Rücken

Tag 319: Kommen die Harten in den Garten? (Projekt 52 Wochen)

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Ich bin wieder raus aus dem Krankenhaus, YEAH!!! und es geht mir schon ziemlich gut, ich konnte sogar schon meine Medikamente reduzieren und es ist viel besser als so kurz nach der OP im Januar. Ich kann wieder (fast) schmerzfrei laufen.

Um ehrlich zu sein, wird es wohl auch noch eine Weile dauern bis ich dem Frieden wieder trauen kann. Was mir da Weihnachten passiert ist, es ist auch psychisch nicht hanz einfach zu verfauen, wenn auf einmal der ganze Kärüer streikt. Das ist nicht wirklich vertrauensbildend. Aber jetzt habe ich wieder Hoffnung geschöpft und genau die brauche ich dringend. Sollte es wirklich so sein, dass sich der ganze Kampf gelohnt hat? Komme ich Harte nun in den Garten? 😉

Einem Menschen schulde ich jede Menge Dank, meiner wunderbaren Ärztin, die immer an meiner Seite war, mit und für mich gekämpft und nun anscheinend ein kleines Wunder im OP vollbracht hat. Danke!

Wie geht es weiter? Bis zum Fädenziehen darf ich nur Spazierengehen, dann geht es los mit Physio und wie es aussieht, soll/darf ich nochmal zur REHA. Sylt wird es diesmal nicht, die Klinik ist den ganzen Sommer ausgebucht. Mehr verrate ich erst nach dem ich alles schwarz vor mir habe.

Ein Jahr jede Woche ein Selfie und ein paar Worte/Gedanken dazu , das ist das Projekt von Zeilenende. Ich finde es spannend, was (m)ein Gesicht so übers Jahr erzählt. Nicht nur ich mache außer Zeilenende (er hat sein Projekt bereits beendet) mit, sondern auch:

 Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847,trienchen2607Wili

Liebste Grüße 

Ela

Tag 314/5: Projekt 52 Wochen: Kranksein nervt, weil …

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Nein, nicht das Projekt, dass mag ich auch heute noch, auch wenn ich keine Ahnung habe, in welcher Woche ich bin (das soll ja gelegentlich sogar Schwangeren so gehen 🤣).

Ich habe einfach die Schnauze voll von Krankenhäusern, Ärzten, Krankenschwestern … usw. Ich weiß, dass ist total ungerecht, gerade meine Ärztin ist echt klasse. Aber das geht jetzt und „nur wegen Rücken“ schon ewig so. Jetzt die Reoperation zu Januar und alles war wunderbar  bis … vorgestern, also einen Tag nach der OP, die Schmerzen waren weg,  eine übereifrige Physiotherapeutin hier auftauchte und meinte, sie müsse 30 min mit mir turnen. Seitdem habe ich wieder Schmerzen, natürlich im rechten Bein und ich schiebe Panik, dass es wieder nichts wird. Irgenwann möchte ich doch nur wieder einen langen und schmerzfreien Spaziergang machen …

Nun aber genug gejammert … und Schluss …

Ein Jahr jede Woche ein Selfie und ein paar Worte/Gedanken dazu , das ist das Projekt von Zeilenende. Ich finde es spannend, was (m)ein Gesicht so übers Jahr erzählt. Nicht nur ich mache außer Zeilenende (er hat sein Projekt bereits beendet) mit, sondern auch:

Die Anderen sind/waren Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847,trienchen2607Wili

Liebste Grüße 

Ela

Tag 232- Behindert oder einfach anders?

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Ursprünglich  habe ich diesen Beitrag im Mitmach-Blog veröffentlicht.

Ich habe mich nun schon die ganze Woche um dieses Thema gedrückt. Wenn es einen selbst betrifft, ist halt alles anders.

Mir wurde vor ca. 35 Jahren meine Behinderung staatlich bescheinigt. Mit zehn bekam ich von gestern auf gleich eine hochgradige S-Skoliose (seitliche Wirbelsäulenverkrümmung), die zwar begradigt und versteift wurde, als ich fünfzehn war, aber das hatte mir einen 40 cm langen Metallstab im Rücken eingebracht. Die Jahre dazwischen waren für ein Mädchen mitten in der Pubertät unglaublich hart: ein Jahr Krankenhaus, ein ganzes Jahr platt auf dem Rücken liegen und das im Streckbett und mit Gewichten am Kopf und an den Füßen, danach ein Jahr Gips vom Hals bis zur Hüfte. Wie ein Mädchen sich trotz allem „normal“ entwickelt? Um ehrlich zu sein, keine Ahnung, ich habe lange gebraucht und ob ich es je geschafft habe?

