Warum im (fast noch) Winter nach Stockholm?

Was für ein Wetterchen, der Himmel ist strauchelnd blau, die Sonne lacht wie verrückt. Okay, es ist ein bisschen kalt, aber besser so als nass und wärmer.

Es ist schon komisch an solchen Tagen werden meine Lebensgeister wieder wach und freuen sich einfach am schönen Tag. Ganz besonders glücklich bin ich, weil ich schon bald in den Urlaub fliege. Es geht  nach Stockholm, dort findet in dieser Saison die Weltmeisterschaft im Synchroneiskunstlaufen statt, natürlich muss ich mit meinen Lieblingsmenschen hin und anschließend hängen wir  noch eine ganze Woche Urlaub dran. Ich finde die Mischung ist perfekt, erst ein paar Tage unseren Lieblingssport genießen und dann eine nagelneue Stadt entdecken, also nicht die Stadt, nur für uns ist sie das.

Ein bisschen Sorge bereitet mir das Wetter auch, denn bisher sind für Stockholm nur 2- -3 Grad angesagt, das wäre dann doch etwas ungemütlich. Aber es soll ja auch so tolle Museen geben, wie beispielsweise das Abba-Museum oder Schloß Drottingholm und ich möchte unbedingt nach Vaxholm „die Hauptstadt der Schären“, die immerhin stolze 4200 Einwohner hat und sehr idyllisch so a la Lindström sein muss. Mit dem ersten Grün wäre es natürlich noch schöner, aber man muss es nehmen wie es kommt.

Beim Synchroneiskunstlaufen mache ich mir einen wirklich guten Platz für „mein“ Team (Team Berlin 1) aus und freue mich überhaupt schon so auf viele tolle Programme und auf die einzigartige Atmosphäre. Schon beim Betreten der Eishalle habe ich gute Laune, wie eigentlich alle Zuschauer, sie feiern ihre Teams, aber auch die anderen, (fast) alle Zuschauer tanzen, singen und kreischen. Dort werde ich erstmal meinen Gute-Laune-Tank- bis zum Rand auffüllen um anschließend die tolle Stadt Stockholm zu entdecken.

Habt ihr auch schon Reisepläne und wo geht es hin?

Liebste Grüße

Ela

abcEtüden 4.18: Ruth reist zum Ballermann

Mir hat Ruth in den letzten Wochen richtig gefehlt, daher dachte ich mir, ich begleite sie mal nach Mallorca. Ein wenig Urlaub kann ich brauchen und etwas Sonne sowieso.

Übrigens habe ich die, im Beitrag geschilderte Situation mit den in der Lobby schwofenden älteren Herrschaften vor vielen Jahren genauso erlebt, nur war ich 24 und wollte sofort wieder abreisen. Im Endeffekt habe ich dann aber einen wunderschönen 4-wöchigen Urlaub dort verbracht. Ich hatte wenig Geld, war mit dem Studium fertig, hatte aber nette Eltern und noch etwas Zeit bis der Ernst des Lebens begann. Was soll ich sagen, genau dort lernte ich Silvester einen sehr netten (jungen) Mann kennen, mit dem ich ein Stück meines Weges ging …

Ruth am Ballermann

Ruth staunte selbst, wie war sie nur hier gelandet, genau an diesen Ort – dazu war sie fest entschlossen gewesen – da wollte sie doch niiiiiiiie hin, aber wer konnte schon Lissys‘ (ihre beste und älteste Freundin) Überredungskünsten widerstehen, sie jedenfalls nicht und so stand jetzt hier, genau gesagt am Ballermann oder was besser klang, an der mehr berüchtigten als berühmten Playa de Palma auf Mallorca und um ehrlich zu sein, war ihr jetzt, als sie vor dem heiß angepriesenen vier Sterne Hotel „Playa Beach“ stand und direkt in die Lobby schaute, ein wenig übel.

Mitten in der altmodisch anmutenden, mit schweren dunklen Möbeln ausgestatteten Halle hing nicht nur eine funkelnde und sich drehende Discokugel unter der Decke, nein, sie war voll mit – man kann es nicht anders sagen – alten, neckisch gekleideten Leuten, die Damen in Kleidern, die mit der Kugel in Sachen Glitzer wetteiferten, die Herren im Anzug mit zur Krawatte passendem Einstecktuch, die innig und sehr nah beieinander über den Mamorboden schoben und zu „Eine neue Liebe, ist wie ein neues Leben“ schwoften.

