abc.Etüden der Schreibwoche 21.22.20 – Geschichten aus der alten Villa, Teil V

Meine letzte Teilnahme war ja sowas von chaotisch, nervig und frustrierend und das nicht nur für mich, leider! Aber ich habe auch drei Dinge daraus gelernt:

  1. Ich schreibe keine Beiträge mehr am Smartphone
  2. Ich benutze keine wiederverwendbaren Blöcke mehr
  3. Ich schaue genau hin, ob das etüden-Bild wirklich eines der Offiziellen ist.

Als die Emotionen noch hochkochten wollte ich aufhören, weil ich mich wirklich schlecht fühlte, aber als ich mich beruhigt hatte, wurde mir klar, dazu machen mir die Etüden viel zu viel Spaß. Daher nun auf ein Neues und auch dieses Mal wieder in Form einer Fortsetzung. die übrigen Teile findet ihr hier:

Teil I

Teil II

Teil III

Teil IV

Was zuletzt geschah, Lale war wegen eines Klopfens vor die Tür getreten:

Da lagen eine langstielige rote Rose und ein Blatt Papier, beschwert mit einem Stein. Lale hob das Blatt auf, beim Lesen wurde ihr ganz anders, wie sagt man so schön – da ging jemand über ihr Grab – ihre Hände fingen an zu zittern, Tränen traten in ihre Augen. Denn da stand: …

Lale und die alte Villa, Teil V

Und als vergangen war die Nacht,

Und stand am Wald das Morgenrot,

Sie fanden das Weib in dem Gemach

Am Bettfuß unten liegen tot.

(Aus einem Gedicht von Eduard Mörike)

Das ist nun wirklich nicht mehr lustig, Lale bekam so langsam wirklich Angst. Wer legt einem so eine Drohung vor die Tür und noch dazu zusammen mit einer roten Rose. „Komm Spuki, schnell wieder rein mit uns“. Das Blatt Papier hielt sie noch immer in ihren Händen. Was sollte sie nur tun? Zur Polizei? Nee, die lachen sich kaputt. Ihren Anwalt anrufen? Nein, auch das wäre peinlich. Stattdessen wühlte sie in den Schubladen ihrer Vergangenheit. Wen hatte sie hier gekannt? Wen so schlimm verärgert? Egal wie tief Lale grub, ihr fiel nichts ein. Sie saß inzwischen wieder in der Küche, die im Grunde genommen, der einzige Ort war, wo sie sich hier so einigermaßen wohlfühlte. Wie zum Trost hatte Spuki sich auf ihrem Schoss zusammengerollt und ließ sich den Rücken kraulen. Gut, dass es ihn gab!

Jetzt klingelte in der Halle das Telefon, komisch, sie hatte gar nicht gewusst, dass es noch angeschlossen war. Vorsichtig hob sie den Hörer ab, sie hörte wie jemand am anderen Ende laut seufzte und dann in einer irren, metallisch klingenden Stimmlage leise kicherte. Wütend schrie Lale ins Telefon: „Verdammt noch mal Sie blöder A***h, hören Sie sofort auf mit dem Mist, sonst rufe ich die Polizei! Was soll das, was habe ich Ihnen getan?“ Als Antwort hörte sie wieder das unheimliche Kichern und dann einen Klick als der Anrufer auflegte. Erschrocken lies sie den Hörer fallen und griff zu ihrem Handy, und wählte die gespeicherte Nummer des Notars. Dort sprang nur der Anrufbeantworter an, das hätte sie sich auch denken können. Schließlich war Freitag und 21.00 Uh, einen so späten Anruf sah der Zeitplan eines Notars nicht vor.(298)

Fortsetzung folgt, Teil VI …

Regeln

Es sollen  3 Begriffe in maximal 300 Wörtern zu einer Geschichte oder einem Gedicht verarbeitet werden. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text.

Die Schreibeinladung kommt wie immer von Christiane, Wortspender ist Gerhard vom Blog  Kopf und Gestalt. Die Begriffe sind: schlimm, fallen und Zeitplan.

