Monat: Januar 2018

„Die Anfängerin“ ein Film, der bewegt

Gestern war ich zu einer Filmpremiere eingeladen, man war ich aufgeregt, wie es dazu kam, erfährst du in meinem nächsten Beitrag.

Der Film

Annebärbel (eindringlich gespielt von Ulrike Krumbiegel) ist 58, Ärztin und wird noch immer von ihrer sehr herschsüchtigen Mutter (großartig gespielt von der Grand Dame des ostdeutschen Films Ann Kathrin Bürger) bestimmt. Annebärbels große Kindheitstraum, der von der strengen Mutter vereitelt wurde. Als sie kurz vor Weihnachten auch noch von ihrem Mann verlassen wird, sie immer mehr spürt, dass niemand ihre schroffe und unverbindliche Art mag und nur ihr kleiner Hund ihr fie Treue hält, steht Annebärbel vor der Eishalle, trifft die junge Eisläuferin Joelina (gespielt von der Eisläuferin Maria Rxxx, deren großes Talent aber wohl in der Schauspielerei liegt). Langsam taucht sie wieder in die bunte Welt des Eiskunstlaufens ein. Dort trifft die auch aufdie einzige Berliner Weltmeisterin im Eiskunstlaufen Christine Errath-Stübber, die sich selbst mit viel Freude und Wärme spielt. Wer wissen möchte, wie es weitergeht, sollte ab 18. Januar unbedingt ins Kino gehen?

Das Team

Als Regiseurin und Drehbuchautorin nahm sich Alexandra fünf Jahre Zeit für die Recherche, besonders in der Welt des Eiskunstlaufens, wenn auch stellenweise die üblichen Klischees bedient werden. Eins muss ich jetzt loswerden: Synchron ist nicht „pippileicht“ und die Aussage „Synchron ist für die, die beim Einzel rausfliegen“ trifft schon lange nicht mehr zu, inzwischen sind viele Einzelläufer gar nicht mehr geeignet und fähig zum Synchroneiskunstlaufen zu wechseln. Auch die bösen Eislaufeltern sind glücklicherweise eher dünn gesät.

Die Hauptrolle spielt Ulrike Krumbiegel. Sie ist mehr als überzeugend in der Rolle der in sich gefangenen, ja gepanzerten, tief unglücklichen Annebärbel, die sich in kleinen Schritten wieder der Welt öffnet.

Auch Ann Katrin Bürger liefert die Rolle herausragend ab, ist die perfekte dominante, ja böse Mama die einen aber trotzdem immer wieder schmunzeln lässt.

Besonders aufgefallen ist mir auch Maria Rogozina in der Rolle der Joelina, die in diesem Film das erste Mal vor der Kamera stand und viel Talent zeigt.

Christine Errath-Stüber spielt sich selbst und das äußerst authentisch mit der ihr eigenen Wärme und Herzlichkeit.

Auch der Name Reinhard Ketterer ist in der Filmszene (noch) unbekannt, gibt aber glaubhaft den Leiter der Hobbygruppe mit äußerst charmantem bayrischen Akzent.

Nicht so gut gefallen hat mir …

sehr wenig, nur die mangelnde Anerkennung des Synchroneiskunstlaufens und die ständig präsente Fluppe in Hand oder Mund der Hauptdarstellerin hat mich gestört.

Besonders gefallen hat mir …

der ganze Film mit seinem feinen und hintergründigen Humor, die Story hat mich sehr berührt und ich habe mitgefiebert, ob Annebärbel es schafft den eisernen Panzer abzulegen. Natürluch finde ich es toll, dass der Film in „meiner Welt“ des Eiskunstlaufens und deren Darstellund doch recht nah an der Wirklichkeit ist

Mein Fazit

Der Film ist viel zu kurz, ich hatte beim Abspann das Gefühl, es wäre kaum Zeit vergangen. Der Film ist warmherzig, vrührebd, aber auch lustig. Ich werde ihn bestimmt nochmal ansehen, Alexandra Sell hat einen tollen Job gemacht.

Info: „Die Anfängerin“ startet am 18. Januar 2018 im Kino

Liebste Grüße

Ela

Braucht man ein Luxusleben?

Behaupten, dass ich ein tolles Kleid, ein edles Parfüm, DIE Schuhe, ein elegantes Hotel, die Handtasche von …, Taxifahrten und … nicht zu schätzen wüsste, werde ich hier sicher nicht. Natürlich ist es ein Genuss, in einem chicen Restaurant essen zu gehen oder ein Kleid von … spazieren zu tragen. Aber macht mich das wirklich langfristig glücklicher als ein Kleid von H&M oder ein Essen im Steakhaus? Ist es nicht viel wichtiger, dass ich mich in dem Kleid schön fühle und ich in angenehmer Gesellschaft, etwas leckeres esse?

