abcEtüden 15.16.20 – Geschichten aus der alten Villa, Teil II –

Immer noch Corona und damit im Leerlauf, die Fantasie hat viel zu tun. So darf ich weiter von meiner alten Villa träumen.

Lale und die alte Villa, Teil II

„Guck nicht so jämmerlich, du bekommst ja was und verhungert siehst du nicht aus“ sagte Lale zum grauen Katzentier, das ihr daraufhin einen extra kläglichen Blick aus einem grünen und einem blauen Auge schenkte. Zusammen suchten sie die Küche, sie erinnerte sich nicht mehr, ihr letzter Besuch war 47 Jahre her und sie war 12 gewesen.  „Ah vielleicht hier“ sagte sie als sie in einem schlichten Flur stand und drei weiße Holztüren vor sich sah. Sie spürte das weiche Fell der kleinen Grauen an ihrer Wade, als sie die erste Klinke drückte, aber der Raum war wohl eine Rumpelkammer. Mit der zweiten Tür hatten sie mehr Glück, denn vor ihnen lag die große altmodische, aber gemütliche Küche. Lale war froh, dass der Anwalt sein Versprechen gehalten hatte und die Villa hat saubermachen lassen, der Modder fast eines Jahrzehntes wäre übel gewesen. „Na Spuki, so heißt du jetzt übrigens, dann schauen wir doch mal, ob es hier etwas für dich gibt“. Auch in diesem Punkt war Verlass auf den Anwalt gewesen, es fand sich H-Milch und eine Dose Sardinen und für Lale gab es Käse, Butter, frisches Brot, Mineralwasser und Rotwein. Lecker, der Mann weiß, was gut ist, dachte Lale, davon würden sie eine Weile zehren können. Hungrig wie sie war, setzte sie sich mit Spuki (nur heute!) auf die weiße Holzbank. Was war das? Knarrten da oben gerade Dielen und das andere Geräusch, war das Weinen? Spuki stand nun auf der Bank, machte einen Buckel und schien auf dem Sprung zu sein, bei ihr stellten sich die Härchen an den Armen auf, trotzdem streichelte sie das Kätzchen tröstend und sagte: „Hab keine Angst, meine Kleine, es gibt bestimmt eine vernünftige Erklärung, gleich sind wir ganz mutvoll und schauen nach“.

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Fortsetzung folgt …

Etüden Dicclaimer

Die Bergriffe stammen heute vom Etüdenempfinder Ludwig Zeiler:

Rumpelkammer, mutvoll, zehren,

und müssen in einer Geschichte in der maximal 300 Wörtern verwendet werden dürfen. Inhaltshinweise und die Überschrift zählen NICHT zum Text. Alles weitere findet ihr bei der Lieben Christiane auf „Irgendwas geht immer„. Bei ihr liegt auch das Copyright für die Illustration, die ihr hier als Beitragsbild seht.

❤-lichst

Ela

Kommentare zugelassen, trotzdem nicht möglich, was tun❓❓❓

MailIch habe Kommentare ausdrücklich zugelassen, aber trotzdem kann man nicht kommentieren, was soll ich nur machen❓ Falls man auch diesen Beitrag nicht kommentieren kann, schickt mir eure Tipps bitte per Mail an:

365tageimleben@email.de

Vielen Dank

❤-lichst Ela

Verunsichert …

Gestern habe ich mein neues Layout gepostet, ich war ganz schön stolz drauf und fand es gar nicht mal so schlecht.

Inzwischen weiß ich aber gar nichts mehr, die Reaktionen darauf und meine diesbezüglicher Frage liegen bei ganz genau NULL. jetzt frage ich mich, sieht man es vielleicht gar nicht, habe ich bei den Einstellungen etwas falsch gemacht oder seid ihr alle so nett, dass niemand sagen mag, dass es doof ist.

Jetzt sitze ich am Sonntag Morgen seit sechs vor dem PC und finde den Fehler nicht, aber nun reicht es, ich gehe wieder in mein Bett, ziehe mir meine Decke über den Kopf und vergessen den WP-Mist.

Es ist (erstmal) vollbracht, was sagst du?

So ganz langsam fummele ich mich durch den Urwald WordPress und habe es tatsächlich geschafft meinem Blog ein neues Layout zu verpassen. Echt schade, dass ich alles nicht eindach aus meinem Testblog übernehmen konntecropped-cropped-cropped-cropped-20170623_190943-14. Da war es nämlich schon fix und fertig. Aber das wäre wohl zu einfach.

Neulich habe ich gerade mit meinen Blog bei Blogspot das gleiche gemacht und ehrlich gesagt Bauklötze gestaunt, wie einfach es da funktioniert.

Natürlich würde es mich jetzt sehr interessieren, wie euch das neue Layout gefällt? Habt ihr Anregungen oder Kritik? Was könnte ich besser machen?

Liebste Grüße

Ela

 

 

 

Tag 214 – Von der Freiheit des Schreibens

Neulich habe ich hier irgendwo gelesen: „wer sagt, ihm sei egal, ob sein Blog groß und bekannt wird, der lügt“. Ich lüge nicht, warum auch? Aber so ganz stimmt das nicht. Klar freue ich mich über jedes Like, jeden Kommentar und jeden Follower, aber die Statistiken lese ich fast nie und wenn eher zufällig.

Ich weiß aber auch, dass in der Blogger-Welt viele unterwegs sind, die davon träumen, dass Bloggen zum Beruf zu machen oder für eine Autorenkarriere endeckt zu werden. Ich selbst bin sehr froh nicht von Schreiben leben zu müssen, sondern einfach schreiben zu dürfen, wozu und wenn ich Lust hab (okay, bis auf meine eigenen Disziplinierungsmaßanhmen).

In meinem anderen Blog, der mehr Leser hat, habe ich schon Anfragen für Auftragsposts bekommen, also z..B. begeistert über einen „super tollen Sportschuh“ zu schreiben. Ich habe es nie getan, weil ich nicht von einem Schuh, den ich nie gesehen, geschweige denn getragen habe,  schwärmen will. Auch gute Tipps bleiben nicht aus, ich solle mich auf ein Thema festlegen. Nei, auch das habe ich schon, aber dies hier ist mein Herzenskind und darum schreibe einfach, was meine Finger tippen wollen.

Hier bin ich anonym und das ist gut so, nicht weil ich nicht zu dem stehe, was ich schreibe, sondern weil ich niemanden verletzen möchte und weil es unfair wäre meine Familie, über die ja oft erzähle in die Öffentlichkeit zu zerren. Meine Tochter würde mich vermutlich lynchen, meine Mum hingegen fimdet es toll, wenn ich über sie schreibe.

Neulich hat mir eine Leserin geschrieben, meinen Blog zu lesen, wäre wie ein Kaffeklatsch bei der Freundin. Das fand ich toll und mehr will ich nicht. 

Liebste Grüße 

Ela