Wohnen

Tag 303/4: Aus alt wird neu

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Wahrscheinlich habt ihr euch schon gewundert, wo ich stecke? Es war der Farbtopf bzw. die Fugenmasse.

Bei uns gibt eigentlich schon immer, aber mindestens seit 45 Jahren einen Küchenhocker/Beistelltisch, einst aus rohem Kiefernholz. Irgendwann in den 70igern hat meine Mum ihn erstmals verschönert, er wurde blau und bekam eine Korkplatte.

Warum er immer bleiben durfte, irgendwie war er immer zu gebrauchen und sei es nur im „könnte“-Status. Daraus wurde dann Gewohnheitsrecht und er war kreuz und quer durch Deutschland bei uns.  So auch im Dezember und nun stellten wir fest, genauso ein Tischen braucht unsere Terrasse. Besonders ansehnlich war er allerdings nicht mehr.

Also versuchte nun ich mich als Beauty-Doc. Aus den kleinen Blauen sollte ein Mädchentisch mit viel Pink, Glamour und ein bisschen Shabby werden.

Es funktionierte eigentlich ganz gut. Gebraucht habe ich, nach dem Abpulen des Korks:

  • Sandpapier zum Aufrauen
  • Pinke und weiße Acrylfarbe
  • Einen Schwamm und einen Pinsel (für schlecht zugängliche Stellen) zum Auftragen
  • Lack für Außen
  • 2 Mosaiknetze (der Tisch ist 30×30 cm)
  • Mosaikkleber
  • Fugenmasse 
  • Gefäß zum Anrühren
  • Silberglitzer
  • Spachtel zum Auftragen
  • Schwamm zum Abwaschen

Der Zeitaufwand hielt sich in Grenzen und das Endergebnis gefällt uns sehr 🙂

So nun wisst ihr, womit ich beschäftigt war.

Im Einsatz:


Liebste Grüße 

Ela

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Tag 296: Wie versprochen, das Endergebnis meines Schaffens ;)

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Er ist fertig. Es ist schon merkwürdig, diese Wohnung scheint meine Kreativität enorm anzuregen und macht mich noch zur Bastel-/Maltante. Das muss hier in der Luft liegen, es gibt on dieser Ecke der Stadt eine wahmsinnige Dichte an Gallerien. Es ist schon etwas Boheme.

Mein bevorzugtes Objekt ist gerade die Terrasse und genau dafür ist der Topf. 

Es hat total Spaß gemacht, mir gefällt das Ergebnis und es hat fast  nichts gekostet, außer etwas Zeit und ein bisschen Acrylfarbe, ein paar Muscheln aus dem letzten Urlaub und Außenlack.

Liebste Grüße 

Ela

Tag 294: 1 Platz 12 Monate, Monat April

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Zeilenende hat das spannende Projekt „12 Monate“ gestartet, wir betrachten ein Jahr lang einen von uns gewählten Ort und jeweils am letzten Sonntag des Monats zeigen wir ihn und wie er sich verändert hat. 

Ich habe mir meine Terrasse ausgeguckt, sie und ich, wir sind noch im Honneymoon und werden unser erstes gemeinsames Jahr erleben. So ganz glaube ich immer noch nicht, dass ich sie (mit der dazugehörigen Wohnung) mitten in Berlin gefunden habe. Das Februar Foto habe ich leider verpasst, aber wenn ihr euch nix Buntes und leichte Tristesse vorstellt, passt es.

Im April hat sich viel getan und vor allem die Natur war èxtrem fleißig und hat für ganz viel Grün gesorgt, aber auch wir waren nicht untätig und haben aufgeräumt, die Winter-Abdeckung ist verschwunden und so manches Pflänzchen hat sich zu uns gesellt. „Unser“ Eichhörnchen liebt uns auch noch und verspeist weiterhin seine Nüsse mit Vorliebe dort.

Ich staune manchmal noch immer – wenn ich morgens aufwache und die Vögel zwitschern fleißig, ansonsten ist Stille -, dass ich tatsächlich mitten in Berlin, nahe dem Potsdamer Platz bin.

