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Fuchs oder doch Kater? (Advents-abcEtüden)

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Ihr kennt doch alle Kater Anton mit den feuerroten Augen? Erfunden hat ihn Wortgeflumselkritzelkram, was macht er uns seitdem für einen Spaß, außerdem ich gebe es zu, bin ich ein kleines bisschen verliebt in ihn, darum soll er auch bei meinen allerersten Advents abcEtüden mein Protagonist sein.

Kater oder Fuchs?

Was für eine Aufregung doch wieder herrschte, die Menschin drehte fast durch und lief ständig hinter Anton hinterher Den Rest des Beitrags lesen »

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WM ist WM (abc Etüden)

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Eigentlich war es ganz banal, ihr Chef war der Ansicht, wer für ihn schreiben will, muss über alles schreiben können und so hatte sich Marie letztendlich darauf eingelassen.

Genau deshalb saß sie jetzt hier in Hintertupfing und sollte übers Jodeln, genauer gesagt, die Jodel- und Schuhplattel-Weltmeisterschaft schreiben, davor grauste es ihr, denn es war nun mal so, alpenländische Volksmusik, verursachte ihr einen Brechreiz.

Was sie darüber schreiben sollte, keine Ahnung, außer etwas über eine junge Reporterin auf der Flucht, kurz kam ihr sogar die Idee sich vom Berg zu stürzen, aber nein, Marie war Profi und keiner konnte was für die vielen Bergurlaube und Wandertouren ihrer Kindheit, zu denen die Eltern sie quasi gezwungen hatten und natürlich hatte zu jedem der Urlaube ein Heimatabend gehört, für den sie, die Berliner Pflanze, ein Dirndl tragen musste.

Fast noch schlimmet fand sie damals, ihren Vater, der meinte er müsse in Lederhosen schuhplattln, oh Mann, was hatte sie sich geschämt, es war so oberpeinlich gewesen, wenn er dabei so seine Pirouette, hier: Rundtanz genannt, gedreht hatte.

Aber halt das war es, Marie hatte doch neulich in ihrem privaten Blog über die WM im Eiskunstlaufen geschrieben und WM ist WM, sie würde nur ein paar Namen und Begriffe austauschen müssen, alles ganz easy.

Dank zweier Maß und diverser kleiner leckerer ßelbstgebrannter, vielleicht auch dank Felix mit den ausgesprochen knackigen Beinen, wurde der Abend doch noch erträglich und Felix war so nett gewesen, ihr zu erklären worauf es ankam beim Plattln, da hatte sie selbst das Gejodle erstaunlich unbeschadet überstanden.

Leider war der Kater am nächsten Morgen auch nicht von schlechten Eltern gewesen, trotzdem musste sie schon mittags abgeben, Mist, also griff Marie den Plan vom gestern Abend wieder auf und schrieb den Blogpost um.

Leider war ihr Hirn wohl doch noch leicht benebelt gewesen, so dass ihr vor allem eine formidable Stilblüte gelang, mit der sie nun die gesamte Redaktion aufzog:

Besonders Sepp Hässlichmetzler zeige neben den klassischen Elementen, wie dem Plattln und Strampeln auch einen hervorragenden Dreifach-Axel.

Die abc Etüden

Eine neue Etüden-Woche mit wieder tollen Grafiken von Ludwig Zeidler, einer Einladung von Christiane und drei neuen Wörtern von Petra Schuseil vom wesentlichwerdenblog.wordpress.com, die da lauten: Stilblüte, banal, jodeln

Gesicht des Tages: Autorin Cornelia Lotter

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365 Tage hat eine neue Rubrik, gelegentlich werde ich Menschen, die ich besonders spannend finde, in Form eines Interviews vorstellen.

Das erste Gesicht ist die Autorin Cornelia Lotter, deren Roman „Absturz ins Leben“, ich kürzlich vorgestellt habe.  Noch mehr über sie und ihre Geschichten gibt es hier.

E: Es ist noch nicht lange her, da war ich Testleserin für dein Buch „Absturz ins Leben“ und mir hat es richtig gut gefallen, inzwischen hast du es veröffentlicht. Wie läuft es denn?

