Montag Morgen, nicht jeder der zur Arbeit fährt, entdeckt…

Ich mag Montagmorgen nicht, wie vermutlich 80 % der Weltbevölkerung. Dann liegt nämlich das schöne und/oder faule, aber immer freie Wochenende mit seinen 1.000 Möglichkeiten hinter uns und die Arbeitswoche liegt lang und vielleicht auch langweilig vor uns.

Anders ist es auch bei mir nicht, zumal morgen der große Boss mit seinen „tollen“ Ideen wieder da. Aber manchmal geschehen doch diese kleinen Wunder … „Montag Morgen, nicht jeder der zur Arbeit fährt, entdeckt…“ weiterlesen

In der süßen Welt aus Schokolade

Heute war für die beste Tochter, die Fotos von sich hier nicht sehen möchte, und für mich nicht nur Ostern, nein auch „Fastenbrechen“ angesagt. Wir haben ja sechs Wochen keine Süßigkeiten, keinen Kuchen, Pudding, Eis u.s.w. gegessen.

Gestern durften wir endlich wir und natürlich auch meine Mum, wieder schlemmen und das haben wir gebührend gefeiert am bestimmt best geeigneten Ort der Welt im Cafe des Schokoladenhauses Rausch am Gendarmenmarkt. Alles war mega lecker, egal ob Maripan- oder Herrentörtchen, Berliner Waffel oder Schokoladenfondue …. hmmmmm.

Man sollte allerdings unbedingt reservieren, was wir zum Glück getan hatten, es stand eine lange Schlange vor der Tür. Billig ist es nicht, aber die Preise waren sehr angemessen.

Der Reichstag aus Schokolade

Tipp: Von Dienstag – Samstag gibt es auch jeweils zwei Tagesgerichte natürlich mit Schokolade.

Liebste Grüße

Ela

Verzauberng gefällig? #christmasgarden

Gestern war mein Tag und ich wollte mich von meinen – gerade ziemlich unfreundlichen – Körper auf keinen Fall bremsen lassen. Schon im letzen Jahr hatte ich mich sehr auf den Christmas Garden gefreut, der im übrigen im Botanischen Garten in Berlin ist, aber dann kam der Umzug, der damit verbundene Stress und mein erster Tutti-Kompletti-Ausfall, kurzum es ging einfach nicht.

Das sollte mir nicht wieder passieren, nein ich wollte mich nicht wieder unterkriegen lassen! Meine Lieblings-Mum überließ mir ihren nagelneuen Rollstuhl und mein liebstes Töchterchen schob mich über Stock und Stein durchs Gewühl.

Die Perspektive war schon eine ganz andere als normal auf zwei Beinen . Was habe ich auf zwei Rollen gelernt:

  • Ich war da unten mehr oder minder unsichtbar, kurzfristig überlegte ich Leute, die partout nicht zu Seite gehen wollten jeweils kurz in den Allerersten zu kn…
  • du siehst da unten Bäuche und Hintern, Hintern und Bäuche und noch mehr Hintern und …Ich
  • man wird ganz schön durchgeschüttelt
  • es wurde mit der Zeit kalt, geradezu sibierisch und mein Kleiderschrank hat kläglich versagt.

Trotzdem hat mich der Christmas Garden verzaubert, da waren wirkliche Künstler am Werk. Am meisten angetan haben es mir die taktgenau tanzenden Bäume, das muss man gesehen haben. Die Trauerweide im goldenen Kleid, ein Traum, ich liebe Trauerweiden und dann die bunte Engelsformation, ich war eine Zeitlang in einer verzauberten Welt und kann einen Besuch nur empfehlen

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Liebste Grüße

Ela

Das Leben ist bunt

Angeregt durch einen großartigen Beitrag von SackingBob74 habe ich über meinen Alltag in Berlins Mitte nachgedacht.

Neulich war ich mit meiner Mum im Kiez unterwegs, zuerst spazierten wir durch unsere Straße zum kleinen Zeitungsladen, die Betreiberin ist eine ältere Dame, eine syrische Christin. Nachdem meine Mutter ihre geliebten Wohnzeitschriften gekauft hatte, ging es weiter zur Reinigung, die von einer total netten polnischen Familie geführt wird. Gleich nebenan habe ich mich schnell bei meiner russischen Friseurin angemeldet. Danach brauchten wir eine Pause und gingen in das kleine arabische Cafe mit den viel zu leckeren Torten. Auf dem Rückweg war ich noch auf einen Sprung im türkischen Supermarkt Bulgur kaufen. Zum Schluß brauchten wir noch die leckeren kleinen Äpfel und frische Eier aus dem Bioladen, wobei wir noch ein Schwätzchen mit der iranischen Inhaberin hielten. Als wir dann wieder Zuhause waren, klingelte unser englischer Nachbar um sein Paket abzuholen.

