Tag 1 – 365

Unterwegs auf Usedom

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Die Wochenden, das ist wie früher in der Schule, mag ich hier am liebsten. Ich habe ja schon hin und wieder erwähnt, dass ich sehr gerne unterwegs bin und inzwischen geht es mir wieder gut genug um Heringsdorf mal den Rücken zu kehren. Dieses Wochenende habe ich mir zwei Orte, Zinnowitz und Ahlbeck vorgenommen.

Auf nach Zinnowitz

Dorthin habe ich mich aufgemacht, weil ich da vor ca. 10 Jahren schon mal Kurzurlaub mit meiner Familie gemacht habe. Ich erinnere mich, dass ich den Ort nicht besonders mochte, wozu sicher auch beitrug, dass unser Hotel zwar sehr nett war, aber unglaublich langsam. Dummerweise hatten wir Halbpension gebucht, unsere Tochter war mitten in der Pubertät, entsprechend missmutig und dann mussten wir warten, warten, warten, schon auf die Suppe locker eine Stunde.

Gestern hat es mir dagegen ziemlich gut gefallen, ich glaube, es wurde eine Menge gemacht. Keine Frage, der Ort ist viel weniger elegant als Heringsdorf, das Publikum ist anders, schlichter, aber dafür ist Zinnowitz herrlich lebendig. Nun war gerade auch eine Art Volksfest mit vielen Buden und sogar einem Kettenkarussell. Es gibt in Zinnowitz einen ausgesprochen schönen und großen Park, den ich Dank Anti Brumm sogar genießen konnte. Mitten im Park steht noch ein altes DDR-Kulturhaus. Gebaut wurde es 1953  als  Kulturhaus deutsch-Sowjetische-Freundschaft, es ist so ein richtiger Monumentalbau und im Moment dabei total zu vefallen, aber angeblich soll es komplett saniert werden und dann sollen darin – was auch sonst – Eigentumswohnungen entstehen..

Man kommt dann in eine wirklich hübsche  Straße, gesäumt von Gebäuden im Bäderstil mit vielen schattenspendenden Bäumen, die direkt zur Promenade führt. Genau dort begannt das Volksfest/der Markt und wenn man einfach geradeaus weitergeht kommt man auf die schön schlichte Seebrücke. Mir hat es richtig gut gefallen, dass es mal keine Gebäude auf der Seebrücke gibt, sondern nur eine Tauchstation. Schön ist auch hier wieder die Promenade mit den wunderbaren alten Villen und früheren Pensionen, Logierhäusern und Hotels.

Ich habe in einer Pizzeria an der Promenade eine sehr leckere Pizza und hinterher ein Eis gegessen. Es gibt nett aussehende Hotels und sogar noch die alten DDR-Strandkörbe.

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Per Pedes nach Ahlbeck

Auf diesen Ausflug bin ich ein bisschen stolz, ich bin heute nämlich zu Fuß nach Ahlbeck gelaufen, ich weiß, es sind nur 2,5 km, also nicht wirklich weit, aber wenn man bedenkt, dass ich noch vor zwei Wochen keine 150 m schaffte, ohne mich zwischendurch hinzusetzen, doćh ganz beachtlich, oder? Ich habe nicht mal lange gebraucht. Schon der Weg an der Promenade ist einfach wunderbar. Auf der einen Seite Strand und Meer und auf der anderen wunderschöne alte Villen. Da ich heute früh getrödelt, bzw. ich nach dem Frühstück nochmal Schlafen gegangen bin, konnte ich schon auf dem Weg einkehren. Ich habe mich für das Restaurant 1900 mit alt pommerscher Küche entschieden, das war eine echt gute Idee. Das Essen war hervorragend, ich hatte eine Pflaumenbraten. Nein keine Braten von der Pflaume ;), vielmehr einen Schweinebraten der mit Pflaumen gefüllt war, dazu Rotkraut, leckere Soße und Kartoffeln. Die Schweine werden auf dem eigenen Gutshof artgerecht gezogen. Es war sowas von lecker, obwohl ich eigentlich nicht gerne Schwein esse.

Ahlbeck selbst hat mich dieses Mal richtig bezaubert. Ich habe mich vom Meer gelöst und bin in den Ort gegangen. Das hat sich gelohnt, man merkt, dass es Ahlbeck schon vor dem Tourismus gab. Viele sehr hübsche alte Häuser und Villen, Bauerngärten, eine alte Kirche mit einer separater Glocke vor dem auch noch ein kleiner Apfelbaum wuchs. Ich glaube, wenn ich wieder nach Usedom komme, möchte ich nach Ahlbeck. Zu allem andern gibt es da auch noch ein alte Villa, die Jungbrunnen heißt, da will, nein, da MUSS ich hin 😉

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Liebste Grüße

Ela

 

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Tag 365: Zieleinlauf!