Da würde sie, Ruth, keinesfalls mitmachen, das schaffte auch Lissy nicht, auch wenn sie 85 war, Ruths Hirn funktionierte einwandfrei und sie war doch nicht wahnsinnig, außerdem alt war sie selber, da würde sie doch lieber Gleitschirmfliegen, trotz ihrer Höhenangst.

Ihre Zeit war inzwischen ein kostbares Gut, das sie sich ganz gewiss nicht von so einem Schmarrn klauen lassen würde, aber ihre Nichte hatte doch gesagt, jenseits vom Ballermann wäre Mallorca wunderschön und das Busnetz sollte prima sein, hatte sie auch erzählt.

Manchmal staunte Ruth was sie mit ihren 85 und einem kaputten Rücken doch noch schafte, aber da auch Lissy nicht die große Schwofqueen war und Ruth mit ihr einen all-abendlichen Absacker in der Lobby ausgehandelt hatte, waren sie schließlich Tag für Tag in einem der Busse gelandet und ganz schnell dem Zauber der wunderschönen Mittelmeerinsel erlegen, egal, ob sie in Palma, der alten, aber auch sehr jungen und hippen Inselhauptstadt oder im Hafen von Port Andratx waren, den nicht nur die Reichen und Schönen zu schätzen wussten oder im malerischen Soller waren, wohin sie mit der alten Inseleisenbahn durch blühende Mandelbaumplantagen und die abwechslungsreiche Bergwelt, vorbei an kleinen pittoresken Bahnhöfen, gefahren waren.

Eine Woche war eindeutig nicht genug, um die zauberhafte Insel zu erkunden und so beschlossen Lissy und sie doch demnächst mal einen ganzen Winter (das war recht preiswert) auf Mallorca zu verbringen, aber gewiss nicht am Ballermann, auch wenn, der nette Herr Seeger, der sie gestern Abend beim Absacker – natürlich war sie nur wegen Lissy und weil sie es versprochen hatte da – mehrfach aufgefordert hatte, nicht nur gut aussah, wahnsinnig gut roch, sehr charmant war und sie bezaubernd genannt hatte …

Die abcEtüden

Die Schreibeinladung zu den wunderbaren abcEtüden kommt von der lieben Christiane, die Wortspende diesmal von Wortgeflummselkritzelkram…

– Discokugel wahnsinnig klauen –

und die Illustration ist, wie immer, von Herrn lz.

Die Regeln lauten: Drei vorgegebene Worte werden in maximal 10 Sätzen zu einer Geschichte verarbeitet

Liebste Grüße

Ela

Ruth im Winterwunderland (Brüllmaus Adventskalender) #Ruthreist

Ich durfte einen Beitrag zum Adventskalender des Brüllmausblogs schreiben und da sich Ruth derzeit breit macht in meinem Leben, habe ich sie auf eine Reise ins Winterwunderland geschickt und ein super leckeres (und einfaches) Plätzchen-Rezept gibt es auch.

Wie verzaubert die Welt doch in weiß und feierlich beleuchtet aussieht, sogar hier. Als sie das dachte, saß Ruth zusammen mit Sophie, ihrer Großnichte und der zuckersüßen kleinen Rosie bei MacD., nicht gerade ihr Lieblingsrestaurant, aber Rosies Windeln waren voll und Ruths Hände trotz der dicken Handschuhe geradezu Eisblöcke, kalt war es in der Schweiz, sehr kalt sogar hier auf über 1.600 m Höhe.

Hier geht es weiter:

https://wp.me/peZcX-2wc

Ruth reist weiter … Hola Teneriffa (abc Etüden 47.17)

Die Reise nach China hat Ruth auf den Geschmack gebracht und so reist sie einfach weiter, warum sollte man auch nur weil man über 80 ist, sein Leben nicht noch ändern? Man ist vielleicht alt, aber definitiv auch lebendig.

Soll Ruth in Serie gehen?

Was meint ihr, möchtet ihr mehr über Ruth lesen? Mir ist die mutige und ermutigende Ruth ans Herz gewachsen und überlege in lockerem Folge Geschichten über ihre Reisen zu schreiben, mal in den abc Etüden, aber auch einfach so. #Ruthreist

Was ihr machen müsst um bei den tollen abc Etüden mitmachen zu können, findet ihr unten und ganz unten habe ich noch eine kleine Frage.

