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Roter Teppich und so

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Vom Film und, wie ich zur Einladung kam, habe ich erzählt und nun sollt ihr auch noch erfahren, wie so eine.Premiere wirklich ist …

Roter Teppich und so

Als unser Taxi hielt, war ich erstmal sprachlos, es gab tatsächlich einen, okay er war nicht so lang, aber ganz schön viele Kameras klickten und die Stars posten. Ich dachte: Mensch, das ist ja wie im Film!“ Mein Herz bubberte, „Müssen wir jetzt auch da lang?“ Die Team-Premiere fand im altehrwürdigen Kino Babylon in Mitte statt, sehr toll. . Völlig fasziniert standen wir erstmal nur da.und schauten uns das Spekatkel an. Trafen schon erste Bekannte, staunten gemeinsam weiter. Dann fasste ich mir ein Herz und Christine machte ein Foto mit meiner Mum (ihrem Fan) und mir, wenn ich jetzt noch wüsste wie ich dran komme? Die Bekannte die mein Handy hatte, hatte vergessen drauf zu drücken 😞

Über den roten Teppich mussten/durften wir nicht, aber wenigstens gibt es ein Foto meiner Mum daneben:

Stattdessen mussten wir ganz prosaisch in die lange Schlange zum Tisch mit unseren Karten anstellen. Dort bekamen wir diese dann und jeder einen Getränke-Gutschein. Das t alte Kino war richtig toll. Auch innen schauten wir und entdeckten außer noch mehr Bekannten auch die Stars des Films. Irgendwann gingen wir rein, ohne Getränke, ohne Popkorn … die Schlange war einfach zu lang. Nur fast ganz vorne gab es noch Plätze, nicht so toll, aber was solls. Ich hatte manchmal das Gefühl die Schauspieler wollen mich fressen. Wieder mal das deutsche Phänomen, nur statt Handtüchern lagen Jacken auf den Plätzen 😁.

Dann betrat ein wenig glamouröser Mann die Bühne, ahh ein Moderator vom RBB, der uns verkündete, dass der Film nun beginnt.

Toll war der Film und sehr berührend, das habe ich ja schon erzählt, auch wenn ich durch die Plätze vorne manchmal das Gefphl hatte, Annebärbel würde mir ihren Qualm direkt uns Gesicht pusten und mich sorgte, dass ich gkeich eine Schlittschuhkante abbekäme.

Hinterher wurde es dann nochmal interessant, alle, die im Film auch nur „Piep“ gesagt oder einen Knopf angenäht hatten, kamen nach und nach auf die Bühne. Bei den Dankesreden fühkte ich mich bei den Oscars, nur leider ohne die schönen Abendleider.

Anschließend trafen sich alle noch im Vorraum und ich traaf einige meiner Mit-Kuscheltierwerfer. Wir plauschten und bestaunten die Stars. Gerade Ulrike Krumbiegel hätte ich nie erkannt, Annkathrin Bürger dagegen sofort. Die Stimmung war super, schön locker und wir waren erst kurz vor Eins zuhause.

Liebste Grüße

Ela

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Filmpremiere „Die Anfängerin“ … Sachen, gibt’s, ich bin dabei 😲

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Wie im letzten Beitrag versprochen erzähle ich heute, wie ich zu meiner ersten Filmpremiere kam.

Wie kam es dazu?

Vor etwas mehr als zwei Jahren nahm Christine (Christine Errath-Stüber, die einzige Weltmeisterin im Eiskunstlauf aus Berlin) Kontakt zu mir auf, erzählte mir bei unserem ersten Treffen einem Fimprojekt übers Eiskunstlaufen, für dessen Verwirklichung nicht nur Regisseurin Alexandra Sell sondern auch sie schon lange kämpften. Bei diesem Treffen stellten wir auch fest, wir mögen uns. Natürlich war ich als leidenschaftliche Eiskunstlauf-Zuschauerin und langjährige Eislaufmutter (keine böse!!!) hellauf begeistert und überlegte mir, was sich tun kann. Aber mehr als die Werbetrommel zu rühren fiel mir nicht ein, Geld reinstecken, das war mir zu riskant, außerdem würden meine drei Euro wohl auch nicht viel bewirken. Also tat ich was ich konnte , bequtschte den Chefredakteur der Eiskunstlaufzeitung, für die ich über Sys schreibe (der arme Mann 😉), schrieb in meinen Blogs, in meinen facebookgruppen und warb mündlich. Irgendwann fragte mich Christine, was ich dafür haben möchte, natürlich antwortete ich: Nichts! Ich wusste ja, das Budget war klein und jeder Euro zählte, außerdem, war mein Beitrag ja nicht wirklich groß . Mehr im Scherz sagte ich also weiter, weil sie so drängelte: Aber ihr dürft mich gerne zur Premiere einladen, so ein Spektakel würde mir zu gerne mal anschauen. Ich sprach’s und vergass es.

