Traumziel Ruhestand

Ich bin ja nicht eine von denen, die ein großes Schild vor sich hertragen auf dem steht: Ich werde alt, hurra! Nein, wirklich nicht, solche Leute nerven mich. Hätte ich die Alternative würde ich gerne jung bleiben, ähm, wieder werden. Aber leider ist die einzig realistische Alternative früh zu sterben, die für mich keine ist. Auch wenn ich nicht das hohe Lied des Alters singe, finde ich den Gedanken daran die Tretmühle verlassen zu dürfen ziemlich cool.

Würde ich voll durchziehen, hätte ich noch rund 10 Jahre Arbeitsleben vor mir, aber als Schwerbehinderte (mein Rücken) darf ich mit Abschlägen schon in knapp sieben Jahren gehen. Jedenfalls, wenn er (der Rücken) bis dahin mitspielt.

Ist es gut für Rente/Ruhestand zu planen?

Wie oben beschrieben, habe ich sogar ganz schön mit dem Altern gehadert. Aber im Moment ändert sich meine Einstellung gerade, immer öfter erwische ich mich, wie ich in Tagträumen Pläne für den Ruhestand schmiede. Aber Träume kosten ja nichts und Pläne schmieden gibt auch Sicherheit. Meine Vorstellungen sind noch ziemlich wechselhaft, aber auch Traum-Hopping macht echt Spaß. Ihr solltet es unbedingt ausprobieren.

Ich bin nicht blauäugig genug, nicht auch die Gefahren zu sehen, wenn auf einmal die feste Struktur fehlt. Gerade durch meine lange Krankzeit dieses Jahr, ist mir bewusst geworden, wie schnell man sich verliert, einfach in den Tag lebt und das Leben an sich vorbeiziehen läss. Bei allem „frei sein wollen“, braucht das Leben irgendwie Struktur und meins sowieso.

So gesehen sind Pläne sogar richtig nützlich. Was ich genau weiß ist aber, dass ich mich auf die Unabhängigkeit freue, darauf, dass starre Korsett des Alltags loszuwerden und nach meinem Gusto zu leben. Denn auch wenn ich einen guten und abwechslungsreichen Job habe, der mir auch oft oder meistens Spaß macht, bin ich sehr ungern weisungsgebunden, mag es nicht, mir von anderen und von unsinnigen Vorschriften meinen Tagesablauf diktieren zu lassen. Außerdem habe ich ein Autoritätsproblem, meinen Respekt bekommt niemand dank einer Position, den muss man sich erarbeiten.

Manchmal werde ich gefragt: „Du bist Single, deine Tochter ist erwachsen und hat ihr eigenes Leben, deine Mutter ist alt, hast du keine Angst vor dem Alleinsein?“. Nein, die habe ich nicht, zum einen, weil ich ganz gern allein bin und zum anderen hat man ja auch Freunde und mein Freundeskreis hat glücklicherweise kaum etwas mit meinem beruflichen Umfeld zu tun.

Ich habe schon so viele Ideen und Pläne für die Zeit meines Lebens, die ich selbst gestalten darf, daher muss ich bestimmt 120 werden, mindestens. Ach ja, natürlich gibt es im Traumland keine gesundheitliche Probleme 😉

Das liebe Geld

Ich höre den Einwand, Pläne muss man sich leisten können. Irgendwie stimmt das natürlich und die katastrophale Rentenpolitik in Deutschland wäre ein eigenes Thema. Ich weiß auch, dass ich da durch meine Berufswahl Glück habe, aber ich weiß auch, das viele (die es konnten) vorgesorgt haben und auch Pläne müssen ja nicht teuer sein und oft gibt es ja auch die Möglichkeit etwas hinzuverdienen.

Was habe ich denn nun eigentlich vor?

Zuerst möchte ich endlich das tun, was ich schon mit 18 wollte, ohne zeitliches Limit und festen Plan auf Reisen zu gehen. Danach würde ich mich gerne, zumindest für eine Weile, an einem schönen Ort, vielleicht meinem geliebten Puerto de la Cruz, niederlassen und dort endlich ein Buch zu Ende bringen, malen und überhaupt kreativ sein. Natürlich möchte ich engen Kontakt zu meiner Tochter pflegen und auch Zeit mit meinen Freunden verbringen. Sollte mir das alles wieder erwarten langweilig werden, gehe ich in der Saison auf eine Nordseeinsel und jobbe dort oder biete als Service an, für andere Briefe an Behörden, Krankenkassen etc. zu schreiben, darin bin ich echt gut. Ganz wichtig, ich möchte zu ganz vielen Wettbewerben im (Synchron-)Eiskunstlaufen fahren. Und, na klar, wäre es toll, vielleicht irgendwann ein oder zwei Enkelkinder zu haben und mit ihnen Zeit verbringen zu dürfen.