Ruth „Marple“ auf Teneriffa

Nun saß Ruth also auf dem Plaza del Charco trank eine Horchata und aß die dazu passenden krümeligen, aber sehr leckeren Mandelplätzchen, neben ihr rauschte der Springbrunnen mit der Bananenstaude in der Mitte, sie beobachtete die sonntäglich aufgerüschten spanischen Familien mit den süßen Kindern, die von hier zu Promenade flanierten.

Ihr Neffe allerdings war und blieb eine echte Pissnelke, was war er am Nörgeln und Sorge heucheln gewesen, als sie ihren Plan, den Winter auf Teneriffa, in Puerto de la Cruz, verbringen und dabei der Kälte zu entfliehen zu wollen, verkündet hatte, was ja für ihre alten und recht morschen Knochen nur gut sein konnte.

Elisabeths (Lissys‘) Enkelin hatte ihnen Puerto de la Cruz empfohlen, sie hatte während des Studiums hier als Animateurin gearbeitet und hatte von der tollen Natur geschwärmt, recht hatte sie gehabt, ihr Hotel war prima, das Essen gut, der Garten wunderschön, die Aussicht ein Traum und der Preis für drei Monate unschlagbar und sogar Lissy genoss es, trotz diverser Wehwehchen, hier zu sein.

20150921_152239.jpg

Heute morgen waren sie im Jardin Botanico, dem Botanischen Garten gewesen, was es da alles für Pflanzen gab: einen Leberwurstbaum, eine Würgefeige, wunderschöne Orchideen, Kaffee- und Kakaopflanzen, so ein paar Setzlinge hätte Ruth schon gerne für ihren Balkon mitgenommen, aber leider – sie verstand es ja – war das verboten, aber auch auf Morgen freuten sie und Lissy sich, sie würden auf den Mond fahren, nein, natürlich nicht wirklich, nur in den Teide-Nationalpark, der Teide ist nicht nur das Wahrzeichen von Teneriffa, sondern auch ein über 3.700 m hoher Berg, eigentlich ein aktiver Vulkan, der in einer einzigartigen Kraterlandschaft liegt, wo es tatsächlich aussieht, wie auf dem Mond.

Nur gestern, das war komisch gewesen, da wollte Elisabeth sich unbedingt, eine der Wohnungen ansehen, über die ihnen ein hübscher junger Mann, der tatsächlich mit ihnen beiden alten Schachteln geflirtet hatte, einen Flyer in die Hand gedrückt hatte, Lissy war der Ansicht, weil Teneriffa ja die Insel der Glückseeligen ist, sollte sie unbedingt oft kommen und dafür wäre es günstig eine Wohnung zu haben, Ruth war das Hotel viel lieber, Hausarbeit hatte sie in den 85 Jahren nun wirklich genug gemacht, aber Lissy zu liebe ging sie natürlich mit, aber irgendwas war da nicht koscher.

Die Wohnung bot einen großartigen Ausblick auf den Atlantik, war wunderschön und großzügig, alles war TipTop in Ordung und sollte nicht mal 100.000 € kosten, da musste es einen Haken geben, keiner verschenkte was und dieser Verkäufer gefiel ihr nicht, der war schleimig und erinnerte Ruth an ihren Neffen und wenn man Fragen hatte, schien er sie einfach völlig zu verdrehen, so dass er zwar was sagte, aber nicht wirklich ihre Fragen beantwortete, ihr Bauch sagte ihr, dass Lissy besser die Finger davon lassen sollte, aber die war so begeistert, dass sie schon fast die Anzahlung überwiesen hätte, nur gut, dass sie mal wieder was vergessen hatte, nämlich ihre Kontonummer.

Heute hatte Ruth dann mit der Lissys‘ Enkelin telefoniert, weil die Sache ihr keine Ruhe lies und die war total entsetzt, weil es eine ganz alte Masche ist, Touristen abzuzocken, man bekommt die wunderbar hergerichtete Musterwohnung zu sehen, hat aber am Ende eine Bruchbude erworben, in der sich nicht mal die Kakerlaken wohlfühlen und so hatte Ruth also recht gehabt und manchmal, ganz manchmal ist es sogar ganz gut, wenn das Oberstübchen sich mal nicht erinnert, wie bei Lissy gestern .

