Urlaubstag 10 (Tag 95 ) – Travemünde, große Pötte und neue Erkenntnisse 

Heute sind mir gleich zwei Erkenntnisse gekommen, eine zur Zukunft meines Bloggens und eine zu Travemünde.

Ich habe bestimmt schon mal erwähnt, dass einer der Gründe für das Projekt 365 Tage im Leben war, eine Richtung zu finden und endlich reift eine Idee in meinem Kopf. Wenn sie fertig gedacht ist, mehr dazu …

Aber nun zu Travemünde, auch ein Ort der viel mit meiner Vergangenheit zu tun hat. Meine Mama hat mir heute erzählt, dass ich zusammen mit meiner Oma mit vier, zwei Wochen in Travemünde verbracht habe, damals haben wir meine Mutter besucht, die dort in Saison war. Später war ich häufig über Ostern in Travemünde.  

Das letzte Mal war ich 2014 im Mai dort, damals erschien mir das Kurviertel tot und der Bereich um den Hafen sehr trubelig. Jetzt hat es mir aber wieder gut gefallen. Heute war das Meer aber auch herrlich, es weht eine verdammt steife Brise an der Ostsee. Das liebe ich sehr und der Travemünder Strand ist echt schön breit, weiß  und sauber. 

Der Hafen ist richtig lebendig und ich mag es, wenn die großen Pötte vorbeirauschen und die alten Segler liebe ich eh.

Außerdem haben wir mal wieder ein tolles Hotel für eine unserer Kurzreisen in schöne Hotels entdeckt. Das ehemalige Casino und jetztige Grand Hotel Atlantik. Es macht einen super Eindruck und die Angebote in der Nebensaison sind gut. Heute gab es aber nur Kakao und Kuchen (sehr gut!!!).

Aber auch unser Mittagessen war so lecker, dass es unten mal wieder einen Restaurant-Tipp gibt.

Übrigens hatte Willi (der Rollator) in Travemünde gar keine Probleme, alles war gut zugänglich und seine Besitzerin war da gut unterwegs.

Bis bald

eure 

Ela


Ela‘ s Restaurant-Tipp 

Das italienische Restaurant Bella Vista in Travemünde direkt, wenn man vom Strandbahnhof zum Meer läuft. Man situt sehr, sehr angenehm in einem wunderhübschen Garten, das Essen ist extrem lecker, ich hatte eine Pizza Deliziosa mit Parmaschinken, Feigen, Nüssen und Gorgonzola-Soße und vorher einen kleinen Salat und meine Mutter eine Tomatensuppe und eine Lasagne. Alles hat super geschmeckt. Der Preis war sehr angemessen.

Urlaubstag 9 (Tag 94) – Warum Scharbeutz nichts für Leute mit Handicap und/oder ohne Auto ist

Geht es eigentlich nur mir so? Fast in jedem Urlaub, der länger als eine Woche dauert, gibt es diesen Tag, an dem ich mich frage: Was mache ich hier eigentlich?  Genau dieser Tag war heute, ich war grundlos so richtig stinkig und fand alles doof. 

Zum Glück kamen mir nicht allzuviele Menschen in die Quere. Aber der Frau von der Tourist-Info habe ich erstmal einen Vortag gehalten, wie wenig sich der Ort für Menschen mit Handicap und überhaupt für solche ohne PKW eignet. Aber damit habe ich auch recht!

Direkt im Ort gibt es nicht den kleinsten Supermarkt/Späti und auch keinen Drogeriemarkt, dahin muss man erstmal eine recht lange Strecke  (mehr als 1 km) bergauf laufen. Ich würde es nicht schaffen, einen Rollstuhl darauf zu schieben und auch ein Kindetwagen wäre Schwerstarbeit. Meine Mutter, gehbehindert mit Willi (ihr Rollator) wäre mir unterwegs fast kollabiert. Dabei gibt es unten am Meer Hunderte von Ferienwohnungen. 

Bushaltestellen sind nicht ausgeschildert und auf dem Rückweg von Timmendorfer Strand  oder Travemünde hält der Bus nur oben auf dem Berg.

Während es unten keinen Supermarkt gibt, ist oben kein Cafe oder Ähnliches zum Rasten, das nenne ich mal Ausgleich.

Also egal ob meine Laune nicht gut war, das finde ich noch viel weniger gut!

Der Weg bergab, in Wirklichkeit viel steiler