Ich muss wohl, um all das möglichst lange genießenzu können, intensiv an meiner Gesundheit und Fitness arbeiten und da ich auch gerne – egal in welchem Alter – attraktiv sein möchte und ich Mode mag, werde ich auch da Zeit investieren müssen.

Wenn das alles nicht mehr geht? Weil mein Ruhestand nur kurz ist oder ich schwer erkranke? Dann hatte ich wenigstens meine schönen Träume.

Eines meiner liebsten Lebensmotti

Mein Leben ist meine Ewigkeit

Hast du auch schon Pläne gemacht?

Aber jetzt würde es mich sehr interessieren, wie ihr zum Thema Ruhestand steht und welche Pläne ihr habt???

Liebste Grüße

Ela

Ruths Reise (abc Etüden 45.17)

Ruth grummelte vor sich hin, wie in den letzten Jahren immer häufiger: „Das ist nichts mehr für meine 85-jährigen Knochen, ich sollte zuhause in meinem Sessel sitzen“ und betrachtete gleichzeitig völlig fasziniert die fremde Lanschaft, die an ihr vorbeizufliegen schien und fand sich immer noch besser als Elisabeth, ihre Freundin, die neben ihr saß, ein junger Hüpfer von 75 war und ständig rumjammerte, dabei genoss sie – genau wie Ruth – eigentlich jede Sekunde dieser aufregenden und so unverhofften Reise.

Wer hätte aber aber auch gedacht, dass nach 70 Jahren ohne je etwas gewonnen zu haben, nun auf ihre alten Tage gleich eine Chinareise ihr Preis wäre und dass sie diese antreten würde hatte eh niemand geglaubt.

Aber warum eigentlich, nur weil sie alt war, was glaubten die eigentlich alle, sie hatte den zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit, die Währungsreform, zwei Ehemänner und all die anderen Stürme des Lebens überstanden, da würde sich Ruth doch nicht vor einer kleinen Reise bangemachen lassen.

Außerdem hatte sie in erster Linie gewonnen, weil sie schon so alt war, denn außer ihr hatte bei der Eröffnung des schicken neuen Reisenüros nun mal keiner das Ahornblatt erkannt, manchmal musste man der Jugend eben doch zeigen, wo der Hammer ist.

Nun näherte sich der Bus mit ihrer Reisegruppe langsam dem heutigen Tagesziel, der Chinesischen Mauer, nachher würden sie da oben auf der Mauer lang spazieren, sie würden Fotos machen und hinterher im Shop Karten kaufen, Ruth sonnte sich im Gedanken an ihren sauertöpfischen und leicht bornierten Neffen, der mit aller Kraft versucht hatte ihr die Reise abzuschwatzen, angeblich, weil sie in ihrem Alter zu gefährlich sei, in Wirklichkeit natürlich, weil er meinte, sie würde ihm, dem jungen Mann, zustehen, neidisch war er und beim Gedanken an sein Gesicht, als sie gesagt hatte: „Sterben kann ich überall“, musste Ruth wirklich lachen.

Pustekuchen, dass ist ihre Reise und trotz ihres gelegentlichen Meckerns würde sie jede Sekunde genießen, was war China aber auch interessant, den Blick konnte man endlos schweifen lassen über die satt grünen Teeplantagen, dann die Märkte mit all den exotischen Düften und das wuselig bunte Treibe, die überaus freundlichen Menschen, die zu ihr alter Frau nochmal netter waren, Li ihre Reiseleiterin hatte gesagt, in China habe man große Hochachtung vor dem Alter, ja Ruth war glücklich hier zu sein.

Nur eine Sache gab es, die ihr nicht gefiel und das waren die vielen Insekten allerorts, ständig hatte Ruth das Gefühl, dass sie an ihr krabbeln, bäh, aber egal, nun wachte auch Elisabeth auf und sie richteten ihre Siebensachen und nahmen ein winzigen Schlückchen von diesem köstlichen Likör aus weißem Tee, die alten Knochen wollten ja schließlich geölt werden.