C: Ehrlich? Ich hatte mir mehr erhofft. Zum Beispiel läuft gerade eine Leserunde bei Lovelybooks. Das mache ich meistens, wenn ein neues Buch von mir erscheint, vor allem, um Rezensionen zu generieren. Nun ist es aber so, dass manche Lobeshymnen singen und trotzdem nicht die höchstmögliche Sternenzahl vergeben und anderen das Ende nicht ausgebaut genug ist bzw. zu schnell kommt. Das gibt dann auch Punktabzug. Natürlich kann man nicht immer 5 Sterne bekommen, das wäre völlig unrealistisch. Aber es schmerzt eben doch irgendwie. Und die Wertungen sind ein wichtiges Verkaufsargument.

E: Wie bist du eigentlich auf den Norden von Teneriffa gekommen, der bei deutschen Touristen ja nicht so sehr beliebt, weil ihnen der weiße Sandstrand fehlt? Warum hat dir die Gegend so gut gefallen?

C: Nachdem ich die Strände von verschiedenen Kanaren-Inseln schon kannte – die natürlich auch toll sind – wollte ich einfach mal was anderes sehen. Und meine Schwester, die zuvor schon in diesem Hotel war, hat so davon geschwärmt, dass ich es einfach ausprobieren wollte.

E:Gibt es das tolle Hotel aus dem Buch eigentlich wirklich und ist es tatsächlich so gut?

C: Damit ist die Frage schon beantwortet. Ja, das Hotel gibt es, und es ist noch toller, als ich es beschrieben habe (bei meinen 3 Aufenthalten dort ist es z.B. erst einmal vorgekommen, dass das Tauchbecken während der ganzen 2 Wochen leer war). Wer einmal wirklich einen sehr ruhigen, umsorgten Urlaub in schöner Umgebung genießen will, ist dort genau richtig. Das Hotel (es heißt Oceano) ist unter deutscher Leitung, das Personal spricht fast ausnahmslos unsere Sprache.

E: Du schreibst ja nicht nur unter dem Pseudonym „Natascha Schwarz“ sondern auch erfolgreiche Kriminalromane um die Detektivin Kirsten genannt Ki und den Kriminalkommissar Martin Bender unter deinem eigenen Namen und dafür hast du sogar schon den renommierten Leipziger Krimipreis gewonnen. Was kannst du uns über diese Reihe erzählen?

C: Als „renommiert“ würde ich den Preis nicht bezeichnen. Es gab ihn nur dieses eine Mal, und der kleine Leipziger Verlag, bei dem damals mein 1. Leipzig-Krimi rauskam, ist inzwischen insolvent. Aber ich liebe meine Figur Ki, weil sie so herrlich spröde und zerrissen ist, und deshalb habe ich die folgenden 5 Bände – den letzten erst vor wenigen Monaten – gern geschrieben und sie im Selfpublishing herausgebracht. Jeder Band ist für sich zu lesen und behandelt ein anderes Thema, aber wer die Entwicklung der beiden Charaktere verfolgen möchte, sollte tatsächlich mit dem 1. Teil, der jetzt „Blutangst“ heißt, beginnen.

E: Überhaupt schreibst du über viele unterschiedliche Themen, wie findest du die Themen?

C: Die Themen finden mich. Und zwar schneller, als ich über sie schreiben kann. Zwei Beispiele

Ein Beispiel ist mein Roman „Durch die Hölle“, wo es um therapie-induzierte Erinnerungen an (nicht stattgefundenen) sexuellen Missbrauch in der Kindheit geht. Da habe ich wieder über einen Betroffenen Zugang zu sieben weiteren Betroffenen bekommen, deren Geschichten in den Roman eingeflossen sind.

Und als zweites Beispiel will ich den ganz aktuellen Roman nennen, an dem ich gerade schreibe. Das Thema habe ich mir ausgesucht, nachdem ich vor einem Jahr die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein besichtigt habe, eine von sechs Euthanasie-Vernichtungsanstalten während der Nazizeit. Das, was ich dort gesehen habe, hat mich so bewegt und erschüttert, dass ich wusste: darüber musst du schreiben.

E: Inzwischen schreibst du hauptberuflich, wie hast du es geschafft von deinen Büchern leben zu können und das als Self-Publisher, d.h. ohne Verlag?