Die Zeit vergeht

Und ehrlich gesagt, dachte ich kaum noch an den Film, nur die facebookmeldungen und Christines Buch, erinnerten. Vorletzte Ostern bekam ich dann eine Nachricht von Christine, dass sie Ostern im Sportforum drehen und ob ich nicht Lust hätte zu kommen. Na klar, wollte ich mir das ansehen, denn auch das war ein erstes Mal, kaum vor Ort war ich auch schon als Komparsen (unentgeltlich – das Budget) angeheuert. Es war echt interessant, das alles mal mitzuerleben, aber irgendwie auch langweilig, die meiste Zeit stand man rum und wartete, um dann kurzzeitig in enthusiastischen Applaus auszubrechen und die Kuscheltiere immer wieder über die Bande zu schmeißen. Zum Glück hatte aber ich viele Bekannte und Freunde aus der Eislaufwelt getroffen und wir konnten ausführlichst ratschen, außerdem hatte ich ja auch Töchting überredet.

Danach dann wieder lange nichts, irgendwann hieß es, der Film startet im Herbst 2017, dann im Januar 2018, dann hörte und las ich von der ersten Premiere bei Filmfestspielen in (?) und er kam anscheinend schon dort gut an.

Ehrlich, ich dachte immer, es gibt eine Premiere und das ist es dann, aber weit gefehlt, es sind echt viele.Dann, ich hatte ihn gerade wieder vergessen, meine Kränkelei machte mir ja genug zu schaffen, aber ich hatte mir schon vorgenommen, dass ich ins Kino gehe und ihn mir anschaue, wenn er rauskommt.

Aber Christine hält ihre Versprechen und so erhielt ich schon zur Vorpremiere eine Einladung ,da ich im Dezember aber krank im Bett oder sogar im Krankenhaus lag (wie 2017 so oft), konnte ich nicht, aber dann flatterte zu meiner großen Überraschung und Freude (was für nette Menschen ich doch kenne) die Einladung zur Team-Premiere mit allen Darstellern und Beteiligten ins Haus. Ich war wirklich aufgeregt und meine allererste Frage lautete:

Was soll ich anziehen?

Typisch Frau, meinst du? Scheint so, wir Frauen (na ja, viele von uns) sind schon komische Wesen, Wir, meine Mum (83) und ich auch, tatsächlich war das erstmal das wichtigste Thema. Wir hatten solch einen Bock uns mal wieder richtig aufzuhübschen und fragten uns, ob wir auch über den roten Teppich gehen würden. Glücklicherweise sah ich recht schnell ein, dass ein Abendkleid wohl übertrieben wäre. Auf der Einladung stand kein Dresscode, also schrieb ich der Regiseurin (die musste es ja wissen und durch einen Sturm auf Rügen und nicht fahrende Züge hatten wir uns etwas besser kennengelernt) mit der ich inzwischen auch bei facebook in Kontakt war und fragte nach. Ihre Antwort: Es darf sich festlich gekleidet werden. Ich werde auch ein Kleid anziehen für diesen besonders besonderen Abend:-) Juhu, wir dürfen uns chic machen! Ich besitze ein, eie ich finde tolles Strickkleid, das mir sehr passend erschien und auch Mums neuer Blazer war genau richtig. Aber Hilfe, ich muss barfuß gehen, ich habe keine Schuhe. Ich habe im letzten Jahr eigentlich nur Sneaker getragen und alte Schuhe? 😉Nein, es mussten neue sein, das Glück war mit mir, ich fand tolle Booties mit etwas Hacken und 30 % reduziert. Meine Mum brauche lediglich noch ein Glitzertop. Passende Täschchen ersteigerten wir uns bei E-Bay für kleines Geld. Wir gefielen uns und hatten echt schon Spass, ehe es endlich losging, auch wenn wir wohl bei GNT ohne Foto blieben 😉

