Ostsee

Schietwetter auf Usedom

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Heute lasse ich mal wieder in erster Linie Bilder sprechen, es ist nämlich so richtig schönes Schiiiiiietwetter. Schön, weil ich Sturm und hohe Wellen so mag, den Regen nehme ich in Kauf. Meine Anwendungen waren heute blöd verteilt, morgens Anwendungen und dann eine lange Pause bis zum Abschlussgespräch (ich fahre aber erst Sonntag).

Ich habe es auch am Vormittag mit dem Rausgehen probiert, aber da war der Regen einfach zu schlimm und so habe ich es gerade mal bis zur Post geschafft. Aber am Nachmittag hatte der Regen dann soweit nachgelassen, dass ich mich getraut habe und ich habe den Gang über die Seebrücke und den Strand sehr genossen, das Eis im Ponte Rialto war auch sehr lecker und neben den Fotos, Lohn für die kalte Nase.











Liebste Grüße

Ela

Tag 358-361: Chillen mit Piraten

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Der Titel musste einfach sein, auch wenn in Wirklichkeit erst das Chillen und dann die Piraten kamen. aber lass mich am Anfang beginnen:

Warum mache ich mich so rar

Ich werde nicht schwindeln, Zeit habe ich hier nun wirklich genug und so aufregend, dass das echte Leben das virtuelle vergessen lässt, ist es hier auch nicht. Die Gründe sind andere. Zum einen hasse ich es, wenn Serien (ich sehe meinen Blog jetzt mal als Serie) zu Ende gehen, ich habe schon ganz oft, letzte Staffeln nur nicht angeschaut, weil es eben letzte sind und mir fehlen hier nur noch vier Folgen. Ich weiß, alles Blödsinn, aber …

Der andere Grund, wenn die Luft auf Sylt auf mich wie Champagner wirkte, mich wacher, lebhafter und energiegeladen machte, so wirkt das Ostseeklima eher wie Valium auf mich. Ich bin immer müde, schlafe nachts locker acht Stunden und oft am Tag noch mal zwei oder drei. Nun könnte man glauben, die Medis sind schuld, aber die habe ich ja in Berlin auch genommen. Aber mein Blutdruck geht hier trotz Sport und Pipapoh in den Keller, beim letzten Messen 100/60.

Ich verspreche, egal was da komme, ob schlafend oder wachend, die (vorerst) letzten vier Tage werde ich auf jeden Fall schreiben!

Ein neuer Hut am Strand

Gestern war endlich mal so richtig tolles Strandwetter und das sogar den ganzen Tag, also beschloss ich ihn auch an demselben zu verbringen, zudem der eigentlich geplante Ausflug nach Kolobrzeg (Kolberg) eh gecancelt wurde, weil nur ich mich angemeldet hatte. So zog ich dann gestern früh los und kaufte mir einen Sonnenhut. Was sein muss, muss sein!

Chillen am Strand

Gibt es eigentlich etwas Entspannenderes als am Strand zu sein? Ich glaube nicht, ich beschloss, wenn schon, denn schon und mietete mir einen Strandkorb. Auch mal schön, ein Strandkorb für mich allein, Platz und keine Ellbogen, die nicht zu mir gehören. Noch dazu hatte mir Amazon gerade einen neuen Band einer sehr kitschigen und ebenso spannenden Buchreihe (Schwestern des Horizonts) auf mein Kindle gesendet und so  durfte ich mich auch noch 150 Jahre zurückversetzen und nach Australien auswandern. Aber am Strand kann man darüber hinaus ja auch so herrlich schauen, fremden Gesprächen lauschen (ich weiß, das tut man nicht, macht aber Spaß), süße kleine (und manchmal nervige) Kinder beobachten, Muscheln sammeln. Und ich habe mich getraut, ich war im Meer schwimmen, auch wenn es kalt (17°) war. Aber nachdem die zwei Grazien (siehe Foto unten) sich auf den Weg gemacht hatten und wirklich reingingen, dachte ich mir „Ela, das schaffst du auch!“, nun gut, lange war es nicht, aber doch ein bisschen schwimmen und einmal „Toter Mann“machen. Anschließend habe ich dann genüßlich ein Weilchen auf dem Bauch im warmem Sand geträumt und mich trocknen lassen, ja ich gehöre zu denen, die selten gleich den Badeanzug wechseln). Dann habe ich noch Bockwurst (Boah, wie lange war das her?) und Schoko-Rote Grütze-Kuchen am Strandkiosk gegessen, um dann mein Buch zu beenden.