Aber was ist eigentlich Luxus oder wahrer Luxus? Früher habe ich mal geglaubt, aus dem oben beschriebenen würde ein echtes Luxusleben bestehen. Aber wie es aussieht, bin ich doch nicht nur älter, sondern auch ein klein wenig weiser geworden. Heute bedeutet Luxus für mich Zeit mit meiner Familie, mit Freunden oder auch mit mir zu verbringen. Zum Beispiel is es purer Luxus, wenn ich mit meiner Tochter bei einem langen Strandspaziergang Gott und die Welt beleuchte und bequatsche oder so wie neulich, als ich mit meiner Mutter im Bus vergessen habeü auszusteigen, weil wir in Erinnerungen an einen wundervollen, lang vergangenen Urlaub geschwelgt hatten. Oder ich mit meiner ältesten Freundin unsere Leben gründlich aufbereite. Aber auch ein vergammelter Sonntag vor dem Fernseher ist Luxus oder mal einen Tag ganz im eigenen Rhytmus zu gestalten zu dürfen .

Nachdem ich im vergangen Jahr doch recht heftige gesundheitliche Probleme hatte, weiß ich Gesundheit ist Luxus pur, geliebt zu werden ebenfalls, auch echte Freunde zu haben und Glück spüren zu dürfen gehören für mich dazu. Und ich habe auch den Luxus schätzen gelernt, einen Job machen zu dürfen, den ich mag, war es doch ein paar Jahre ganz anders.

Für mich ganz persönlich besteht Luxus aber auch darin, beispielsweise hier schreiben, mich hier ausdrücken zu dürfen. „Ich reise, also bin ich“, so heißt es nicht wirklich, ich weiß, aber für mich stimmt es so. Unterwegs zu sein, ist der pure Luxus und mein Glückselexier, der Weg ist mein Ziel. Hier schließt sich dann der Kreis, denn „ohne Moos nicht los“, sprich keine Reisen und Luxus ist es doch auch, zumindest soviel zu haben, dass man sich damit ein wenig verwirklichen kann.

Das Resümee Geld ist nicht wichtig, aber notwendig.

Liebste Grüße

Ela

Steinernde Engel in den Raunächten (abcEtüde 1-18)

Das Geschlmperl ist vorbei und darum gibt es nun eine neue abcEtüde von mir, mehr zu den Etüden findet ihr untern.

Steinernde Engel in den Raunächten

Ein wenig dumpf, ja unheimlich, bedrohlich drang das Neujahrsläuten der nahen Kirche in die Ohren, Sophie überfielen die Schatten der steinernden Enge „Hilfe, kam da nicht einer näher, der war doch eben noch weiter weg?“, aber nein, was redete sie sich da nur ein, es konnte nur ihre Fantasie sein, die da mit ihr durchging.

Irgendwie hatte sie aber auch einen Knall oder sollte man es journalistischen Übereifer nennen, der sie mitten in der letzten Nacht des Jahres auf den Alten St.-Matthäus-Kirchhof, einen der berühmtesten Berliner Friedhöfe geführt hatte, weil hier in der Silvesternacht merkwürdige Dinge vor sich gehen sollten, hatte jedenfalls Tim, ihr Freund erzählt, der eigentlich sehr rational gestrickt war.

Es war eine der Raunächte (Wikipedia), die angeblich den Spalt zwischen dieser und der jenseitigen Welt ein wenig öffnen sollten, natürlich glaubte Sophie nicht an so einen Quatsch, aber es war eindeutig merkwürdig hier, ihr war heiß und kalt gleichzeitig, am Himmel sah man entfernt die bunten Feuerwerke, doch da, woher kam das Licht da vorne? Sophie lief ein eisiger Schauer über den Rücken, sie spürte wie sich ihre Haare am ganzen Körper aufrichteten, als sie meinte zwischen dem ganzen Geböller ganz nah ein leises Rascheln zu hören.

Welcher Teufel hatte sie aber auch geritten, ganz allein hierhin zu gehen, aber sie brauchte endlich DIE Story, hoffentlich war es nicht wie bei Doctor Who und die Engel erwachten und wuchsen langsam?

Als das kleine Licht immer immer näher kamen und Schritte lauter zu werden schienen, schloss Sophie die Augen, nein, das wollte sie nicht sehen, kaum drang die vertraute Stimme zu ihr durch, das heller werdende Licht drang durch die geschlossenen Lider.

Tim, ihr Freund, wie kam er hier her?

Langsam konnte sie Worte unterscheiden: „Du bist die mutigste Frau, die ich je getroffen habe, noch dazu die liebevollste, … ich werde dich noch lieben, wenn wir auch auf so einen Friedhof liegen und zu Staub zerfallen, möchtest du meine Frau werden?“. Vorsichtig blinzelte die ins Licht und in das bunte Feuerwerk, dass Herzen in den Himmel malte und fiel ihm um den Hals, sie wollte und wie, Ende gut, alles gut, sogar ihre Story bekam sie noch: Verlobung auf dem Friedhof um Mitternacht“.

Die  abcEtüden

2017 weihnachten neujahr 2 lz | 365tageasatzaday

Die Neujahrsschreibeinladung (Woche 1 von Christiane ist eine ganz besondere zu den abc-Etüden: Es gab diesmal eine große Auswahl aus Wörtern aus denen wir uns selbst drei aussuchen durften und in maximal 10 Sätzen zu einer Geschichte verarbeiten.

Ich habe mir ausgesucht:

  • Neujahrsläuten
  • Berliner
  • Raunächte

Liebste Grüße

Ela