REHA

Mein sehr persönlicher Rückblick auf 2017 2.0

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Die zweite Hälfte fing ganz gut an, aber dann …

Pünktlich zur zweiten Jahreshälfte durfte ich die nächste AHB (Anschlussheilbehandlung) antreten, diesmal in Heringsforf auf der schönen Insel Usedom (Okay mit den Orten hatte ich echt Glück), besonders schön war, dass mich meine „Mädel“ eine Woche begleiten konnten, weil meine „Kleine“ ein Viertel Jahrhundert wurde „Oh mein Gott, das kann doch gar nicht sein!. Mein Baby, mein kleines Finchen“. Natürlich konnte sie diesen nicht ohne ihre Mami verbringen – meine Beiden – wohnten in einem schönen Hotel, ich in der geringfügig weniger 😉 schönen Rehaklinik. Der Geburtstag war wundervoll, die Reha (leider) ganz anders als die erste. War die noch sehr individuell auf meine Befürfnisse zugeschnitten, war es hier mehr Schema X. Das Beste waren die guten Therapeuten, wenn sie denn da waren und die einmalige Lage der Klinik direkt an der Seebrücke.

Wie sagt man so schön? „Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade daraus!“ Genau das versuchte ich in Heringsdorf, ich setzte mir Ziele, was ich erreichen wollte, zuerst einmal die Seebrücke mit oft hinsetzen, dann nur noch einmal auf dem Hin- und einmal auf dem Rückweg, später insgesamt nur einmal schaffen und am Ende der vier Wochen lief ich 13 km an einem Tag. Ich war stolz auf mich, habe viel Schönes gesehen, die Insel erkundet und die weltbeste Stachelbeerbaiser-Torte im Terrassen Cafe mit traumschönem Blick gegessen.

Nur 10 Tage später hatte ich meinen ersten Arbeitstag 2017, wenn auch erstmal im Hambuger Modell, aber es lief gut. Oft schaffte den Weg bis ins Büro ziemlich schmerzfrei. Meine Mitarbeiter hatten mich wohl tatsächlich vermisst und schenkten mir sogar Milka Herzen, das hat mich zu Tränen gerührt.

Wärend des Hamburger Modells musste meine Tochter für das „Hammerexamen“ lernen und war manchmal … ähhhhm … nicht ganz einfach, das Herz meiner Mutter wollte nicht so recht, aber der Begutachtunstermin durch die Krankenkasse lief gut und meine Mum bekam den Pflegegrad. Schließlich war das Hamburger Modell erfolgreich beendet, das Examen bestanden, ich hoffnungsvoll und dem Herzen meiner Mum ging es etwas besser.

Ich durfte meine Überstunden aus 2016 nehmen und so ging es mit den Mädeln (mehr wollten wir meiner Mum nicht zumuten) wieder an die Ostsee, diesmal ins wundetbare Binz auf Rügen, ich glaube mein Lieblingsort an der Ostsee. Wir gönnten uns zehn wunderbar entspannte Tage in unserem Lieblingshotel und ließen es uns gutgehen. Ich ignorierte den Nerv, der noch immer zwickte recht erfolgreich 😉

Dann war es soweit, der Alltag sollte beginnen. Nur wegen einer Spritze in den bewussten Nerv ging ich nochmal zum Arzt. Prompt streckte das Schicksal wieder die Zunge raus und sagte ÄTSCH. Irgendwas war schief gelaufen … mein Fuß wurde von der Spritze taub, ich hatte auf dem Heimweg keine Kontrolle über ihn und machte den Flieger … Bänderriß! … Wieder krank. Ruhe bewahren, Guß schonen, also fing ich an zu Stricken und zu häkeln ind siehe da es machte und macht sogar Spaß.

Was dann passierte, ehrlich ich kann es mir nicht erklären, aber ich bekam plötzlich rasende Schmerzen im Rücken, konnte nix mehr. Sogar an meinem Geburtstag wurde ich im Rollstuhl durch den Chrismasgarden gefahren.

Aber auch etwaas Tolles passierte Ruht (#Ruthreist) trat in mein Leben und genau auf sie hatte ich schon so lange gewartet.

