Rosen sind rot (Mitmach-Blog)

Ursprünglich habe ich diesen Beitrag auf dem Mitmach-Blog veröffentlicht zumThema der Woche: Rosen sind rot in der 36 KW 2017.

Rosen sind rot

… was schon mal totaler Quatsch ist, lange nicht alle Rosen sind rot, glücklicherweise. Diese langstieligen roten Teile, kann ich gar nicht leiden, ich finde sie einfach total kitschig und schwülstig. Einen Mann der damit vor mir stände, würde ich schon mal mit Misstrauen beäugen.

Allerdings sind auch meine Kletterrosen rot und die liebe ich sehr, aber zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, ich habe die Farbe nicht ausgesucht, sie schon da waren, als wir eingezogen sind. Meine Töchterlein findet gelbe Rosen toll, ich mag am liebsten die alten gefüllten Rosensorten in rosa Tönen, die so intensiv duften.

Aber im Grunde mag ich fast alle Blumen sehr, Ausnahmen sind nur diese Bakara-Rosen, Lilien und Orchideen mag ich auch nicht wirklich.

Wird jetzt von mir erwartet eine kurzweilige Geschichte über meine Rosenkavaliere zu schreiben? Das könnt ihr vergessen, Ehrlich gesagt, habe ich die Gelegenheiten nicht so besonders empfunden, dass sie haften blieben. Aber ja, ich habe schon Rosen, auch rote geschenkt bekommen. Aber mehr fällt mir nun echt nicht dazu ein …

 Liebste Grüße 

Ela 

Sei Souverän, Sein oder Schein?

Die meisten Leute halten mich für selbstbewusst, meistens gut gelaunt und souverän in dem was ich tue. Das bin ich sicher auch …. jedenfalls zum Teil. Was sie nicht kennen ist das kleine Teufelchen, das häufig auf meiner Schulter sitzt, seinen Mund genau auf Ohrhöhe hat und mir oft echt fiese Dinge einflüstert.

Du blamierst dich doch eh

Ich glaube, jeder kennt so Situationen, in dem es ihm/ihr besonders wichtig ist, in einem guten Licht zu erscheinen, entweder weil Leute anwesend sind, die einem wichtig sind, es wirklich um was geht oder ER (SIE) dabei ist? Schon vorher könnte ich darauf wetten, dass mir dann bestimmt etwas peinliches passiert, entweder ich komme ins Stolpern, ich kippe ein Glas um, habe einen Fleck auf der Nase oder verhasple mich.  Anschließend schweige ich dann ausführlich, weil es mir so peinlich ist oder alternativ rede ich nur noch Stuss. Und da war es wieder das Teufelchen, dass da hockte und flüsterte: Du blamierst dich ja doch und dann schadenfroh kicherte, während ich noch darauf wartete, dass sich der Boden endlich öffnet.

Nichts als Blödsinn

Anderer Fall, ich sitze bei einer Besprechung oder einem wichtigen Essen, die Rede kommt auf ein Thema bei dem ich mich wirklich gut auskenne, wie z.B. Geschichte (einiges davon) oder Eiskunstlaufen. Ich fange an zu reden und prompt sind der verflixte Name oder die Jahreszahl einfach futsch, vor mir tut sich ein schwarzes Loch auf, aber garantiert fällt es mir wieder ein, wenn es zu spät ist.  Manchmal möchte ich auch einfach eine witzige Anekdote/ein lustiges Erlebnis zur Unterhaltung beitragen, was passiert, ich mache mir ruckzuck die Pointe kaputt.

 Date als Worstcase

Der schlimmste aller Fälle ist ein Date und womöglich noch mit einem Mann, der mir wirklich gefällt. Entweder mir fällt gar nichts zum Reden ein oder aber ich sitze da und quassle wie ein Wasserfall ohne Punkt und Komma, nur nichts gescheites. Zur Ergänzung laufe ich rot an oder stolpere mal wieder mit den hohen Absätzen. Das ulkige ist, merke ich im Laufe des Abends, der Typ ist doch nichts für mich, werde ich schlagartig total souverän, witzig und charmant.