Hilfe Piraten

Schon seit drei Tagen lief ein sogenanntes Piraten-Spektakel in Heringsdorf, eigentlich wollte ich ja nicht hin, weil ich zu alt bin, es mir zu blöd erschien, aber nach zuviel Sonne war ich fällig und praktischerweise war es gegenüber der Klinik, also machte ich mich nach dem Abendessen auf den Weg und traf dort noch Mitpatienten. 7,50 € Eintritt kostete der Spaß, es war ein bisschen wie Mittelaltermarkt, aber doch auch ziemlich nett. So gab es auf einer kleinen Bühne lustige Possen und später auf der großen ein Konzert mit einer ziemlich bekannten Instrumental-Band Paparello, um ehrlich zu sein, war das nicht wirklich meins, ich brauche einfach ein bisschen Gesang, aber nett war es trotzdem, der Lead-Geiger hat sich sowas von echaufiert.  Ich war ja heute Abend nicht allein unterwegs und so blieb ich, auch weil ich gerne noch die Feuershow mit Feuerschlucker und Co. sehen wollte. Insgesamt war es ein vergnüglicher Abend und am Ende wurden wir noch von allen Darstellern mit Kerzen hinaus geleitet.


Insgesamt war es ein total schöner Tag, dafür regnet es heute und die Luft ist zum Schneiden, daher bin ich heute meiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen und habe? Richtig geschlafen! Morgen geht es dann weiter mit dem Kurbetrieb ….

Liebste Grüße

Ela

Tag 348: Einrücken!

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Es war soweit, gestern begann meine zweite REHA innerhalb von sechs Monaten. Das Wort Einrücken kam mir in den Kopf als ich vor der Klinik stand. Äußerlich eine Trutzburg mit dem Charme der DDR in den 80igern. Zwei Hochhäuser, anstelle des vormals an gleicher Stelle stehenden architektonisch wunderschönen Hotels Atlantik, allerdings beide direkt am Meer, in dem einen ein Kurhotel, im anderen die Rehaklinik. Davorstehend fühle ich mich sehr klein und ein bisschen ängstlich, ein wenig bedrohlich wirkt der Komplex.

Innen sah die Klinik aber dann doch schon besser aus, eine Halle mit freundlichen Korbmöbeln empfing mich und die Mitarbeiter an der Rezeption waren durchweg sehr freundlich. Nur ich war schlecht drauf, irgendwie habe ich diesmal so gar keine Lust. hoffentlich ändert sich das noch. ganz schön blöd, denkst du, du hast vollkommen recht. Zum einen soll mir hier ja geholfen werden und zum anderen, drei Wochen Ostsee im Juli, es gibt wirklich schlimmeres!

Die Hetzerei, die dann losging, rauf, runter, runter, rauf trug nicht wirklich dazu bei meine Laune zu verbessern. Ich war meckerich und so peinlich es ist, ein bisschen weinerlich. Mein Zimmer ist recht geräumig und in Ordnung, wenn auch etwas spartanisch, aber es hat einen Balkon und wenn ich aufstehe kann von ihm ich die Ostsee sehen.

Weiter im Programm: Schwester, Arzt, Therapiehandtuch abholen, Hausführung, …Augefallen sind mir hier die vielen ziemlich gesund aussehenden jungen Männer neben neben vielen Leuten mittleren Alters und ein paar recht betagen Menschen. Es stellte sich dann raus, dass die Klinik einen Vertrag mit der Bundeswehr hat und sich darum hier Soldaten nach einem Auslandseinsatz erholen können, erstmal runterkommen, wie mir einer erzählte, der mit mir angekommen ist.

Sensationell ist der Blick aus dem 11. Stock, writ raus aufs Meer und über die Seebrücke.


Das Essen scheint okay zu sein und der Speisesaal viel schöner als auf Sylt und es sitzen mit mir nur vier Patienten am Tisch, zwei Männer und noch eine Frau. Die Männer sind nett, wobei einer davon morgen abreist. Die Frau habe ich noch nicht kennengelernt.  Vielleicht  wird es ja doch nicht so schlimm.

Allerdings 6.40 Uhr Labor IST schlimm … 


Nachtrag: War es doch nicht, da mich die Möwen bereits zum 5.00 Uhr geweckt haben, man oh man, können diese Viecher laut sein. Nachdem dann noch ein Schmetterling aus dem Waschbecken aufflog (für mich schlimmer als jede Spinne, Maus, …) war nicht nur ich wach, sondern ob meines Schreis bestimmt auch alle anderen Menschen auf diesem Flur.

Liebste Grüße 

 Ela

Urlaubstag 12 (Tag 98) – Die Seele baumelt 

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Ein wunderbar entspanntee Tag mit Sand, Sonne und Strand. Lassen wir Fotos sprechen:

Eure

Ela

Urlaubstag 11 (Tag 97) – Was ist? Was wird?

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Dieser Tag war irgendwie komisch. Das Wetter war wieder schön, aber meine Stimmung nicht. In meinem Hirn machte sich die Frage breit: Wo werde ich in 10 Jahren stehen? Klar ist, es wird sich viel verändern: Mein Arbeitsleben wird beendet sein; meine Toochter auf eigenen Beinen stehen. Alles Andere ist ein großes Fragezeichen. Niemand von uns weiß gewiss, ob er noch lebt. Meine Mutter ist dann 92. Ist sie dann ein Pflegefall oder immer noch die kluge Frau, wie heute? Bin ich begeisterte Oma? Oder frisch verliebt? Aber vielleicht sonne ich mich ja auch am Strand von Aruba, im Gepäck nur ein World Wide Ticket? Wie wird es meinem Rücken gehen? Ist er weiter brav und lässt sich bei Laune halten?