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-lichst

𝐸𝓁𝒶

abc.Etüden 19.20.2020 – Geschichten aus der alten Villa Teil IV

#abc.etüden

Soviel Ärger hatte ich noch mit KEINEM Beitrag, egal was immer ich versuchte, löschte, machte und tat, immer wieder erschien Christianes vorletzte Schreibeinladung und der Link zu Myriade. Alles vergeblich, bitte entschuldigt, ich nehme an Ursache für das große Chaos war die neue Funktion „Blöcke zur Wiedervetwendung speichern“. Nie wieder! AUF m End3 musste ich alles neu machen …

Was bisher geschah ….

Teil I

Teil II

Teil III

Lale und die alte Villa, Teil IV

Nein, das konnte doch nicht wahr sein, ehe Lale einen klaren Gedanken fassen konnte, fand sie sich auf den Knien wieder und konnte nicht mehr aufhören zu lachen, ihr Bauch schmerzte schon, immer wieder gackerte sie los, jedes Mal, wenn sie wieder hinüber ins Bett schaute. „Oh Spuki, ich glaubs ja nicht“. Zurück kam ein irritiertes und leicht beleidigte: „Miau“, bevor Spuki ihr das Hinterteil zuwandte und sich wieder den drei reizenden Katzenbabys zuwandte, die anscheinend gemütlich im alten Bett wohnten und nun mauzten- weil sie wieder an ihre Milchquelle wollten. Als Unterlage diente ein großes Strandtuch, auf dem ein Katamaran abgebildet war. „Hatte ich echt Schiss vor drei so zauberhaften kleinen Wesen? Du, liebe Spuki, hättest mir ruhig einen kleinen Tipp geben können“, sagte Lale noch immer lachend. „So geht das doch nicht, wenn wir ab jetzt eine WG sein wollen, kannst du doch deine Kindchen nicht totschweigen“. Sichtlich stolz und fast schon großspurig sprang Spuki vom Bett, ging durch die Tür und drehte sich nochmal zu Lale um und sagte wieder „Miau“. „Ja doch, ich verstehe schon“, meinte Lale schmunzelnd, auf den Schreck brauchst du ein Leckerli“. Heiter und beschwingt lief Lale nun die Treppe hinunter. Noch nicht ganz unten angekommen, hört sie den Türklopfer, der dumpf durchs Haus hallte. Schnell läuft sie zur Tür, wie blöd, dass es hier keinen Türspion gibt, wer sollte sie um die Zeit noch besuchen wollen? Sie kannte doch noch niemanden. Menno war diese Tür schwer, sie musste sich regelrecht dranhängen, aber endlich öffnete sie sich doch, wenn auch unter lautem Knarren. Lale sah buchstäblich schwarz, denn da war niemand, nur die Kühle und Schwärze des späten Abends. Sie schaute zu allen Seiten, da war wirklich kein Mensch, vermutlich wollte sich irgend ein Jugendlicher einen Scherz erlauben. Gerade als sie sich anschickte, die Tür zu schließen, fiel ihr Blick nach unten. Verwundert sagte sie zu Spuki, die wohl nachsehen wollte, wo ihre Milch blieb: „Was ist denn das und wo kommt das her?“ Da lagen eine langstielige rote Rose und ein Blatt Papier, beschwert mit einem Stein. Lale hob das Blatt auf, beim Lesen wurde ihr ganz anders, wie sagt man so schön – da geht jemand über mein Grab – ihre Hände fingen an zu zittern, Tränen traten in ihre Augen. Denn da stand:

Fortsetzung folgt

Regeln

Drei vorgegebene Wörter sollen in eine Geschichte mit maximal 300 Wörtern integriert werden.

