Tag 358-361: Chillen mit Piraten

Der Titel musste einfach sein, auch wenn in Wirklichkeit erst das Chillen und dann die Piraten kamen. aber lass mich am Anfang beginnen:

Warum mache ich mich so rar

Ich werde nicht schwindeln, Zeit habe ich hier nun wirklich genug und so aufregend, dass das echte Leben das virtuelle vergessen lässt, ist es hier auch nicht. Die Gründe sind andere. Zum einen hasse ich es, wenn Serien (ich sehe meinen Blog jetzt mal als Serie) zu Ende gehen, ich habe schon ganz oft, letzte Staffeln nur nicht angeschaut, weil es eben letzte sind und mir fehlen hier nur noch vier Folgen. Ich weiß, alles Blödsinn, aber …

Der andere Grund, wenn die Luft auf Sylt auf mich wie Champagner wirkte, mich wacher, lebhafter und energiegeladen machte, so wirkt das Ostseeklima eher wie Valium auf mich. Ich bin immer müde, schlafe nachts locker acht Stunden und oft am Tag noch mal zwei oder drei. Nun könnte man glauben, die Medis sind schuld, aber die habe ich ja in Berlin auch genommen. Aber mein Blutdruck geht hier trotz Sport und Pipapoh in den Keller, beim letzten Messen 100/60.

Ich verspreche, egal was da komme, ob schlafend oder wachend, die (vorerst) letzten vier Tage werde ich auf jeden Fall schreiben!

Ein neuer Hut am Strand

Gestern war endlich mal so richtig tolles Strandwetter und das sogar den ganzen Tag, also beschloss ich ihn auch an demselben zu verbringen, zudem der eigentlich geplante Ausflug nach Kolobrzeg (Kolberg) eh gecancelt wurde, weil nur ich mich angemeldet hatte. So zog ich dann gestern früh los und kaufte mir einen Sonnenhut. Was sein muss, muss sein!

Chillen am Strand

Gibt es eigentlich etwas Entspannenderes als am Strand zu sein? Ich glaube nicht, ich beschloss, wenn schon, denn schon und mietete mir einen Strandkorb. Auch mal schön, ein Strandkorb für mich allein, Platz und keine Ellbogen, die nicht zu mir gehören. Noch dazu hatte mir Amazon gerade einen neuen Band einer sehr kitschigen und ebenso spannenden Buchreihe (Schwestern des Horizonts) auf mein Kindle gesendet und so  durfte ich mich auch noch 150 Jahre zurückversetzen und nach Australien auswandern. Aber am Strand kann man darüber hinaus ja auch so herrlich schauen, fremden Gesprächen lauschen (ich weiß, das tut man nicht, macht aber Spaß), süße kleine (und manchmal nervige) Kinder beobachten, Muscheln sammeln. Und ich habe mich getraut, ich war im Meer schwimmen, auch wenn es kalt (17°) war. Aber nachdem die zwei Grazien (siehe Foto unten) sich auf den Weg gemacht hatten und wirklich reingingen, dachte ich mir „Ela, das schaffst du auch!“, nun gut, lange war es nicht, aber doch ein bisschen schwimmen und einmal „Toter Mann“machen. Anschließend habe ich dann genüßlich ein Weilchen auf dem Bauch im warmem Sand geträumt und mich trocknen lassen, ja ich gehöre zu denen, die selten gleich den Badeanzug wechseln). Dann habe ich noch Bockwurst (Boah, wie lange war das her?) und Schoko-Rote Grütze-Kuchen am Strandkiosk gegessen, um dann mein Buch zu beenden.

Hilfe Piraten

Schon seit drei Tagen lief ein sogenanntes Piraten-Spektakel in Heringsdorf, eigentlich wollte ich ja nicht hin, weil ich zu alt bin, es mir zu blöd erschien, aber nach zuviel Sonne war ich fällig und praktischerweise war es gegenüber der Klinik, also machte ich mich nach dem Abendessen auf den Weg und traf dort noch Mitpatienten. 7,50 € Eintritt kostete der Spaß, es war ein bisschen wie Mittelaltermarkt, aber doch auch ziemlich nett. So gab es auf einer kleinen Bühne lustige Possen und später auf der großen ein Konzert mit einer ziemlich bekannten Instrumental-Band Paparello, um ehrlich zu sein, war das nicht wirklich meins, ich brauche einfach ein bisschen Gesang, aber nett war es trotzdem, der Lead-Geiger hat sich sowas von echaufiert.  Ich war ja heute Abend nicht allein unterwegs und so blieb ich, auch weil ich gerne noch die Feuershow mit Feuerschlucker und Co. sehen wollte. Insgesamt war es ein vergnüglicher Abend und am Ende wurden wir noch von allen Darstellern mit Kerzen hinaus geleitet.