Die abc-Etüden

Die Regeln

Drei vorgegebene Wörter in maximal 10 Sätzen zu einer Geschichte verarbeiten.

Die Wörter

Ahornblatt
Chinareise
krabbeln

Liebste Grüße

Ela

Tag 293: Jede(r) kann bauchfrei

Diese Überschrift habe ich neulich in der Online-Ausgabe einer großen  Modezeitschrift gelesen, nur das (r) stammt von mir. Ich bin nämlich auf jeden Fall für die Gleichberechtigung aller Bäuche, aber im weiteren Text musst du dir das „r“ denken. Gegen die Grundaussage ist im Grunde nichts einzuwenden, selbstverständlich kann jede bauchfrei, so schwer ist es ja nicht, ihn freizulegen und wer unbedingt will, soll es doch einfach tun. Die Frage ist doch eher die:

Sollte/möchte jede ihren Bauch der Welt zeigen?

Nach meiner persönlichen Meinung gefragt, würde ich entschieden sagen: NEIN! Es gibt viele Bäuche, die ich nicht wirklich zeigenswert finde (meinen eingeschlossen) und wenige von denen ich denke, man MUSS  sie mit der Welt teilen. Und leider gibt es noch die von der Sorte, die ich bitte, bitte niemals sehen möchte. Egal ob von Männlein oder Weiblein, ich weiß, so ein Bauch war teuer und es hat gedauert ihn in der Größe zeigen zu können, aber schöner macht ihn das nicht unbedingt.

Natürlich, meine Meinung ist nicht wichtig und ich gönne natürlich jedem, den Bauch frei zu lassen. Aber was ist eigentlich so toll daran  mit nackter Mitte durch die Welt zu gehen? Ich weiß, es ist Mode in diesem Sommer und ich habe auch schon davon gehört, dass es zu Zeit total angesagt ist, exzessiven Sport zu machen, die Muskulatur zu stählen und optimal zu definieren. Das ist harte Arbeit, ich verstehe und vermutlich sollte ich soviel Disziplin bewundern.  Aber ich kann doch nichts dafür, wenn mir beides nicht besonders gut gefällt. Der besondere Reiz, fremde Bäuche anzuschauen, erschließt sich mir nun mal nicht. Im Gegenteil, ich finde es immer etwas peinlich, weil meine Augen dann geradezu magisch von dieser Region angezogen werden. Außerdem war ich noch nie der größte Fan des berühmten Waschbrettbauchs Ich mag auch Teddybären (kuschelig, aber nicht fett). Und wie ist es bei Frauen? Klar, mag ich schöne Figuren und finde schlanke Silhouette, ich bin auf jedes Kilo stolz, dass ich abgenommen habe, aber ich möchte dabei Frau bleiben und nicht in erster Linie durch meine (nicht vorhandenen) Sixpacks auffallen. Das würde mir wohl auch schwerfallen, hat mir doch gerade eine Fachfrau erklärt, dafür wäre es eh zu spät: „In deinem Alter baut man kaum noch Muskeln auf“.

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Foto Pixabay

Zu alt für nackigen Bauch?

Das nun wiederum glaube ich nicht. Das hat doch (fast) nichts mit dem Alter zu tun, es zählt in meinen Augen einzig und allein der Zustand des Bauches. Wer einen tollen Körper und eine ebensolche Mitte, Lust auf nackte Tatsachen hat, warum denn nicht? Nur zu und viel Spaß!

Ich denke, ich werde diese Mode  gelassen an mir vorüberziehen lassen,  abwarten und versuchen, meine Augen in eine andere Richtung zu trainieren. Mein Bauch gehört nämlich mir und genauso soll es auch bleiben 😉

Liebste Grüße

Ela

Tag 291: Lebensmodelle, welches ist richtig?

Gestern Abend habe ich nach zig Jahren mit einer Freundin aus grauer Vergangenheit telefoniert, die ich – wie sollte es 2017 anders sein – in den sozialen Medien wieder getroffen habe.