Die Begriffe der Woche:

Katameran, großspurig, totschweigen

Wortgeber der Woche:

Olpo Olpenator

Schreibeinladung:

Christiane

❤-lichst

Ela

abcEtüde 17.18.20 – Geschichten aus der alten Villa, Teil III

Mal sehen, was das diese Woche mit der Schreibeinladung wird? Ich stecke mal wieder im Schreibloch fest, was sich ungewohnt anfühlt, nach Wochen (Monaten) mit unbändiger Schreiblust. Es soll wieder eine Geschichte aus der alten Villa werden, da es zur Zeit mein Ziel ist an einer Sache dran zu bleiben.

Die Vorgeschichten:

Teil I

– Teil II

Lale und die alte Villa (Teil III)

@Pixabay

Was sollte Lale nur tun? Die Polizei rufen? Lächerlich, schneller wäre bestimmt niemand zum Gespött der Gegend geworden. So tun, als gäbe es gar nichts? Dann schlottern die Knie und wer weiß was noch, fröhlich weiter. Nachschauen, war da wohl tatsächlich das Klügste, denn mehr Alternativen fielen ihr nicht ein. Also gut, dann los, Spuki hatte sich verdrückt. Lale bewaffnete sich mit einem Teil des Kaminbestecks, dem Schürhaken und schlich die alte knarrende Treppe hoch, ihre Nerven schienen förmlich zu flattern und die Knie waren so weich wie Butter. Auf dem Flur lag ein sicherlich irgendwann einmal kostbarer, jetzt mottenzerfressener Teppich, der ihre Schritte dampfte. Die fast greifbare Stille war bedrohlicher als jedes Geräusch, kaum traute Lale sich zu atmen. An jeder der etlichen Türen hier oben lauschte sie, aber nichts, mutig drückte sie die erste Türklinke an der dicken braunen mit Schmuckelementen versehenen Tür, aber hier stand nur ein alter Schreibtisch aus Nussbaum mit einem passenden Stuhl, ein völlig unspektakuläres Arbeitszimmer, wie es schien. Da, was war das? Wieder ein Weinen? Noch kläglicher, wie sie meinte. Vorsichtig schloss sie die Tür, im nächsten Raum stand lediglich ein, wenn auch wunderschöner gläserner Flügel mit einer Sitzbank und einem Notenständer. Der Raum hinter der dritten Tür barg ein großes, altmodisches Himmelbett, dessen verschlissene Vorhänge geschlossen waren. Vorsichtig mit laut pochendem Herzen und zitternden Händen schlich sich Lale ans Bett und öffnete mit Schwung einen der Bettvorhänge. Das konnte doch nicht wahr sein, in dem Bett … (245 Wörter)

Fortsetzung folgt …

Etüden Disclaimer

Teppich, gläserne, flattern

Diese tollen Begriffe stammen von Myriade und müssen in einer Geschichte in der maximal 300 Wörtern verwendet werden dürfen, enthalten sein. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Alles weitere findet ihr in der Schreibeinladung der lieben Christiane.

❤-lichst

Ela

abcEtüden 15.16.20 – Geschichten aus der alten Villa, Teil II –

Immer noch Corona und damit im Leerlauf, die Fantasie hat viel zu tun. So darf ich weiter von meiner alten Villa träumen.

