Goldene Tage auf Rügen

Immer wieder staune ich, wie sehr sich ein Ort mit der jeweiligen Jahreszeit wandelt. Hier auf Rügen war ich das letzte Mal als bereits der Sommer ankloppfte, alle wegen des schönen Wetters die Shirts und Sommerblusen hervorgeholt hatten, die Bäume (noch) blühten und das Grün diesen wundervoll satten Ton hatte. Abends gab es ein Kurkonzert (das natürlich heute nicht mehr so heißt), sondern  irgendwas mit Event …, aber das gleiche ist. Die Menschen tanzten, tranken und freuten sich auf den Sommer.

In diesem Jahr nun der Oktober, der Sommer hat sich verabschiedet, auch die Shirts- und Sommerblusen warten wieder im Schrank auf sommerliche Zeiten. Trotzdem, der Oktoer zeigt sich von seiner schönsten Seite, die Luft ist angenehm mild und das herbstliche Farbenspiel ein Traum. Gerade jetzt unter der Woche ist es recht ruhig, die Menschen nehmen sich Zeit, man kann lange Strandspaziergänge machen und nachdenken. Ein warmer Kakao oder ein leckerer Tee helfen beim Aufwämen, nur noch wenige Strandkörbe hoffen auf Gäste. Nur ein paar Unverdrossene liegen noch auf einer Decke am Strand und auch das eine oder andere Kinderbeinchen plantscht noch durchs Wasser.

Ein Wellnessehotel ist für diese Zeit genau das richtige und unseres gefällt uns sehr, das Frühstück mit Blick auf die Ostsee ist grandios und in der Bar kann an abends sehr schön den Tag ausklingen lassen. Die beste Tochter behauptet, der Wellnessbereich sei ebenfalls eine Wucht.

Aber nun sollen die Bilder sprechen

Liebste Grüße

Ela

Urlaubstag 11 (Tag 97) – Was ist? Was wird?


Dieser Tag war irgendwie komisch. Das Wetter war wieder schön, aber meine Stimmung nicht. In meinem Hirn machte sich die Frage breit: Wo werde ich in 10 Jahren stehen? Klar ist, es wird sich viel verändern: Mein Arbeitsleben wird beendet sein; meine Toochter auf eigenen Beinen stehen. Alles Andere ist ein großes Fragezeichen. Niemand von uns weiß gewiss, ob er noch lebt. Meine Mutter ist dann 92. Ist sie dann ein Pflegefall oder immer noch die kluge Frau, wie heute? Bin ich begeisterte Oma? Oder frisch verliebt? Aber vielleicht sonne ich mich ja auch am Strand von Aruba, im Gepäck nur ein World Wide Ticket? Wie wird es meinem Rücken gehen? Ist er weiter brav und lässt sich bei Laune halten?


Ich kann zum Glück keine dieser Fragen beantworten und trotzdem war heute ein Tag, der die Zeit sichtbar und ein Grummeln im Bauch machte.

Tagsüber sind wir nach Timmendorfer Strand gelaufen  und abends war ich lange am Meer spazieren um den Kopf freizubekommen.

Urlaubstag 11 (Tag 96) – Mehr als Meer

Auch heute war wieder ein schöner Urlaubstag, auch wenn es ganz schön kalt geworden ist und ich einen großen Becher Kaffee über die Jeans bekommen habe.

Wir haben uns Haffkrug angesehen, dahin sind wir mit so einer kleinen Bimmelbahn gefahren.

 Von der Fahrt habe ich allerdings wenig mitbekommen, weil die Kassierin mehr als redseelig war. Aber dafür bin ich jetzt nicht nur mit ihrer Achillessehne auf du nd du, sondern ich kenne auch die Familiengeschichte.

Nun allzuviel verpasst habe ich nicht, weil wir drei Stunden in Haffkrug unterbrochen haben. Gut gefallen hat mir, dass es noch ein paar maritime, alte Häuser und sogar etwas schlossartiges (darin ist eine Stiftung) gibt. Auch das bezaubernde Strandcafe mit traumhaften Kuchen ist in so einem alten Haus untergebracht. Nicht so gut gefallen mir die vielen Autos, die ständig am Strand entlangrauschen.

Ehrlich gesagt hat mich heute aber viel mehr die Wahl in Berlin beschäftigt, entgegen besseren Wissens hatte ich immer noch gehofft, wir Berliner hätten der AFD eine klare Absage erteilt. Aber leider hat das trotz hoher Wahlbeteiligung nicht geklappt. Mir macht diese Entwicklung Angst. Ich hoffe, meine Mitmenschen finden ihren gesunden Menschenverstand bis nächstes Jahr wieder!

Bis bald

eure

Ela

Urlaubstag 10 (Tag 95 ) – Travemünde, große Pötte und neue Erkenntnisse 

Heute sind mir gleich zwei Erkenntnisse gekommen, eine zur Zukunft meines Bloggens und eine zu Travemünde.

Ich habe bestimmt schon mal erwähnt, dass einer der Gründe für das Projekt 365 Tage im Leben war, eine Richtung zu finden und endlich reift eine Idee in meinem Kopf. Wenn sie fertig gedacht ist, mehr dazu …

Aber nun zu Travemünde, auch ein Ort der viel mit meiner Vergangenheit zu tun hat. Meine Mama hat mir heute erzählt, dass ich zusammen mit meiner Oma mit vier, zwei Wochen in Travemünde verbracht habe, damals haben wir meine Mutter besucht, die dort in Saison war. Später war ich häufig über Ostern in Travemünde.  

Das letzte Mal war ich 2014 im Mai dort, damals erschien mir das Kurviertel tot und der Bereich um den Hafen sehr trubelig. Jetzt hat es mir aber wieder gut gefallen. Heute war das Meer aber auch herrlich, es weht eine verdammt steife Brise an der Ostsee. Das liebe ich sehr und der Travemünder Strand ist echt schön breit, weiß  und sauber. 

Der Hafen ist richtig lebendig und ich mag es, wenn die großen Pötte vorbeirauschen und die alten Segler liebe ich eh.

Außerdem haben wir mal wieder ein tolles Hotel für eine unserer Kurzreisen in schöne Hotels entdeckt. Das ehemalige Casino und jetztige Grand Hotel Atlantik. Es macht einen super Eindruck und die Angebote in der Nebensaison sind gut. Heute gab es aber nur Kakao und Kuchen (sehr gut!!!).

Aber auch unser Mittagessen war so lecker, dass es unten mal wieder einen Restaurant-Tipp gibt.

Übrigens hatte Willi (der Rollator) in Travemünde gar keine Probleme, alles war gut zugänglich und seine Besitzerin war da gut unterwegs.

Bis bald

eure 

Ela


Ela‘ s Restaurant-Tipp 

Das italienische Restaurant Bella Vista in Travemünde direkt, wenn man vom Strandbahnhof zum Meer läuft. Man situt sehr, sehr angenehm in einem wunderhübschen Garten, das Essen ist extrem lecker, ich hatte eine Pizza Deliziosa mit Parmaschinken, Feigen, Nüssen und Gorgonzola-Soße und vorher einen kleinen Salat und meine Mutter eine Tomatensuppe und eine Lasagne. Alles hat super geschmeckt. Der Preis war sehr angemessen.