60 … au Weia

Ich habe wieder Lust auf meinen Blog und habe die Unter-Überschrift geändert in: “60… au weia”. Warum? Ich werde Ende nächsten Jahres 60 und daran habe ich ganz schön zu knabbern. Ab 60 war man für die junge Ela einfach alt und wenn ich mir nun vorstelle, jemand würde mich als ältere ganz zu schweigen als alte Dame  bezeichnen, löst das bei mir akuten Brechreiz aus.

Und ja, ich weiß, Alter ist nur eine Zahl, man ist nur so alt, wie man sich fühlt, 60 ist kein Alter, 60 ist die neue 40 und bla, bla, bla. Trotz alledem und dem Wissen, keine (gute) Alternative zu haben, macht mir diese Zahl Angst, selbst der Tod rückt näher, mein Vater und meine Großmütter wurden jeweils nur 62. Vielleicht werde ich ja auch gebrechlich und/oder dement? Sind die guten Jahre vorbei? Gerade jetzt, wo ich ( wie es aussieht) bald wieder schmerzfrei werde leben dürfen? Natürlich kenne auch ich die tollen Frauen, denen das Alter anscheinend nichts anhaben kann. So starb z.B. die von mir sehr verehrte Doris Day gestern nit 97 und war bis kurz vor ihrem Tod topfit. Jane Fonda sieht mit über 80 sensationell aus, wenn auch mit

Nachhilfe. Iris Berben hat so gar nichts von einer alten Dame. Aber ich habe auch jeden Tag meine Mutter vor mir, die ich pflege. Im Kopf ist sie fit wie ein Turnschuh, aber der Körper will in vieler Hinsicht nicht mehr so Recht.

Es gibt inzwischen wirklich viele ü50-Blogs, aber die, die sich mit der nächsten Dekade befassen sind Mangelware, obwohl gerade in ihr so vieles passiert, allein schon durch das Erreichen des Rentenalters, dessen Planung und die damit verbundene neue Freiheit. Da mich das alles schon heute beschäftigt, werde ich versuchen, diese Lücke ein bisschen kleiner zu machen.

Ich jedenfalls möchte auch zwischen 60 und 70 gesund, fit und attraktiv sein und in den nächsten 1,5 Jahren werde ich versuchen, mir gute Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Bist du dabei?

💋💋💋 Ela

Ein Ort, 12 Monate (Dezember)

Überall böllert es schon, man sieht es am orangenen Himmel, es ist Silvesterabend 🍾🍸☘🐷💙🍀🐖❣

Liebes 2017, geh mit Gott, aber geh❣❣❣

Das Projekt Monatsblick

Zeilenende hat das spannende Projekt „12 Monate“ gestartet, wir betrachten ein Jahr lang einen von uns gewählten Ort und jeweils am letzten Sonntag des Monats zeigen wir ihn und wie er sich verändert hat.
Ich habe mir meine Terrasse ausgeguckt, sie und ich, wir sind noch im Honneymoon und werden unser erstes gemeinsames Jahr erleben. So ganz glaube ich immer noch nicht, dass ich sie (mit der dazugehörigen Wohnung) mitten in Berlin gefunden habe. Das Februar Foto habe ich leider verpasst, aber wenn ihr euch nix Buntes und leichte Tristesse vorstellt, passt es.

Liebste Grüße

Ela

Am Ende bleibt nur (42/17)

Mein Beitrag zum Wochenthema Anfang und Ende auf dem Mitmachblog.

Hast du dich auch schon gefragt, ob das hier, dieses kurze Leben, wirlich alles ist?

Ich schon….

https://mitmachblog.wordpress.com/2017/10/17/am-ende-bleibt-nur-4217/

Tag 183 – Anfang und Ende – doofes Sylvester

Ursprünglich habe ich diesen Beitrag im Mitmach-Blog veröffentlicht, schaut mal vorbei. Er ist eine feine Sachen!

Ja, wenn ich hier über Anfang und Ende schreiben soll, komme ich  nicht an Sylvester vorbei. Das Ende eines jeden Jahres und der Tag im Jahr, den ich wohl am aller-, aller wenigsten mag. Auch generell mag ich keine Abschiede und ich weiß, was mir dieses Jahr gebracht hat, eine menge Mist, aber auch verdammt schöne Stunden. Was das neue und da sind wir schon wieder beim Anfang, bringen wird, das wissen wir alle nicht, eine unbekannte Größe sozusagen.

Den 31. Dezember konnte ich noch nie leiden, alle machten immer doofe Witze und ich fühlte mich nicht zugehörig. Dann dieses Gegröle, die aufgesetzte Fröhlichkeit. Später dann die Partys, auch keine wahre Freude für mich – außer allein – überzeugte Nichttänzerin. Außerdem bekomme ich regelmäßig zum Jahreswechsel meinen Blues und brauche mein Bad im Selbstmitleid.

Ein wenig besser ist es erst seit ein paar Jahren geworden, seit ich auf das ganze Gedöns pfeife und mit meiner Mum einen DVD-Abend mache, wir machen uns was leckeres zu essen und haben uns in den letzten Jahren immer eine ganze Staffel Downton Abbey reingezogen. Dieses Jahr folgt die letzte *heul*. Das war richtig schön und die Welt konnte uns mal, aber der Heringssalat nach dem Rezept meiner ostpreußischen Großmutter, ist trotzdem er DAS Sylvestergericht schlechthin ist,  ist schon richtig lecker.

Den Jahresanfang finde ich eher nervig, weil mir dieses ganze Frohes neues Jahr -Gewünsche nervt, ich vergesse es nämlich regelmäßig und ernte dann missbilligende Blicke.

In diesem Sinne macht an Sylvester was ihr wollt, nur bitte, ohne mich!