Insgesamt war es ein total schöner Tag, dafür regnet es heute und die Luft ist zum Schneiden, daher bin ich heute meiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen und habe? Richtig geschlafen! Morgen geht es dann weiter mit dem Kurbetrieb ….

Liebste Grüße

Ela

Tag 357: Wie kühlt man Shoppingfieber? 

Darin bin ich seit gestern Spezialistin, ich hatte nämlich, nachdem ich schon früh mit meinen Anwendungen durch war, beschlossen, auf den Polenmarkt (Sorry für den Begriff, finde ihn auch doof, habe aber nirgends einen anderen Namen gefunden) nach Swinemünde (Świnoujście) zu fahren. Das Wetter sah doof aus und ich hatte Lust auf Einkaufen und Schnäppchen. Gedacht, getan, die sogenannte Europalinie brachte mich bis zur Grenze in Ahlbeck.  Europa, weil sie mal direkt bis zum Zentrum Swinemünde fuhr, warum si e es nun nicht mehr tut? Wer weiß. Ein bisschen habe ich gezögert, von wegen Knie und so, aber die Lust hat gesiegt 😉

Eine gute halbe Stunde düddelte der Bus von Milchkanne zu Milchkanne, aber dann waren er und ich an der Grenze. Von dort ist man ziemlich schnell am ersten (dem kleinen) Markt. Bis zu einem gewissen Punkt machte das Gucken und Kaufen auch echt Spaß,  zumal ich hübsche Dinge fand. Dann fing das Knie an zu schmerzen und es tröpfelte, aber ich hatte ja meine Regenjacke an, also egal. Mal wieder suchte ich nach einer Tasche und lies mich über den großen Markt treiben, gefunden habe ich keine, es gab fast nur Fälschungen und die mag ich nicht. Ich brauche keine Marken, aber ich mag Qualität.

Irgendwann, als ich auch etwas für meine Liebsten gefunden hatte, ging gar nichts mehr, aber ich fand ein kleines Buden-Restaurant, wo es leckere Schnitzel gab. Der Schock folgte, als ich das Lokal verließ, inzwischen goß es in Strömen. Erst da merrkte ich, wie weit ich mich von der Grenze entfernt hatte und ich lernte, dass meine Regenjacke keineswegs wasserdicht ist und meilenweit kein Taxi aufzutreiben war. Was blieb anderes als zurück zum Bus zu laufen? Zwischendrin dachte ich, ich packe es nicht, mein Knie brannte wie Feuer und ch tropfte aus allen Poren. Jetzt weiß ich, wie es ist, wenn wirklich alles nass ist. Aus meinen Haaren lief das Wasser, in meinen Schuhen stand es und ich war froh über die wasserfeste Wimperntusche.

Klar fuhr mir derr Bus vor der Nase weg und so durfte ich weitere 30 Minuuten im strömenden Regen  verbringen. Ich hatte schon Angst, dass gebadete Katzen vielleicht nicht mitfahren dürfen.Aber ich durfte. Was war es schön, als ich endlich unter der heißen Dusche sstand.

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Das Projekt 52 Wochen

Ein Jahr jede Woche ein Selfie und ein paar Worte/Gedanken dazu , das ist das Projekt von Zeilenende. Ich finde es spannend, was (m)ein Gesicht so übers Jahr erzählt. Nicht nur ich mache außer Zeilenende (er hat sein Projekt bereits beendet) mit, sondern auch:

 Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847,trienchen2607Wili

Liebste Grüße

Ela

Tag 355: REHA-Update

Ich habe ja manchmal das Gefühl, so langsam etwas zu nerven mit meinen gesundheitlichen Malessen. Aber da ich die erneute REHA ja auch angekündigt habe, werde ich doch berichten.

