Liebe

Unter dem Regenbogen (Foto der Woche)

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Love and Piece for the World. Als ich ganz klein war, sagte mir mein Opa, als wir zusammen einen Regenbogen sahen, dass solange es Regenbogen gibt, Gott die Welt nicht vergessen hat. 

Darum heute für meine Leser dieses großartige Symbol der Hoffnung 😍

Aufgenommen: 03.09.2017, Copyright by 365Tage, 2017
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Tag 320: Was macht einen besonderen Tag aus?

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Manchmal bestimmen das ganz sicher  die ganz großen Erlebnisse oder Ereignisse, wobei ich bei diesen oft so aufgeregt bin, dass ich vieles gar nicht mitbekomme. Aber klar auch die große, lang erträumte Reise und junge Liebe soeieso, lassen das Herz Freudensprünge machen.

Aber nein, wir müssen nicht Monate  und Jahre auf dieses so intensive Gefühl warten, dass unsere Seele vor Freude tanzen lässt, warten. Denn nicht nur die Meilensteine haben die Fähigkeit, uns glücklich zu machen, manchmal sind es die kleinen Dinge. Sei es ein leckeres Essen, ein paar schöne Blumen, ein Treffen mit Freunden, ein Spaziergang am Strand, im Wald, durch Felder, das Gefühl der Dankbarkeit oder ein gutes Gespräch.

Ich hatte gestern so einen wunder-wunderschönen Tag, der sachlich betrachtet nichts besonderes war. Es passierte eigentlich nicht viel und nicht mal das Wetter tat sich hervor. Aber dieser Tag fing schon gut an, weil wir alle drei nichts wirkliches vorbhatten und uns so fast drei Stunden und über Gott und die Welt quatschend beim Frühstück aufhielten.  Anschließend hatte ich Lust zu malen (eigentlich Töchtings Geburtstagsbild), aber da sie sich zu mir nach Draußen setze, war damit nichts), machte aber nichts, lange schon hatte ich eine neue Blumentopf-Idee, die noch auf Umsetzung wartete. Meine Mum lag derweil auf ihrem Bett mit Blick zu uns und  las. 

Es war einfach so friedlich so liebevoll, ich durfte eine meiner Lieblings-beschäftigungen ausüben, dabei in die Rosen schauen, ihren Duft genießen und hatte meine Lieblingsmenschen um mich. Es war wie eine Oase des Friedens, angst- und sorgenfrei, in einer gefärlichen Zeit und ich fühlte neben Glück auch Dankbarkeit:

  VvbWerd ich zum Augenblick sagen:        Verweile doch! du bist so schön! (Faust 1/J. J. W. von Goethe)

Tag 276 und 277: Loslassen

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Das war ein sehr merkwürdiger Tag, heute Früh schrieb mir meine Freundin S., dass O. geheiratet habe. Diese Nachricht hat mich zu meinem eigenen Erstaunen gar nicht gleichgültig gelassen.

Mit O. war ich vor mehr als 30 Jahren verlobt, er war der einzige Mann den ich je ernsthaft heiraten wollte. Ich habe ihn sehr geliebt …

Wir sind gescheitert an unserer jugendlichen Dummheit und an räumlicher Distanz. Mein Herz hat lange gebraucht zu heilen und war fortan sparsam mit seinen Resourcen.

Aber wir haben beide unser Leben gelebt, er hat studiert, geheiratet, Kinder bekommen, wurde geschieden, eine weitere Beziehung scheiterte.

Ich habe auch studiert, mich verliebt, nicht geheiratet, aber mit einem tollen Kerl meine Tochter bekommen, habe mich getrennt und …

Was soll ich sagen, vor wenigen Jahren trafen wir uns wieder und irgendwas war da noch, so ein zartes Pflänzchen. Nur gedeihen wollte es nicht, zu verschieden waren wir inzwischen und so verloren wir uns wieder aus den Augen.

Heute habe ich wohl um das getrauert, was hätte sein können und nicht um das was war.  Vielleicht war ich auch ein klitzekleines Bisschen neidisch auf O., er strahlt auf den Fotos vor Glück.

Aber nun ist alles wieder gut ubd ich wünsche A. und O. von Herzen alles Gute.

Tag 50 – Ist Liebe unendlich?

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Ich meine nicht die Liebe zum Kind, die zu den Eltern, Großeltern, der Familie sondern die zwischen Mann und Frau oder auch zwischen Frau und Frau, Mann und Mann. Mir ist heute Früh etwas Seltsames passiert, meine älteste Freundin schickte mir ein Foto von meiner ersten großen Liebe (sie ist mit ihm verwandt) von ihm und seinen Kindern, anlässlich eines Schulabschlusses und irgendwie hat dieses Foto meine Seele berührt und das nicht nur, weil er immer noch toll aussieht.

In meinem (bisherigen) Leben gab es wenige Lieben und ein paar Liebeleien, die nicht auf Dauer angelegt waren. Wenn ich liebe, dann sehr und mit ganzem Herzen. Meine Lieben haben nicht gehalten und ich habe sehr gelitten. Auch damals … darum habe ich vor einiger Zeit beschlossen: „Nun ist Schluss, ich will nie wieder so leiden“,  irgendwie scheine ich wohl nicht für eine dauerhafte Beziehung gemacht zu sein. Sonst wäre es ja mal gut gegangen und hätte gehalten. Aber ich bereue nichts, haben sie mir unendlich schöne Momente und  den größten Schatz meines Lebens geschenkt, meine Tochter.