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Im nächsten Beitrag, erfährst du endlich 😘, wie es so war auf dem roten Teppich, im Kino und danach

Liebste Grüße

Ela

WM ist WM (abc Etüden)

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Eigentlich war es ganz banal, ihr Chef war der Ansicht, wer für ihn schreiben will, muss über alles schreiben können und so hatte sich Marie letztendlich darauf eingelassen.

Genau deshalb saß sie jetzt hier in Hintertupfing und sollte übers Jodeln, genauer gesagt, die Jodel- und Schuhplattel-Weltmeisterschaft schreiben, davor grauste es ihr, denn es war nun mal so, alpenländische Volksmusik, verursachte ihr einen Brechreiz.

Was sie darüber schreiben sollte, keine Ahnung, außer etwas über eine junge Reporterin auf der Flucht, kurz kam ihr sogar die Idee sich vom Berg zu stürzen, aber nein, Marie war Profi und keiner konnte was für die vielen Bergurlaube und Wandertouren ihrer Kindheit, zu denen die Eltern sie quasi gezwungen hatten und natürlich hatte zu jedem der Urlaube ein Heimatabend gehört, für den sie, die Berliner Pflanze, ein Dirndl tragen musste.

Fast noch schlimmet fand sie damals, ihren Vater, der meinte er müsse in Lederhosen schuhplattln, oh Mann, was hatte sie sich geschämt, es war so oberpeinlich gewesen, wenn er dabei so seine Pirouette, hier: Rundtanz genannt, gedreht hatte.

Aber halt das war es, Marie hatte doch neulich in ihrem privaten Blog über die WM im Eiskunstlaufen geschrieben und WM ist WM, sie würde nur ein paar Namen und Begriffe austauschen müssen, alles ganz easy.

Dank zweier Maß und diverser kleiner leckerer ßelbstgebrannter, vielleicht auch dank Felix mit den ausgesprochen knackigen Beinen, wurde der Abend doch noch erträglich und Felix war so nett gewesen, ihr zu erklären worauf es ankam beim Plattln, da hatte sie selbst das Gejodle erstaunlich unbeschadet überstanden.

Leider war der Kater am nächsten Morgen auch nicht von schlechten Eltern gewesen, trotzdem musste sie schon mittags abgeben, Mist, also griff Marie den Plan vom gestern Abend wieder auf und schrieb den Blogpost um.

Leider war ihr Hirn wohl doch noch leicht benebelt gewesen, so dass ihr vor allem eine formidable Stilblüte gelang, mit der sie nun die gesamte Redaktion aufzog:

Besonders Sepp Hässlichmetzler zeige neben den klassischen Elementen, wie dem Plattln und Strampeln auch einen hervorragenden Dreifach-Axel.

Die abc Etüden

Eine neue Etüden-Woche mit wieder tollen Grafiken von Ludwig Zeidler, einer Einladung von Christiane und drei neuen Wörtern von Petra Schuseil vom wesentlichwerdenblog.wordpress.com, die da lauten: Stilblüte, banal, jodeln

Gesicht des Tages: Autorin Cornelia Lotter

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365 Tage hat eine neue Rubrik, gelegentlich werde ich Menschen, die ich besonders spannend finde, in Form eines Interviews vorstellen.

Das erste Gesicht ist die Autorin Cornelia Lotter, deren Roman „Absturz ins Leben“, ich kürzlich vorgestellt habe.  Noch mehr über sie und ihre Geschichten gibt es hier.

E: Es ist noch nicht lange her, da war ich Testleserin für dein Buch „Absturz ins Leben“ und mir hat es richtig gut gefallen, inzwischen hast du es veröffentlicht. Wie läuft es denn?