Kurz gesagt, wir verbrachten ein ganz normalen Nachmittag …

Liebste Grüße

Ela

Tag 285 – Reisebericht London/Cardiff, Teil IV: Keep calm the doctor comes

Das stimmt so nicht ganz, denn wir sind ja in Wirklichkeit gekommen. Tatsächlich war aber Doctor Who der eigentliche Grund für unsere Reise.

Einige fragen sich nun wahrscheinlich, wer dieser Doctor überhaupt ist. Er ist die Titelfigur einer BBC-Serie, die erstmal am 23.11.1963 ausgestrahlt wurde. Ursprünglich war es eine SF-Serie für Kinder um einen zeitreisenden Timelord, Doctor Who eben. Mit der Zeit fanden auch immer mehr Erwachsene die Serie toll und die Fangemeide wuchs. Der Doctor reist mit (wechselnenden) Begleitern in der Tardis (eine umgebaute Polizei-Station) durch Raum und Zeit und muss vielfältige Abenteuer bestehen. 1989 war jedoch erstmal Schluss, danach kam noch ein Film bis es dann 2005 weiterging und noch geht. Der Doctor hat in all den Jahren häufig seine Gestalt gewechselt. Nach 828 Folgen in 36 Staffeln  ist die Serie absoluter Kult und hat ihre Fans überall auf der Welt.

Der ganz große Doctor Who-Fan in der Familie ist  J., die mich in abgeschwächter Form inzwischen angesteckt hat und sogar die Oma ist inzwischen fast ein Fan. Die Serie wird heutzutage hauptsächlich in Cardiff, das in den letzten Jahren eine richtige Medienstadt geworden ist, gedreht. Seit einiger Zeit gibt es hier auch die Doctor Who Experience, in die wir heute wollen. Es eilte ein wenig, denn am Ende des Sommers soll sie schließen. „Ich will nach Cardiff, kommt ihr mit?“, mit diesen Worten von J. fing alles an.

Aber erstmal sitzen wir – schon wieder im Sonnenschein – beim Frühstück, zugegebenermaßen nicht ganz so gut wie in London, dafür aber ruhiger und auch lecker.

So gestärkt sind wir zu jeder Zeitreise bereit. Wegen E. nehmen wir ein Taxi und sind damit schnell in der Cardiff Bay Area und somit  auch bei Doctor Who. Unsere Tickets und einen Rollstuhl hat J. schon von Deutschland aus reserviert  (hier).

Am Eingang wissen wir direkt wo wir sind, da sind die Schilder und eine Tardis hängt über der Bucht. Die ersten Exponate finden sich bereits im Eingangsbereich, schnell werden wir eingewiesen und müssen mit anderen noch kurz warten, bis uns ein Galyfreyaner in seine Obhut nimmt und uns durch den ersten Teil des Abenteuers geleitet und schon sind wir Teil des Who-Kosmos, wir sind in der Tardis und fliegen mit ihr davon, treffen den Doctor und die Daleks. Ein wenig bedaure ich zwar, dass es nicht Matt Smith sondern Peter Capaldi ist, aber toll ist er auch. Ich will nicht zu viel verraten, aber ein echtes Erlebnis (Fotografieren verboten). Entlassen werden wir dann in die richtige Ausstellung mit ganz vielen Exponaten sowohl aus der klassischen als auch aus der neuen Serie. Es gibt viele Kostüme, Monster, die Begleiter und auch die alten (so viel schöneren) Daleks. Am Ende haben wir noch die Chance auf ein Foto, die wir natürlich nutzen und das jetzt in der Wohnküche hängt.

Anschließend entern wir den Shop, J. kauft ordentlich ein und unsere Omi beschließt, wie brauchen ein Tardis Milchkännchen und …

Im wenig spektakulären Cafe stärken wir uns und machen uns dann auf die Cardiff Bay Area zu entdecken, zufällig hören wir noch dass dort gerade für Doctor Who gedreht wird, aber als wir am Millenium Center angekommen sind, packen sie gerade ein. Trotzdem lohnt der Besuch, die Gegend ist sehr modern, es gibt tolle Restaurants, Cafes und jede Menge Wasser.