C: Leider ist das nur zur Hälfte wahr. Es ist richtig, dass ich mich 2015 entschlossen habe, im Zusammenhang mit meinem Umzug nach Leipzig keiner anderen Tätigkeit mehr nachzugehen, d.h. auf ein gesichertes Einkommen zu verzichten und nur noch zu schreiben. Nicht richtig ist, dass ich bereits von meinen Einkünften durch das Schreiben leben kann. Und außerdem beziehe ich auch noch Tantiemen von Verlagen, d.h. ich bin ein sogenannter Hybrid-Autor.

E: Hast du einen bestimmten Schreib Rhythmus, wieviel schreibst du, hast du dir ein Tagesziel gesetzt?

C: Ich bin ein Mensch, der sich keine Ziele setzt, was Schreibhäufigkeit oder Ausstoß anbelangt. Ich schreibe, wenn ich Lust dazu habe. Das können manchmal, wenn ich in einem „Flow“ bin, 10 Seiten sein, manchmal nur 5 und manchmal keine einzige. Ich glaube nicht, dass es für mich funktionieren würde, wenn ich mich mit dem Ziel: jetzt schreibe ich mal was, an mein Laptop setzen würde. Bevor ich loslege, muss ich wissen, was ich schreiben will. Wenn mir mal nichts einfällt, überarbeite oder recherchiere ich. Das gehört ja auch dazu. Aber auch das mache ich nicht jeden Tag. Das ist übrigens der Vorteil am Selfpublishing: Da kein Verlag mit einem Abgabedatum im Nacken sitzt, kann man das Ganze gemütlich angehen lassen.

E:Wie schaffst du es am Thema dranzubleiben, ein Buch zu Ende zu bringen? Wie motivierst du dich zum Weitermachen?

C: Das war noch nie ein Problem Das Problem ist eher, sich nicht zu verzetteln. Zum Beispiel, wenn schon das nächste Thema anklopft und man eigentlich viel mehr Lust hätte, jetzt damit anzufangen, weil es vielleicht beim aktuellen Projekt nicht so läuft. Aber das habe ich bis jetzt immer geschafft.

E:Gibt es ein besonderes Buch, das du unbedingt noch schreiben möchtest und wenn ja, warum?

C: Ich würde gern mal ein richtig literarisches Buch schreiben. Eins, was auch das Feuilleton mal bespricht. Das Thema wäre mir dann egal.

Würdest du zum Schluss bitte noch die vier Sätze vollenden?

Schreiben ist meine große Leidenschaft seit ich den Stift halten und Buchstaben malen kann.

Mein großes schriftstellerisches Vorbild ist xxx, weil …   Sorry, ich lese zwar viel, aber ein spezielles Vorbild habe ich nicht.

Neben dem Schreiben liebe ich es zu lesen, zu singen, zu wandern und mit netten Menschen zusammenzusitzen.

Wenn ich nicht Autorin geworden wäre, würde ich heute am liebsten auf einer Bühne stehen. Als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin oder Ähnliches. 

Vielen Dank Cornelia und allzeit eine gute Schreibe!

Liebste Grüße

Ela

Rezension – Natascha Schwarz: Absturz ins Leben

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received_10212677470005954Wie ich zu diesem Buch kam und wie ich Testleserin wurde, habe ich in einem anderen Beitrag ja bereits erzählt. Aber nun interessiert bestimmt den einen oder die andere, das Buch, darum heute nun (endlich) die Rezension.

Titel: Absturz ins Leben
Autorin: Natascha Schwarz
Format: E-Book
Verkauf durch:  Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B0752Z7PJZ
Seitenzahl: 138
Preis: 0,99 €

Kurzbeschreibung:

Die Reisejournalistin Lena fliegt in den Norden Teneriffas, um einen Bericht für eine Frauenzeitschrift zu schreiben.

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Was macht eigentlich ein Testleser?

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Natürlich weiß ich, was ein Lektor macht und weiß auch, dass Bücher redigiert werden, aber den Begriff Testleserin kenne ich erst, seit mir diese Aufgabe anvertraut wurde.