Natürlich fragten wir uns gegenseitig, wie unser Leben verlaufen ist. Dabei stellte sich heraus, dass sie den klassischen Weg gegangen ist, verheiratet seit mehr als 30 Jahren, zwei inzwischen erwachsene Kinder, Teilzeitbeschäftigung, Hund und Haus. In ihrer Freizeit singt sie im Chor und kümmert sich um die zwei sehr süße Enkel. Ihr Mann und sie reisen auch gerne,  vorzugsweise innerhalb Deutschlands oder im näheren Europa, ab und an machen sie eine Kreuzfahrt. Sie klang ziemlich zufrieden und das hat mir sehr gefallen.

Als ich dann zu Ende erzählt hatte, von meinem etwas anderen Leben, ohne Ehe und in meiner 3-Generationen-Mädels-WG, den vielen Reisen, aber ohne Haus und sogar ohne Auto, war sie schon sehr überrascht und (natürlich) kam die Frage, warum ich denn nicht geheiratet habe und nicht lebe wie man in unserem Alter eben „normalerweise“ lebt. Ich erinnerte sie dann daran, dass ich schon mit 17 nie heiraten wollte (ein-, nein zweimal kam ich im Laufe des Lebens ins Schwanken) und auch eigentlich nur besitzen wollte, was in zwei Koffer passt. Sie sagte, sie hätte nie gedacht, dass ich das ernst gemeint habe.

Später dachte ich über das Gespräch nach und mir fiel auf, dass ich mein Leben wie es ist wirklich mag. Natürlich gab es Momente, wo ich mir einen Partner gewünscht habe, leider ist mir aber nie der Mann begegnet, wo es einfach passte und mit dem ich gerne alt geworden wäre. Daher gibt es auch nichts zu bedauern und ich bin bis heute nicht der Typ, der leben möchte wie die alte Freundin. Ich liebe es einfach, wenn alles in Bewegung ist und noch alles geschehen kann und ausschließen will ich gar nichts. Natürlich kam auch die Frage nach dem Alter, ob ich nicht Angst vor Einsamkeit habe, denn irgenwann wird meine Mum ja nicht mehr sein und meine Tochter aus dem Haus gehen (sagte sie). Nein, eigentlich habe ich davor keinen Angst, denn erstens weiß man nie, zweitens bin ich auch gerne allein und drittens mache ich dann vielleicht mit Freundinnen und/oder Freunden eine WG auf.

Vermutlich muss jeder sein eigenes Lebensmodell finden, seinen ganz eigenen Weg gehen, authentisch bleiben, zu sich stehen. Ob der eine oder andere Weg besser oder schlechter ist? Ich glaube, nein, nur anders. Lustigerweise stoße ich bei Frauen meines Alters oft auf Unverständnis, wogegen ich sowohl von jüngeren, jungen, als auch alten Menschen immer wieder höre, es sei voll cool so. Wobei sich die älteren Herrschaften etwas anders ausdrücken.

Liebste Grüße

Ela

Tag 286: Du siehst aber gut aus … für dein Alter (Mitmach-Blog)

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem Mitmach-Blog . Übrigens eine richtig gute Sache mit tollen Mitstreitern, schaut doch mal vorbei!

Du siehst aber gut aus … für dein Alter

Diese Aussage fällt mir, neben Zimt, spontan ein, wenn jemand von mir wissen will, was ich nicht mag.

Was heißt denn das, ich sehe gut aus für mein Alter? Würde ich doof aussehen wenn ich älter oder jünger wäre oder muss ich nun mit anderen Frauen meines Alters konkurieren. Hat schon mal jemand gehört, dass dieser Satz zu einer 25-jährigen gesagt wurde? Ich nicht, aber für Frauen 40+ ist das Standard. Scheinbar geht es  nicht an, dass diese Frauen einfach nur gut aussehen, denn eigentlich sind sie doch schon unsichtbar.  Über einen Mann habe ich diese Aussage, glaube ich, auch noch nie gelesen. Dafür lese ich in der Bunten: „Elle … hat einen tollen Body für ihr Alter“. Seid ihr blind, die Frau hat einfach eine Hammer-Figur, egal für welches Alter. Die meisten Teenies würden dafür morden. Auch Julia Roberts ist nicht schön für ihr Alter, sie ist es einfach.

Wie wohl jed (r) höre ich gerne, dass ich gut aussehe, aber wenn dann dieser Nachsatz kommt, haltet lieber die Klappe und sagt nichts. Außerdem wäre es mir eh lieber, ihr findet mich spannend, einfach so …

Liebste Grüße

Ela

P.S.  Welche nett gemeinten Bemerkungen bringen euch eigentlich zum Kochen?