Fortsetzung folgt mit ein bisschen mehr Cardiff

Liebste Grüße 

Ela

Tag 181 – Terror in Berlin

Nun ist er also auch bei uns in Berlin angekommen,  der Terror. Fünf Minuten von unserer neuen Wohnung ist ein LKW in meinen Lieblings-Weihnachtsmarkt gerast. Unfassbar!

Natürlich frage ich mich, ob unter den Opfern und Verletzten jemand ist, den ich kenne.

Gerade hatte ich gesagt, dass mir das Fernsehen gar nicht fehlt (noch nicht wieder angeschlossen), aber nun fehlt es doch. Denn wie immer wenn ich mich fürchte, bin ich gierig nach Informationen. Aber irgendwie fühlt es sich ohne die Berichte auch surreal an. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Was ich nicht gteifen kann, ist nicht existent.

Am liebsten würde ich mein (erwachsenes) Kind die nächsten Tage daheim einsperren und auf einmal ist es mir schnurzpiepegal, ob noch ein paar unausgepackte Kartons rumstehen und noch nicht alle Gardinen vor den Fenstern sind. Wir hatten Glück und sind zumindest heute  in Sicherheit.

Mein Mitgefühl den Opfern, ihren Angehörigen und den Verletzten.

eure 

Ela

Tag 136 – Schrecklich geheim

Gestern bin ich auf dem Weg in die Eishalle an der neuen Liegenschaft des BND (Bundesnachrichtendienst) vorbeigekommen. „Tag 136 – Schrecklich geheim“ weiterlesen

Tag 101 – Hallo Alltag!

Heute war unser Abreisetag, alles lief gut und wir sitzen inzwischen wieder auf unserem Berliner Sofa bzw. Sessel.

Gerade sagte meine Mutter: „Ich glaube, ich habe meinen Sessel nie verlassen“. Ist es nicht erschreckend, wie schnell einen der Alltag wieder im Griff hat? Gut, dass es Fotobeweise gibt.


Daher nun ein Foto zur Motivation und, weil der Herbst auch noch schöne Tsge macht.

Bis morgen

eure

Ela

P.S. Natürlich gibt es noch ein ungeschmincktes Urlaubsfazit

Urlaubstag 11 (Tag 96) – Mehr als Meer

Auch heute war wieder ein schöner Urlaubstag, auch wenn es ganz schön kalt geworden ist und ich einen großen Becher Kaffee über die Jeans bekommen habe.

Wir haben uns Haffkrug angesehen, dahin sind wir mit so einer kleinen Bimmelbahn gefahren.

 Von der Fahrt habe ich allerdings wenig mitbekommen, weil die Kassierin mehr als redseelig war. Aber dafür bin ich jetzt nicht nur mit ihrer Achillessehne auf du nd du, sondern ich kenne auch die Familiengeschichte.

Nun allzuviel verpasst habe ich nicht, weil wir drei Stunden in Haffkrug unterbrochen haben. Gut gefallen hat mir, dass es noch ein paar maritime, alte Häuser und sogar etwas schlossartiges (darin ist eine Stiftung) gibt. Auch das bezaubernde Strandcafe mit traumhaften Kuchen ist in so einem alten Haus untergebracht. Nicht so gut gefallen mir die vielen Autos, die ständig am Strand entlangrauschen.

Ehrlich gesagt hat mich heute aber viel mehr die Wahl in Berlin beschäftigt, entgegen besseren Wissens hatte ich immer noch gehofft, wir Berliner hätten der AFD eine klare Absage erteilt. Aber leider hat das trotz hoher Wahlbeteiligung nicht geklappt. Mir macht diese Entwicklung Angst. Ich hoffe, meine Mitmenschen finden ihren gesunden Menschenverstand bis nächstes Jahr wieder!

