Homeoffice für alle❓ Nicht für mich❗

Nachtrag:

Heute gab es ein Gespräch mit einer der zuständigen Stellen, dort wurde mir klar, dass ich anscheinend sogar hier getrackt werde. mein erster Gedanke, ich nehme diesen Artikel direkt vom Blog. Mein zweiter: Nein, das tue ich nicht, erstens habe ich nie Namen oder meinen Arbeitgeber genannt und zweitens, würde ich (habe ich) ihm alles das auch jederzeit (gerne) sagen.

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Genau zwei Wochen durfte ich an zwei Tagen in der Woche im Homeoffice arbeiten, was gut klappte. Dann hieß es wieder ran an den Arbeitsplatz.

Schon vorher hatte ich Mobiles Arbeiten (2 Tage pro Woche) beantragt, mein Arbeitsplatz gibt das her, weil ich zu 40 % für unsere Software zuständig bin.

Mein Grund ist die Pflege meiner Mutter (PG 3), die beispielsweise nichts isst, wenn niemand Zuhause ist, aber auch häufig stürzt und natürlich auch, dass mir durch meinen Rücken alles etwas schwerer fällt als vielen anderem .

Mein Chef sieht das anders …

Er misstraut Computer zutiefst, hält einfach nichts von moderner digitaler Technik. Er sagt, ich habe Personalverantwortung, daher müsse ich immer ansprechbar sein. Interessant ist nur, durch meine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden arbeite ich freitags nicht arbeite. Noch weiter zu verkürzen, kann ich mir nicht leisten. Würde man mir das Homeoffice zuerkennen, könnte ich an 2 Tagen von zu Hause arbeiten, da dies dann den Freitag includiert wäre ich nur einen zweiten Tag körperlich abwesend, könnte aber auch an den Bürotagen kürzer arbeiten. Zudem gibt es ein Telefon, E-Mail sowie Messengerdienste und Videokonferenzen. Im Grunde würde ich dann sogar einen Tag pro Woche mehr arbeiten.

Bisher erschien er mir immer sehr fair, aber hier bewegt er sich kein Stück und so langsam bin ich am Ende meiner Kraft.

Auf der anderen Seite sagen mir Personalrat und Schwerbhindertenbeauftragte, ich hätte ein Recht auf mobiles Arbeiten. Für mich würde ich gar nicht kämpfen, ich mag keinen Streit, aber ich trage die Verantwortung für meine Mutter, die mich ein Leben lang unterstützt und gefördert hat.

Homeoffice ist ja nun nicht mehr und ich kann nicht noch eine Front aufmachen, denn eigentlich bin ich durch Vorkrankungen Risiko- und meine Mutter sogar Hochrisikopatient., aber das behalte ich für mich.

Was tun sprach Zeus❓

Mich macht das traurig und ich bin enttäuscht, weil ich nicht mehr weiß, was tun. Noch ein Dienstpostenwechsel für die letzten paar Jahre oder standhaft bleiben.

Was würdet ihr tun❓

❤-lichst

Ela

9 Gedanken zu „Homeoffice für alle❓ Nicht für mich❗

  1. Liebe Ela, ich verstehe gut, dass du keine Lust hast auf Streit und ich bin wahrscheinlich auch nicht sonderlich geeignet, dir einen Rat zu geben. Denn ich bin seit meiner Schwangerschaft vor 33 Jahren Freelancerin und arbeite seither fast immer von Zuhause. Ich habe aber das Gefühl, dass insbesondre Frauen in unserem Alter dazu neigen, zu schnell nachzugeben und zu wenig auf ihrem Recht zu bestehen. Manche Chefs gehen deshalb davon aus, dass wir ohnehin einknicken – und lehnen daher Forderungen erst mal ab, wenn sie ihnen nicht passen, auch wenn sie berechtigt und sinnvoll sind. Ich denke, du hast gute Gründe und auch gute Chancen, Homeoffice durchzusetzen – und solltest das auch tun, vor allem da Personalrat und Schwerbehindertenbeauftragte hinter dir stehen. Die jungen Frauen sind da mutiger und erfolgreicher. Ich kenne eine junge Kollegin, die im vergangenen Jahr für sich 100 Prozent Homeoffice durchgesetzt hat – und damit völlig zufrieden ist. LG Eva

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    1. Liebe Eva,
      da hast du wohl recht, wir sind wohl einfach nur zu zuviel Respekt erzogen. Ich habe schon Monate gebraucht um überhaupt ein weiteres Mal zu fragen. Das war dann auch wirklich unschön, aber ich hoffe, ich schaffe es, diesmal durchzuhalten und mir das Homeoffice zu erkämpfen. Ganz möchte ich gar nicht, dann würden mir die sozialen Kontakte fehlen. Gerade, wenn man pflegt, neigt man dazu, nur noch für die Pflege zu leben und dann hat man ganz schnell die Depression.
      Dankeschön und lieben Gruß
      Ela

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  2. Schwieriges Thema. Mein Arbeitgeber ist da auch bockig. Zumindest Risikogruppen haben mehr Spielraum. Vielleicht hilft ja ein ruhiges Gespräch darüber, dass du Angst hast deine Mutter dadurch zu verlieren. Quasi weg von der technischen auf die persönliche Ebene.
    Ich finde es auf jeden Fall krass, dass er sich da querstellt.

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    1. Liebe Katharina,
      ich habe nicht einmal, sondern zigfach versucht ihm die Sachlage zu erklären, ruhig und freundlich, leider ohne jeden Erfolg. Er sagt, dann soll ich den Dienstposten wechseln. Das möchte ich aber nicht, weil ich zum einen nicht einsehe, bestraft zu werden, weil ich nebenbei pflege und zum anderen nicht für die letzten paar Jahre nochmal komplett neu anzufangen.
      Lieben Gruß und vielen Dank
      Ela

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  3. Vielleicht solltest Du mal den Personalrat oder einen Schwerbehindertenvertreter bitten bei diesem Gespräch dabei zu sein. Das hilft häufig. Kein Chef möchte sich mit dem Personalrat anlegen.
    Bleib Gesund Alice

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  4. Liebe Ela,
    ich dachte eigentlich die ewig Vorgestrigen seien ausgestorben. Ich kenne solche Chefs aus den 80-ziger Jahren, als Teilzeitarbeit im Öffentlichen Dienst für Frauen mit Führungsverantwortung noch ein Fremdwort war. Kämpfen war angesagt! Ich habe 5 Jahre gebraucht um das durchzusetzen.
    Ich an deiner Stelle würde nicht aufgeben. Du hast Personalrat und Schwerbehindertenvertretung hinter dir. Die Betreuung eines Familienangehörigen gehört mit zu den vorrangigen Gründen für einen Homeoffice Arbeitsplatz!
    Nicht aufgeben liebe Ela! Lange hält er das nicht durch.
    Liebe Grüße
    Monika

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    1. Liebe Monika,
      ja, das dachte ich auch mal … aber wie man sieht. Für ihn heißt Homeoffice, Urlaub.
      Aber ich bleibe dran ….und zum Glück habe ich ja noch meinen niedersächsischen Sturkopf.
      Lieben Dank!
      Ela

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