Der Rest war weniger doll, ich fand mich abermals im Krankenhaus wieder und nun gingen all die Untersuchungen von vorne los …

Weihnachten war aber Dank der Medis in diesem Jahr schön und schmerzfrei , außerdem kann ich inzwischen wieder ohne Hilsmittel laufen und ich glaube fest dran, dass es ja nur besser werden kann und 2017 war einfach nicht mein Jahr …

Am Ende wird alles gut und ist es noch nicht gut, ist es auch noch nicht zu Ende❣🍀

In diesem Sinne

🎉🤡💥💣🐽🐖🍀🎉🤡💥💣🐽🐖🍀

Kommt gut rein und Happy 2018

🎉🤡💥💣🐽🐖🍀🎉🤡💥💣🐽🐖🍀

Liebste Grüße

Ela

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Mein sehr persönlicher Rückblick auf das Jahr 2017 1.0

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Hälfte 1 fing bescheiden an, hatte gute Seiten, blieb im Grunde aber …

Jedes Jahr überlege ich mir am Ende, was es mir und wohin es mich gebracht hat. In diesem Moment würde ich es am liebsten kurzmachen, es auf den großen Misthaufen werfen und nie mehr daran denken. Da ich aber schon ein großes Mädchen bin, werde ich es mir doch etwas näher anschauen und sehen, ob es nicht auch Dinge gab, die mich stärker, weiser, einfach glücklich oder dankbarer gemacht haben.

Angefangen es – sorry – besch***, am 2. Januar lag ich auf dem OP-Tisch, nach kurzer Besserung fingen schon in der REHA auf Sylt die Schmerzen wieder an. Trotzdem muss ich sagen, die vier Wochen im Winter eine großartige Erfahrung. Besonders meine Seele wuchs (Wachsen Seelen?) Ich hatte wundervolle Therapeuten, einen tollen Arzt, der tatsächlich mit mir arbeitete, das Meer schenkte mir Momente reinen Glücks und durch die Ergotheraphie fand ich zurück zum Malen und den Farben. Ein Abenteuer, ein Experiment und Urlaub für die teilweise geschundene Seele.

Nach der Reha versuchte ich weiter auf die Füße zu kommen, probierte es mit Ignorieren und „Selbsthypnose“. Jeder – außer mir damals – wird ahnen, diese Gedanken waren ziemlich albern. Aber immerhin in dieser Zeit durfte ich mit meinen liebsten Menschen sechs wundervolle Tage in London und Wales verbringen, stattete dem Doctor (Who) einen Besuch ab und lernte die sehr unterschätzte Stadt Cardiff kennen. Zugegegeben, mancher Schritt war eine einzige Qual, aber sie war es wert!

Schon bald musste hatte ich mich einer weiteren Erkenntnis stellen, eine weitere OP war unumgänglich. Ich hörte mir meine Optionen an, sprach mit verschiedenen Ärzten und mir wurde endgültig klar, ich leide unter dem Flatbacksyndrom, dass die meisten Skoliose-Patienten erwischt, die in den 60igern, 70igern und frühen 80igern nach „Harrington“ operiert worden sind. Am Ende entschied ich mich für die am wenigsten invasive OP. War die Entscheidung richtig? Werde ich das je wissen? Aber ich fühlte mich einfach nicht bereit für weitere Bewegungseinschränkunge, wollte nocht nicht alt sein.

Meine Tochter wurde in dieser Zeit so wirklich erwachsen, war mit mir in diversen Praxen, übersetze Fachchinesisch und wälzte für mich Fachbücher, statt die letzten Tage des Unilebens aus vollen Zügen zu genießen. Ich weiß, wirklich nicht, wie ich das alles ohne sie überstanden und die Schmerzattacken ertragen hätte.

Ende Mai überstand ich die zweite OP mit leichtem Herztüdelü und der Hoffnung auf die Weisheit meines Bauches. Einen Tag später war ich tatsächlich schmerzfrei! Bis, ja bis, eine übereifrige Physiotherapeuthin im Krankenhaus ans Werk ging. Sie verlangte viel zu früh, viel zu viel und mir fehlte – wie so oft – der Mut einfach „Nein“ zu sagen.

Bis zur Beginn der Anschlussheilbehandlung verging ein guter Monat, in dem ich echt um Fortschritte kämpfte. Mein Rettungsanker war wirklich unsere Terrasse, die ein Stückchen Paradies in der Großstadt ist, dort verbrachte ich viele Stunden schreibend, lesend oder malend, sah den Pflanzen beim Wachsen zu und beobachtete die Vögel an der bewachsenen alten Hauswand gergenüber bei der Brutpflege zu und bekam ab und an Besuch von „unseren“ Eichhörnchen.