Lale und die alte Villa, Teil II

„Guck nicht so jämmerlich, du bekommst ja was und verhungert siehst du nicht aus“ sagte Lale zum grauen Katzentier, das ihr daraufhin einen extra kläglichen Blick aus einem grünen und einem blauen Auge schenkte. Zusammen suchten sie die Küche, sie erinnerte sich nicht mehr, ihr letzter Besuch war 47 Jahre her und sie war 12 gewesen.  „Ah vielleicht hier“ sagte sie als sie in einem schlichten Flur stand und drei weiße Holztüren vor sich sah. Sie spürte das weiche Fell der kleinen Grauen an ihrer Wade, als sie die erste Klinke drückte, aber der Raum war wohl eine Rumpelkammer. Mit der zweiten Tür hatten sie mehr Glück, denn vor ihnen lag die große altmodische, aber gemütliche Küche. Lale war froh, dass der Anwalt sein Versprechen gehalten hatte und die Villa hat saubermachen lassen, der Modder fast eines Jahrzehntes wäre übel gewesen. „Na Spuki, so heißt du jetzt übrigens, dann schauen wir doch mal, ob es hier etwas für dich gibt“. Auch in diesem Punkt war Verlass auf den Anwalt gewesen, es fand sich H-Milch und eine Dose Sardinen und für Lale gab es Käse, Butter, frisches Brot, Mineralwasser und Rotwein. Lecker, der Mann weiß, was gut ist, dachte Lale, davon würden sie eine Weile zehren können. Hungrig wie sie war, setzte sie sich mit Spuki (nur heute!) auf die weiße Holzbank. Was war das? Knarrten da oben gerade Dielen und das andere Geräusch, war das Weinen? Spuki stand nun auf der Bank, machte einen Buckel und schien auf dem Sprung zu sein, bei ihr stellten sich die Härchen an den Armen auf, trotzdem streichelte sie das Kätzchen tröstend und sagte: „Hab keine Angst, meine Kleine, es gibt bestimmt eine vernünftige Erklärung, gleich sind wir ganz mutvoll und schauen nach“.

`

Fortsetzung folgt …

Etüden Dicclaimer

Die Bergriffe stammen heute vom Etüdenempfinder Ludwig Zeiler:

Rumpelkammer, mutvoll, zehren,

und müssen in einer Geschichte in der maximal 300 Wörtern verwendet werden dürfen. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Alles weitere findet ihr bei der Lieben Christiane auf „Irgendwas geht immer„. Bei ihr liegt auch das Copyright für die Illustration, die ihr hier als Beitragsbild seht.

❤-lichst

Ela

abcExtraetüde textwoche 14-20 – Geschichten aus der alten Villa –

Im Moment habe ich so richtig Bock zum Schreiben und in die abcEtüden bin ich ja schon lange verliebt und jetzt im Urlaub, den ich Dank Corona Zuhause verbringen muss, habe ich ja genug Zeit. Ich habe beschlossen aus meinen abcEtüden eine Geschichte in Fortsetzungen zu machen.

Lale und die alte Villa, Teil 1

@pixabay

Die Steine waren verwittert, die Holzrahmen der Fenster, einst weiß, jetzt schmutzig grau und die ehemals elegante doppelflüglige Eingangstür aus Zedernholz, war mit tausend Sprüchen und Grafitis besprüht, aber mit der Messinglampe, deren Glas und Glanz schon lange fehlten, wirkte sie trotz allem noch auf eine ganz eigene Weise eindrucksvoll. Alt war sie und groß, die Villa, bereits von weitem strahlte sie Leere und die Abwesenheit jeglichen Lebens aus, wäre da nicht noch der Vorgarten, den sich inzwischen unendlich viele knallgelb blühende Forsythien erobert hätten, die neben dem Wein, der am Haus rankte doch irgendwie vom Leben zeugten. Sie wirkte geheihmnisvoll, es war spürbar, dass schon lange niemand darin gelebt hatte. Was würde sie darin vorfinden, denn laut des Notars gehörte die jetzt ihr. Ihre Patentante, die die letzten Jahre in einem Seniorenheim an der Küste gelebt hatte, hatte sie ihr, neben ihrem Vermögen, mit der Auflage, mindestens ein Jahr darin zu leben und einem dicken Brief, vererbt. Der Sonnenuntergang tauchte das alte Haus in weiches Licht, jetzt wirkte es wie ein Märchenschloß. Endlich gab Lale sich einen Ruck, ging zur Eingangstür und schloss sie mit dem altmodisch großen Schlüssel auf. Jetzt stand sie in der riesigen Eingangshalle, in der die Staubpartikel nach einer eigenen Choreographie zu tanzen schienen. Von den Wänden blickten dunkel gekleidete Herren, deren Blicke alles andere als warm waren auf sie herab, wahrscheinlich die Vorfahren von Tante Tusnelda. Rasch ging sie weiter in den Salon, in dem die Zeit vor 100 Jahren – so schien es – angehalten worden war, mit der roten Plüschgarnitur, den schweren Schränken aus dunklem Holz. Und kalt war es hier drinnen, sie würde hier bestimmt erfrieren. Da, waren das da oben Schritte? Quatsch, ermahnte Lale sich, gleich würden noch weiß gewandete Geister durch die Luft fliegen. Gut, dass sie alleine war, mit ihrem laut pochendem Herzen machte sie sich ja lächerlich. Aber stop, was war das? Tap, tap, tap, langsam näherte sich das Geräusch Tap, tap tap, Lale brauchte ihre ganze Selbstbeherschung um nicht laut schreiend davonzurennen. Tap, tap, tap, ein grauer Kopf kam um die Ecke, es war eine Katze, die nun kläglich miauend um ihre Beine strich. Erleichtert beugte sich Lale zu dem Tier, strich sacht über dessen Rücken und sagte: “ Na du, du bist wohl ein hungriges Gespenst“ und musste über ihre eigene Dummheit lachen. (383 Wörter)