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Es ist unglaublich, 365 Tag sind um und ich bin am Ziel, ich habe zwar ab und an mal geschwächelt, aber am Ende habe ich es doch geschafft.

War es nicht erst Gestern?

Vom Gefühl her würde ich sagen, ich habe erst gestern angefangen, Dabei ist inzwischen mehr als ein Jahr vergangen (irgendwo habe ich mich wohl verzählt). Eines der Ziele mit denen ich angetreten habe, ist – denke ich – erfüllt. Ich habe mich diszipliniert und zwar nicht jeden Tag, aber doch an den meisten geschrieben. Das andere Ziel war es ja, MEIN Thema zu finden, irgendwie habe auch das erreicht oder aber auch nicht. MEIN Thema gibt es nämlich nicht, ich bin eine Stimmungsschreiberin und die Themen finden mich. Tun sie das nicht, schreibe ich entweder Stuss oder eben nichts.

Was will ich eigentlich?

Trotzdem weiß ich jetzt, was ich mit meinem Blog sein möchte, deine Freundin oder eine gute Bekannte, bei der man bei einem guten Kaffee oder Tee und leckerem Gebäck über Gott und die Welt quatscht, ein bisschen lästert oder sich auch mal ausheult oder -kotzt.  Ich freue mich so über die Reaktionen und die Kommentare, die ich immer spannend finde, die mich aber auch nachdenklich gemacht haben oder über die ich schmunzeln musste. Klar träume auch ich manchmal davon ein Blogger-Star zu sein, dessen zweites Zuhause die roten Teppiche dieser Welt sind. Andererseits muss man sich dafür ganz schön verbiegen und krumm genug ist mein Rücken auch so schon, also bleibe ich was ich bin.

Wie war es?

Ich habe viel gelernt, nicht nur auch dann etwas zu Papier zu bringen, wenn ich eigentlich keine Lust habe, sondern ich werde mich auch NIE wieder darüber beschweren, dass mein Leben langweilig sei. Nun sind wir wieder bei der Geschichte vom Huhn und Ei, was war eher da? Habe ich mein Schicksal herausgefordert oder habe ich, als ich den Blog begann, vielleicht geahnt, dass es ein sehr aufregendes Jahr werden würde? Diese Frage werde ich wohl nie beantworten können.

Nicht alles was um mich herum geschehen ist war gut, es gab auch schwere Zeiten, Krankheit, OPs, Schmerzen und die Angst, vielleicht nicht wieder wirklich fit zu werden haben mich jetzt eine ganze Weile durch die 365 Tage begleitet. Aber es gab auch sehr viel Gutes, wie das Finden unserer neunen Wohnung, in die wir noch immer verliebt sind und mit ihr die schöne Terrasse, eine Oase in der Steinwüste. Ich habe meine Kreativität wiederentdeckt, die mich glücklich macht, egal wie das Ergebnis in den Augen anderer wirkt. Ich habe wundervolle Reisen gemacht, sei es nun an die Ost-oder Nordsee zur REHA,  in den Urlaub oder die Tage in England, die nicht nur mich verzaubert haben.

Aber vielleicht zählen am meisten die kleinen Veränderungen, die dieser Blog mit mir gemacht hat. Ich gehe sehr viel bewußter und aufmerksamer durch die Welt, nehme Dinge wahr, die ich sonst bestimmt übersehen hätte.  Auch durch die vielen anderen Blogs, die ich zeitweise oder auch immer lese, hat meine Welt ein Stückchen weiter gemacht.  Entdeckt habe ich, dass man manchmal einfach mutig sein muss und Dinge tun muss. Manches nehme ich auch viel lockerer, weil oft gerade die blödestens Dinge die beste Grundlage für eine gute Stoy sind.

Geht es weiter?

Die 365 Tage sind nun also rum, aber hat nicht jedes Jahr 365 Tage?  Natürliich mache ich weiter, ich kann und will gar nicht mhr ohne meinen Blog sein. Ein paar Dinge werde ich verändern. Ich habe mich – denke ich  – nun ausreichend durch WordPress gearbeitet um, wenn ich wieder in Berlin bin, ein neues Layout in Angriff zu nehmen. Ich werde wohl die Facebook-Seite endlich aktivieren und auf jeden Fall wird die doofe Tagesnummerierung gestrichen. Wahrscheinlich ändere ich die Blogbeschreibung, denn all das war ja ein absoluter Schnellschuss. Ich saß im Büro, hatte Mittagspause und eine Idee, hab mein Headerfoto mit Hilfe meines Terminplaners und meiner Bürotasse schnell mit dem Handy geschossen. Eigentlich wollte ich ja nur sehen, ob WP wirklich besser als Blogger ist.  Aber im Grunde kann man das gar nicht so pauschal sagen. Ab und an, wenn ich so gar keinen Bock habe, werde ich mir einfach einen freien Tag gönnen oder auch 2,3 ….