Eigentlich eine gute und solange ich nicht versuchte, allzuweit zu laufen fast schmerzfreie Zeit, in der irgendwann sogar der Baum (Joga) so irgendwie wieder ging. Ich entdeckte anhand meiner „Kunstwerke“ meine bunte und ziemlich kitschige Seele und hatte erstmals in diesem Jahr das Gefühl es geht wirklich aufwärts.

Aber dann erkrankte meine 83-jährige Mutter und Mitbewohnerin, die gesundheitlich sowieieso sehr angeschlagen ist, ziemlich schwer. Jetzt musste sie mit einer üblen Infektion am Bein ins Krankenhaus. Zum Glück überstand sie alles ganz gut, aber uns dreien wurde klar, wir müssen einen Pflegegrad für sie beantragen. Denn es kann ja auch jederzeit eine Situation eintreten , die Hilfe von Außen notwendig werden lässt. Ich glaube, ich war an dieser Stelle das erste Mal bei „Ich kann nicht mehr“ noch dazu machten imner mehr meiner Haare den Abflug und dieses dünne, leicht verfilzte Gestrüpp auf meinem Kopf frustrierte mich, alt und häßlich fand ich mich. Also machte ich Tabularasa und lies mir einen echt kurzen Kurzhaarschnitt verpassen, der mich nicht wirklich verschönerte.

In all diesen Mist platzte dann noch die Nachricht, dass der Mann, der mir einst das Herz gebrochen hatte und an dem das dumme Ding noch immer ein bisschen hing, sich eine (junge) Braut im Osten zugelegt und geheiratet hatte.

Das war es nun aber mit den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 und morgen … ähhhhm nachher geht es weiter …

Liebste Grüße

Ela

Tag 357: Wie kühlt man Shoppingfieber? 

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Darin bin ich seit gestern Spezialistin, ich hatte nämlich, nachdem ich schon früh mit meinen Anwendungen durch war, beschlossen, auf den Polenmarkt (Sorry für den Begriff, finde ihn auch doof, habe aber nirgends einen anderen Namen gefunden) nach Swinemünde (Świnoujście) zu fahren. Das Wetter sah doof aus und ich hatte Lust auf Einkaufen und Schnäppchen. Gedacht, getan, die sogenannte Europalinie brachte mich bis zur Grenze in Ahlbeck.  Europa, weil sie mal direkt bis zum Zentrum Swinemünde fuhr, warum si e es nun nicht mehr tut? Wer weiß. Ein bisschen habe ich gezögert, von wegen Knie und so, aber die Lust hat gesiegt 😉

Eine gute halbe Stunde düddelte der Bus von Milchkanne zu Milchkanne, aber dann waren er und ich an der Grenze. Von dort ist man ziemlich schnell am ersten (dem kleinen) Markt. Bis zu einem gewissen Punkt machte das Gucken und Kaufen auch echt Spaß,  zumal ich hübsche Dinge fand. Dann fing das Knie an zu schmerzen und es tröpfelte, aber ich hatte ja meine Regenjacke an, also egal. Mal wieder suchte ich nach einer Tasche und lies mich über den großen Markt treiben, gefunden habe ich keine, es gab fast nur Fälschungen und die mag ich nicht. Ich brauche keine Marken, aber ich mag Qualität.

Irgendwann, als ich auch etwas für meine Liebsten gefunden hatte, ging gar nichts mehr, aber ich fand ein kleines Buden-Restaurant, wo es leckere Schnitzel gab. Der Schock folgte, als ich das Lokal verließ, inzwischen goß es in Strömen. Erst da merrkte ich, wie weit ich mich von der Grenze entfernt hatte und ich lernte, dass meine Regenjacke keineswegs wasserdicht ist und meilenweit kein Taxi aufzutreiben war. Was blieb anderes als zurück zum Bus zu laufen? Zwischendrin dachte ich, ich packe es nicht, mein Knie brannte wie Feuer und ch tropfte aus allen Poren. Jetzt weiß ich, wie es ist, wenn wirklich alles nass ist. Aus meinen Haaren lief das Wasser, in meinen Schuhen stand es und ich war froh über die wasserfeste Wimperntusche.

Klar fuhr mir derr Bus vor der Nase weg und so durfte ich weitere 30 Minuuten im strömenden Regen  verbringen. Ich hatte schon Angst, dass gebadete Katzen vielleicht nicht mitfahren dürfen.Aber ich durfte. Was war es schön, als ich endlich unter der heißen Dusche sstand.

