Cardiff Castle

Tag 287 – Reisebericht London/Cardiff, Teil V: Ein Schloß, die Arcades und Shopping bei Prinz Charles

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War nun, nachdem wir das Highlight mit Doctor Who hinter uns hatten, die Luft raus? Nein ganz im Gegenteil, nun freuten wir uns total, ein bisschen mehr von Cardiff zu sehen und bei mir kribbelte das Shoppingfieber.

Nach frisch gebratenen Fried Eggs (Spiegeleier) mit sehr leckeren Beilagen und gutem Kaffee ging es dann ganz gemütlich los in Richtung Innenstadt. Heute wollten wir uns treiben lassen und so war der einzige fixe Punkt auf unserer Liste Cardiff Castle, weil der Reiseführer so davon  geschwärmt hatte und wir alle auf Schlösser stehen.

Aber als erstes mussten wir zum Friseur, na ja eigentlich nur E., da es ja kein barrierefreies Zimmer gab, hatten wir nur eine Badewanne, da kommt unsere Mömi. nicht rein, respektive nicht wieder raus.

Vielleicht wundert ihr euch auch, wie ich das mit meinem Bein alles schaffe. Erstens habe ich auch daheim Schmerzen und zum anderen muss ich bis zur OP leider starke Schmerzmittel nehmen. Ach ja und meinen armen Begleiterinnen hörten von mir ständig: “ Ich muss mich kurz hinsetzen“, was auch großzügig genehmigt wurde. Meine Ärztin meinte, ich solle am besten mal den ganzen Krankheitskram aus dem Kopf bekommen, damit dieser frei wird.

Gleich am Anfang der Royal Arcade (ja, insgeheim hatten wir uns wohl alle vorgenommen, die Arkaden heute  gründlicher zu erkunden) wurden wir fündig, ein kleiner süßer Laden mit einem sehr netten italienischem Chef, der seit 40 Jahren der Liebe wegen in Cardiff lebt. Nach 30 Minuten waren die Haare von E. frisch gewaschen und super gestylt.

Warum gibt es in Berlin eigentlich keine victorianischen Arkaden? Ich liebe sie!

Ich hab die Haare schön … 😉

Als wir dann auch noch auf eine ebenfalls victorianische Markthalle treffen, bin ich elektrisiert. Ich stehe total auf Markthallen, meine Mädels hingegen nicht so, also gehe nur ich rein und die zwei in eine schöne, alte Kirche.

Nachdem ich den intensiv  „duftenden“ Fischstand, der meine Family vom Besuch abgehalten hatte, hinter mir gelassen hatte, fand ich eher ein Shoppingcenter auf altmodisch vor. Es gibt ganz viele kleine Marktstände und -buden, wo es (fast) alles gab, natürlich Fressalien, aber auch sonst  war das Sortiment von der Grußkarte, über Kleidung, Blumen, Taschen, Schmuck bis hin zum Schuhmacher vielfältig. Da machte das Gucken Spaß und natürlich musste ich was kaufen. Angetan hatte es mir ein Stand mit Welsh Cakes, denen ich nicht widerstehen konnte. Sogar nach dem reichlichen Frühstück waren sie super lecker. Ein bisschen wie Scones, nur flacher, mit Zucker bestreut und noch warm … hmmmmm lecker.

Wieder draußen sehe ich mir noch kurz den sehr alten Friedhof an der Kirche an, bis meine zwei in der Kirchentür erscheinen. Ihnen hat es darin auch ganz toll gefallen, besonders die herrlichen Fenster.

Nun sind wir auch schon vor dem Schloß, dass für mich allerdings eher wie eine Burg aussieht. Die Eintrittskarten sind schnell gelöst und wir gelangen in den weitläufigen, grünen Innenhof, der sehr, sehr schön ist, um ihn gruppieren sich Gebäude der unterschiedlichsten Epochen.

Das zu besichtigende Schloß ist eher übersichtlich und für jemanden, der schon viele Burgen gesesehen hat, bis auf die alte Bibliothek nicht sehr eindrucksvoll. J. schaut sich noch weiter um, aber der Funke springt auch bei ihr nicht so wirklich über. E. kann nicht in den ersten Stock, weil angeblich der Lift defekt ist. Merkwürdig nur, dass er kurze Zeit später, beladen mit Geschirr, hochfährt.

Recht schnell sind wir wieder draußen und nun geht es in eine moderne Mall, in der sich auch ein Highgrove Charity Laden befindet. Zur Erklärung, Highgrove ist der Sitz von Prinz Charles, dem britischen Tronfolger. Er ist sehr kreativ, aber auch ökologisch und sozial engagiert. Der Erlöß aus den Läden kommt seinen Projekten zugute.  Wir erstehen Untersetzer und ein Käsebrett, hier gibt es viele schöne Sachen, die Auswahl fällt schwer.

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Shopping bei Prinz Charles

Nach einigen weiteren Einkäufen meldet sich der Hunger und es zieht uns nach kurzem Frischmachen zum Futternapf.

In der Stadt haben wir ein Jamie Oliver Restaurant Jamie’s Italian Cardiff (hier) entdeckt und wollten unbedingt mal probieren, wie es schmeckt, weil wir seine Sendungen schon hin und wieder gesehen haben. Um es kurz zu machen, drei Gänge jeweils für drei Personen und wirklich alles war sowas von lecker. Sogar E. isst alles auf, was fast ein Wunder ist. Dabei war auch der Preis völlig okay.

Satt und zufrieden geht es dann ins Bettchen …

Fortsetzung folgt, es geht ans Meer …

Liebste Grüße

Ela

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