Wenn es nicht darauf ankommt …

Es ist nun aber keineswegs immer so, nein in vielen Situationen, immer wenn es nicht darauf ankommt, ich die Leute gut kenne und am besten mag, schaffe ich es sowohl witzig als auch sicher zu sein. Genau das ist ja auch der Grund, warum alle glauben, ich wäre es … Am Telefon das gleiche Spiel, solange ich dienstlich, geschäftlich oder für einen anderen telefoniere ist alles gut, aber ich hasse Privatgespräche, weil mir nie was einfällt und ich eh nicht telefonieren mag (siehe auch den dazu gehörigen Beitrag).

Anders ist es nur wenn ich schreibe, da fällt mir (fast) immer was ein und ich bin auch nicht schüchtern. Was tue ich? Mich den Situationen stellen und zu mir stehen. Ein bisschen hilft es, glaube ich.

Liebste Grüße

Ela

abc Etüden 36.2017

Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet werden sie von der lieben Christiane.

Gestalterisch unterstützt wird sie von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und der die abc Etüden ins Leben gerufen hat.

Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story.

Auch die Wortspenden kommen in dieser Woche von Christiane, es sind die Begriffe:

2017_36-17_zwei

Zu gut um wahr zu sein

Ich konnte Eva noch nie ausstehen. Die mit ihrem Madonengesicht und Augen, die schauen, als wäre ihr ein Heiligenschein angewachsen, ist viel zu süßlich für mich und um echt zu sein. Ich kann es nicht ändern, aber die Frau sendet einfach nicht auf meiner Frequenz und ich wette, in Wirklichkeit hat sie es faustdick hinter den Ohren. Neulich guckt mich die heilige Eva doch mit sanftem Augenaufschlag an und sagt: Liebes, es ist doch nicht schlimm, wenn man ein paar Kilos mehr hat, nicht jedem ist Selbstbeherrschung gegeben. Und das alles sagt sie vor Tom, meinem Schwarm. Ich kann  sie, echt nicht leiden dieses heilige Miststück und war ich sooooo sauer, und dick bin ich auch nicht.

Aber gestern kam meine Stunde, Eva war beim Friseur und tja, da ist wohl was schief gelaufen, ihre Haare leuchten geradezu grün! Sie heulte rum, Fehler, doofer Friseur und so. Erleichtert und voller Schadenfreude sagte ich, als alle um uns standen: Liebes, es ist doch nicht schlimm, der arme Friseur kann doch nichts dafür und es wächst ja wieder raus.

Liebste Grüße

Ela 


Was macht eigentlich ein Testleser?

Natürlich weiß ich, was ein Lektor macht und weiß auch, dass Bücher redigiert werden, aber den Begriff Testleserin kenne ich erst, seit mir diese Aufgabe anvertraut wurde.

Eine meiner Facebook-Freundinnen ist Autorin. Sie erzählt immer viel von ihrer Arbeit, so auch, dass nun ihr neuer Teneriffa-Roman bald fertig sei. Ich war ) begeistert, meine Lieblingsinsel (na ja, eine davon). Für mich ist die Insel, besser gesagt, ihr Norden, mein Traum-, Zauberland. Natürlich – ihr kennt mich – konnte ich mir einen euphorischen Kommentar nicht ersparen.

Prompt lag in meinem Postfach die Frage: „Willst du Testleserin für das Buch sein?“ Vorsichtig frage ich erstmal nach, was denn so eine Testleserin macht?

Die Anwort war, ich müsse das E-Book unter den Aspekten: Story, Schlüssigkeit, was ist zuviel, was zu wenig lesen und ein paar Fragen zum Inhalt beantworten, lesen. Ach ja, das alles bitte schnell.

Da ich ja eh gerne überall meinen Senf zu gebe, hatte ich Lust und stimmte zu. Angst hatte ich nur davor, dass es mir vielleicht nicht gefallen könnte.