Bis bald

eure

Ela

Tag 59 und 60 – Europas größter Landschafts-Tierpark ist in Berlin

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Alle kennen den Zoologischen Garten, aber nur weniger Nicht-Berliner kennen den Tierpark Berlin (Link) und das ist schade.  Dabei kann er sogar mit einem Superlativ aufwarten, er ist der größte Landschaftstiergarten Europas. Er befindet sich im ehemaligen Ostteil der Stadt und wurde 1954 auf dem  Gelände des um 1820 von Peter Joseph Lenné angelegten Schlossparks Friedrichsfelde mit seinem historischen Schloss gegründet, sozusagen als Gegengewicht zum Zoologischen garten im Westen.  Ich bin eigentlich keine große Zoogängerin, aber im Tierpark habe ich gestern einen wunderschönen Tag verbracht. Mir gefällt besonders die Großzügigkeit und die Abwesenheit des typischen Zoo-Feeling, wo ich immer zwischen Begeisterung und Mitleid schwanke. Die weitaus meisten Tiere 20160807_131024im Tierpark sind in großen Landschaftsgehegen

unterbracht und haben tatsächliche jede Menge Platz und wirken, als ob sie sich wohlfühlen. Natürlich gibt es auch große Tierhäuser, die noch ein wenig vom DDR-Charme umweht werden, aber selbst um die herum gibt es große Außengehege. Die Artenvielfalt ist enorm, so weiß ich erst seit gestern, dass es eine Tierart namens Katta (Primatenart aus der Gruppe der Lemuren) gibt. Alles war gestern nicht zu schaffen, dazu ist ein Sonntag einfach zu kurz und das Gelände zu groß. Besonderer Anziehungspunkt ist er natürlich für Familien mit Kindern, jetzt glaube ich an den kleinen Baby-Boom in Berlin.

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Toll finde ich grade an einem warmen Tag, die vielen uralten schattenspendenden Bäume, die sattgrünen Alleen und die Familien von Wildtieren , die fast zufällig am Rand der Wege ihre Siesta mitsamt sehr süßer Kitze abhalten. Dazwischen dann das Affenhaus, wo es lustig zugeht und besonders ein kleiner Kerl sich einen Spaß daraus machte Kontakt mit den Besuchern aufzunehmen und durchaus High Five durch die Glasscheibe gab.

Ich mag Elefanten sehr und es war schön lange vor dem Gehege zu stehen und die Herde zu beobachten, die sich schützend um das kleine Elefantenbaby „Edgar“ formierte. Gleich gegenüber ist das Gehege der so eleganten Giraffen.

Aber auch das Schloss Friedrichsfelde (Link) war für mich ein echtes Highlight, ich liebe Schlösser und irgendwie strahlt dieses Schloss eine positive Grundstimmung aus. In ihm waren schon viele Größen der Geschichte zu Gast, wie Napoleon Bonaparte, Zar Alexander I und König Friedrich August von Sachsen.

Nicht gefallen hat mir das gastronomische Angebot, das nächste Mal nehme ich mir etwas zu Essen mit. Mittags waren wir im Restaurant Padagona (Möwenpick Marché), das Restaurant ist riesig, unübersichtlich, es hallt darin wie in einer Kirche und demzufolge  ist es unglaublich laut. Alle Leute laufen durcheinander, bereits zur Mittagszeit, war z.B die Sour Creme zur Backkartoffel aus und das Personal war ganz schön unfreundlich. Bis man mal durch die Kasse und auf der Terrasse angelangt war, waren die Speisen kalt und ganz preiswert ist es auch nicht. Auch das Terrassencafe hat mir nicht wirklich gefallen, drinnen riecht es muffig und der Kuchen war auch höchstens solala.

Anfahrt: U 5 bis  Tierpark, Tram M17, 27 und 37, Bus 296 und 396 (Link)

Öffnungszeiten: Sommer von 9:00 bis 18:30 Uhr (Link)

Eintritt: Tageskate 13 € (ermäßigt 9 €), Kinder 6,50 €, Jahreskarte 49 € (Link)

Und falls euch Tag 59 doch noch interessiert: Ich habe endlich einen Sodastream 🙂

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Im Schloss Friedrichsfelde würde ich gerne mal auf Zeitreise gehen und eines der Feste der Fürstin von Holstein-Beck miterleben

Moment des Tages:

Das klingt jetzt komisch, aber es hatte sowas entspannendes vor dem Elefantengehege zu stehen und auf die Hinterteile der Dickhäuter zu schauen.

Zitat des Tages:

Laßt uns den Umgang mit Tieren pflegen, Freunde, damit wir unsere unsterbliche Seele nicht verlieren. Zu den Tieren dürfen wir freundlich und menschlich sein, ohne uns unserer bürgerlichen Würde zu begeben. Vor dem Tier können wir uns nur schämen; denn das Tier ist besser als wir, wozu ja allerdings meistens nicht viel gehört.

(Victor Auburtin, 1870 – 1928)

Foto des Tages

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