Mein sehr persönlicher Rückblick auf 2017 2.0

Die zweite Hälfte fing ganz gut an, aber dann …

Pünktlich zur zweiten Jahreshälfte durfte ich die nächste AHB (Anschlussheilbehandlung) antreten, diesmal in Heringsforf auf der schönen Insel Usedom (Okay mit den Orten hatte ich echt Glück), besonders schön war, dass mich meine „Mädel“ eine Woche begleiten konnten, weil meine „Kleine“ ein Viertel Jahrhundert wurde „Oh mein Gott, das kann doch gar nicht sein!. Mein Baby, mein kleines Finchen“. Natürlich konnte sie diesen nicht ohne ihre Mami verbringen – meine Beiden – wohnten in einem schönen Hotel, ich in der geringfügig weniger 😉 schönen Rehaklinik. Der Geburtstag war wundervoll, die Reha (leider) ganz anders als die erste. War die noch sehr individuell auf meine Befürfnisse zugeschnitten, war es hier mehr Schema X. Das Beste waren die guten Therapeuten, wenn sie denn da waren und die einmalige Lage der Klinik direkt an der Seebrücke.

Wie sagt man so schön? „Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade daraus!“ Genau das versuchte ich in Heringsdorf, ich setzte mir Ziele, was ich erreichen wollte, zuerst einmal die Seebrücke mit oft hinsetzen, dann nur noch einmal auf dem Hin- und einmal auf dem Rückweg, später insgesamt nur einmal schaffen und am Ende der vier Wochen lief ich 13 km an einem Tag. Ich war stolz auf mich, habe viel Schönes gesehen, die Insel erkundet und die weltbeste Stachelbeerbaiser-Torte im Terrassen Cafe mit traumschönem Blick gegessen.

Nur 10 Tage später hatte ich meinen ersten Arbeitstag 2017, wenn auch erstmal im Hambuger Modell, aber es lief gut. Oft schaffte den Weg bis ins Büro ziemlich schmerzfrei. Meine Mitarbeiter hatten mich wohl tatsächlich vermisst und schenkten mir sogar Milka Herzen, das hat mich zu Tränen gerührt.

Wärend des Hamburger Modells musste meine Tochter für das „Hammerexamen“ lernen und war manchmal … ähhhhm … nicht ganz einfach, das Herz meiner Mutter wollte nicht so recht, aber der Begutachtunstermin durch die Krankenkasse lief gut und meine Mum bekam den Pflegegrad. Schließlich war das Hamburger Modell erfolgreich beendet, das Examen bestanden, ich hoffnungsvoll und dem Herzen meiner Mum ging es etwas besser.

Ich durfte meine Überstunden aus 2016 nehmen und so ging es mit den Mädeln (mehr wollten wir meiner Mum nicht zumuten) wieder an die Ostsee, diesmal ins wundetbare Binz auf Rügen, ich glaube mein Lieblingsort an der Ostsee. Wir gönnten uns zehn wunderbar entspannte Tage in unserem Lieblingshotel und ließen es uns gutgehen. Ich ignorierte den Nerv, der noch immer zwickte recht erfolgreich 😉

Dann war es soweit, der Alltag sollte beginnen. Nur wegen einer Spritze in den bewussten Nerv ging ich nochmal zum Arzt. Prompt streckte das Schicksal wieder die Zunge raus und sagte ÄTSCH. Irgendwas war schief gelaufen … mein Fuß wurde von der Spritze taub, ich hatte auf dem Heimweg keine Kontrolle über ihn und machte den Flieger … Bänderriß! … Wieder krank. Ruhe bewahren, Guß schonen, also fing ich an zu Stricken und zu häkeln ind siehe da es machte und macht sogar Spaß.

Was dann passierte, ehrlich ich kann es mir nicht erklären, aber ich bekam plötzlich rasende Schmerzen im Rücken, konnte nix mehr. Sogar an meinem Geburtstag wurde ich im Rollstuhl durch den Chrismasgarden gefahren.

Aber auch etwaas Tolles passierte Ruht (#Ruthreist) trat in mein Leben und genau auf sie hatte ich schon so lange gewartet.

Der Rest war weniger doll, ich fand mich abermals im Krankenhaus wieder und nun gingen all die Untersuchungen von vorne los …

Weihnachten war aber Dank der Medis in diesem Jahr schön und schmerzfrei , außerdem kann ich inzwischen wieder ohne Hilsmittel laufen und ich glaube fest dran, dass es ja nur besser werden kann und 2017 war einfach nicht mein Jahr …

Am Ende wird alles gut und ist es noch nicht gut, ist es auch noch nicht zu Ende❣🍀

In diesem Sinne

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Kommt gut rein und Happy 2018

🎉🤡💥💣🐽🐖🍀🎉🤡💥💣🐽🐖🍀

Liebste Grüße

Ela

Mein sehr persönlicher Rückblick auf das Jahr 2017 1.0

Hälfte 1 fing bescheiden an, hatte gute Seiten, blieb im Grunde aber …

Jedes Jahr überlege ich mir am Ende, was es mir und wohin es mich gebracht hat. In diesem Moment würde ich es am liebsten kurzmachen, es auf den großen Misthaufen werfen und nie mehr daran denken. Da ich aber schon ein großes Mädchen bin, werde ich es mir doch etwas näher anschauen und sehen, ob es nicht auch Dinge gab, die mich stärker, weiser, einfach glücklich oder dankbarer gemacht haben.