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Das Projekt 52 Wochen

Ein Jahr jede Woche ein Selfie und ein paar Worte/Gedanken dazu , das ist das Projekt von Zeilenende. Ich finde es spannend, was (m)ein Gesicht so übers Jahr erzählt. Nicht nur ich mache außer Zeilenende (er hat sein Projekt bereits beendet) mit, sondern auch:

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Liebste Grüße

Ela

Tag 355: REHA-Update

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Ich habe ja manchmal das Gefühl, so langsam etwas zu nerven mit meinen gesundheitlichen Malessen. Aber da ich die erneute REHA ja auch angekündigt habe, werde ich doch berichten.

Das ich auf Usedom, in Heringsdorf bin, wisst ihr ja schon, dass es komplett anders ist, als Sylt im Januar und damit in der absoluten Nebensaison, kann man sich denken.  Aber auch davon abgesehen sind die Unterschiede groß.

Herauskristallisiert hat sich, dass das Essen eindeutig viel besser ist, bis jetzt hat es mir (leider) immer geschmeckt. Leider, weil ich schon zugenommen habe. Anwendungen habe ich recht wenige, was schade ist, denn fast alle, die ich hatte, waren echt gut. Hier herrscht anscheinend großer Personalmangel, ich habe kaum mal mehr als 2-3 Anwendungen und manchmal auch nur eine. Anscheinend fallen diese Woche die Rückenschule und die Wirbelsäulengymnastik komplett aus, was mir wirklich leid tut. Beides war echt gut, ehrlich gesagt, fühlt es sich hier eher an, wie eine Art Wellnessurlaub, was ja auch nicht schlecht ist. Aber ich bin halt hier um wieder fit zu werden.

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Da werde ich wohl Eigeninitiative entwickeln müssen, zusätzlich zum freien Schwimmen, zur MTT (Medizinische Trainings Therapie) und in die Sauna gehen müssen, denn mit ein bisschen KG und ein paar Massagen wird es nicht getan sein.

Hatte ich eigentlich von meinen Bändern erzählt? Ich weiß es nicht mehr, aber jedenfalls sind fast alle Bänder im rechten Bein überdehnt oder gezerrt (die Statik hat sich durch die OP verändert), das tut leider beim Laufen echt weh. Den Arzt, dem eh jeglicher Durchblick zu fehlen schien, wollte diese Beschwerden nicht so recht zur Kenntnis nehmen. Er riet mir zu einer Salbe (die mit der unsäglichen Werbung, wo die Oma nur geliebt wird, wenn sie durch die Salbe fit ist) und erklärte mir, man könne das tapen, aber nicht in der Klinik und er wollte mir eine Kniebandage bestellen. Bekommen habe ich HEUTE die Salbe, man tapt hier und Bandage habe ich keine bekommen.

20170710_213047Ela ist ja nicht doof, darum habe ich mein Fast-Fräulein-Doktor und You Tube befragt, beide rieten mir zum Tapen, ich dachte mir: Selbst ist die Frau  und tapte. Inzwischen ist es etwas besser geworden, nun habe ich morgen den zweiten Arzttermin und bin sehr gespannt, was er sagt. Aber mein Physiotherapeut ist wirklich gut, es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, als er mitten in der Halle vor mir auf den Knien lag (Nein, beim Antrag sind wir noch nicht ;)) und mir eine Massage für das Band vom Knie bis zum Knöchel zeigte. Nur hat er leider diese Woche Urlaub.

 

Die Mit-Patienten bei mir am Tisch habe ich kaum kennengelernt, sie gehen immer früh und ich eher spät zum Essen. Mit einem sehr von sich überzeugten, älteren Soldaten habe ich mich ab und an unterhalten. Etwas skurril und sehr sparsam. Morgen müssten zwei neue am Tisch sitzen, ich bin schon gespannt.

Natürlich gefällt es mir trotzdem, ich mache das beste draus und unternehme viel, zwinge mich zu längeren Spaziergängen und habe mir noch einge Ausflüge vorgenommen. Usedom und Heringsdorf sind ja wirklich schön, auch wenn Petrus ausgesprochen launisch ist.

So, das war es erstmal wieder …

Liebste Grüße

Ela

Tag 348: Einrücken!