Das ich auf Usedom, in Heringsdorf bin, wisst ihr ja schon, dass es komplett anders ist, als Sylt im Januar und damit in der absoluten Nebensaison, kann man sich denken.  Aber auch davon abgesehen sind die Unterschiede groß.

Herauskristallisiert hat sich, dass das Essen eindeutig viel besser ist, bis jetzt hat es mir (leider) immer geschmeckt. Leider, weil ich schon zugenommen habe. Anwendungen habe ich recht wenige, was schade ist, denn fast alle, die ich hatte, waren echt gut. Hier herrscht anscheinend großer Personalmangel, ich habe kaum mal mehr als 2-3 Anwendungen und manchmal auch nur eine. Anscheinend fallen diese Woche die Rückenschule und die Wirbelsäulengymnastik komplett aus, was mir wirklich leid tut. Beides war echt gut, ehrlich gesagt, fühlt es sich hier eher an, wie eine Art Wellnessurlaub, was ja auch nicht schlecht ist. Aber ich bin halt hier um wieder fit zu werden.

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Da werde ich wohl Eigeninitiative entwickeln müssen, zusätzlich zum freien Schwimmen, zur MTT (Medizinische Trainings Therapie) und in die Sauna gehen müssen, denn mit ein bisschen KG und ein paar Massagen wird es nicht getan sein.

Hatte ich eigentlich von meinen Bändern erzählt? Ich weiß es nicht mehr, aber jedenfalls sind fast alle Bänder im rechten Bein überdehnt oder gezerrt (die Statik hat sich durch die OP verändert), das tut leider beim Laufen echt weh. Den Arzt, dem eh jeglicher Durchblick zu fehlen schien, wollte diese Beschwerden nicht so recht zur Kenntnis nehmen. Er riet mir zu einer Salbe (die mit der unsäglichen Werbung, wo die Oma nur geliebt wird, wenn sie durch die Salbe fit ist) und erklärte mir, man könne das tapen, aber nicht in der Klinik und er wollte mir eine Kniebandage bestellen. Bekommen habe ich HEUTE die Salbe, man tapt hier und Bandage habe ich keine bekommen.

20170710_213047Ela ist ja nicht doof, darum habe ich mein Fast-Fräulein-Doktor und You Tube befragt, beide rieten mir zum Tapen, ich dachte mir: Selbst ist die Frau  und tapte. Inzwischen ist es etwas besser geworden, nun habe ich morgen den zweiten Arzttermin und bin sehr gespannt, was er sagt. Aber mein Physiotherapeut ist wirklich gut, es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, als er mitten in der Halle vor mir auf den Knien lag (Nein, beim Antrag sind wir noch nicht ;)) und mir eine Massage für das Band vom Knie bis zum Knöchel zeigte. Nur hat er leider diese Woche Urlaub.

 

Die Mit-Patienten bei mir am Tisch habe ich kaum kennengelernt, sie gehen immer früh und ich eher spät zum Essen. Mit einem sehr von sich überzeugten, älteren Soldaten habe ich mich ab und an unterhalten. Etwas skurril und sehr sparsam. Morgen müssten zwei neue am Tisch sitzen, ich bin schon gespannt.

Natürlich gefällt es mir trotzdem, ich mache das beste draus und unternehme viel, zwinge mich zu längeren Spaziergängen und habe mir noch einge Ausflüge vorgenommen. Usedom und Heringsdorf sind ja wirklich schön, auch wenn Petrus ausgesprochen launisch ist.

So, das war es erstmal wieder …

Liebste Grüße

Ela

Tag 354: Kennst du Miedzyzdroje?

Nein? Na, dann vielleicht Misdroy, eines der ältesten, ehemals preußischen Seebäder? Ich war heute dort und muss sagen, es war ein wunderschöner Tag. Ich hatte ja ein bisschen Sorge, so ganz allein, ein Sonntagsausflug nach Polen. Diese Sorge hätte ich mir  komplett sparen können, ich habe einmal mehr festgestellt, ich mag meine Gesellschaft. Ich habe mich nicht allein gefühlt, sondern nur selbstbestimmt.