Ich kann zum Glück keine dieser Fragen beantworten und trotzdem war heute ein Tag, der die Zeit sichtbar und ein Grummeln im Bauch machte.

Tagsüber sind wir nach Timmendorfer Strand gelaufen  und abends war ich lange am Meer spazieren um den Kopf freizubekommen.

Urlaubstag 11 (Tag 96) – Mehr als Meer

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Auch heute war wieder ein schöner Urlaubstag, auch wenn es ganz schön kalt geworden ist und ich einen großen Becher Kaffee über die Jeans bekommen habe.

Wir haben uns Haffkrug angesehen, dahin sind wir mit so einer kleinen Bimmelbahn gefahren.

 Von der Fahrt habe ich allerdings wenig mitbekommen, weil die Kassierin mehr als redseelig war. Aber dafür bin ich jetzt nicht nur mit ihrer Achillessehne auf du nd du, sondern ich kenne auch die Familiengeschichte.

Nun allzuviel verpasst habe ich nicht, weil wir drei Stunden in Haffkrug unterbrochen haben. Gut gefallen hat mir, dass es noch ein paar maritime, alte Häuser und sogar etwas schlossartiges (darin ist eine Stiftung) gibt. Auch das bezaubernde Strandcafe mit traumhaften Kuchen ist in so einem alten Haus untergebracht. Nicht so gut gefallen mir die vielen Autos, die ständig am Strand entlangrauschen.

Ehrlich gesagt hat mich heute aber viel mehr die Wahl in Berlin beschäftigt, entgegen besseren Wissens hatte ich immer noch gehofft, wir Berliner hätten der AFD eine klare Absage erteilt. Aber leider hat das trotz hoher Wahlbeteiligung nicht geklappt. Mir macht diese Entwicklung Angst. Ich hoffe, meine Mitmenschen finden ihren gesunden Menschenverstand bis nächstes Jahr wieder!

Bis bald

eure

Ela

Urlaubstag 10 (Tag 95 ) – Travemünde, große Pötte und neue Erkenntnisse 

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Heute sind mir gleich zwei Erkenntnisse gekommen, eine zur Zukunft meines Bloggens und eine zu Travemünde.

Ich habe bestimmt schon mal erwähnt, dass einer der Gründe für das Projekt 365 Tage im Leben war, eine Richtung zu finden und endlich reift eine Idee in meinem Kopf. Wenn sie fertig gedacht ist, mehr dazu …

Aber nun zu Travemünde, auch ein Ort der viel mit meiner Vergangenheit zu tun hat. Meine Mama hat mir heute erzählt, dass ich zusammen mit meiner Oma mit vier, zwei Wochen in Travemünde verbracht habe, damals haben wir meine Mutter besucht, die dort in Saison war. Später war ich häufig über Ostern in Travemünde.  

Das letzte Mal war ich 2014 im Mai dort, damals erschien mir das Kurviertel tot und der Bereich um den Hafen sehr trubelig. Jetzt hat es mir aber wieder gut gefallen. Heute war das Meer aber auch herrlich, es weht eine verdammt steife Brise an der Ostsee. Das liebe ich sehr und der Travemünder Strand ist echt schön breit, weiß  und sauber. 

Der Hafen ist richtig lebendig und ich mag es, wenn die großen Pötte vorbeirauschen und die alten Segler liebe ich eh.

Außerdem haben wir mal wieder ein tolles Hotel für eine unserer Kurzreisen in schöne Hotels entdeckt. Das ehemalige Casino und jetztige Grand Hotel Atlantik. Es macht einen super Eindruck und die Angebote in der Nebensaison sind gut. Heute gab es aber nur Kakao und Kuchen (sehr gut!!!).

Aber auch unser Mittagessen war so lecker, dass es unten mal wieder einen Restaurant-Tipp gibt.

Übrigens hatte Willi (der Rollator) in Travemünde gar keine Probleme, alles war gut zugänglich und seine Besitzerin war da gut unterwegs.

Bis bald

eure 

Ela


Ela‘ s Restaurant-Tipp 

Das italienische Restaurant Bella Vista in Travemünde direkt, wenn man vom Strandbahnhof zum Meer läuft. Man situt sehr, sehr angenehm in einem wunderhübschen Garten, das Essen ist extrem lecker, ich hatte eine Pizza Deliziosa mit Parmaschinken, Feigen, Nüssen und Gorgonzola-Soße und vorher einen kleinen Salat und meine Mutter eine Tomatensuppe und eine Lasagne. Alles hat super geschmeckt. Der Preis war sehr angemessen.