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Es war soweit, gestern begann meine zweite REHA innerhalb von sechs Monaten. Das Wort Einrücken kam mir in den Kopf als ich vor der Klinik stand. Äußerlich eine Trutzburg mit dem Charme der DDR in den 80igern. Zwei Hochhäuser, anstelle des vormals an gleicher Stelle stehenden architektonisch wunderschönen Hotels Atlantik, allerdings beide direkt am Meer, in dem einen ein Kurhotel, im anderen die Rehaklinik. Davorstehend fühle ich mich sehr klein und ein bisschen ängstlich, ein wenig bedrohlich wirkt der Komplex.

Innen sah die Klinik aber dann doch schon besser aus, eine Halle mit freundlichen Korbmöbeln empfing mich und die Mitarbeiter an der Rezeption waren durchweg sehr freundlich. Nur ich war schlecht drauf, irgendwie habe ich diesmal so gar keine Lust. hoffentlich ändert sich das noch. ganz schön blöd, denkst du, du hast vollkommen recht. Zum einen soll mir hier ja geholfen werden und zum anderen, drei Wochen Ostsee im Juli, es gibt wirklich schlimmeres!

Die Hetzerei, die dann losging, rauf, runter, runter, rauf trug nicht wirklich dazu bei meine Laune zu verbessern. Ich war meckerich und so peinlich es ist, ein bisschen weinerlich. Mein Zimmer ist recht geräumig und in Ordnung, wenn auch etwas spartanisch, aber es hat einen Balkon und wenn ich aufstehe kann von ihm ich die Ostsee sehen.

Weiter im Programm: Schwester, Arzt, Therapiehandtuch abholen, Hausführung, …Augefallen sind mir hier die vielen ziemlich gesund aussehenden jungen Männer neben neben vielen Leuten mittleren Alters und ein paar recht betagen Menschen. Es stellte sich dann raus, dass die Klinik einen Vertrag mit der Bundeswehr hat und sich darum hier Soldaten nach einem Auslandseinsatz erholen können, erstmal runterkommen, wie mir einer erzählte, der mit mir angekommen ist.

Sensationell ist der Blick aus dem 11. Stock, writ raus aufs Meer und über die Seebrücke.


Das Essen scheint okay zu sein und der Speisesaal viel schöner als auf Sylt und es sitzen mit mir nur vier Patienten am Tisch, zwei Männer und noch eine Frau. Die Männer sind nett, wobei einer davon morgen abreist. Die Frau habe ich noch nicht kennengelernt.  Vielleicht  wird es ja doch nicht so schlimm.

Allerdings 6.40 Uhr Labor IST schlimm … 


Nachtrag: War es doch nicht, da mich die Möwen bereits zum 5.00 Uhr geweckt haben, man oh man, können diese Viecher laut sein. Nachdem dann noch ein Schmetterling aus dem Waschbecken aufflog (für mich schlimmer als jede Spinne, Maus, …) war nicht nur ich wach, sondern ob meines Schreis bestimmt auch alle anderen Menschen auf diesem Flur.

Liebste Grüße 

 Ela

Tag 345: Ein ganzes halbes Jahr ist schon wieder rum

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Das Jahr feiert Bergfest, wo ist die Zeit geblieben, wer hat sie mir geklaut? Zeit für einen kleinen Rückblick.

Das fängt ja gut an

Silvester und Neujahr habe ich eigentlich im Krankenhaus verbracht, weil ich Weihnachten plötzlich nicht mehr laufen konnte. Tatsächlich durfte ich aber zwei Tage nach Hause, ich wurde beurlaubt. Zum Glück ging es mir ein bisschen besser, ich hatte wenigstens nicht mehr das Bedürfnis bei jedem Schritt laut zu schreien. Das nenne ich mal Fortschritt. Trotzdem war es nichts mit Feiern, aber da ich Silvester eh nicht mag, war mir das recht egal und so verbrachte ich den Abend mit meinen Lieben bei einer Serie vor dem Fernseher! Ich grüble welche, war es die letzte Staffel Downton Abbey? Ich war so mit Medis zugedröhnt …

Am 2. Januar dann die 1. OP, die schon eine deutliche Besserung brachte. Im Anschluss dann vier Wochen REHA auf Sylt, die zwar die Schmerzen nicht  vertreiben konnte, aber mir ganz viel gebracht hat. Achtung Kitsch! Meine Seele ist zur Ruhe gekommen und ich habe mich unbeschwert gefühlt. Außerdem habe ich alte, neue Seiten an mir entdeckt, so zum Beispiel, dass ich immer noch gerne kreativ bin, ohne eine große Künstlerin zu sein.