Auf den Weg gemacht habe ich mich per Boot, um genau zu sein mit der Adler-Vineta, heute Früh um 9:20 Uhr von der Seebrücke. Erst sah es so aus, als käme gleich ordentlich was vom Himmel, aber dann entschloss sich die Sonne einfach mal den ganzen Tag ihr Bestes zu geben und so war schon die Bootsfahrt  ein Genuss.



Misdroy (der Einfachheit nenne ich den Ort im Text so), hat ebenfalls eine ganz tolle und lange Seebrücke, von der als wir gerade anlegten ein echtes Piratenschiff mit sehr lustigen Touristen losfuhr. Mir fiel direkt auf, dass die Polen etwas mit Engländern gemein haben, die Kälteunempfindlichkeit. Als ich ankam war es noch recht frisch, so 15-16 Grad, das hinderte die Polen aber nicht in Badebekleidung das Piratenschiff zu entern. Ich hingegen löste mich erst nach und nach von Strickjacke und Parka. Auf der Seebrücke geht direkt die Post ab, Musik, Cocktailbars, Eisdielen, Saftbars und … und … jede Menge fröhliche Menschen.

Ich glaube, in Polen isst man noch viel lieber als bei uns, ich weiß nicht, ob ich je solch eine Sammlung von Lokalen unterschiedlichster Coleur auf einen Haufen gesehen habe wie in Misdroy. Sogar einen Döner gab es, der aber nicht Istanbul hieß, sondern Berlin, warum wohl? Der letzte Abschnitt (oder der erste) der Seebrücke stammt noch aus dem 19. Jahrhundert, wirklich schön, darin und darum befinden sich in erster Linie … ja, richtig … Restaurants, Imbisse, Cafes und Eisdielen. Aber es gibt auch ein paar Geschäfte und Kioske. Sofort fiel dem kundigen Auge auf, dass die Klamotten zum Teil richtig schön sind.

Als ich rauskam war ich erstmal fast erschlagen von all den vielen Menschen, die über die Promenade spazierten, shoppten, lachten und sich amüsierten. Viele Polinnen sind nicht nur sehr attrakraktiv, sondern auch chic. Wie machen die das nur bei dem vielen Essen? Die Promenade ist eigentlich mehr ein Park, in dem es ein breit gefächertes Vergnügungsangebot gibt, von Spielhallen über Luftballons bis zu Autoscouter gibt es quasi alles. Wunderschön fand ich einige der alten Villen im Zuckerbäckerstil, leider war nicht herauszufinden, was sie für eine Geschichte haben und der richtig Park ist einfach herrlich. 


Ich beschloss erstmal einen kleinen Rundgang zu machen, überall im Ort gibt es die Mischung, elegante Hotels, Apartementhäuser, Bretterbuden und schöne alte Villen. Wobei Bretterbude noch nichts über das Aussehen aussagt, denn teilweise sind sie wirklich sehr liebevoll herausgeputzt und der grüne Daumen scheint hier in den Genen zu liegen.





Nachdem ich ein bisschen Geld getauscht hatte, beschloss ich, dem Rat der besten Tochter zu folgen und ins Hotel Aurora essen zu gehen. Das Restaurant heißt Miramare und der Tipp war Gold wert. Ich habe für kleines Geld einfach phantastisch in sehr angenehemen und elegantem Ambiente geschmaust. Für ein köstliches Entrecoat mit hausgemachten Süßkartoffel-Pommes und Salat habe ich gerade mal 66 Zloty (16,50 €) bezahlt, dafür dürfte man in einem vergleichbaren deutschen Restaurant bestimmt mindestens 29-35 € zahlen.


Nach einem ebenfalls sehr leckeren Cappuchino setzte ich meine Ortstour fort und kaufte mir noch eine tolle Bluse, den obligatorischen Magneten für unseren Kühlschrank und setzte mich ein bischen in den Park, mein Bein tat inzwischen richtig doll weh und auch die Füße moserten.



