„Die Anfängerin“ ein Film, der bewegt

Gestern war ich zu einer Filmpremiere eingeladen, man war ich aufgeregt, wie es dazu kam, erfährst du in meinem nächsten Beitrag.

Der Film

Annebärbel (eindringlich gespielt von Ulrike Krumbiegel) ist 58, Ärztin und wird noch immer von ihrer sehr herschsüchtigen Mutter (großartig gespielt von der Grand Dame des ostdeutschen Films Ann Kathrin Bürger) bestimmt. Annebärbels große Kindheitstraum, der von der strengen Mutter vereitelt wurde. Als sie kurz vor Weihnachten auch noch von ihrem Mann verlassen wird, sie immer mehr spürt, dass niemand ihre schroffe und unverbindliche Art mag und nur ihr kleiner Hund ihr fie Treue hält, steht Annebärbel vor der Eishalle, trifft die junge Eisläuferin Joelina (gespielt von der Eisläuferin Maria Rxxx, deren großes Talent aber wohl in der Schauspielerei liegt). Langsam taucht sie wieder in die bunte Welt des Eiskunstlaufens ein. Dort trifft die auch aufdie einzige Berliner Weltmeisterin im Eiskunstlaufen Christine Errath-Stübber, die sich selbst mit viel Freude und Wärme spielt. Wer wissen möchte, wie es weitergeht, sollte ab 18. Januar unbedingt ins Kino gehen?

Das Team

Als Regiseurin und Drehbuchautorin nahm sich Alexandra fünf Jahre Zeit für die Recherche, besonders in der Welt des Eiskunstlaufens, wenn auch stellenweise die üblichen Klischees bedient werden. Eins muss ich jetzt loswerden: Synchron ist nicht „pippileicht“ und die Aussage „Synchron ist für die, die beim Einzel rausfliegen“ trifft schon lange nicht mehr zu, inzwischen sind viele Einzelläufer gar nicht mehr geeignet und fähig zum Synchroneiskunstlaufen zu wechseln. Auch die bösen Eislaufeltern sind glücklicherweise eher dünn gesät.

Die Hauptrolle spielt Ulrike Krumbiegel. Sie ist mehr als überzeugend in der Rolle der in sich gefangenen, ja gepanzerten, tief unglücklichen Annebärbel, die sich in kleinen Schritten wieder der Welt öffnet.

Auch Ann Katrin Bürger liefert die Rolle herausragend ab, ist die perfekte dominante, ja böse Mama die einen aber trotzdem immer wieder schmunzeln lässt.

Besonders aufgefallen ist mir auch Maria Rogozina in der Rolle der Joelina, die in diesem Film das erste Mal vor der Kamera stand und viel Talent zeigt.

Christine Errath-Stüber spielt sich selbst und das äußerst authentisch mit der ihr eigenen Wärme und Herzlichkeit.

Auch der Name Reinhard Ketterer ist in der Filmszene (noch) unbekannt, gibt aber glaubhaft den Leiter der Hobbygruppe mit äußerst charmantem bayrischen Akzent.

Nicht so gut gefallen hat mir …

sehr wenig, nur die mangelnde Anerkennung des Synchroneiskunstlaufens und die ständig präsente Fluppe in Hand oder Mund der Hauptdarstellerin hat mich gestört.

Besonders gefallen hat mir …

der ganze Film mit seinem feinen und hintergründigen Humor, die Story hat mich sehr berührt und ich habe mitgefiebert, ob Annebärbel es schafft den eisernen Panzer abzulegen. Natürluch finde ich es toll, dass der Film in „meiner Welt“ des Eiskunstlaufens und deren Darstellund doch recht nah an der Wirklichkeit ist

Mein Fazit

Der Film ist viel zu kurz, ich hatte beim Abspann das Gefühl, es wäre kaum Zeit vergangen. Der Film ist warmherzig, vrührebd, aber auch lustig. Ich werde ihn bestimmt nochmal ansehen, Alexandra Sell hat einen tollen Job gemacht.

Info: „Die Anfängerin“ startet am 18. Januar 2018 im Kino

Liebste Grüße

Ela

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