Fortsetzung folgt …

Disclaimer

Sonnenuntergang, warm, fliegen
Forsythien, lächerlich, erfrieren

Diese  5 Begriffe in dieser Woche von Corly und Elke H. Speidel und von müssen in einer Geschichte in der maximal 300 Wörtern verwendet werden dürfen. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Alles weitere findet ihr bei der Lieben Christiane auf „Irgendwas geht immer“. Bei ihr liegt auch das Copyright für die Illustration, die ihr hier als Beitragsbild seht.

❤-lichst

Ela

abcEtüden 12. und 13. Schreibwoche

Was für Zeiten, es ist gar nicht so einfach, sich in diesen Zeiten auf etwas anderes als Corona zu konzentrieren, aber ich möchte dieser Seuche keine Gewalt über mich geben und darum werde ich versuchen, so lockig und flockig, wie nur möglich zu schreiben.

Junger Mann im Frühling

Er war nicht eifersüchtig, kein bisschen, Iwo denn, wo käme er denn da hin. So ein Prachtstück von Mann, wie er, kann doch jede Frau haben, na gut vielleicht nicht ganz jede. Es war doch unbegreiflich, ja lächerlich, dass ausgerechnet sie nicht mit ihm ausgehen will. Glücklich könnte sie sich preisen, dass er sich mit ihr verabreden will. Was glaubt sie denn, wer sie ist? Gleich würde er Hanna, die begehrteste Frau der Gemeinde anrufen, die würde sich die Finger lecken, ganz bestimmt. Und in Gegenwart von Sibel erfrieren die Männer doch bestimmt reihenweise, so kalt wie sie war. Seine Oma hätte gesagt: „Kalt wie Hundeschnauze“. Wenn bloß ihre Augen nicht so dunkel und tief wären, dass man in Ihnen versinken kann und dann dieser Mund, der zum Küssen wie geschaffen schien. Klug war sie auch noch und Humor hatte sie, wenn er mal ganz ehrlich war, wurde ihm eher sehr, sehr warm in ihrer Gegenwart. Gab ein echter Kerl denn so schnell auf? Nee, bestimmt nicht, lacht nicht bekanntlich der am besten, der zuletzt lacht? Sie würde schon noch kapieren, dass er der Richtige für sie war und nicht dieser Schwachmat. Eilig nahm er seine Jacke und klaute ihr den größten Strauß Forsythien, den er finden konnte. Fast schüchtern legte er die Blumen zusammen mit einer neuen Einladung und laut pochendem Herz vor ihre Tür. (217 Wörter)

Die Etüden Regeln

  • Forsythien
  • erfrieren
  • lächerlich

Diese  3 Begriffe in dieser Woche von der lieben Elke H. Speidel müssen in einer Geschichte in der maximal 300 Wörtern verwendet werden dürfen. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Alles weitere findet ihr bei der Lieben Christiane auf „Irgendwas geht immer„. Bei ihr liegt auch das Copyright für die Illustration, die ihr hier als Beitragsbild seht.