Heute, schon vor den Eisheiligen haben wir die ersten Geraniengepflanzt und hoffen, es geht gut. Anschließend habe ich dann das erste Mal eine gute Stunde auf der Terrasse gesessen, gelesen und die Sonne genossen.

April 2017

Eigentlich wäre das ja der Blick, aber ich habe noch ein paar schöne Ein- bzw. Ausblicke.

Diese spannenden Blicke gibt es noch:

https://fraurebis.wordpress.com/2017/03/26/baumwandelweg-2/

https://kaffeetaesschen.wordpress.com/2017/02/26/zwoelf-monate-fensterblick-1-strahlen/

Agnes dokumentiert die Baustelle der Groth-Gruppe am Berliner Mauerpark

Amerdale zeigt das Wohnzimmer

Arno von Rosen zeigt die Eiche in Nachbars Garten

Chris zeigt den Baum vor seinem Fenster

frauholle52 blickt auf ihre Terrasse

Gerda Kazakou nimmt uns mit in ihr Atelier

Impressions of Life blickt auf Balkon und Garten

Meermond zeigt ihre Füße her

Mein Name sei MAMA nimmt uns mit unter den alten Kirschbaum

Mitzi Irsaj erinnert sich an den Ort, an dem 24 Olivenkerne im Münchner Rosengarten ruhen

Multicolorina rastet an einer Feldweg-Bank

Neues vom Schreibtisch zeigt den Park rund um die Reste des Garnisons-/Katharinenfriedhofs in Braunschweig

Random Randomsen hat einen geheimnisvollen Baum gewählt

rina.p macht einen Hofgang

Rubinkatze blickt über die Dächer Münchens

solera1847 nimmt uns mit auf die Gartenbaustelle

tallyshome zeigt ihr Wohnzimmer-Sofa

trienchen2607 richtet ihre Wohnung neu ein

Tag 209 – Ein letztes Mal …

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…war ich heute in unserer alten Wohnung und hatte mir fest vorgenommen ein wenig sentimental zu sein.

Wir hatten dort ja eigentlich auch gute Zeiten. Meine Tochter ist dort vom kleinen Mädchen zur klugen jungen Frau herangewachsen. Aber eben nicht nur gute und ich hoffe – bitte, bitte – nie wieder mit solch einen besch*** Riesenberg von Problemen fertig werden zu müssen. Daher war da auch nur der Gedanke: „Hallelujah, endllich vorbei!“. Ich habe -wohl auch durch xie Umstände – diese Wohnung nie als mein Heim, bestenfalls als Zufluchtdort, aber eher als Übergangslösung empfunden und wir hatten gewiss nicht die beste Phasee unseres Lebens. Wir wollten überhaupt nicht nach Berlin, sondern in unserer bayrische Idylle bleiben, aber ich musste wieder Geld verdienen und mein (öffentlicher Arbeitgeber) wollte zu meinem Verdruß einfach keine  Dependance in der bayrischen Provinz eröffnen.

Dazu kam, dass wir zwar in Berlin lebten, es sich aber  nicht so angefühl hatt, da war nur irgendeine seeelenlose Vorstadt. Oft kam es mir vor, als pulsiere nur wenige Kilometer weiter das pralle Leben und ich fühlte mich irgendwie ausgesperrt. Trotzdem sind 13 Jahre eine lange Zeit, die zweifellos Spuren hinterlassen haben und das nicht nur in Form von Falten und es war ja auch nicht so, dass es nicht auch reichlich glückliche und lustige Momente/Zeiten gab.

Es war auch nicht wirklich eine schlimme oder gar häßliche Wohnung, im Gegenteil. Es gab viel Platz, viel Licht, einen schönen Wintergarten. Das Haus und die dazugehörige Grünanlage werden gut gepflegt, Einkaufsmöglichkeiten sind in nächster Nähe, die Tram hält  quasi vor der Tür und – wie sagt der Berliner so schön – Freundschaft wohnte drei Häuser weiter.

Trotzdem ich war nur froh, als sich die Tür hinter mir schloss…