Nach der OP, die fast zehn Stunden dauerte und nach der ich tatsächlich einmal gestorben bin oder doch so gut wie, war es, als hätte mir jemand ein anderes Ich über gezogen, ich war gerade. Auf einmal gab es Jungen, die sich für mich interessierten, die mir Briefchen schrieben, ihren Freund schickten, der mich fragen sollte, ob ich mit ihnen gehen wolle. Jedes Mal, wenn so was passierte, drehte ich mich um, weil es so unfassbar war, dass das mir passierte. Ich hatte jedenfalls Probleme damit, denn meine Seele war noch immer schief und es hat Jahre bis zum ersten Kuss und bis zum ersten Freund gebraucht.

Dann hatte ich mein Abi in der Tasche, eigentlich wollte ich danach Psychologie (ich wollte in die Werbung) oder aber Germanistik studieren, meine Kunst- und Theaterlehrerin versuchte mich zu überzeugen Schauspiel zu studieren, weil sie mich für recht begabt hielt, aber meine Eltern waren der Ansicht, wegen meines Rückens sollte ich was Sicheres machen und so halb teilte ich ihre Meinung, denn es würde ja bestimmt Spätschäden geben . Also studierte ich an der Fachhochschule Verwaltungswirtschaft und schlug die Beamtenlaufbahn ein. Vorher aber überzeugten sie mich  einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Ich musste damals zu einem uralten Arzt (wahrscheinlich war der jünger, als ich heute), der mitleidig war und mich „Armes Hascherl“ nannte. Natürlich bekam ich den Ausweis, 50 % und ein großes G (Geh- und Stehbehinderung). Gefreut habe ich mich nicht darüber. Nein, ich habe mich dEafür ganz entsetzlich geschämt und habe 20 Jahre lang lieber in der Tram bezahlt, als ihn vorzuzeigen.

Nachdem ich den Ausweis hatte, tat ich alles, um jedem zu beweisen, dass ich nicht behindert bin, ich arbeitete mehr und länger als die anderen, lebte drauf los, machte große Reisen, ging aus, hatte Beziehungen. Ganz normal eben. Mit Anfang 30 bekam ich dann meine völlig gesunde Tochter und verlor ihren Vater (an seine Frau) und ich glaube, von da an wurde es besser, vielleicht, weil ich mich nicht mehr so sehr in den Mittelpunkt stellte.  Auch so ein Punkt, die Familie verhätschelt einen ganz schön, aber mit meiner Maus, war da dieser wundervolle kleine Mensch, der mein Dreh- und Angelpunkt wurde.

Mit 40 schaffte ich es dann auch endlich, den Ausweis zu nutzen und heute bin ich soweit, dass ich Rücksicht auf mich nehmen und ab und an, diese Rücksicht auch sogar einfordern kann. Denn natürlich hatten meine Eltern recht, es stellten sich Spätschäden ein und so laboriere ich heute schon viel an meinem Rücken, erst mussten ein paar Etagen der Halswirbelsäule versteift werden, nun hatte ich gerade ein OP an der Lendenwirbelsäule und bin derzeit in REHA. Schiefer bin ich leider auch wieder geworden, aber heute kann ich gelassen damit umgehen. Gestern sagte eine neue Tischnachbarin zu mir: „Weißt du eigentlich, dass du total schief du da sitzt?“ Ich antwortete:“ Ich weiß, ich BIN so schief“. Ob so was noch weh tut? Ein bisschen schon …

Aber meine Philosophie heute:Wer mich nicht will, wie ich bin, bekommt mich anders erst recht nicht.

Liebste Grüße

Ela

P.S. Eine nette Leserin (Danke Christine) brachte mich gerade drauf. An 28 von 29 Tagen eines Monats vergesse ich komplett, dass etwas anders an mir ist und lebe einfach mein Leben.

Tag 204 – „Projekt 52 Wochen“, Teil 8- Es geht aufwärts

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Das Projekt 52 Wochen wurde von Zeilende ins Leben gerufen. Ich mache mit, weil ich es ziemlich spannend finde, was (m) ein Gesicht so im Laufe des Jahres erzählt.

Außer ihm und mir machen mit:

Marinsche

Multicolorina

Solera 1847

Wili

Trienchen

 

Immer besser geht es mir nach der OP, das Gefühl, gar nicht an meinen Rücken denken zu müssen kannte ich gar nicht mehr, es ist aber richtig schön. Gut ein bisschen aufpassen muss ich noch und machen darf ich auch noch nicht  alles, aber demnächst soll ja auch die Anschluss-REHA  folgen. Aber dazu erst mehr, wenn sie genehmigt ist …

Wenn nun mein Bein auch noch Ruhe gibt, ist es perfekt. Aber auch jetzt fühle ich mich schon wie ein neuer Mensch und das Leben  macht wieder Spaß und kleine Dönekens auch, wie man sieht  😉


Liebste Grüße

Ela

Tag 148-150 – Wanted: Neuer Rücken!

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Da läuft gerade alles super: neue Wohnung, Möbel, Umzugsunternehmern Urlaub, … Genau dann versetzt das Leben einem einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten.

So ergeht es mir gerade, ich fühlte mich, bis auf den Stress, mit dem ich aber auch klar kam, als wahre Ela im Glück und nun das. Den Rest des Beitrags lesen »