Das erste Mal

Heute war es soweit, nach fast neun Monaten war ich wieder im Büro. Erstmal nur für zwei Stunden (Hamburger Modell = schrittweise Wiedereingliederung), aber immerhin. Ich habe zwischendurch schon nicht  mehr dran geglaubt, ich konnte mir irgendwann nicht mehr vorstelle, dass ich es wieder schaffen würde. Schon der Weg erschien mir als unüberbrückbares Hindernis. Gestern Abend und heute Früh war ich dementsprechend auch richtig aufgeregt und mein Bauch führte ein kleines Tänzchen auf.

Ich habe aber wirklich tolle Kollegen und wurde super nett empfangen, alle schienen sich zu freuen, dass ich wieder da bin und fragten, wie es mir geht. Arbeit hat sich auch nicht angesammelt, mein Schreibtisch war leer bis auf ein paar Infos. Dankeschön!

Klatsch gab es natürlich auch schon ein bisschen und eine Kollegin, mit der ich nie warm geworden war, hat den Arbeitsplatz gewechselt. Erstaunlicherweise haben meine Pflanzen fast alle überlebt. Auch das war eine kleine Freude, denn ich habe sie schon sehr lange.

Morgen kommt dann das erste Meeting und bald wird es spannend, denn dieses Jahr ist auch dienstlich gesehen, spannend.

Liebste Grüße

Ela

Tag 144- Durchatmen, Klappe halten

Kennt ihr das, ihr steht kurz vor dem Siedepunkt, die Explosion steht unmittelbar bevor? So geht es mir gerade. Mein herzallerliebster Kollege, den ich in diesem Jahr schon mehr als vier Monate (gut) vertreten habe, erklärt mir (ehe er wegen einer erneut angestrebten Krankschreibung das Haus verlässt), schriftlich, dass er, ich zitiere:

Liebe Frau N.,

ich hoffe noch, Ende November/Anfang Dezember 2 Wochen in die Sonne zu fliehen …

Ich dachte, es haut mich vom Hocker, sowas Dreistes gibt es ja wohl nur einmal. Ich soll meinen Umzug absagen, weil der Herr vielleicht und eventuell in den Urlaub will. Was glaubt er wohl, wer diesen Urlaubsantrag als Vertreter unterzeichnet? Ich bestimmt nicht. Montag kläre ich das mit dem großen Chef …

Sorry fürs Zumüllen, musste mir gerade mal Luft machen.

Bis dann

eure Ela