C: Ehrlich? Ich hatte mir mehr erhofft. Zum Beispiel läuft gerade eine Leserunde bei Lovelybooks. Das mache ich meistens, wenn ein neues Buch von mir erscheint, vor allem, um Rezensionen zu generieren. Nun ist es aber so, dass manche Lobeshymnen singen und trotzdem nicht die höchstmögliche Sternenzahl vergeben und anderen das Ende nicht ausgebaut genug ist bzw. zu schnell kommt. Das gibt dann auch Punktabzug. Natürlich kann man nicht immer 5 Sterne bekommen, das wäre völlig unrealistisch. Aber es schmerzt eben doch irgendwie. Und die Wertungen sind ein wichtiges Verkaufsargument.

E: Wie bist du eigentlich auf den Norden von Teneriffa gekommen, der bei deutschen Touristen ja nicht so sehr beliebt, weil ihnen der weiße Sandstrand fehlt? Warum hat dir die Gegend so gut gefallen?

C: Nachdem ich die Strände von verschiedenen Kanaren-Inseln schon kannte – die natürlich auch toll sind – wollte ich einfach mal was anderes sehen. Und meine Schwester, die zuvor schon in diesem Hotel war, hat so davon geschwärmt, dass ich es einfach ausprobieren wollte.

E:Gibt es das tolle Hotel aus dem Buch eigentlich wirklich und ist es tatsächlich so gut?

C: Damit ist die Frage schon beantwortet. Ja, das Hotel gibt es, und es ist noch toller, als ich es beschrieben habe (bei meinen 3 Aufenthalten dort ist es z.B. erst einmal vorgekommen, dass das Tauchbecken während der ganzen 2 Wochen leer war). Wer einmal wirklich einen sehr ruhigen, umsorgten Urlaub in schöner Umgebung genießen will, ist dort genau richtig. Das Hotel (es heißt Oceano) ist unter deutscher Leitung, das Personal spricht fast ausnahmslos unsere Sprache.

E: Du schreibst ja nicht nur unter dem Pseudonym „Natascha Schwarz“ sondern auch erfolgreiche Kriminalromane um die Detektivin Kirsten genannt Ki und den Kriminalkommissar Martin Bender unter deinem eigenen Namen und dafür hast du sogar schon den renommierten Leipziger Krimipreis gewonnen. Was kannst du uns über diese Reihe erzählen?

C: Als „renommiert“ würde ich den Preis nicht bezeichnen. Es gab ihn nur dieses eine Mal, und der kleine Leipziger Verlag, bei dem damals mein 1. Leipzig-Krimi rauskam, ist inzwischen insolvent. Aber ich liebe meine Figur Ki, weil sie so herrlich spröde und zerrissen ist, und deshalb habe ich die folgenden 5 Bände – den letzten erst vor wenigen Monaten – gern geschrieben und sie im Selfpublishing herausgebracht. Jeder Band ist für sich zu lesen und behandelt ein anderes Thema, aber wer die Entwicklung der beiden Charaktere verfolgen möchte, sollte tatsächlich mit dem 1. Teil, der jetzt „Blutangst“ heißt, beginnen.

E: Überhaupt schreibst du über viele unterschiedliche Themen, wie findest du die Themen?

C: Die Themen finden mich. Und zwar schneller, als ich über sie schreiben kann. Zwei Beispiele

Ein Beispiel ist mein Roman „Durch die Hölle“, wo es um therapie-induzierte Erinnerungen an (nicht stattgefundenen) sexuellen Missbrauch in der Kindheit geht. Da habe ich wieder über einen Betroffenen Zugang zu sieben weiteren Betroffenen bekommen, deren Geschichten in den Roman eingeflossen sind.

Und als zweites Beispiel will ich den ganz aktuellen Roman nennen, an dem ich gerade schreibe. Das Thema habe ich mir ausgesucht, nachdem ich vor einem Jahr die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein besichtigt habe, eine von sechs Euthanasie-Vernichtungsanstalten während der Nazizeit. Das, was ich dort gesehen habe, hat mich so bewegt und erschüttert, dass ich wusste: darüber musst du schreiben.

E: Inzwischen schreibst du hauptberuflich, wie hast du es geschafft von deinen Büchern leben zu können und das als Self-Publisher, d.h. ohne Verlag?