Ruth beschloss, damit kommen die Typen nicht durch, sie würde heute nochmal hingehen und dieses smarte Handy mitnehmen, dass ihr ihre Großnichte, die zum Glück nicht auf ihren Neffen kam, aufgequatscht hatte, weil man damit nicht nur telefonieren, sondern auch tolle Fotos und Videos machen kann und sogar als Diktiergerät kann man es nutzen, sie war ja schließlich nicht von gestern und so erklärte sie dem Verkäufer, sie habe sich in die Wohnung verliebt und müsse sie nochmal sehen, der wurde sofort ganz dienstbefliessen und Ruth nahm all seine Anpreisungen auf dem Smartphone auf, auch dass er sagte, natürlich würde sie genau diese Wohnung kaufen und keine andere und damit marschierte sie dann zur Policia, die ganz begeistert war, denn genau das war der Beweis, der gefehlt hatte um die Typen hinter Gitter zu bringen.

In den Nachrichten war sie dann doch tatsächlich auf dem Titelbild der Zeitung: 85-jährige deutsche Touristin bringt Betrügerbande zur Strecke, ein bisschen stolz war Ruth schon auf dich.

Die abc Etüden

Drei Worte in in maximal 10 Sätzen zu einer Geschichte verarbeiten. Einladung von der lieben Christiane . Grafiken und drei wirklich tolle Worte von Bettina und die wunderbare Grafik wie immer von ludwigzeidler.de

Die Worte:

Pissnelke
krümelig
verdrehen

Liebste Grüße

Ela

Wieder unterwegs auf Rügen: Gegensätze ziehen sich an, Prora und Sellin und der Weg dahin

Endlich, habe ich es geschafft und teile heute noch wunderbare Erinnerungen an meinen Herbst auf Rügen und zeige, ein paar Unternehmungen.

Prora, erzählt düstere Geschichte und sucht einen Weg in die Zukunft

 

Prora, das KdF (Kraft durch Freude)-Bad der Nazis schien interressant zu sein, spiegelt es doch den Größenwahn des Despoten Hitler. Handelt es sich doch um einen Riesen-Häuserblock, der 4,5 km lang werden sollte und in dem sich 20.000 Werktägige gleichzeitig im 10 Tages-Rhytmus erholen sollten. Dazu ist es glücklicherweise nie gekommen, aber heute stehen immer noch 2,5 km des Kolosses (inzwischen unter Denkmalschutz) noch immer eine ganze Menge davon. Meine Tochter, die sich allein aufgemacht hatte, fand zur Beschreibung die Worte gruselig und beängstigend. Aber trotzdem gibt auch ganz interessante Musseen (ich war vor Jahren schon mal da) und neuerdings wird ein Teil des Blocks zu teuren Ferienwohnungen umgebaut. Ehrlich frage ich mich, wer sowas wohl kaufen mag? Man stelle sich vor ein 2.500 m langes Haus. Wirklich schön ist der Strand, an dem man die 5,7 km bis Binz laufen kann. Wer dazu keine Lust hat oder nicht so gut zu Fuß ist, hat eine menge anderer Möglichkeiten: per Rad, mit dem Zug, dem Bus oder der Minibahn.

 

Charmantes Sellin

 

Gegensätzlicher könnte ein Ort kaum sein, Sellin ist nämlich eine ganz andere Nummer und ich frage mich, ob der Name vielleicht von Seele kommt? Okay, die Schreibweise ist anders, aber der Ort ist einfach seelenvoll und atmet Geschichte. Vielleicht gerade auch, weil er weniger „geplant“ als Binz wirkt, die Architektur nicht einheitlich ist, die meisten Häuser haben Charakter und erzählen Geschichte und Geschichten. An vielen der alten Villen  gibt es ein Schild, auf der die häufig wechselvolle Geschichte beschrieben wird. Der Ort ist ziemlich hügelig und liegt direkt an der Steilküste und zur Seebrücke kommt man nur über eine Treppe oder mit dem Aufzug (wenn er denn funktioniert, derzeit nicht) oder auch ganz prosaisch über eine Straße. Es gibt süße kleine Läden, schöne Hotels und gute Lokale. Ein wenig störend die große Baustelle direkt an der Küste. Dort wird leider ein großer Klotz mit den obligatorischen Eigentumswohnungen gebaut, er aber bald fertig sein wird.