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Liebste Grüße

Ela

Tag 363: Durchs Wasser laufen und die Folgen

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Ich hatte heute Aqua Jogging, daa erste Mal überhaupt. Um ehrlich zu sein, habe ich die Sache unterschätzt. Aber sowas von. 

Ich dachte ja man läuft durchs Wasser, wie sonst über Wege. Dem ist aber nicht  so, man berührt den Boden gar nicht, sondern strampelt durchs Wasser, bekommt einen Styropor-Gürtel um und heute noch so komische Flossen-Handschuhe an. Dann muss man sich mit Laufbewegungen durchs Wasser bewegen und das möglichst schnell. Es ist tierisch anstrengend und eine elegante Figur habe ich sicher nicht gemacht, ich war nicht nur langsamer als alle, auch als die, die  mindestens 20 Jahre älter oder 20 cm kleiner als ich waren. Ein bisschen peinlich war das schon, dann saß der Gürtel auch noch falsch und drükte auf mein Atemzentrum, so dass es, nee, ich fast gluck gluck gemacht hätte.

Zwei Stunden später war ich quasi bewegungsunfähig, mir war mein Lieblingsnerv rausgesprungen. Da sagt man immer Sport sei gesund …

Liebste Grüße 

Ela

Tag 362: Das Ende der Welt, es ist eine Frau

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Stellt euch vor der neue James Bond wäre eine Jane Bond, wie wäre das? So ging es gestern der Fangemeinde der britischen Kultserie Doctor Who, gab die BBC doch gestern bekannt, dass der 13. Doctor von einer Frau verkörpert werden soll. Viele fanden die Entscheidung gut oder nahmen sie doch mit einem Achselzucken zur Kenntnis, aber auch ein kollektiver Aufschrei der Empörung ging durch die Reihen der Fans, gerade so als würde man den Amerikanern ihren Truthahn zu Thanksgiving durch einen Schweinebraten ersetzen wollen.

Der Doctor, ein Mann, besser gesagt, der letzt Timelord, der in seiner Tardis unterwegs ist, um die Welt(en) zu retten, dargestellt von einer Frau, Hilfe, die Welt geht unter. Oh mein Gott, wie soll nur ein dummes kleines Frauchen dieser hehren Aufgabe gewachsen sein, mal abgesehen davon, dass sie nun wohl eher eine Timelady sein würde. Ein User in einer einschlägigen Facebookgruppe meinte, es könne nur daran liegen, dass die BBC völlig verzweifelt sei, wenn sie so drastische Änderungen vornimmt und er sei irgendwas zwischen todtraurig und unendlich wütend, weil man jeglichen Respekt vor den Fans, die die Serie bereits seit ihrer Kindheit schauen, vermissen lasse. Fast noch schlimmer sind die Reaktionen vieler weiblicher Fans, von den beispielsweise eine befürchtete, die Tardis würde nun Rosa werden und in ihr würde sich Tussi-Kram befinden oder es gäbe gar Liebesgeschichten … ihhhhhh. Mädels, euch verstehe ich ein bisschen, früher habe ich mich auch in meine Serienhelden verknallt und wäre deswegen nicht unbedingt lesbisch geworden. Aber beruhigt euch Mädels, sogar in Deutschland dürft ihr die Doktorin nun bald heiraten.

Bei den Männern macht sich nun wohl eher die Angst breit, eine der letzten Domänen für echte Kerle zu verlieren, wo kommen wir denn dahin, es gibt schon weibliche Ärzte, Astronauten, Fußballschiedsrichter, Bundeskanzler, Piloten und nun auch noch Doctor Who, der letzte seiner Zunft.  Nee, dass kann doch nicht sein, wenn ihr jetzt nicht aufpasst, wollen die Mädels demnächst auch noch im Stehen pinkeln.