C: Leider ist das nur zur Hälfte wahr. Es ist richtig, dass ich mich 2015 entschlossen habe, im Zusammenhang mit meinem Umzug nach Leipzig keiner anderen Tätigkeit mehr nachzugehen, d.h. auf ein gesichertes Einkommen zu verzichten und nur noch zu schreiben. Nicht richtig ist, dass ich bereits von meinen Einkünften durch das Schreiben leben kann. Und außerdem beziehe ich auch noch Tantiemen von Verlagen, d.h. ich bin ein sogenannter Hybrid-Autor.

E: Hast du einen bestimmten Schreib Rhythmus, wieviel schreibst du, hast du dir ein Tagesziel gesetzt?

C: Ich bin ein Mensch, der sich keine Ziele setzt, was Schreibhäufigkeit oder Ausstoß anbelangt. Ich schreibe, wenn ich Lust dazu habe. Das können manchmal, wenn ich in einem „Flow“ bin, 10 Seiten sein, manchmal nur 5 und manchmal keine einzige. Ich glaube nicht, dass es für mich funktionieren würde, wenn ich mich mit dem Ziel: jetzt schreibe ich mal was, an mein Laptop setzen würde. Bevor ich loslege, muss ich wissen, was ich schreiben will. Wenn mir mal nichts einfällt, überarbeite oder recherchiere ich. Das gehört ja auch dazu. Aber auch das mache ich nicht jeden Tag. Das ist übrigens der Vorteil am Selfpublishing: Da kein Verlag mit einem Abgabedatum im Nacken sitzt, kann man das Ganze gemütlich angehen lassen.

E:Wie schaffst du es am Thema dranzubleiben, ein Buch zu Ende zu bringen? Wie motivierst du dich zum Weitermachen?

C: Das war noch nie ein Problem Das Problem ist eher, sich nicht zu verzetteln. Zum Beispiel, wenn schon das nächste Thema anklopft und man eigentlich viel mehr Lust hätte, jetzt damit anzufangen, weil es vielleicht beim aktuellen Projekt nicht so läuft. Aber das habe ich bis jetzt immer geschafft.

E:Gibt es ein besonderes Buch, das du unbedingt noch schreiben möchtest und wenn ja, warum?

C: Ich würde gern mal ein richtig literarisches Buch schreiben. Eins, was auch das Feuilleton mal bespricht. Das Thema wäre mir dann egal.

Würdest du zum Schluss bitte noch die vier Sätze vollenden?

Schreiben ist meine große Leidenschaft seit ich den Stift halten und Buchstaben malen kann.

Mein großes schriftstellerisches Vorbild ist xxx, weil …   Sorry, ich lese zwar viel, aber ein spezielles Vorbild habe ich nicht.

Neben dem Schreiben liebe ich es zu lesen, zu singen, zu wandern und mit netten Menschen zusammenzusitzen.

Wenn ich nicht Autorin geworden wäre, würde ich heute am liebsten auf einer Bühne stehen. Als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin oder Ähnliches. 

Vielen Dank Cornelia und allzeit eine gute Schreibe!

Liebste Grüße

Ela

Rezension – Natascha Schwarz: Absturz ins Leben

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received_10212677470005954Wie ich zu diesem Buch kam und wie ich Testleserin wurde, habe ich in einem anderen Beitrag ja bereits erzählt. Aber nun interessiert bestimmt den einen oder die andere, das Buch, darum heute nun (endlich) die Rezension.

Titel: Absturz ins Leben
Autorin: Natascha Schwarz
Format: E-Book
Verkauf durch:  Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0752Z7PJZ
Seitenzahl: 138
Preis: 0,99 €

Kurzbeschreibung:

Die Reisejournalistin Lena fliegt in den Norden Teneriffas, um einen Bericht für eine Frauenzeitschrift zu schreiben.

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Was macht eigentlich ein Testleser?

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Natürlich weiß ich, was ein Lektor macht und weiß auch, dass Bücher redigiert werden, aber den Begriff Testleserin kenne ich erst, seit mir diese Aufgabe anvertraut wurde.

Eine meiner Facebook-Freundinnen ist Autorin. Sie erzählt immer viel von ihrer Arbeit, so auch, dass nun ihr neuer Teneriffa-Roman bald fertig sei. Ich war ) begeistert, meine Lieblingsinsel (na ja, eine davon). Für mich ist die Insel, besser gesagt, ihr Norden, mein Traum-, Zauberland. Natürlich – ihr kennt mich – konnte ich mir einen euphorischen Kommentar nicht ersparen.