❤-lichst Ela

abcEtüden Woche 10/11 – Das bessere Ende der Welt❓

Kann man anders, wenn man dieses Bild vom Sonnenuntergang sieht? Bei mir jedenfalls meldete sich sofort die alte Romantikerin zu Wort, dazu noch diese Worte, da musste ich mitmachen.

Das bessere Ende der Welt?

Hatte sie schon einmal so etwas Schönes gesehen? Sie war sie tatsächlich nicht oder müsste sie das einfach nur kitschig finden? Eigentlich war sie doch eher der rationale Typ und nun saß sie hier auf einem Poller am Ende der Welt oder besser gesagt, am südlichsten Punkt der USA und sah mit feuchten Augen in diesen so schönen Sonnenuntergang. Schade nur, dass sie hier nicht alleine war, diese vielen, lauten Touristen nervten ganz schön. Schon morgen wäre dieser Blick Vergangenheit, sie würde nach einem ganzen Jahr wieder nach Hause fliegen. Ihre Zeit als Granny Au Pair war vorbei und Theresa wusste, sie würde die Wärme, die Sonnenuntergänge, natürlich die Kinder und ja die Freiheit älter zu sein, aber sich nicht so benehmen zu müssen, schrecklich vermissen. Hier lebte man sein Leben bis zur Neige. In Deutschland würde sie wieder die Mitsechzigerin sein, die sich altersentsprechend verhalten sollte, als wäre ihr klar, dass das was da noch käme, der Abgesang wäre`, der Anfang vom Ende.

Aber sie muss ja nicht fliegen, die Senatorin hatte ihr angeboten zu bleiben, weil sie so gut mit der schwer pubertierenden Carol und dem 8-jährigen Ryan zurecht kam wie keine vor ihr. Die Bedingungen waren fantastisch, aber sie würde ihre Tochter so vermissen. Andererseits führte Anabel ihr eigenes Leben. Was sollte sie nur tun, was war richtig? Da war auch noch Ralph, ihr persönliches Wunder, der sie altes Mädchen tatsächlich zu lieben schien und auch ihr Herz schlug schneller, wenn… Der rote Ball, der da jetzt im Meer versank, würde ihr wohl keine Antwort geben. Das musste sie schon selbst entscheiden.

abcEtüden – Wörter und Regeln

Die Wörter dieser Textwochen 10/11-2020 kommen von Corly’s Blog „Corlys Lesewelt„, es sind:

Sonnenuntergang
warm
fliegen.

Diese  3 Begriffe müssen in einer Geschichte in der maximal 300 Wörtern verwendet werden dürfen. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Alles weitere findet ihr bei der Lieben Christiane auf „Irgendwas geht immer„. Bei ihr liegt auch das Copyright für die Illustration, die ihr hier als Beitrsgsbild seht.

Viel Spaß beim Lesen und Mitmachen❣

ELA

ABC-Etüden 02.03.20

Lange ist es her, aber in dieser schlaflosen Nacht habe ich Lust auf die ABC Etüden.

Die Worte lauten:

Skiurlaub
mickrig
kommandieren.

Die Worte kommen von der lieben Christiane, ihr Blog heißt: Irgendwas ist immer.

In einem Text, einer Geschichte, die aus von maximal 300 Wörtern (ohne Überschrift und Erklärung) bestehen darf, müssen die jeweiligen Worte benutzt werden.

