Die Bienenkönigin

Diesen Beitrag habe ich gerade zum Thema der Woche 40/17: Die Cousine vom Nachbarn vom Planeten Dingsda auf dem Mitmachblog veröffentlicht.

https://mitmachblog.wordpress.com/2017/10/07/die-bienenkoenigin/

abc Etüden 36.2017

Heute mache ich wieder bei den abc Etüden mit, gehostet werden sie von der lieben Christiane.

Gestalterisch unterstützt wird sie von Herrn Textstaub, der uns jede Woche die schönen Grafiken schenkt und der die abc Etüden ins Leben gerufen hat.

Die Regeln sind einfach, man schreibt unter Verwendung von drei vorgegebenen Wörtern in höchstens 10 Sätzen eine shortest Short Story.

Auch die Wortspenden kommen in dieser Woche von Christiane, es sind die Begriffe:

2017_36-17_zwei

Zu gut um wahr zu sein

Ich konnte Eva noch nie ausstehen. Die mit ihrem Madonengesicht und Augen, die schauen, als wäre ihr ein Heiligenschein angewachsen, ist viel zu süßlich für mich und um echt zu sein. Ich kann es nicht ändern, aber die Frau sendet einfach nicht auf meiner Frequenz und ich wette, in Wirklichkeit hat sie es faustdick hinter den Ohren. Neulich guckt mich die heilige Eva doch mit sanftem Augenaufschlag an und sagt: Liebes, es ist doch nicht schlimm, wenn man ein paar Kilos mehr hat, nicht jedem ist Selbstbeherrschung gegeben. Und das alles sagt sie vor Tom, meinem Schwarm. Ich kann  sie, echt nicht leiden dieses heilige Miststück und war ich sooooo sauer, und dick bin ich auch nicht.

Aber gestern kam meine Stunde, Eva war beim Friseur und tja, da ist wohl was schief gelaufen, ihre Haare leuchten geradezu grün! Sie heulte rum, Fehler, doofer Friseur und so. Erleichtert und voller Schadenfreude sagte ich, als alle um uns standen: Liebes, es ist doch nicht schlimm, der arme Friseur kann doch nichts dafür und es wächst ja wieder raus.

Liebste Grüße

Ela 


Tag 318: Kennst du positiven Neid?

Nein? Ich schon, aber es gibt in unserer Sprache kein Wort dafür. Ulkig oder? Neid ist immer und ausschließlich negativ und böse belegt. Andernfalls muss man zumindest sagen: Ich beneide dich, gönne es dir aber. 

Dabei kann ich doch durchaus etwas auch haben wollen, ohne dem Menschen, der es bereits hat, etwas böses zu wollen. Im Gegenteil, ich kann mich sogar mitfreuen.

Freunde von mir machen beispielsweise tolle und weite Reisen, unter anderem nach Hawaii. Ehrlich, schon Jahrzehnte will ich da hin, aber es funktionierte nie, entweder war ich nicht flüssig genug oder heute, wo es mit sparen vielleicht klappen kännte, kann ich meine Mum nicht so lange alleine lassen und für sie wäre die Reise viel zu anstrengend. So bleibt mir nur, meine Freunde glühend zu beneiden. Aber trotzdem  wünsche ich ihnen eine traumhafte Reise mit grossartigen Erlebnissen.

Alles andere wäre doch auch dämlich, für mich ändert sich doch nichts, ob die Zwei nun glücklich oder traurig unterwegs sind. Nichts würde besser oder schlechter, nur würden meine Mundwinkel demnächst immer nach unten zeigen.  Bäääh!

Früher überfiel und quälte mich mein Neid manchmal ganz schön, grün werden ist nichts dagegen. Aber tatsächlich kann man sich dieses belastende Gefühl recht einfach abgewöhnen. Man muss sich nur immer wieder sagen, dass auch wenn Erwin  jetzt stinkreich ist, sich an meinem Leben nichts ändert. Genaus doof übrigens die Frage: Warum denn gerade ich?. Meine Standardmäßige Antwort darauf: Warum denn gerade nicht du? 

Das große Roulette des Lebens trifft halt jeden mal, im Guten wie im Schlechten.

In diesem Sinne, wie immer liebste Grüße und wunderschöne Pfingsten

Ela