Eine meiner Facebook-Freundinnen ist Autorin. Sie erzählt immer viel von ihrer Arbeit, so auch, dass nun ihr neuer Teneriffa-Roman bald fertig sei. Ich war ) begeistert, meine Lieblingsinsel (na ja, eine davon). Für mich ist die Insel, besser gesagt, ihr Norden, mein Traum-, Zauberland. Natürlich – ihr kennt mich – konnte ich mir einen euphorischen Kommentar nicht ersparen.

Prompt lag in meinem Postfach die Frage: „Willst du Testleserin für das Buch sein?“ Vorsichtig frage ich erstmal nach, was denn so eine Testleserin macht?

Die Anwort war, ich müsse das E-Book unter den Aspekten: Story, Schlüssigkeit, was ist zuviel, was zu wenig lesen und ein paar Fragen zum Inhalt beantworten, lesen. Ach ja, das alles bitte schnell.

Da ich ja eh gerne überall meinen Senf zu gebe, hatte ich Lust und stimmte zu. Angst hatte ich nur davor, dass es mir vielleicht nicht gefallen könnte.

Ich bekam das Buch dann im Word-Format zugesandt und konnte die Überarbeitungsfunktion nutzen, was ich auch eifrig tat. Mir hat es Spaß gemacht und gewissenhaft schrieb ich meine Kritik/Anmerkungen/Vorschläge an den Rand und beantwortete zum Schluss die Fragen. Am schwierigsten war es für mich, langsam und genau zu lesen, dass tue ich nämlich fast nie. Am Ende nach Rücksendung schien Natascha alias Cornelia zufrieden und ich war erleichtert.

Da ich nicht die einzige Testleserin war, habe ich keine Ahnung, was die anderrn dachten, daher bin ich nun dabei, es noch einmal unter dem Aspekt: Was wurde umgesetzt?, zu lesen

Das Buch

Absturz ins Leben von Natascha Schwarz

In den nächsten Tagen werde ich berichten, wie mir der Urlaubsroman gefallen hat und warum ich ihn  gerne gelesen habe. Für die, diees bis dahin nicht abwarten können,  gibt es Absturz ins Leben derzeit für einen Sonderpreis von nur 99 Cent.

Liebste Grüße

Ela

Allein = Einsam?

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Für mich war diese Reha auchals  so eine Art Selbstversuch angelegt, ich hatte mir schon vorher vorgenommen, mich hier nicht auf enge Freundschaften einzulassen.

Ich hatte gleich mehrere Gründe dafür:

  • Zum einen hatte ich anfangs ja arge Probleme mit meinem Bein, ich MUSSTE mich alle 50 m irgendwo hinsetzen oder -hocken, sonst zerschnitt ein großes Messer (gefühlt) meinen Unterschenkel bzw. ein Feuer brach da dringen aus. Ich wollte anderen, aber vor allem mir nicht antun, dass ich alle 3 Minuten hätte sagen müssen: Ich muss mich kurz hinsetzen
  • Ich wollte wissen, wie ich mich mit mir als hauptsächliche Gesellschaft zurechtkommen würde, kann ich alleine leben?
  • Ich fragte mich, ob ich mich sehr langweilen würde
  • Würde ich mich einsam fühlen?
  • Wie würde es sich – abgesehen – von dem Stundenplan anfühlen, selbst bestimmt zu leben?

Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich gut durchgehalten, natürlich habe ich mich ab und an mit Leuten unterhalten, habe am Tisch geplaudert und mit Zuhause telefoniert. Aber ich habe nach der Abreise meiner Familie vor knapp drei Wochen nur einmal etwas zusammen mit einer anderen Frau gemacht und das auch nur, weil wir uns zufällig am Eingang des Piratenspektakels getroffen haben.

Das Experiment ist geglückt, es geht mir gut mit mir. Gelangweilt habe ich mich gar nicht, aber ich will nicht verschweigen, dass es den einen oder anderen Moment gab, wo ich mich etwas verloren fühlte, aber doch erstaunlich selten.