Diese erste große Liebe, der erste Mann ist wohl immer besonders und unvergesslich. Jung und naiv glaubt man, soviel Gefühl könne nur für die Ewigkeit sein, unendliches Vertrauen und der Glauben an die Güte des Schicksals begleiten sie. So auch bei mir, aber es sollte anders kommen, unsere Liebe hatte in der Schule begonnen. Ein paar Monate nach dem Abitur zogen wir beide in unterschiedliche Städte zum Studieren. Dort fand er erst eine andere und dann war ich zu stolz ihn zurückzunehmen.Wirklich zusammengepasst haben wir wohl nie, er der totale Kopf- und ich der absolute Bauchmensch. Ich erinnere mich an unsere erste gemeinsame Reise, zusammen schauten wir der untergehenden Sonne und dem aufsteigenden Mond und den Sternen zu. Ich fand das unendlich romantisch und sagte ihm das auch, woraufhin er mir erklärte, wie ein Stern zusammengesetzt ist.

Mehr als 30 Jahre vergingen, jeder von uns lebte sein Leben, er heiratete, bekam zwei Kinder, ließ sich scheiden, zog mit einer neuen Frau zusammen und trennte sich wieder. Bei mir hat es lange gedauert, Jahre, bis ich meine Trauer überwunden hatte, aber dann war ich auch wieder offen für die Liebe, lernte den Vater meiner Tochter kennen, wir gingen eine Teil unseres Weges zusammen, trennten uns, weil uns mehr trennte, als verband. Jahre später begegnete mir die Liebe dann noch einmal, aber auch diesmal war ihr keine Dauer vergönnt. In all diesen Jahren hörte ich nur über meine Freundin sporadisch von O. (nennen wir ihn so), immer wieder gab es die Momente: „Was wäre wenn?“ Aber die waren nie mehr als ein flüchtiger Atemhauch.

Vor ein paar Jahren sollte es dann einen Jahrgangstreffen meiner Abi-Klasse geben, Adressen wurden ausgetauscht und dabei flatterte mir auch die Freundschaftsanfrage von O. ins Haus. Natürlich nahm ich sie an, wir tauschten Neuigkeiten aus und über die Zeit entstand ein freundschaftlicher Austausch, mehr nicht. Das geplante Treffen fand nie statt, aber wir, O. und ich trafen uns, als ich nicht weit von seiner neuen Heimat zu tun hatte. Ich war ganz schön aufgeregt, aber irgendwie war O. mir gar nicht fremd. Trotzdem  stellte ich fest, wir haben nicht viel gemeinsam. Dabei ist er ohne Frage sehr nett, sehr lieb, aber über seinen Rosenkrieg war er noch lange nicht weg. Den ganzen Abend redete er über Sicherheitsgurte und seine gescheiterte Ehe, aber vielleicht war er ja auch aufgeregt? Trotzdem gab es an diesem Abend so einen kleinen magischen Moment, ganz am Ende als er mich zum Abschied in den Arm nahm, da war etwas …

Hat er ihn auch gespürt? Ich weiß es nicht, vermutlich eher nicht, nach und nach wurde der Kontakt weniger. Dann passierte im letzten Jahr etwas merkwürdiges, an einem Tag im August rief mich meine Freundin an und erzählte O. und sein Sohn wären da und O. wolle mich unbedingt besuchen. Schon am nächsten Tag trafen wir alle uns, ich nahm meine Tochter mit, meine Freundin, ihr Mann, O. und sein Sohn. Es waren wunderschöne Stunden, leicht und unbeschwert. Da war etwas zwischen uns, zweifellos. Danach schrieb O. mir für eine Zeit jeden Tag, es wurde intensiver und dann plötzlich nichts mehr, von heute auf Morgen . Warum habe ich nie erfahren. Ich war etwas verwundert und klein wenig traurig, obwohl das Kapitel ja eigentlich für mich abgeschlossen war und auch nie mehr die Rede von Liebe war. Dlangsam senkte sich langsam gnädiges Vergessen über die Geschichte. Außerdem und eigentlich hätte eine neue, alte Liebe eh nicht in mein Leben gepasst.

Nach einiger Zeit habe ich kaum noch dran gedacht, bis zu diesem Foto heute Früh. Es hat mich nachdenken lassen, über die Liebe, die Männer in meinem Leben. Vielleicht ist es ja wirklich so, dass Liebe niemals stirbt, dass irgendetwas für immer bleibt? Oder ist es so, dass mich die verpassten Möglichkeiten traurig machen oder ist es die Wehmut über eine Zeit die vergangen ist?

Bis morgen
eure

Ela

Gedanke des Tages:

Was wäre wenn?

 

Zitat des Tages:

Denn die Liebe ist ein Chamäleon. Immer wieder zeigt sie eine andere Farbe. Und manchmal sagt sie: Ich gehe!, aber sie geht nicht. [Ahmad Ghazzali (1058-1111)]

Foto des Tages

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@365tageimleben, 2016