 

Der Weg als Ziel

hdr

Auch Sellin kann man von Binz mit dem Bus,  dem Fahrrad oder per Pedes über dem traumhaften Hochuferweg und – wenn man mag und /oder kann – mit einem Abstecher zum Schwarzen See, wo schon der Weg das Ziel ist, erreichen (ca 10 km). Ein besonderes Schmankerl ist sicher die Fahrt mit dem Rasenden Roland, einer historischen Dampf-Eisenbahn.

 

Liebste Grüße

Ela

Unterwegs auf Rügen

Natürlich konnten wir es bei aller Entspannung nicht lassen und waren auch ein wenig auf Tour. Ich weiß, viele finden Busausflüge spießig und lanweilig, wir nicht! Wir denken, man sieht in kurzer Zeit viel und bekommt all das noch fachkundig erklärt. So haben wir uns für eine Nord Rügen Tour entschieden.

Ralswiek, der Ort an dem Störtebecker mehrmals jährlich stirbt

Wir hatten Glück, das Wetter war ganz gut, wenn auch etwas nebelig und unser Fahrer wie auch die Mitfahrer waren nett. Allerdings senkte Töchting den Altersdurchschnitt erheblich.

Zuerst nahmen wir Kurs auf die Naturbühne Ralswiek, der Ort wo alljährlich die Störtebecker-Festspiele (du weißt schon, Deutschlands bekanntester Pirat und der, der noch ohne Kopf weiterlief) stattfinden. Von Natur ist nicht mehr allzuviel zu sehen. Die Tribüne ist an einen Hang gebaut, der mit einer halbrunden ebenen Fläche endet (=Naturbühne), umfasst immerhin 8.800 Zuschauerplätze, zu Festspielzeiten von Juni bis zum 1. September-Wochenende sind immerhin 125 Darsteller und 50 Pferde aktiv. Es gibt vielfältige Verpflegungsmöglichkeiten und wer mag, kann direkt im oberhalb der Tribüne liegenden Schloss (-hotel) Ralswiek übernachten oder den angebotenen Bus-Shuttle nutzen. Das Ganze war interessant anzusehen und die Landschaft am Bodden ist auch schön und sehr malerisch

Cap

Cap Arkona

Weiter ging es zum Cap Arkona, von dem ich ein kleines bisschen enttäuscht war, was aber hier nun wohl tatsächlich am Busausflug lag, denn das Cup ist tatsächlich ein Ort, den man nicht wirklich besichtigen kann. Gerecht wird man ihm wohl am besten auf Schusters Rappen, wenn man das Cap erwandert. Aber auch so gibt es interessante Hot-Spots, wie die insgesamt drei Leuchttürme, der große Leuchturm von 1902/3, gleich daneben der Schinkel-Turm, der Anfang der zwanziger Jahre entstand und in dem zur Zeit eine Ausstellung an Schinkel und an den berühmten deutscher Maler der Romantik Casper David Friedrich erinnert, wo aber auch Hochzeiten stattfinden und als dritten das neue Leuchtfeuer. Zudem gibt es historische unterirdische Bunkeranlagen, wunderschöne Wanderwege und das Fischerdörfchen Vitt.

Königsstuhl

Nationalpark Königsstuhl

Mein persönliches Highlight war der Nationalpark Königsstuhl, der mit seinen historichen Buchenwäldern zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Zuerst haben wir uns im Nationalparkgebäude einen kurzen Film zu den Buchenwäldern angesehen und erfahren, wie immens wichtig sie für die Entwicklung Europas waren, ich sehe Buchen jetzt ganz anders und danach sind wir Richtung Steiküste gelaufen. Ehrlichen Herzens kann ich sagen, dass diese zu den schönsten Landschaften, die ich je gesehen habe (ich bin ganz schön rumgekommen), zählt. Atemberaubende Ausblicke trotz des diesigen Wetters, aber sieh selbst.