Nicht alles wird immer gut

Leider musste ich mich nach der REHA der Tatsache stellen, dass leider noch immer nicht viel gut istt und so entschloss ich mich nach Neustadt zum „Gottvater der Skloliosen“ zu fahren um mir seine Meinung anzuhören. Er schlug mir eine riesen Geschichte vor, meine gesamte Brustwirbel- und ein Teil meiner Halswirbelsäule sind bereits versteift. Nun wollte er einen Teil der alten Stange entfernen und auch meine komplette Lendwirbelsäule sollte versteift werden. Anfangs war ich auch überzeugt, doch umso mehr ich mit Betroffenen sprach, geriet mein Entschluss ins Wanken und ich sah mich mich nach Alternativen um und fand schließlich auch eine.

Die Gärtnerin in mir

Ungefähr im März fing unsere Terrasse so richtig an, mir Spaß zu machen, ich war als Kind immer mit meinem Opa gartentechnisch unterwegs gewesen. Da haben wir echt Glück gehabt und nennen ein kleines Stück Großstadtparadies unser eigen.

Reisen ein Grundbedürfnis?

Ende März/Anfang April ließ ich mich trotz Krankheit zu einer kurzen Reise nach England überreden (mit Wissen meines Dienstherren) und das war gut so.  Zum einen waren London und Cardiff einfach großartig (#London #cardiff) und mir hat die Begegnung mit Doctor Who echt Spaß gebracht hat, aber auch zum anderen, weil mir klar wurde, dass ich Bewegung und unterwegs zu sein brauche, wie die Luft zum Atmen.

Wieder Daheim sprach ich mit meiner Ärztin, holte mir eine weitere Meinung ein und ganz langsam entstand ein Plan. Irgendwann hatte ich mich auch daran gewöhnt nicht ins Büro zu gehen und es fehlt mir immer weniger. Freie Zeiteinteilung ist schon was sehr tolles. Ich habe Bilder gemalt, Blumentöpfe gestaltet, viel geschrieben, aber ich wollte auch endlich runter von den Medis.

Alles auf Anfang

Ende Mai wurde ich wieder operiert und es geht mir deutlich besser als nach der ersten OP, die Schmerzen sind nicht ganz weg, aber sehr viel besser. Jetzt hoffe ich einmal mehr, dass die REHA den Rest schafft.

Wenn ich ganz ehrlich bin, denke ich das Schicksal war weise und ich brauchte diese Zeit der Besinnung, des Infragestellens. Jetzt möchte ich ein paar Sachen ändern, aber das wird im zweiten Halbjahr passieren.

Liebste Grüße

Ela

Tag 341: Bald geht es wieder in die REHA nach …

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Das ich noch eine REHA bekomme hatte ich, glaube ich, schon erzählt? Ehrlich gesagt habe ich nicht daran geglaubt, bis ich die Kostenübernahme in den Händen hielt. Natürlich finde ich es gut, erstmal, weil ich *räusper* nach  etlichen Monaten ohne Training wohl wirklich wieder ein paar Muskeln aufbauen und da ich kein Dasein als ewiger Schlaffie anstrebe, wieder fit werden muss. Außerdem will ich auch endlich wieder arbeiten!!! Zuhause würde das, bedingt durch die derzeitige Angeschlagenheit meiner Mutter und wegen des recht aktiven inneren Schweinehundes wohl nicht so richtig klappen.

Meine erste Wahl wäre ganz klar wieder Sylt gewesen, einfach weil ich da alles kenne und gewusst hätte, was mich erwartet. Die Klinik ist aber bis Ende August ausgebucht, das war mir zu lange.

Nach eingehender Beratung mit meiner Ärztin habe ich mich daher für … tara … Usedom entschieden, dort soll es super Therapeuten geben und da ist mir der „hübsche“ Plattenbau wurst.

Sicher werde ich auch von dort was zu erzählen haben, aber eine Reha-Tagebuch werde ich diesmal nicht schreiben. Das wäre mir  (schon wieder) zu langweilig. Ganz spannend finde ich hingegen den Ost versus West Vergleich und natürlich ist Usedom eine wunderschöne Insel.
Montag geht die REHA los …

Liebste Grüße 

Ela