Prompt lag in meinem Postfach die Frage: „Willst du Testleserin für das Buch sein?“ Vorsichtig frage ich erstmal nach, was denn so eine Testleserin macht?

Die Anwort war, ich müsse das E-Book unter den Aspekten: Story, Schlüssigkeit, was ist zuviel, was zu wenig lesen und ein paar Fragen zum Inhalt beantworten, lesen. Ach ja, das alles bitte schnell.

Da ich ja eh gerne überall meinen Senf zu gebe, hatte ich Lust und stimmte zu. Angst hatte ich nur davor, dass es mir vielleicht nicht gefallen könnte.

Ich bekam das Buch dann im Word-Format zugesandt und konnte die Überarbeitungsfunktion nutzen, was ich auch eifrig tat. Mir hat es Spaß gemacht und gewissenhaft schrieb ich meine Kritik/Anmerkungen/Vorschläge an den Rand und beantwortete zum Schluss die Fragen. Am schwierigsten war es für mich, langsam und genau zu lesen, dass tue ich nämlich fast nie. Am Ende nach Rücksendung schien Natascha alias Cornelia zufrieden und ich war erleichtert.

Da ich nicht die einzige Testleserin war, habe ich keine Ahnung, was die anderrn dachten, daher bin ich nun dabei, es noch einmal unter dem Aspekt: Was wurde umgesetzt?, zu lesen

Das Buch

Absturz ins Leben von Natascha Schwarz

In den nächsten Tagen werde ich berichten, wie mir der Urlaubsroman gefallen hat und warum ich ihn  gerne gelesen habe. Für die, diees bis dahin nicht abwarten können,  gibt es Absturz ins Leben derzeit für einen Sonderpreis von nur 99 Cent.

Liebste Grüße

Ela

Allein = Einsam?

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Für mich war diese Reha auchals  so eine Art Selbstversuch angelegt, ich hatte mir schon vorher vorgenommen, mich hier nicht auf enge Freundschaften einzulassen.

Ich hatte gleich mehrere Gründe dafür:

  • Zum einen hatte ich anfangs ja arge Probleme mit meinem Bein, ich MUSSTE mich alle 50 m irgendwo hinsetzen oder -hocken, sonst zerschnitt ein großes Messer (gefühlt) meinen Unterschenkel bzw. ein Feuer brach da dringen aus. Ich wollte anderen, aber vor allem mir nicht antun, dass ich alle 3 Minuten hätte sagen müssen: Ich muss mich kurz hinsetzen
  • Ich wollte wissen, wie ich mich mit mir als hauptsächliche Gesellschaft zurechtkommen würde, kann ich alleine leben?
  • Ich fragte mich, ob ich mich sehr langweilen würde
  • Würde ich mich einsam fühlen?
  • Wie würde es sich – abgesehen – von dem Stundenplan anfühlen, selbst bestimmt zu leben?

Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich gut durchgehalten, natürlich habe ich mich ab und an mit Leuten unterhalten, habe am Tisch geplaudert und mit Zuhause telefoniert. Aber ich habe nach der Abreise meiner Familie vor knapp drei Wochen nur einmal etwas zusammen mit einer anderen Frau gemacht und das auch nur, weil wir uns zufällig am Eingang des Piratenspektakels getroffen haben.

Das Experiment ist geglückt, es geht mir gut mit mir. Gelangweilt habe ich mich gar nicht, aber ich will nicht verschweigen, dass es den einen oder anderen Moment gab, wo ich mich etwas verloren fühlte, aber doch erstaunlich selten.

Für mein Bein war es ganz gewiss die richtige Entscheidung, ich konnte ganz nach meinem eigenen Rhythmus leben, auf meine Bedürfnisse eingehen und die Belastung ganz langsam steigern, natürlich abgesehen von den Therapien hier. Aber auch da war es mir nicht peinlich auch mal zu sagen: Mir geht es nicht so gut, ich gehe in die Gruppe derer, die nicht so fit sind. Mit dieser Taktik bin ich gut vorangekommen, anfangs waren 300 m eine für mich schier unüberwindliche Distanz und gestern habe ich weit über 9000 Schrite und fast 5 km zurückgelegt, immer noch mit Pausen, aber dennoch ist der Unterschied gewaltig. Ich fühle mich wieder mobil.