Pro

Liebste Grüße

Ela

Noch mehr goldene, auch wenn ein paar leicht grau waren, Tage in Binz/Rügen

Was war ich skeptisch Mitte Oktober in einen Relax-Urlaub nach Rügen zu fahren, irgendwie kam mir das vor, wie auf den Malediven Bergsteigen zu wollen. Man kann weder am Strand liegen, noch in der Strandbar chillen, noch abends ohne vor Kälte zu zittern an der Promendae flanieren. Falsch gedacht! man kann das (fast) alles und noch eine Menge mehr. Okay am Strand zu liegen ist wohl nur was für die hartgesottenen, außer im Strandkorb, warm eingepackt. Zum Glück hatte ich keine Wahl, entweder Ostsee oder gar nichts. Das Herz meiner Mum ließ keine Flugreise zu, auch eine lange Zugfahrt wäre schlechrt gewesen. und traurig zurücklassen wollten wir sie nicht, war die reise nach dem Hammer examen doch lange geplant.

Urlaub brauchten wir alle, das Jahr 2017 hat uns schon eine menge Nüsse zu knacken gegeben (Oma krank, Töchting im Staatsxamen (einschließlich der damit verbundenen monatelangen Panik) und ich mit meinem Rücken und den Ops).

Binz langweilig im Herbst? Von wegen!

Also machten wir uns auf und zum Glück war ich sowas von auf dem falschen Dampfer, gab es doch selten einen entspannteren Urlaub, in dem man richtig viel machen kann, einschließlich des Leute guckend in Strandbars sitzen, lange Spaziegänge oder Wanderungen ohne Schwitzen bieten sich an, es gibt ein tolles Ausflugsprogramm und das auch ohne Auto, mit dem Linienbus, dem rasenden Roland oder wie in unserem Fall (wegen Mum) im Reisebus, Zudem gibt es eine Menge schöner Läden, netter Cafes und Restaurants, den wunderbaren Park der Sinne am Schmachtener See und Töchtinh hatte recht, der Wellnessbereich ist klasse. Langeweile? Noch nicht eine Minute, ich würde auch spielend drei Wochen hier rumkriegen. Ach ja und auch die grauen, feuchten Tage haben ihren Reiz, wenn man einfach mal nichts macht, nach einem Gang über die Seebrücke ein gutes Buch nimmt, Musik hört oder wie wir, Eislaufen guckt. Zudem gab es bislang noch keinen Tag, an dem die Sonne nicht wenigstens Hallo sagte.

Wie geht es weiter?

Vorgestern haben wir einen tollen Ausflug gemacht, nach Cap Arkona und an den Königsstuhl, der sehr beeindruckend und interessant war und heute ist Töchting ins berühmt berüchtigte Prora gelaufen. Aber zu beidem an einem der nächsten Tage mehr …

Hier nur ein kleiner Vorgeschmack

 

Und nun sollen wieder die Bilder sprechen …

Liebste Grüße

Ela

Goldene Tage auf Rügen

Immer wieder staune ich, wie sehr sich ein Ort mit der jeweiligen Jahreszeit wandelt. Hier auf Rügen war ich das letzte Mal als bereits der Sommer ankloppfte, alle wegen des schönen Wetters die Shirts und Sommerblusen hervorgeholt hatten, die Bäume (noch) blühten und das Grün diesen wundervoll satten Ton hatte. Abends gab es ein Kurkonzert (das natürlich heute nicht mehr so heißt), sondern  irgendwas mit Event …, aber das gleiche ist. Die Menschen tanzten, tranken und freuten sich auf den Sommer.

In diesem Jahr nun der Oktober, der Sommer hat sich verabschiedet, auch die Shirts- und Sommerblusen warten wieder im Schrank auf sommerliche Zeiten. Trotzdem, der Oktoer zeigt sich von seiner schönsten Seite, die Luft ist angenehm mild und das herbstliche Farbenspiel ein Traum. Gerade jetzt unter der Woche ist es recht ruhig, die Menschen nehmen sich Zeit, man kann lange Strandspaziergänge machen und nachdenken. Ein warmer Kakao oder ein leckerer Tee helfen beim Aufwämen, nur noch wenige Strandkörbe hoffen auf Gäste. Nur ein paar Unverdrossene liegen noch auf einer Decke am Strand und auch das eine oder andere Kinderbeinchen plantscht noch durchs Wasser.

