Kategorie: Gesundheit

Auf dem Weg …

Ich denke, ihr habt recht und ich sollte…

Mein größtes Problem, das mich bis heute abgehalten hat, war das der Selbstdarstellung. Aber gerade lese ich ein ganz tolles Buch: Das Kind in uns, wie finde ich zu mir selbst von John Bradshaw. Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, wie schwer es mir doch fällt, mich so anzunehmen, wie ich bin. Mein Leben lang fand ich mich irgendwie unzulänglich und dachte anderen unterlegen zu sein. Sicherlich kann ich das ganz gut verdecken. Durch das Lesen des Buches verstehe ich viele meiner Gedankengänge besser und versuche die Dinge, die in meiner Kindheit schief gelaufen sind zu verarbeiten und das Kind, das noch heute in mir (in jedem) lebt, anzunehmen und wert zuschätzen. Das klingt ein bisschen abgehoben, aber ich habe das Gefühl, mich bringt es weiter.

Schon in den letzten Wochen habe ich auf Instagram Fotos vom „Look of the Day“ gepostet, aber mich immer Dank einer tollen App leicht geschönt. Damit habe ich meine Beine etwas länger und meine Taille  etwas schmaler gemacht. Aber das ist doch im Grunde blöd, ich bin ich und stehe ganz sicher für viele Menschen, die auch  nicht perfekt sind. Eigentlich fängt genau damit der Weg um sich selbst anzunehmen an. Daher wird es in Zukunft nur noch Ela Pur geben!

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Genau damit fängt für mich auch Mode an, mit dem ehrlichen Blick auf sich selbst. Welches sind meine Vorzüge, die ich betonen möchte? Wo gibt es kleine Schwachpunkte? Was möchte ich überspielen?  Meine Problemzonen habe ich ja schon beschrieben, dazu kommt halt, mein interessanter Rücken 😉 Ach ja und meine Narbe am Hals, von der meine Tochter sagt, sie gäbe mir was verwegenes *lach*. Meine Tatoos sind halt Narben 😉

Natürlich ist das nicht das Hauptziel des Buches, gehört aber dazu, was ich mir echt wünsche, das blöde Gefühl loszuwerden, nur Quark zu labern …

Liebste Grüße

Ela

 

Fasten geht auch so

Als ich Ende letzten Jahres so richtig krank war, habe ich wirklich viel Gewicht verloren.  Das einzig Gute daran, wie ich fand. Aber mein Körper sah das wohl anders, mit jedem Tag an dem es mir besser ging, hatte ich auch mehr Hunger. Ich gebe zu, ich habe wirklich gefuttert.

So war ich auch ganz froh, dass meine Tochter ankündigte, sie wolle dieses Jahr wieder Süßigkeiten fasten. Gemeint ist damit: Schololade, Gummizeugs, Lakritze, Schokolade, Kuchen, Pudding, Bonbons sowie Chips und Konsorten.  Rasch schloss ich mich ihr an (ehe ich es mir anders überlegen konnte), weil ich merkte, dass ich wieder auf dem Weg zur ungeliebten Mopsigkeit bin. Leider nehmen bei mir als erstes Bauch und Gesicht zu und ich mag mein Gesicht nicht, wenn es so rund und gesund ist ;), vom Bauch gar nicht zu sprechen. Kurz hatte ich überlegt, insgesamt auf Zucker zu verzichten, aber das hätte ich eh nicht durchgehalten, a. weil ich dann anders als der Rest der Familie hätte essen müssen und ich b. ein Süßschnabel bin.

Die ersten Tage waren ziemlich schrecklich, ich hätte für ein Stück Schokolade fast alles getan. Aber langsam wurde es besser und mittlerweile habe ich nur noch wenig Probleme. Wenn mich dann doch mal der Heißhunger überkommt, esse ich ein Stück Obst oder wenn auch das nicht hilft, ein Marmeldadenbrot.

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Inzwischen sind schon fast zwei Wochen rum und 1,5 kg haben sich verabschiedet und was fast noch wichtiger ist, mein Bauch fühlt sich besser und leichter an. Durchhalten will ich auf jeden Fall bis Oster-Sonntag und am liebsten mit den richtigen Süßigkeiten auch nicht mehr anfangen.

Bis dahin werde ich ab und an mal berichten, ob ich noch tapfer bin.

Liebste Grüße

Ela

Gestern

Ja ich weiß, es ist nicht wirklich gestern gewesen, aber der Titel musste sein, nachdem es schon mit dem Heute nicht klappte.

Was hingegen sehr gut funktionierte, waren meine ersten richtigen Arbeitstage nach der langen Zeit. Es war ganz anders als der Start ins Hamburger Modell (langsame Wiedereingliederung), damals ging es mir einfach noch nicht wirklich gut, ich war schlapp, kraftlos, irgendwie immer noch krank und ich wollte es mal wieder zwingen (Geduld ist nicht meine starke Seite). Ich konnte mich schlecht konzentrieren und wollte im Grunde nur wieder heim. Jetzt hingegen bin ich, glaube (fühle) ich, wieder eine gesunde Frau, mit einem Bein/Knie, das noch Probleme bereitet, was sich hoffentlich auch noch ändern wird. Mitte März habe ich endlich einen Termin beim Knie-Spezialisten.

Ich war überrascht, wie nett meine Vorgesetzten und meine Kollegen zu mir waren, keiner war sauer, obwohl ich ja echt lange krank war. Es schien, als freuten sie sich, dass ich wieder da bin. So verliefen auch die ersten Arbeitstage richtig gut, der Einstieg was einfach, irgendwie fast, als wäre ich nie weg gewesen und ich habe auch ganz gut durchgezogen und war 8,5 Stunden im Büro. Mein Instinkt, der mich bewogen hat, gleich wieder voll einzusteigen, war genau richtig. Der Job macht mir wieder richtig Spaß. Juhu!

Interressant und kurios finde ich meine in vielen Punkten geänderte Sichtweise. Im Moment drehen alle am Rad wegen eines Problems, das mir völlig nichtig erscheint. Aber ist es nicht so, wenn etwas ist, wie es ist, kann ich nichts ändern und muss akzeptieren? Da helfen auch keine 1000 Meetings, Berichte und Absprachen. Liegt es daran, dass ich (noch) von außen gucke, eine andere Perspektive habe oder hat mich das letzte Jahr geleert, wirklich Wichtiges von Belanglosem zu unterscheiden?

Natürlich tut auch das schöne, wenn auch kalte Wetter, das seinige dazu, dass es mir gut geht. Als Gutzle kommt noch Olympia dazu und natürlich ganz besonders die goldene Medaille im Eiskunstlaufen, die zeigt: Alles ist möglich!

Liebste Grüße

Ela