Angefangen es – sorry – besch***, am 2. Januar lag ich auf dem OP-Tisch, nach kurzer Besserung fingen schon in der REHA auf Sylt die Schmerzen wieder an. Trotzdem muss ich sagen, die vier Wochen im Winter eine großartige Erfahrung. Besonders meine Seele wuchs (Wachsen Seelen?) Ich hatte wundervolle Therapeuten, einen tollen Arzt, der tatsächlich mit mir arbeitete, das Meer schenkte mir Momente reinen Glücks und durch die Ergotheraphie fand ich zurück zum Malen und den Farben. Ein Abenteuer, ein Experiment und Urlaub für die teilweise geschundene Seele.

Nach der Reha versuchte ich weiter auf die Füße zu kommen, probierte es mit Ignorieren und „Selbsthypnose“. Jeder – außer mir damals – wird ahnen, diese Gedanken waren ziemlich albern. Aber immerhin in dieser Zeit durfte ich mit meinen liebsten Menschen sechs wundervolle Tage in London und Wales verbringen, stattete dem Doctor (Who) einen Besuch ab und lernte die sehr unterschätzte Stadt Cardiff kennen. Zugegegeben, mancher Schritt war eine einzige Qual, aber sie war es wert!

Schon bald musste hatte ich mich einer weiteren Erkenntnis stellen, eine weitere OP war unumgänglich. Ich hörte mir meine Optionen an, sprach mit verschiedenen Ärzten und mir wurde endgültig klar, ich leide unter dem Flatbacksyndrom, dass die meisten Skoliose-Patienten erwischt, die in den 60igern, 70igern und frühen 80igern nach „Harrington“ operiert worden sind. Am Ende entschied ich mich für die am wenigsten invasive OP. War die Entscheidung richtig? Werde ich das je wissen? Aber ich fühlte mich einfach nicht bereit für weitere Bewegungseinschränkunge, wollte nocht nicht alt sein.

Meine Tochter wurde in dieser Zeit so wirklich erwachsen, war mit mir in diversen Praxen, übersetze Fachchinesisch und wälzte für mich Fachbücher, statt die letzten Tage des Unilebens aus vollen Zügen zu genießen. Ich weiß, wirklich nicht, wie ich das alles ohne sie überstanden und die Schmerzattacken ertragen hätte.

Ende Mai überstand ich die zweite OP mit leichtem Herztüdelü und der Hoffnung auf die Weisheit meines Bauches. Einen Tag später war ich tatsächlich schmerzfrei! Bis, ja bis, eine übereifrige Physiotherapeuthin im Krankenhaus ans Werk ging. Sie verlangte viel zu früh, viel zu viel und mir fehlte – wie so oft – der Mut einfach „Nein“ zu sagen.

Bis zur Beginn der Anschlussheilbehandlung verging ein guter Monat, in dem ich echt um Fortschritte kämpfte. Mein Rettungsanker war wirklich unsere Terrasse, die ein Stückchen Paradies in der Großstadt ist, dort verbrachte ich viele Stunden schreibend, lesend oder malend, sah den Pflanzen beim Wachsen zu und beobachtete die Vögel an der bewachsenen alten Hauswand gergenüber bei der Brutpflege zu und bekam ab und an Besuch von „unseren“ Eichhörnchen.

Eigentlich eine gute und solange ich nicht versuchte, allzuweit zu laufen fast schmerzfreie Zeit, in der irgendwann sogar der Baum (Joga) so irgendwie wieder ging. Ich entdeckte anhand meiner „Kunstwerke“ meine bunte und ziemlich kitschige Seele und hatte erstmals in diesem Jahr das Gefühl es geht wirklich aufwärts.

Aber dann erkrankte meine 83-jährige Mutter und Mitbewohnerin, die gesundheitlich sowieieso sehr angeschlagen ist, ziemlich schwer. Jetzt musste sie mit einer üblen Infektion am Bein ins Krankenhaus. Zum Glück überstand sie alles ganz gut, aber uns dreien wurde klar, wir müssen einen Pflegegrad für sie beantragen. Denn es kann ja auch jederzeit eine Situation eintreten , die Hilfe von Außen notwendig werden lässt. Ich glaube, ich war an dieser Stelle das erste Mal bei „Ich kann nicht mehr“ noch dazu machten imner mehr meiner Haare den Abflug und dieses dünne, leicht verfilzte Gestrüpp auf meinem Kopf frustrierte mich, alt und häßlich fand ich mich. Also machte ich Tabularasa und lies mir einen echt kurzen Kurzhaarschnitt verpassen, der mich nicht wirklich verschönerte.