Tag 73 – Das lohnt doch nicht mehr …

Das ist wohl einer meiner meist gehassten Sätze, den ich zusammen mit „Wer weiß, ob ich das noch erlebe“ doch ganz schon häufig von meiner Mutter höre, sei es in Verbindung eines Kaufs oder  Plans oder auch mit einem Umzug.

Ich gebe es zu manchmal rauschen die Sätze einfach am Ohr vorbei oder es nervt mich, weil der normale Alltags-Wahnsinn mich fest im Griff hat. Aber immer, wenn ich mir einen kurzen Gedanken dazu gönne, finde ich diese Sätze unfassbar traurig und deprimierend. Besonders immer dann, wenn ich mir eingestehen muss, dass sie nicht unrealistisch sind. Meine Mutter ist 82, ein Alter ich dem es wirklich jederzeit vorbei sein kann und natürlich ist es mehr als ungewiss, ob sie es noch erlebt, wenn meine Tochter irgendwann ihren Facharzt hat. Klar kenne ich auch den Einwand, es kann für jeden von uns jederzeit Schluss sein, nur steigt die Wahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter signifikant. Ich frage mich dann immer, wie lebt man als geistig absolut fitter Mensch mit diesem Szenario? Verdrängt man die eigene Sterblichkeit oder schafft man es irgendwann tatsächlich nur noch für den Moment zu leben? Hat man Angst oder glaubt man an ein Leben nach dem Leben, an eine Wiedergeburt?

Neulich hat dieser Satz mich unmittelbar getroffen, ich las in der Zeitung die Meldung der Rente mit 69 ab 2060.  Im ersten Moment dachte ich „Klasse, dann bist du schon lange im Ruhestand“, aber der zweite Gedanke war: „Vermutlich erlebst du dieses Jahr gar nicht mehr, es sei denn du wirst 100“. Ja, Ende 2060 werde ich 100 Jahre alt, nur die wenigsten Menschen haben das Glück so alt zu werden und von ihnen ist vielen nicht mehr bewusst, dass sie 100 werden.

So richtig kann ich mir nicht vorstellen, irgendwann einmal nicht mehr zu leben, tot zu sein. Was für dumme Gedanken an so einem schönen Tag …

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Das Leben ist endlich, also lebe!!!

Moment des Tages:

Ich lebe!

Zitat des Tages:

Ich denke, also bin ich

Foto des Tages

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Tag 66 und 67 – Nix für Feiglinge!

Raus aus der Krise, von wegen. Ich will doch lieber umziehen, ich hätte nie gedacht, dass schon die Vorbereitung einer Renovierung soviel Arbeit macht und auch nicht, was für einen Mist drei Menschen anhäufen können. Da kommt sogar der Entschluss, dieses Blog regelmäßig zu führen ins schwanken. Ich war gestern Abend einfach so ko, dass mir sogar das Schlafengehen zuviel wurde.

Zu allem Übel stecke ich auch gerade mal wieder in einer kleinen Sinnkrise. Dieses Jahr ist, meine Mutter will sich einfach nicht erholen von den Operationen, sie hat immer Schmerzen, die Medikamente wirken nicht besonders und zu kurz. Wir machen uns langsam wirklich Sorgen, weil die Ärzte einfach kaum was machen, offensichtlich reicht es mit über 80 ein paar Pillen zu verschreiben, wie hat es der Oberarzt der Charité  doch formuliert? „Sie sind einfach zu anspruchsvoll, in ihrem Alter müssen sie froh sein, noch zu leben und einigermaßen schmerzfrei in ihrem Sessel zu sitzen“. Tatsächlich kommt meine Mutter kaum noch raus, alleine mag sie gar nicht mehr und sobald sie aufsteht kommen die Schmerzen, deren Ursache kein Arzt findet. darf man im höheren Alter wirklich nichts mehr erwarten?

Natürlich leidet in erster Linie meine Mutter, aber auch für Angehörige ist es nicht so einfach. Der eigene Handlungsspielraum wird immer kleiner und es fällt schwer wirklich fröhlich zu sein, wenn ein Mensch, den man liebhat, Schmerzen und oft keine Lust mehr hat.

Auch die eigene Angst vor dem Alter wird nicht gerade weniger…

Bis morgen
eure

Ela