Ein Wellnessehotel ist für diese Zeit genau das richtige und unseres gefällt uns sehr, das Frühstück mit Blick auf die Ostsee ist grandios und in der Bar kann an abends sehr schön den Tag ausklingen lassen. Die beste Tochter behauptet, der Wellnessbereich sei ebenfalls eine Wucht.

Aber nun sollen die Bilder sprechen

Liebste Grüße

Ela

Die Bienenkönigin

Diesen Beitrag habe ich gerade zum Thema der Woche 40/17: Die Cousine vom Nachbarn vom Planeten Dingsda auf dem Mitmachblog veröffentlicht.

https://mitmachblog.wordpress.com/2017/10/07/die-bienenkoenigin/

Schon wieder am Meer

Nein keine Sorge, ich war nicht im Krankenhaus und bin auch nicht auf Reha. Aber ich habe mich wieder mal am Meer herumgetrieben, meine Mutter hatte mich für vier Tage nach Timmendorfer Strand in ein chices Hotel eingeladen. Übrigens geht es auch bald schon weiter mit dem Meer …

Hingekommen sind wir übrigens zum allerersten Mal mit dem Fernbus (Flixbus) und ich muss sagen, uns hat es (bis auf die ziemlich stinkige Bordtoilette) wirklich gut gefallen. Der große Vorteil war es, nicht umsteigen zu müssen, was mit Koffer, Rollator und einem Menschen der Hilfe braucht, nicht so einfach ist. Wir sind in Berlin vom ZOB am Messegelände pünktlich abgefahren und ebenso pünktlich angekommen und die Rückfahrt verlief ebenfalls reibungslos. Darauf gekommen bin ich allerdings über den Preis, die Deutsche Bahn hätte (10 Tage vor Abfahrt gebucht) über 300 € für die Strecke via Hamburg gekostet, mit zweimal umsteigen). Für den Flixbus bis Lübeck habe ich hin und zurück 58 € für beide bezahlt, so dass locker ein Taxi von Lübeck nach Timmendorfer Strand und zurück (insgesamt 90 €) drin war. Hinterher habe ich erfahren, dass es sogar einen durchgehenden Bus gibt.

Immer wieder überrascht es mich, dass auch nach nunmehr 26 Jahren so ein großer Unterschied zwischen den Seebädern in den alten und in den neuen Bundesländern besteht. Aber tatsächlich ist es so, allerdings sind diese besser spür- als beschreibbar. Auffällig ist zumindest in Timmendorf der wesentlich höhere Altersdurchschnitt, natürlich gibt es auch junge und jüngere Leute, aber der überwiegende Teil der Gäste sind Senioren ü65, die oft erstaunlich fit sind (gesunde Meeresluft und so). In den nächsten Tagen möchte ich hier noch von sehr interessanten Begegnungen erzählen. Ins Auge fallen natürlich leider auch die vielen Bausünden der 70iger. Ich weiß nicht, ob es mit dem Altersdurchschnitt zusammenhängt, aber die Atmosphäre ist ein bisschen steifer und gesetzter. So hatte meine Mutter völlig recht, die mir empfahl, etwas schickere Kleidung fürs Abendessen mitzunehmen, in Pulli und Jeans wäre ich mir bestimmt etwas fehl am Platz vorgekommen. Dafür sind die Menschen aber sehr offen, man kommt schnell ins Gespräch und ein kleiner Plausch ist überall drin. Und ich fand das Essen größtenteils wirklich lecker, besonders wieder in meinem Lieblingscafe Fitz.

Mir haben die Tage in  Timmendorf und unser Hotel (Grandhotel Seeschlösschen) wirklich gut gefallen und bestimmt komme ich mal wieder. Natürlich habe ich auch ein paar Fotos mitgebracht.

wp-15069373663911682823160.jpg


Toller Blick aus dem Spa
Der Außenpool des Seeschlösschens (es gibt von April bis Oktober noch einen Whirlpool außen und ganzjährig auch einen Innenpool
wp-1506937366657806572850.jpg
Der Blick vom formidablen Frühstück
wp-15069373661192095279196.jpg
Ein Teil der Lounge
wp-15069373648411675759976.jpg
Von Außen nicht gerade eine Schönheit

wp-15069373675582004964534.jpg
Die Seebrücke zum Cafe Wolkenlos  (Mikado Teehaus)

Liebste Grüße

Ela