Quelle: Pixabay bearbeitet von Christiane

Ruth, die langen Ski und die alten Knochen

Was war das bloß wieder für eine abstruse Idee gewesen, in ihrem Alter einen Skiurlaub zu machen? In einer Zeitung hatte sie gelesen, es wäre nie zu spät für einen Langlaufkurs und das Langlaufen wäre so gesund. Je oller, je doller und nun stand, besser, sie versuchte auf diesen – wenn man sie fragte – viel zu langen und zu schmalen Skiern zu laufen, ließ sich von einem nicht mal attraktiven Skilehrer, der noch nie was von Empathie gehört hatte, rum kommandieren. Ihr taten schon jetzt sogar die Muskeln und Gelenke weh, von denen sie nicht mal geahnt hatte, dass sie sie hatte. Genau waren sie und ihre Knochen über 80, da halfen auch die Sauna und das mickrige Kaminfeuer abends in der Hotellobby nicht. Entschlossen besann sich Ruth“wat mut, dat mut“ und nahm den Hügel in Angriff, es wäre doch gelacht, wenn sie nicht herunterkommen würde. Gedacht, getan, es kribbelte im Bauch, was für ein Gefühl, aber was machte der Schneeberg nur drunten, mitten im Weg und warum bitte, haben die Dinger keine Bremse? Hiiiiiiilfe!!! Das Glück war mal wieder mit den Dummen,der Fuß war nur verstaucht. Und hier, warm eingepackt, auf einer Liege auf der Sonnenterrasse, gefiel ihr der Urlaub entschieden besser. (204 Wörter).

💋💋 Ela

Der Mann mit den Zauberhänden (abcEtüde 12-18)

Die ABC etüden 12-18, wurden ins Leben gerufen von der lieben Christiane, heute mit einer Wortspende von Vro.

Die Regeln

Drei vorgegebene Worte in eine Geschichte von maximal 10 Sätzen einbetten.

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Der Mann mit den Zauberhänden

Am liebsten würde sie schnurren vor Wohlgefühl, dieser Mann mit seinen Zauberhänden konnte alles mit ihr machen und nirgends war sie lieber als bei ihm, er war sanft und doch kraftvoll, er tat alles um ihr zu gefallen, schreckte aber auch vor sanfter Gewalt nicht zurück. Egal, ob er liebevoll über ihren Rücken strich, oder fast ekstatisch in ihrem Fleisch wühlte, sie, eine gestandene Frau von 55, wurde zum willenlosen Geschöpf. Wenn sie doch nur besser dieses Wohlgefühl beschreiben könnte, das er in ihr erzeugte, was erstaunlich war in seinen jungen Jahren, er war 25 und damit genauso alt, wie ihre Tochter. Von Frühjahrsmüdigkeit wurde sie in diesem Jahr völlig verschont und das hatte sie sich ihm zu verdanken, immer hatte er leise Musik an, so Sphärengesänge, die sie genau in die richtige Stimmung versetzten und hinterher fühlte sie sich gleich 10 Jahre, ach was, 20 Jahre jünger und platzte schier vor Unternehmungslust.

Ihr größte Sorge jedenfalls war, dass Felix weggehen könnte, wo sollte sie je wieder einen solch guten, ja einmaligen, Physiotherapeuten finden?

Liebste Grüße

Ela

Royal gesponnen (abc Etüden, KW 5/18)

Insgeheim bin ich, genau wie meine Mädels und meine Freundin S. ein Fan der Royals, besonders der britischen und folge ihnen mit Begeisterung auf Instagram. Ein bisschen peinlich finde ich das schon, trotzdem haben wir schon unsere Terminkalender am 18. Mai, dem Tag der Hochzeit von Meghan und Harry, freigeräumt. Daher dachte ich mir, ich spinne mal ein bisdchen royal.

Es gibt sich die Ehre …

Sina starrte auf die Einladung und frage sich, was um Himmels Willen wohl ein Krüglein ist, ein kleiner Krug (das wahrscheinlichste) oder ein kleiner Krüger (woher sollte sie den auf die Schnelle nehmen?) oder ist es etwas ganz anderes, wie etwa ein besonders guter Wein oder etwas anderes, dass man kennen müsste und sie mitbringen sollq?