Ich gebe ja zu, den Capaldi (der jetzige Doctor) mag ich nicht und Tenant habe ich bestreikt, Matt Smith, den und seine Prise Humor mochte ich, auch Sylvester McCoy fand ich klasse und ich hatte mich eigentlich jetzt auf Kris Marshall gefreut, wobei der ja auch gar nicht ging, der hat – oh Schreck – rote Haare und noch dazu Humor. Aber als ich dann lass Jodie Whittaker wird der 13. Doctor, dachte ich: Endlich! Als ich vor ein paar Jahren Fan wurde, war meine erste Frage an meine Tochter, die mir als Fan weit voraus ist  und mir erzählte, dass der Doctor immer wieder eine neue Gestalt annimmt: Ist er denn manchmal auch eine Frau?  Ich  mag nämlich weibliche Protagonisten, mit denen kann ich mich so schön identifizieren und die Welt würde ich natürlich auch gerne mal retten.

Keep calm, the doctor comes … Und schaut euch mal das Beitragsbild an, ich finde ich gäbe einen Top-Doctor ab, oder?

Liebste Grüße

Ela

Tag 358-361: Chillen mit Piraten

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Der Titel musste einfach sein, auch wenn in Wirklichkeit erst das Chillen und dann die Piraten kamen. aber lass mich am Anfang beginnen:

Warum mache ich mich so rar

Ich werde nicht schwindeln, Zeit habe ich hier nun wirklich genug und so aufregend, dass das echte Leben das virtuelle vergessen lässt, ist es hier auch nicht. Die Gründe sind andere. Zum einen hasse ich es, wenn Serien (ich sehe meinen Blog jetzt mal als Serie) zu Ende gehen, ich habe schon ganz oft, letzte Staffeln nur nicht angeschaut, weil es eben letzte sind und mir fehlen hier nur noch vier Folgen. Ich weiß, alles Blödsinn, aber …

Der andere Grund, wenn die Luft auf Sylt auf mich wie Champagner wirkte, mich wacher, lebhafter und energiegeladen machte, so wirkt das Ostseeklima eher wie Valium auf mich. Ich bin immer müde, schlafe nachts locker acht Stunden und oft am Tag noch mal zwei oder drei. Nun könnte man glauben, die Medis sind schuld, aber die habe ich ja in Berlin auch genommen. Aber mein Blutdruck geht hier trotz Sport und Pipapoh in den Keller, beim letzten Messen 100/60.

Ich verspreche, egal was da komme, ob schlafend oder wachend, die (vorerst) letzten vier Tage werde ich auf jeden Fall schreiben!

Ein neuer Hut am Strand

Gestern war endlich mal so richtig tolles Strandwetter und das sogar den ganzen Tag, also beschloss ich ihn auch an demselben zu verbringen, zudem der eigentlich geplante Ausflug nach Kolobrzeg (Kolberg) eh gecancelt wurde, weil nur ich mich angemeldet hatte. So zog ich dann gestern früh los und kaufte mir einen Sonnenhut. Was sein muss, muss sein!

Chillen am Strand

Gibt es eigentlich etwas Entspannenderes als am Strand zu sein? Ich glaube nicht, ich beschloss, wenn schon, denn schon und mietete mir einen Strandkorb. Auch mal schön, ein Strandkorb für mich allein, Platz und keine Ellbogen, die nicht zu mir gehören. Noch dazu hatte mir Amazon gerade einen neuen Band einer sehr kitschigen und ebenso spannenden Buchreihe (Schwestern des Horizonts) auf mein Kindle gesendet und so  durfte ich mich auch noch 150 Jahre zurückversetzen und nach Australien auswandern. Aber am Strand kann man darüber hinaus ja auch so herrlich schauen, fremden Gesprächen lauschen (ich weiß, das tut man nicht, macht aber Spaß), süße kleine (und manchmal nervige) Kinder beobachten, Muscheln sammeln. Und ich habe mich getraut, ich war im Meer schwimmen, auch wenn es kalt (17°) war. Aber nachdem die zwei Grazien (siehe Foto unten) sich auf den Weg gemacht hatten und wirklich reingingen, dachte ich mir „Ela, das schaffst du auch!“, nun gut, lange war es nicht, aber doch ein bisschen schwimmen und einmal „Toter Mann“machen. Anschließend habe ich dann genüßlich ein Weilchen auf dem Bauch im warmem Sand geträumt und mich trocknen lassen, ja ich gehöre zu denen, die selten gleich den Badeanzug wechseln). Dann habe ich noch Bockwurst (Boah, wie lange war das her?) und Schoko-Rote Grütze-Kuchen am Strandkiosk gegessen, um dann mein Buch zu beenden.