Bevor es nach 6,5 Stunden wieder aufs Schiff ging, machte ich noch einen Einkehrschwung in eines der Cafes auf der Seebrücke und aß eine Baisertorte zum Niederknien, nicht wie bei uns, unten Teig, dann Obst, dann Baiser sondern erst Baiser, dann eine lecker Sahne mit Greschmack, in meinem Fall noch Blaubeer und oben dann nochmals sehr fluffiges Baiser.
Die Rückfahrt war auch wieder schön, es hat gerade richtig geschaukelt und die Ela machte ein Nickerchen 😉



Liebste Grüße

Ela

Tipp: Restauant Miramare im Hotel Aurora

Tag 350: Gute Nacht liebe Sonne!

Heute sollen Bilder sprechen, ich bin noch ganz hin und weg. Schau dir diesen Himmel an. Einmal so einen Himmel mit dem Pinsel aufs Papier bringen … mrin neuster Traum …






Tag 348: Einrücken!

Es war soweit, gestern begann meine zweite REHA innerhalb von sechs Monaten. Das Wort Einrücken kam mir in den Kopf als ich vor der Klinik stand. Äußerlich eine Trutzburg mit dem Charme der DDR in den 80igern. Zwei Hochhäuser, anstelle des vormals an gleicher Stelle stehenden architektonisch wunderschönen Hotels Atlantik, allerdings beide direkt am Meer, in dem einen ein Kurhotel, im anderen die Rehaklinik. Davorstehend fühle ich mich sehr klein und ein bisschen ängstlich, ein wenig bedrohlich wirkt der Komplex.

Innen sah die Klinik aber dann doch schon besser aus, eine Halle mit freundlichen Korbmöbeln empfing mich und die Mitarbeiter an der Rezeption waren durchweg sehr freundlich. Nur ich war schlecht drauf, irgendwie habe ich diesmal so gar keine Lust. hoffentlich ändert sich das noch. ganz schön blöd, denkst du, du hast vollkommen recht. Zum einen soll mir hier ja geholfen werden und zum anderen, drei Wochen Ostsee im Juli, es gibt wirklich schlimmeres!

Die Hetzerei, die dann losging, rauf, runter, runter, rauf trug nicht wirklich dazu bei meine Laune zu verbessern. Ich war meckerich und so peinlich es ist, ein bisschen weinerlich. Mein Zimmer ist recht geräumig und in Ordnung, wenn auch etwas spartanisch, aber es hat einen Balkon und wenn ich aufstehe kann von ihm ich die Ostsee sehen.

Weiter im Programm: Schwester, Arzt, Therapiehandtuch abholen, Hausführung, …Augefallen sind mir hier die vielen ziemlich gesund aussehenden jungen Männer neben neben vielen Leuten mittleren Alters und ein paar recht betagen Menschen. Es stellte sich dann raus, dass die Klinik einen Vertrag mit der Bundeswehr hat und sich darum hier Soldaten nach einem Auslandseinsatz erholen können, erstmal runterkommen, wie mir einer erzählte, der mit mir angekommen ist.

Sensationell ist der Blick aus dem 11. Stock, writ raus aufs Meer und über die Seebrücke.


Das Essen scheint okay zu sein und der Speisesaal viel schöner als auf Sylt und es sitzen mit mir nur vier Patienten am Tisch, zwei Männer und noch eine Frau. Die Männer sind nett, wobei einer davon morgen abreist. Die Frau habe ich noch nicht kennengelernt.  Vielleicht  wird es ja doch nicht so schlimm.

Allerdings 6.40 Uhr Labor IST schlimm … 


Nachtrag: War es doch nicht, da mich die Möwen bereits zum 5.00 Uhr geweckt haben, man oh man, können diese Viecher laut sein. Nachdem dann noch ein Schmetterling aus dem Waschbecken aufflog (für mich schlimmer als jede Spinne, Maus, …) war nicht nur ich wach, sondern ob meines Schreis bestimmt auch alle anderen Menschen auf diesem Flur.

Liebste Grüße 

 Ela

Tag 346: Hallo Ostsee!

Ich bin einfach ein paar Tage früher an die Ostsee gefahren  um noch ein Wochenende „in Freiheit“ zu verbringen. Begleitet haben mich meine Mum und der Regen.