Für mein Bein war es ganz gewiss die richtige Entscheidung, ich konnte ganz nach meinem eigenen Rhythmus leben, auf meine Bedürfnisse eingehen und die Belastung ganz langsam steigern, natürlich abgesehen von den Therapien hier. Aber auch da war es mir nicht peinlich auch mal zu sagen: Mir geht es nicht so gut, ich gehe in die Gruppe derer, die nicht so fit sind. Mit dieser Taktik bin ich gut vorangekommen, anfangs waren 300 m eine für mich schier unüberwindliche Distanz und gestern habe ich weit über 9000 Schrite und fast 5 km zurückgelegt, immer noch mit Pausen, aber dennoch ist der Unterschied gewaltig. Ich fühle mich wieder mobil.

Angst davor, mal alleine zu verreisen, hätte ich auch nicht mehr, denn auch nur mit sich kann man genießen und Spaß haben. Es macht mir gar nichts mehr aus, allein in ein Restaurant zu gehen oder an den Strand. Es ist nämlich auch schön, wenn man nach eigenem Gusto entscheiden kann, wo, wie, wann, was. Niemand will einem seine Vorstellungen einreden  und man ist ziemlich frei in seinen Entscheidungen. Auch wenn man mal zu nichts Lust hat, ist es okay.

Drei Vier Dinge waren für mich in dieser Zeit extrem wichtig:

  • Mein Kindle, ich habe soviel gelesen, wie schon ewig nicht mehr und zugegebenermaßen, mehrheitlich leichte Lektüre. Am besten, aber das war vorher schon klar, hat mir der 6. Band der Nightingale Schwestern gefallen. Den siebten habe ich schon vorbestellt. Gerade habe ich den zweiten Band einer neuen Serie um einen Erbenermittler fertig gelesen. Die Reihe gefällt mir auch gut, aber ich fand den ersten Band  (Margot S. Baumann: Band des Schweigens, John A. Fortunes 1. Fall) deutlich stärker. Als nächstes nehme ich mir einen historischen Krimi von Ann Granger (Ein Mord von besserer Qualität; ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross)
  • Das Smartphone und die Möglichkeit jederzeit Kontakt mit Familie oder Freunden aufzunehmen und natürlich zu fotografieren. Ich hatte hier auch eine richtige Kamera mit, eine recht teure Kompaktkamera von Sony, mit ihr wollte ich eigentlich filmen. Aber zum einen eignet sie sich dafür nicht gut, weil der Auslöser zum Filmen an einer blöden Stelle sitzt und man weder mit filmen beginnen noch es beenden kann ohne zu wackeln. Die Fotos mit meinen Smartphone (Samsung S 7) finde ich auch nicht schlechter, von daher war sie überflüssig.1501073674236
  • Mein Tablet mit Hülle und Tastatur, weil es so zum Laptop wurde und ich damit ganz prima meinen Blog, an meinem Krimi (der vermutlich doch nie fertig wird)  schreiben und E-Mails beantworten kann. Außerdem war es meine Schnittstelle zu meinem bevorzugten Streamingdienst. Ich habe mir die zweite Staffel einer meiner Lieblingsserien (Body of proof) vorher gekauft und wenn mir mal die Decke auf den Kopf fiel, geschaut.1501073754011
  • Meine (wechselnden) Tischnachbarn, denn so ein bisschen Kommunikation brauche ich dann doch auch.

Gefehlt haben mir meine Malsachen, ich hätte hier gerne  gemalt, aber die ganzen Sachen hätten nicht in meinen Koffer gepasst. Ich habe mir hier zwar noch Öl-Pastellkreide gekauft, aber so richtig meins ist das nicht und das Ergebnis sieht schon sehr nach Kinderbildern aus. Also habe ich dann einfach ein bisschen mehr fortografiert. Ich habe nämlich eine Galerie entdeckt, die einem hiesigen Maler gehört, der Foto-Mal-Collagen macht, eine Technik, die ich auch sehr gerne mal ausprobieren möchte.

Der Wiedereinstieg ins normale Leben in unserer Familien-WG wird sicher nicht ganz einfach, habe ich hier doch ausschließlich um mich gekreist. Ich werde mich wohl erstmal wieder daran gewöhnen müssen, auf andere einzugehen, Rücksicht zu nehmen und nicht mehr alles tun zu können, was mir gefällt. Aber ich freue mich jetzt auch richtig auf mein normales Leben in meiner kleinen Chaos-Familie.