Hilfe Piraten

Schon seit drei Tagen lief ein sogenanntes Piraten-Spektakel in Heringsdorf, eigentlich wollte ich ja nicht hin, weil ich zu alt bin, es mir zu blöd erschien, aber nach zuviel Sonne war ich fällig und praktischerweise war es gegenüber der Klinik, also machte ich mich nach dem Abendessen auf den Weg und traf dort noch Mitpatienten. 7,50 € Eintritt kostete der Spaß, es war ein bisschen wie Mittelaltermarkt, aber doch auch ziemlich nett. So gab es auf einer kleinen Bühne lustige Possen und später auf der großen ein Konzert mit einer ziemlich bekannten Instrumental-Band Paparello, um ehrlich zu sein, war das nicht wirklich meins, ich brauche einfach ein bisschen Gesang, aber nett war es trotzdem, der Lead-Geiger hat sich sowas von echaufiert.  Ich war ja heute Abend nicht allein unterwegs und so blieb ich, auch weil ich gerne noch die Feuershow mit Feuerschlucker und Co. sehen wollte. Insgesamt war es ein vergnüglicher Abend und am Ende wurden wir noch von allen Darstellern mit Kerzen hinaus geleitet.


Insgesamt war es ein total schöner Tag, dafür regnet es heute und die Luft ist zum Schneiden, daher bin ich heute meiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen und habe? Richtig geschlafen! Morgen geht es dann weiter mit dem Kurbetrieb ….

Liebste Grüße

Ela

Tag 357: Wie kühlt man Shoppingfieber? 

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Darin bin ich seit gestern Spezialistin, ich hatte nämlich, nachdem ich schon früh mit meinen Anwendungen durch war, beschlossen, auf den Polenmarkt (Sorry für den Begriff, finde ihn auch doof, habe aber nirgends einen anderen Namen gefunden) nach Swinemünde (Świnoujście) zu fahren. Das Wetter sah doof aus und ich hatte Lust auf Einkaufen und Schnäppchen. Gedacht, getan, die sogenannte Europalinie brachte mich bis zur Grenze in Ahlbeck.  Europa, weil sie mal direkt bis zum Zentrum Swinemünde fuhr, warum si e es nun nicht mehr tut? Wer weiß. Ein bisschen habe ich gezögert, von wegen Knie und so, aber die Lust hat gesiegt 😉

Eine gute halbe Stunde düddelte der Bus von Milchkanne zu Milchkanne, aber dann waren er und ich an der Grenze. Von dort ist man ziemlich schnell am ersten (dem kleinen) Markt. Bis zu einem gewissen Punkt machte das Gucken und Kaufen auch echt Spaß,  zumal ich hübsche Dinge fand. Dann fing das Knie an zu schmerzen und es tröpfelte, aber ich hatte ja meine Regenjacke an, also egal. Mal wieder suchte ich nach einer Tasche und lies mich über den großen Markt treiben, gefunden habe ich keine, es gab fast nur Fälschungen und die mag ich nicht. Ich brauche keine Marken, aber ich mag Qualität.

Irgendwann, als ich auch etwas für meine Liebsten gefunden hatte, ging gar nichts mehr, aber ich fand ein kleines Buden-Restaurant, wo es leckere Schnitzel gab. Der Schock folgte, als ich das Lokal verließ, inzwischen goß es in Strömen. Erst da merrkte ich, wie weit ich mich von der Grenze entfernt hatte und ich lernte, dass meine Regenjacke keineswegs wasserdicht ist und meilenweit kein Taxi aufzutreiben war. Was blieb anderes als zurück zum Bus zu laufen? Zwischendrin dachte ich, ich packe es nicht, mein Knie brannte wie Feuer und ch tropfte aus allen Poren. Jetzt weiß ich, wie es ist, wenn wirklich alles nass ist. Aus meinen Haaren lief das Wasser, in meinen Schuhen stand es und ich war froh über die wasserfeste Wimperntusche.

Klar fuhr mir derr Bus vor der Nase weg und so durfte ich weitere 30 Minuuten im strömenden Regen  verbringen. Ich hatte schon Angst, dass gebadete Katzen vielleicht nicht mitfahren dürfen.Aber ich durfte. Was war es schön, als ich endlich unter der heißen Dusche sstand.

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Das Projekt 52 Wochen

Ein Jahr jede Woche ein Selfie und ein paar Worte/Gedanken dazu , das ist das Projekt von Zeilenende. Ich finde es spannend, was (m)ein Gesicht so übers Jahr erzählt. Nicht nur ich mache außer Zeilenende (er hat sein Projekt bereits beendet) mit, sondern auch:

 Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847,trienchen2607Wili

Liebste Grüße

Ela