Somit ist die Freiheit gestern sozusagen und buchstäblich ins Wasser gefallen. Trotzdem war der Tag voller schöner Eindrücke und wir haben ihn – bis der Tegen zu heftig wirde – genossen. Montag, wenn ich in die Rehaklinik einrücken muss, löst mich dann das Töchterchen hier ab . Die Zwei bleiben dann noch ein paar Tage und so können wir Töchtings 1/4 Jahrhundert feiern.

Regen hin oder her, es ergab sich auch die Gelegenheit für ein paar schöne Fotos.

Foto privat, alle Rechte vorbehalten
Foto privat, alle Rechte vorbehalten
Foto privat, alle Rechte vorbehalten
Wie ihr seht, nochmal Schnipp Schnapp, ich mochte mich weder mit Farbe noch mit Form der alten neuen Frisur, darum nun ein Pixie
Foto privat, alle Rechte vorbehalten
Foto privat, alle Rechte vorbehalten
Foto privat, alle Rechte vorbehalten

Liebste Grüße

Ela

Tag 342/3: Ich packe in meinen Koffer …

… einmal mehr, eindeutig zu viel. Aber im Grunde kann ich gar nichts dafür. 

Ich fahre immerhin, 3-4 Wochen an die Ostsee und kein Mensch weiß, wie das Wetter werden wird. Zwischen 14 und 30 Grad, Sonne und Regen, lauem Lüftchen und heftigem Sturm, ist alles möglich. Da muss frau schließlich vorbereitet sein.

Ich habe mich daher entschlossen, einfach fast alles (außer die Business-Klamotten) einzupacken, dazu Sport-, Bade- und Outdoorsachen, Handtücher, Bademantel. Alles Kosmetiksachen in groß (da gibt es weder Rossmann noch DM). Gut, dass ich die Roll-Pack-Technik für mich entdeckt habe, damit passt zum Glück viel rein in die Koffer.  Diese Technik kann ich echt empfehlen!

Zu allem Überfluss müssen aber auch noch die Geburtstagsgeschenke für mein Töchterchen mit, die bald das erste 1/4-Jahrhundert geschafft hat und mich mit ihrer Mömi zu diesem großen Tag besuchen wird. Ach ja und Aufregung habe ich auch noch eingepackt. 

Ahhhh Stop, es klingelt, sie werden abgeholt, Tschüss Bunti und Oldchen, ich hoffe, die Bahn ist nett zu euch und wir sehen uns gesund wieder … Bestimmt have ich wieder was wichtiges vergessen …

Liebste Grüße 

Ela

Tag 341: Bald geht es wieder in die REHA nach …

Das ich noch eine REHA bekomme hatte ich, glaube ich, schon erzählt? Ehrlich gesagt habe ich nicht daran geglaubt, bis ich die Kostenübernahme in den Händen hielt. Natürlich finde ich es gut, erstmal, weil ich *räusper* nach  etlichen Monaten ohne Training wohl wirklich wieder ein paar Muskeln aufbauen und da ich kein Dasein als ewiger Schlaffie anstrebe, wieder fit werden muss. Außerdem will ich auch endlich wieder arbeiten!!! Zuhause würde das, bedingt durch die derzeitige Angeschlagenheit meiner Mutter und wegen des recht aktiven inneren Schweinehundes wohl nicht so richtig klappen.

Meine erste Wahl wäre ganz klar wieder Sylt gewesen, einfach weil ich da alles kenne und gewusst hätte, was mich erwartet. Die Klinik ist aber bis Ende August ausgebucht, das war mir zu lange.

Nach eingehender Beratung mit meiner Ärztin habe ich mich daher für … tara … Usedom entschieden, dort soll es super Therapeuten geben und da ist mir der „hübsche“ Plattenbau wurst.

Sicher werde ich auch von dort was zu erzählen haben, aber eine Reha-Tagebuch werde ich diesmal nicht schreiben. Das wäre mir  (schon wieder) zu langweilig. Ganz spannend finde ich hingegen den Ost versus West Vergleich und natürlich ist Usedom eine wunderschöne Insel.
Montag geht die REHA los …

Liebste Grüße 

Ela

Tag 329: Und nun das auch noch …

Du willst wissen was? Das werde ich dir gleich verraten, denn manchmal kommen  die Dinge einfach genau zum richtigen Zeitpunkt auf mich zu.

„Tag 329: Und nun das auch noch …“ weiterlesen