Ich bekam das Buch dann im Word-Format zugesandt und konnte die Überarbeitungsfunktion nutzen, was ich auch eifrig tat. Mir hat es Spaß gemacht und gewissenhaft schrieb ich meine Kritik/Anmerkungen/Vorschläge an den Rand und beantwortete zum Schluss die Fragen. Am schwierigsten war es für mich, langsam und genau zu lesen, dass tue ich nämlich fast nie. Am Ende nach Rücksendung schien Natascha alias Cornelia zufrieden und ich war erleichtert.

Da ich nicht die einzige Testleserin war, habe ich keine Ahnung, was die anderrn dachten, daher bin ich nun dabei, es noch einmal unter dem Aspekt: Was wurde umgesetzt?, zu lesen

Das Buch

Absturz ins Leben von Natascha Schwarz

In den nächsten Tagen werde ich berichten, wie mir der Urlaubsroman gefallen hat und warum ich ihn  gerne gelesen habe. Für die, diees bis dahin nicht abwarten können,  gibt es Absturz ins Leben derzeit für einen Sonderpreis von nur 99 Cent.

Liebste Grüße

Ela

Unter dem Regenbogen (Foto der Woche)

Love and Piece for the World. Als ich ganz klein war, sagte mir mein Opa, als wir zusammen einen Regenbogen sahen, dass solange es Regenbogen gibt, Gott die Welt nicht vergessen hat. 

Darum heute für meine Leser dieses großartige Symbol der Hoffnung 😍

Aufgenommen: 03.09.2017, Copyright by 365Tage, 2017

Wahlkampf und alle haben sich lieb

Ursprünglich erschienen auf dem Mitmach-Blog zum Thema der 35. KW 2017: Halbherzig

Wenn ich derzeit das Wort halbherzig höre, fällt mir spontan der unser Wahlkampf oder sollte ich sagen: unser Wahlkuscheln statt. Kein Wunder, dass, befürchtet wird, mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten gehen nicht zur Wahl.

Um ehrlich zu sein, gehe auch ich in erster Linie um die AfD zu verhindern , d.h. dazu beizutragen. Ansonsten ist doch eh alles ein Brei.

Meine Mutter hingegen ist ein wahrer Politik-Freak und schaut – das war schon immer so – jede verfügbare Sendung dazu. Daher habe ich auch viel mitbekommen und imner mehr ensteht das Gefühl, die etablierten Parteien haben sich alle verdammt lieb und stehen für einander ein. Gemeinsames Ziel, der FDP wieder ins Boot zu helfen und ebenfalls die AfD zu verhindern, wobei selbst das nicht besonders deutlich wird.

Warum erzählt denn beispielsweise keine der Parteien laut, dass die, alles was sozial ist, in unserem Land immer weiter runterschrauben wollen? Herr Gauland will Menschen entsorgen, was verdammt nach den Euthanasie-Gesetzen im Nazi-Regime klingt.

Ich denke momentan oft zurück an einen Willi Brand, an einen Norbert Blüm Heide Wiezorek-Zeul, an Genschman, sogar an Helmut Kohl, dessen Fan ich nie war. Da waren noch Leidenschaft  und Abgrenzungen zu erkennen. Die SPD war die Partei der kleinen Leute, der Arbeiter, trat für deren Rechte und deren Wohlergehen ein. Die CDU war bürgerlich, im Grunde der  Mittelschicht verbunden. Unternehmer und Reiche fühlten sich gut von der FDP vertreten. Die Rebellen der Gesellschft waren bei den Grünen zuhause. Klare Fronten also, dementsprechend waren die Wettkämpfe. Ich habe mich wirklich auf meine erste Wahl gefreut und war stolz, nun mitgestalten zu dürfen. Heute hingegen sagen gerade die jungen Leute: Ist doch eh egal, die machen doch alle den gleichen Scheiß und was sie wollen und verweigern sich. Vermutlich fühlensie sich auch – zu Recht – nicht gut vertreten, manchmal habe ich das Gefühl, der Politik fehlt nicht nur jeder Bezug  zur Jugend sondern überhaupt der zum Alltag der Bürger.

