer leicht verpeilt und lebte in einer eigenen Welt – sagten jedenfalls die anderen -. Morgens kam sie zwei Stunden zu spät zur Schule, weil sie erst noch schnell alle Nacktschnecken vom Gehweg retten musste oder ähnliches. Mit zehn spielte Sina noch immer vorzugsweise mit ihren erfundenen Freunden und mache Lehrer hätten sie in den ersten Klassen gerne in eine Förderschule abgeschoben, weil der Unterricht sie so gar nicht zu interessieren schien. Trotzdem ihre Eltern immer besorgter und damit achtsamer wurden, verpasste Sina den Bus, weil auf einer Blüte dieser zauberhafte Schmetterling mit dem rosa-grünen Muster saß. Manchmal zog sie auch verschieden farbige Söckchen an und ihre Haare waren einfach immer – sogar direkt nach dem Kämen – irgendwie verwurschtelt.

Zum großen Erstaunen aller lieferte Sina aber ein 1a-Abitur ab und ihr schweres Studium schien sie im Vorbeigehen zu absolvieren. Die Doktorarbeit war das kleinste Problem und gerade wurde sie für einen der renommiertesten Wissenschaftspreise vorgeschlagen und als Gastdozentin an die Harvard Universität eingeladen. Begründet wird beides damit, dass Sina um die Ecke denkt und bei ihren Forschungen nie von vermeintlichen Gegebenheiten ausgeht.

Liebste Grüße

Ela

Die Farben der Seele

Ich habe mal gelesen, dass beim Malen die verwendeten Farben ganz viel über den Seelenzustand des Künstlers erzählen.

Ich will mir ja nicht anmaßen, mich als Künstlerin zu bezeichnen, aber Malen und Gestalten gefällt mir trotzdem sehr. Nun ja, wenn das auch auf mich zutrifft, habe ich wohl eine ziemlich laute, sehr bunte und äußerst kitschige Seele. Was ja eigentlich schön, aber auch leicht peinlich ist. Meine Mädels jedenfalls, lieben mein neuestes Werk. Vielleicht sollte ich mich damit abfinden zur Fraktion derer, die trotzdem einen Apfelbaum pflanzen, zu gehören.

Der Ehrenplatz, den es schmücken wird, ist übrigens unsere Gästetoilette 😉

Hier der Fotobeweis:

Liebste Grüße

Ela