In all diesen Mist platzte dann noch die Nachricht, dass der Mann, der mir einst das Herz gebrochen hatte und an dem das dumme Ding noch immer ein bisschen hing, sich eine (junge) Braut im Osten zugelegt und geheiratet hatte.

Das war es nun aber mit den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 und morgen … ähhhhm nachher geht es weiter …

Liebste Grüße

Ela

Tag 345: Ein ganzes halbes Jahr ist schon wieder rum

Das Jahr feiert Bergfest, wo ist die Zeit geblieben, wer hat sie mir geklaut? Zeit für einen kleinen Rückblick.

Das fängt ja gut an

Silvester und Neujahr habe ich eigentlich im Krankenhaus verbracht, weil ich Weihnachten plötzlich nicht mehr laufen konnte. Tatsächlich durfte ich aber zwei Tage nach Hause, ich wurde beurlaubt. Zum Glück ging es mir ein bisschen besser, ich hatte wenigstens nicht mehr das Bedürfnis bei jedem Schritt laut zu schreien. Das nenne ich mal Fortschritt. Trotzdem war es nichts mit Feiern, aber da ich Silvester eh nicht mag, war mir das recht egal und so verbrachte ich den Abend mit meinen Lieben bei einer Serie vor dem Fernseher! Ich grüble welche, war es die letzte Staffel Downton Abbey? Ich war so mit Medis zugedröhnt …

Am 2. Januar dann die 1. OP, die schon eine deutliche Besserung brachte. Im Anschluss dann vier Wochen REHA auf Sylt, die zwar die Schmerzen nicht  vertreiben konnte, aber mir ganz viel gebracht hat. Achtung Kitsch! Meine Seele ist zur Ruhe gekommen und ich habe mich unbeschwert gefühlt. Außerdem habe ich alte, neue Seiten an mir entdeckt, so zum Beispiel, dass ich immer noch gerne kreativ bin, ohne eine große Künstlerin zu sein.

Nicht alles wird immer gut

Leider musste ich mich nach der REHA der Tatsache stellen, dass leider noch immer nicht viel gut istt und so entschloss ich mich nach Neustadt zum „Gottvater der Skloliosen“ zu fahren um mir seine Meinung anzuhören. Er schlug mir eine riesen Geschichte vor, meine gesamte Brustwirbel- und ein Teil meiner Halswirbelsäule sind bereits versteift. Nun wollte er einen Teil der alten Stange entfernen und auch meine komplette Lendwirbelsäule sollte versteift werden. Anfangs war ich auch überzeugt, doch umso mehr ich mit Betroffenen sprach, geriet mein Entschluss ins Wanken und ich sah mich mich nach Alternativen um und fand schließlich auch eine.

Die Gärtnerin in mir

Ungefähr im März fing unsere Terrasse so richtig an, mir Spaß zu machen, ich war als Kind immer mit meinem Opa gartentechnisch unterwegs gewesen. Da haben wir echt Glück gehabt und nennen ein kleines Stück Großstadtparadies unser eigen.

Reisen ein Grundbedürfnis?

Ende März/Anfang April ließ ich mich trotz Krankheit zu einer kurzen Reise nach England überreden (mit Wissen meines Dienstherren) und das war gut so.  Zum einen waren London und Cardiff einfach großartig (#London #cardiff) und mir hat die Begegnung mit Doctor Who echt Spaß gebracht hat, aber auch zum anderen, weil mir klar wurde, dass ich Bewegung und unterwegs zu sein brauche, wie die Luft zum Atmen.

Wieder Daheim sprach ich mit meiner Ärztin, holte mir eine weitere Meinung ein und ganz langsam entstand ein Plan. Irgendwann hatte ich mich auch daran gewöhnt nicht ins Büro zu gehen und es fehlt mir immer weniger. Freie Zeiteinteilung ist schon was sehr tolles. Ich habe Bilder gemalt, Blumentöpfe gestaltet, viel geschrieben, aber ich wollte auch endlich runter von den Medis.

Alles auf Anfang

Ende Mai wurde ich wieder operiert und es geht mir deutlich besser als nach der ersten OP, die Schmerzen sind nicht ganz weg, aber sehr viel besser. Jetzt hoffe ich einmal mehr, dass die REHA den Rest schafft.

Wenn ich ganz ehrlich bin, denke ich das Schicksal war weise und ich brauchte diese Zeit der Besinnung, des Infragestellens. Jetzt möchte ich ein paar Sachen ändern, aber das wird im zweiten Halbjahr passieren.

Liebste Grüße

Ela