Sie jedenfalls hatte keine Ahnung, und das wunderte sie nicht wirklich, hatte sie doch auch keinen blassen Schimmer, wie ausgerechnet sie zur Einladung zu der Hochzeit des Jahres kam, die vor ihr lag, von der Frage, was sie dazu anziehen sollte mal ganz abgesehen, unter Dresscode stand Black Tie, da sie sich nicht so recht mit `ner schwarzen Krawatte vorstellen konnte, hatte sie Frau Google gefragt und die hatte behauptet, damit sei Abendkleidung gemeint und nachdem sie ihren Kopf malträtiert hatte war ihr das schlüsselblumengelbe Kleid ein, das ihre Kusine Edda ihr großmütig geschenkt hatte, weil sie meinte, es wäre ein Fehlkauf gewesen.

Meghan, Harry, die Queen und sie Sina von Nichts, wie konnte das nur sein, vielleicht schnappten die sich ja die Telefonbücher der Welt und tippten auf einen Namen, aber sie stand gar nicht im Telefonbuch, klar fühlte sie sich geehrt und freute sich, war total hibbelig, aber befürchtete immer noch die nächste Karte auf der stand: „April, April!“, sie und Königs, das ging doch gar nicht, ihre Mama war alleinerziehende Büroangestellte, ihr Papa, wer weiß und sie selbst quälte sich durch das Lehramtsstudium.

Aber natürlich würde sie hingehen, hoffentlich gab es keine Suppe mit Graupen, die konnte sie auch Majestäten zuliebe nicht essen …, aber sowas prosaisches würde es wohl nicht gerade geben, wenn ein englischer Prinz und ein Hollywoodstar heirateten, wahrscheinlicher war ein Schaumsüppchen von Krebsschwänzchen oder so, wobei sie auch das unmöglich essen konnte..

Das Sina mal für Harry geschwärmt hatte, war wohl kein Grund, denn das war ihr Geheimnis, eher hätte sie sich ihre bürgerliche Zunge abgebissen, das wäre dann doch zu peinlich gewesen, gerade sie, die coole rote Lola, aber alles Grübeln half nicht, sie kam einfach nicht drauf.

Jetzt klingelte das Telefon und ihre Mama, ein ausgemachter Fan von allem Royalen, war dran, die es offensichtlich kaum abwarten konnte ihr etwas zu erzählen, sie habe kürzlich an einem Preisausschreiben der Zeitschrift Royality teilgenommen, vorgestern sei die Ziehung gewesen, der Hauptgewinn wäre eine Einladung zu Harrys Hochzeit gewesen (die Leidenschaft fürs Royale ist anscheinend erblich), sicherheitshalber, weil die sie unbedingt gewinnen müsse, habe sie auch in Sinas‘ Namen mitgemacht, denn das erhöhe ja die Chancen, aber es wäre doch klar, falls sie (Sina) eingeladen würde, käme natürlich sie (Mama) als Begleitung mit!

Das war es also, die Erklärung, dabei gewann Sina doch nie etwas, vor Begeisterung hüpfte sie am die Decke, schmiss das Telefon runter (arme Mama), konnte sich gar nicht mehr einkriegen, schließlich schrie sie ihrer Mama ins Ohr „Wir haben sie!“, woraufhin nun diese kreischte, hüpfte und sich nicht mehr einkriegte.

Wenig später hockten se beide bei einer Tassen English Breakfast Tea (Was sonst?) vor dem PC, ebay war geöffnet, sie schauten, wie sie ihre royalen Outfits noch ergänzen konnten und natürlich mussten sie einen aifregenden Hut tragen!

2018_05_2

Die Etüden

Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet von Christiane.

Gestalterisch wird sie unterstützt von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und die abc Etüden ins Leben gerufen hat.

Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story.

Auch die Wortspenden kommen in dieser Woche von Elke H. Speidel, es sind die Begriffe:

  • Krüglein
  • schlüsselblumengelb
  • Graupen

Liebste Grüße

Ela