Letztendlich hat sich Experiment gelohnt, ich hatte nämlich ganz schöne Ängste vor einer Zeit, wenn ich vielleicht doch mal alleine leben muss und nicht mehr arbeite. Ich bin mir jetzt sehr sicher, ich schaffe das, ohne depressiv zu werden. Wichtig ist dabei, glaube ich, dem Leben Struktur zu geben und Interessen zu haben.

Liebste Grüße

Ela

Tag 362: Das Ende der Welt, es ist eine Frau

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Stellt euch vor der neue James Bond wäre eine Jane Bond, wie wäre das? So ging es gestern der Fangemeinde der britischen Kultserie Doctor Who, gab die BBC doch gestern bekannt, dass der 13. Doctor von einer Frau verkörpert werden soll. Viele fanden die Entscheidung gut oder nahmen sie doch mit einem Achselzucken zur Kenntnis, aber auch ein kollektiver Aufschrei der Empörung ging durch die Reihen der Fans, gerade so als würde man den Amerikanern ihren Truthahn zu Thanksgiving durch einen Schweinebraten ersetzen wollen.

Der Doctor, ein Mann, besser gesagt, der letzt Timelord, der in seiner Tardis unterwegs ist, um die Welt(en) zu retten, dargestellt von einer Frau, Hilfe, die Welt geht unter. Oh mein Gott, wie soll nur ein dummes kleines Frauchen dieser hehren Aufgabe gewachsen sein, mal abgesehen davon, dass sie nun wohl eher eine Timelady sein würde. Ein User in einer einschlägigen Facebookgruppe meinte, es könne nur daran liegen, dass die BBC völlig verzweifelt sei, wenn sie so drastische Änderungen vornimmt und er sei irgendwas zwischen todtraurig und unendlich wütend, weil man jeglichen Respekt vor den Fans, die die Serie bereits seit ihrer Kindheit schauen, vermissen lasse. Fast noch schlimmer sind die Reaktionen vieler weiblicher Fans, von den beispielsweise eine befürchtete, die Tardis würde nun Rosa werden und in ihr würde sich Tussi-Kram befinden oder es gäbe gar Liebesgeschichten … ihhhhhh. Mädels, euch verstehe ich ein bisschen, früher habe ich mich auch in meine Serienhelden verknallt und wäre deswegen nicht unbedingt lesbisch geworden. Aber beruhigt euch Mädels, sogar in Deutschland dürft ihr die Doktorin nun bald heiraten.

Bei den Männern macht sich nun wohl eher die Angst breit, eine der letzten Domänen für echte Kerle zu verlieren, wo kommen wir denn dahin, es gibt schon weibliche Ärzte, Astronauten, Fußballschiedsrichter, Bundeskanzler, Piloten und nun auch noch Doctor Who, der letzte seiner Zunft.  Nee, dass kann doch nicht sein, wenn ihr jetzt nicht aufpasst, wollen die Mädels demnächst auch noch im Stehen pinkeln.

Ich gebe ja zu, den Capaldi (der jetzige Doctor) mag ich nicht und Tenant habe ich bestreikt, Matt Smith, den und seine Prise Humor mochte ich, auch Sylvester McCoy fand ich klasse und ich hatte mich eigentlich jetzt auf Kris Marshall gefreut, wobei der ja auch gar nicht ging, der hat – oh Schreck – rote Haare und noch dazu Humor. Aber als ich dann lass Jodie Whittaker wird der 13. Doctor, dachte ich: Endlich! Als ich vor ein paar Jahren Fan wurde, war meine erste Frage an meine Tochter, die mir als Fan weit voraus ist  und mir erzählte, dass der Doctor immer wieder eine neue Gestalt annimmt: Ist er denn manchmal auch eine Frau?  Ich  mag nämlich weibliche Protagonisten, mit denen kann ich mich so schön identifizieren und die Welt würde ich natürlich auch gerne mal retten.

Keep calm, the doctor comes … Und schaut euch mal das Beitragsbild an, ich finde ich gäbe einen Top-Doctor ab, oder?

Liebste Grüße

Ela