Die Digitalisierung scheint an ihnen vorbei gegangen zu sein, man spricht (die SPD) vorsichtig über eine Annäherung der deutschen Bildungspolitik, dabei müsste sie schon lange europäisch sein. Die Jugend jedenfalls hat sich schon lange globalisiert, schaut englische und amerikanische Serien im O-Ton, verbringt eine Zeit im Ausland und hat – dank der sozialen Medien – Freunde überall auf der Welt.

Familienmodelle haben sich verändert, angefangen mit der Reihenfolge, die heute eher lautet: Kennenlernen, Sex, Beziehung, Kinder, Haus ubd dann irgendwann vielleicht Heirat. Dann die Tendenz auf der einen Seite zur Patchworkfamilie auf der anderen Seite, sein Kind allein groß zu ziehen.

Auch die Alten, die schon heute die Mehrheit der Wahlberechtigten darstellen, werden man gerade halbherzig wahrgenommen. Ich schäne mich regelrecht, wenn ich höre, da hat sich ein Mensch 45 Jahre die Beine un den Bauch gestanden, auf fremden Klöpfen gewühlt, gepflegt  oder … und steht nun mit 600 bis 900 Euro Rente da, muss zur Tafel und zum Amt. Eine Schande für dieses reiche Land, in denen die Unternehmensgewinne ins unermessliche gehen. Manchmal möchte ich schreien: Wehrt euch, steht auf, wählt ….Ja wen denn? Dazu muss wohl erst eine neue Trude Unruh her, die vehement für die Alten eintritt.

Wie gut, dass es in Berlin auch noch um die Offenhaltung von Tegel geht, wobei die Politik ja schon gesagt  hat, ihr sei es wurscht, wie wir abstimnen. Aber liebe  Leute, wir sind das Volk und euer Souverän!

Liebste Grüße
Ela

Schreibfaul

Ich weiß, ehrlich gesagt, selbst nicht, was mit mir los ist. Ich kenne mich so gar nicht, mir fällt einfach nichts ein. Dabei habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen. Nur hilft  das auch nicht wirklich weiter.

Nun könnte ich mich natürlich rausreden und behaupten, der Job, der Haushalt und die Pflege lassen mir keine Zeit. Aber das wäre glatt gelogen, da ich bis heute ja nur zwei Stunden am Tag gearbeitet habe und zum Glück die beste Tochter der Welr habe.

Ich glaube, mir geht im Moment einfach zu viel durch den Kopf. Ab Mitte Oktober arbeite ich wieder meine vier Tage in der Woche voll, d.h. 9.15 Stunden pro Tag und da bin ich mir einfach unsicher, ob ich das schaffe. Meine Mutter braucht immer mehr Unterstützung im Alltag, die Pflegestufe dauert und dauert.  Ich weiß nicht, wie ich das und „das bisschen Haushalt“ hinkriege, ob mein Rücken mitspielt. Ganz dicher bin ich mir, meine Tochter muss ausschwirren, ihr Leben leben. Was bedeutet das alles für mein Leben? Ist es schlimm ein bisschen Angst zu haben?

Mein Ansinnen auf mobiles Arbeiten an zwei  von fünf Tagen pro Woche (das machen ganz viele bei uns) hat mein Chef einfach vom Tisch gefegt mit „Sie kriegen das schon hin und Sie müsden immer ansprechbar sein“.  Er ist der Ansicht, dass ich, wenn meine Tochter fertig mit dem Studium ist, ja einfach meine Arbeitszeit weiter verkürzen kann (dann kann er hemandem einstellen). Was interessiert ihn auch meine Rente bzw. Pension?

Manchmal regt es mich total auf, wenn alle erzählen, wie  toll es ist zu altern. Gäbe es eine gescheite Alternative, könnte ich gut darauf verzichten, ich habe das Alter Tag für Tag vor Augen und weiß, es gibt lustigeres.

Wer dieses leicht wilde Geschreibsel liest, ahnt schon welches Chaos in meinem Kopf herrscht, aber ich hoffe, es demnächst sortiert zu haben und dann wieder in alter Frische und mehr schreiben zu können.

Liebste Grüße 

Ela