Angst davor, mal alleine zu verreisen, hätte ich auch nicht mehr, denn auch nur mit sich kann man genießen und Spaß haben. Es macht mir gar nichts mehr aus, allein in ein Restaurant zu gehen oder an den Strand. Es ist nämlich auch schön, wenn man nach eigenem Gusto entscheiden kann, wo, wie, wann, was. Niemand will einem seine Vorstellungen einreden  und man ist ziemlich frei in seinen Entscheidungen. Auch wenn man mal zu nichts Lust hat, ist es okay.

Drei Vier Dinge waren für mich in dieser Zeit extrem wichtig:

  • Mein Kindle, ich habe soviel gelesen, wie schon ewig nicht mehr und zugegebenermaßen, mehrheitlich leichte Lektüre. Am besten, aber das war vorher schon klar, hat mir der 6. Band der Nightingale Schwestern gefallen. Den siebten habe ich schon vorbestellt. Gerade habe ich den zweiten Band einer neuen Serie um einen Erbenermittler fertig gelesen. Die Reihe gefällt mir auch gut, aber ich fand den ersten Band  (Margot S. Baumann: Band des Schweigens, John A. Fortunes 1. Fall) deutlich stärker. Als nächstes nehme ich mir einen historischen Krimi von Ann Granger (Ein Mord von besserer Qualität; ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross)
  • Das Smartphone und die Möglichkeit jederzeit Kontakt mit Familie oder Freunden aufzunehmen und natürlich zu fotografieren. Ich hatte hier auch eine richtige Kamera mit, eine recht teure Kompaktkamera von Sony, mit ihr wollte ich eigentlich filmen. Aber zum einen eignet sie sich dafür nicht gut, weil der Auslöser zum Filmen an einer blöden Stelle sitzt und man weder mit filmen beginnen noch es beenden kann ohne zu wackeln. Die Fotos mit meinen Smartphone (Samsung S 7) finde ich auch nicht schlechter, von daher war sie überflüssig.1501073674236
  • Mein Tablet mit Hülle und Tastatur, weil es so zum Laptop wurde und ich damit ganz prima meinen Blog, an meinem Krimi (der vermutlich doch nie fertig wird)  schreiben und E-Mails beantworten kann. Außerdem war es meine Schnittstelle zu meinem bevorzugten Streamingdienst. Ich habe mir die zweite Staffel einer meiner Lieblingsserien (Body of proof) vorher gekauft und wenn mir mal die Decke auf den Kopf fiel, geschaut.1501073754011
  • Meine (wechselnden) Tischnachbarn, denn so ein bisschen Kommunikation brauche ich dann doch auch.

Gefehlt haben mir meine Malsachen, ich hätte hier gerne  gemalt, aber die ganzen Sachen hätten nicht in meinen Koffer gepasst. Ich habe mir hier zwar noch Öl-Pastellkreide gekauft, aber so richtig meins ist das nicht und das Ergebnis sieht schon sehr nach Kinderbildern aus. Also habe ich dann einfach ein bisschen mehr fortografiert. Ich habe nämlich eine Galerie entdeckt, die einem hiesigen Maler gehört, der Foto-Mal-Collagen macht, eine Technik, die ich auch sehr gerne mal ausprobieren möchte.

Der Wiedereinstieg ins normale Leben in unserer Familien-WG wird sicher nicht ganz einfach, habe ich hier doch ausschließlich um mich gekreist. Ich werde mich wohl erstmal wieder daran gewöhnen müssen, auf andere einzugehen, Rücksicht zu nehmen und nicht mehr alles tun zu können, was mir gefällt. Aber ich freue mich jetzt auch richtig auf mein normales Leben in meiner kleinen Chaos-Familie.

Letztendlich hat sich Experiment gelohnt, ich hatte nämlich ganz schöne Ängste vor einer Zeit, wenn ich vielleicht doch mal alleine leben muss und nicht mehr arbeite. Ich bin mir jetzt sehr sicher, ich schaffe das, ohne depressiv zu werden. Wichtig ist dabei, glaube ich, dem Leben Struktur zu geben und Interessen zu haben.

Liebste Grüße

Ela